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epa06771329 A sign alerts customers to the day's early store closing time at a Starbucks coffee shop in Atlanta, Georgia, USA, 29 May 2018. Starbucks is closing more than 8,000 company-owned stores in the United States to conduct racial-bias education for workers after Starbucks Corp. issued an apology following the arrest of two black men at a store in Philadelphia, Pennsylvania.  EPA/ERIK S. LESSER

Starbucks-Filialen in den USA schlossen am Dienstag früher, um eine Schulung durchzuführen.   Bild: EPA/EPA

So schult Starbucks seine Mitarbeiter nach Rassimus-Skandal



Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat als Reaktion auf die unberechtigte Festnahme von zwei Afroamerikanern in einer ihrer Filialen in Philadelphia die Belegschaft in den Vereinigten Staaten ein Anti-Rassismus-Training absolvieren lassen. 8000 Filialen schlossen dafür.

People are seen meeting inside the ground floor, closed Starbucks Reserve at the company's headquarters during employee anti-bias training, Tuesday, May 29, 2018, in Seattle. Starbucks closed more than 8,000 stores nationwide on Tuesday to conduct anti-bias training, the next of many steps the company is taking to try to restore its tarnished image as a hangout where all are welcome. (AP Photo/Elaine Thompson)

Eine Starbucks-Filiale am Dienstag in Seattle. Bild: AP/AP

Die Öffentlichkeit war von den Kurzseminaren für die insgesamt 175'000 Mitarbeiter in den USA ausgeschlossen. Zum Ablauf der vier Stunden langen Schulungen am Dienstag gehörten die Vorführung eines Dokumentarfilms über die Geschichte der Afroamerikaner in den USA und der Bürgerrechtsbewegung, aufgezeichnete Botschaften der Unternehmensleitung sowie des Rappers Common und Diskussionen in der Gruppe.

Seinem Unternehmen sei klar, dass das Seminar nicht das Problem der Ungerechtigkeit gegenüber rassischen Minderheiten im Land lösen werde, sagte Starbucks-Chef Howard Schultz dem Fernsehsender CNN. «Aber wir müssen das Gespräch anfangen», fügte er hinzu.

«Wenn es wirklich ehrlich gemeint ist und keine PR-Aktion, wird es eine gute Sache werden»

Starbucks-Kunde

Starbucks-Kunden begrüssten die Massnahme. «Schlaue Idee. Dies hätte schon vor einer Weile getan werden sollen», sagte etwa der 31-jährige Chad Mittleman in New York. «Wenn es wirklich ehrlich gemeint ist und keine PR-Aktion, wird es eine gute Sache werden», sagte der ebenfalls 31-jährige Afroamerikaner Devon Smith in einer Strasse nahe dem Weissen Haus in Washington.

Suspekt wegen Nichtbestellung

Starbucks hatte die Massnahme Mitte April angekündigt, nachdem der Vorfall in Philadelphia eine Welle der Empörung, Proteste und Boykott-Drohungen ausgelöst hatte. Die beiden Afroamerikaner waren in Handschellen abgeführt worden, nachdem ein Starbucks-Angestellter die Polizei angerufen hatte.

Er warf den Männern nach Polizeiangaben Hausfriedensbruch vor, weil sie nichts bestellt hatten. Nach Angaben ihres Anwalts hatten sie sich zu einem geschäftlichen Treffen in dem Café verabredet. Bestellt hätten sie nichts, weil sie noch auf einen dritten Teilnehmer gewartet hätten. Ein Video der Festnahme wurde millionenfach in den Onlinenetzwerken angeklickt, Demonstranten legten kurzzeitig den Betrieb der Starbucks-Filiale lahm. (sda/afp)

Männer werden in Starbucks verhaftet – weil sie rumsassen

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Video: Angelina Graf

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