International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this August 27, 2006 filer, Rev. Gabriele Amorth addresses a meeting in Rimini, Italy. An Italian care facility says that Rev. Gabriele Amorth, a prominent Roman Catholic exorcist, has died after a long illness.  (Pasquale Bova/ANSA via AP)

Sah den Teufel nicht nur im Detail: Pater Gabriele Amorth. Bild: AP/ANSA

Yoga, Harry Potter, Hitler: Für Pater Gabriele alles Teufelszeug. Jetzt ist Roms Chef-Exorzist gestorben

Er wetterte gegen den «IS», Harry Potter oder Homosexuelle: Pater Gabriele Amorth sah den Teufel vielerorts im Spiel. Nun ist der berühmte wie umstrittene Exorzist der katholischen Kirche gestorben.



Amorth sei im Alter von 91 Jahren gestorben, meldete Radio Vatikan am Samstag. Nach Angaben seines Verlages erlag er am Freitag in einer Klinik in Rom einem Lungenleiden.

Der aus dem norditalienischen Modena stammende Amorth war als langjähriger Chef-Exorzist der Diözese Rom international bekannt geworden. Zuletzt hatte er erklärt, die Terroristen des «Islamischen Staates» (IS) seien vom Teufel besessen.

«Der Exorzist»

Animiertes GIF GIF abspielen

Ganz so nervenaufreibend war die Arbeit von Gabriele Amorth vermutlich nicht – Szene aus «Der Exorzist». bild: giphy

Image

bild: pd

«Der ‹IS› ist Satan», schrieb er 2015 auf seiner Facebook-Seite «L'ultimo esorcista» (Der letzte Exorzist). Dies gelte auch für Hitler und Stalin, hatte er 2006 in einem Interview mit Radio Vatikan gesagt.

«Die Menschen glauben, es ist nur ein Kinderbuch, aber es führt zur Zauberei und damit zum Bösen.»

Amorths Meinung zu Harry Potter

Harry Potter führt zum Bösen

Amorth, der im Zweiten Weltkrieg im Widerstand gegen die Faschisten kämpfte und 1951 Priester wurde, machte häufig Schlagzeilen mit kontroversen Äusserungen. So verurteilte er auch Yoga, das Fernsehen oder die Harry-Potter-Saga als Teufelszeug.

Animiertes GIF GIF abspielen

bild: giphy

«Die Menschen glauben, es ist nur ein Kinderbuch, aber es führt zur Zauberei und damit zum Bösen», kritisierte er die Romanserie von J.K. Rowling. Über Homosexuelle sagte er: «Wer Dinge tut, die den Gesetzen Gottes widersprechen, ist nicht unbedingt besessen, wird aber vom Teufel geleitet.»

Image

Ein vom Teufel geleiteter Teilnehmer einer Gay-Parade. bild: wikicommons

Tausende Exorzismen

In seiner Laufbahn nahm der studierte Jurist seit Mitte der 1980er Jahre nach eigenen Angaben rund 70'000 Exorzismen vor. Zur Teufelsaustreibung gehören das Besprengen mit Weihwasser, die Anrufung Gottes und das Handauflegen.

Auch mit 90 Jahren war Amorth noch aktiv. Im strikten Sinn vom Teufel besessen seien aber nur rund 100 Menschen gewesen, räumte Amorth ein. 1990 gründete er die Internationale Vereinigung der Exorzisten, der er bis zum Jahr 2000 auch vorstand. Sie wurde 2014 vom Vatikan offiziell anerkannt.

Teufelsaustreibungen seien heute weiter nötig, meinte Amorth im Juni in einem seiner letzten Interviews: In der Welt gebe es eine riesige Anzahl von Dämonen. «Sie hassen Gott und das Gute und wollen den Menschen zur Sünde verführen und in die Hölle zerren.» (wst/sda/dpa)

Apropos Teufelsaustreibung: Genau darum gehts in der TV-Serie «Outcast»

Alles über Religion bis Gotteslästerung

6 alttestamentarische Grausamkeiten und die Frage, ob Gott eher Psycho- oder Soziopath war

Link to Article

Jesus, du nervst!

Link to Article

Zu wenig Exorzisten für immer mehr Klienten: Vatikan schlägt Alarm 

Link to Article

Geblendet vom kosmischen Licht: Die Irrwege der Esoteriker

Link to Article

Dieses ständige Religions-Bashing nervt: Glauben verdient unseren Respekt

Link to Article

In der Schweiz steigt die Nachfrage nach Exorzismus. Alles Quatsch? Dann sehen und hören Sie den Fall der Anneliese Michel

Link to Article

Die Schweden wieder: Erster Atheisten-Friedhof eröffnet

Link to Article

Ein apokalyptischer Sturm fegt über die Welt – glauben  die Frommen und die Bibel

Link to Article

Feministinnen in der Moschee: So fordern dänische Imamas den patriarchalen Islam heraus

Link to Article

Sunniten und Schiiten, Salafisten und Sufis: Das «Who is Who» der islamischen Gruppen

Link to Article

Wie Gott uns die Theorie vom Urknall erzählt

Link to Article

Machthungrige Föten, der «Dude» als Prophet und Sex mit der Hohepriesterin: Die 13 durchgeknalltesten Religionen

Link to Article

Ein Ami baut die Arche Noah nach – und kreiert damit ein Disney-Land für Superfromme

Link to Article

Burkaverbot: «Wir sehen nicht den Menschen, sondern nur noch das Kleid»

Link to Article

Die Beschneidung von Knaben ist kein Männlichkeitsritual, sondern ein Verbrechen

Link to Article

Gottloses Europa: Diese Grafiken zeigen, warum sich das Christentum Sorgen machen muss

Link to Article

«Man muss sich eine ‹Schwulenheilung› wie eine psychische Vergewaltigung vorstellen»

Link to Article

6 Grafiken, 16 Fotos und 1 Video für alle, die immer von «dem» Islam reden

Link to Article

Rustikale Enthaltsamkeit! Eier abgeschnitten, Schwanz entfernt – aber ganz nah bei Gott!

Link to Article

Wenn Politiker von «christlichen Werten» sprechen: Was zum Teufel soll das eigentlich sein?

Link to Article

Folter, Mord und Führerkult: Wie aus einem deutschen Idyll in Chile ein Gottes-KZ wurde

Link to Article

Gott ist tot – es leben die Götter!

Link to Article

Wir haben endlich herausgefunden, was die Menschen auf diesen 12 mittelalterlichen Gemälden gedacht haben. Vielleicht

Link to Article

Luther, Gratulation zum Todesjubiläum, du asoziales Genie!

Link to Article

So unterdrücken Religionen die Sexualität ihrer Gläubigen und fördern Missbräuche 

Link to Article

5 Punkte zum Islam, die wir mal endgültig klären sollten

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 19.09.2016 22:27
    Highlight Highlight 70'000 Exorzismen/30J/52W/50h pro W ohne Ferien = Alle 66.6 Minuten einen Satan abgetrieben. Hierbei handelt es sich ganz eindeutig um einen Exorzismus-Burnout mit Todesfolge. Nun die Schweiz kann der rkK helfen weitere Burnouts zu vermeiden.
    1. Taufen künftig staatlich überwachen; erspart spätere Exorzismen: Wurde das Baby einwandfrei von der satanischen Erbsünde befreit?
    2.Universitäten müssen unbedingt eine Exorzisten-Ausbildung anbieten.
    3. Zusätzliche Exorzisten-Stellen für Rom sponsern. (z.B. Ungläubigensteuer für juristische Personen um lächerliche 0.5% anheben und schon finanziert)
  • dääd 18.09.2016 22:09
    Highlight Highlight V.a. wurde die internationale Vereinigung der Exorzisten 2014 vom Vatikan anerkannt. Die Menschenrechte anerkennt der Vatikan nach wie vor nicht, wie in vielen Quellen nachzulesen ist (z.B. deutschlandfunk.de vom 9.1.15).
  • chrisdea 18.09.2016 02:05
    Highlight Highlight Es entbehrt doch nicht einer gewissen Ironie dass sein Nachname ein ziemlich cooler Name für eine Black Metal Band aus Finnland sein könnte... ;-)
    • chirschi 20.09.2016 17:05
      Highlight Highlight Genau mein Gedanke!
  • Spooky 17.09.2016 23:41
    Highlight Highlight Wahrscheinlich ist der gute Pater Gabriele jetzt in der Hölle und dabei, dem Luzifer den Teufel auszutreiben ;-))
  • Typu 17.09.2016 22:35
    Highlight Highlight Lustig, mitten im artikel kommt ne world of warcraft werbung.

Papst bezeichnet Homosexualität als «eine Mode»

Papst Franziskus ist wegen Homosexueller in der Kirche in Sorge. «In unseren Gesellschaften scheint es gar, dass Homosexualität eine Mode ist, und diese Mentalität beeinflusst auf gewisse Weise auch die Kirche», sagte er in einem Interview auf Spanisch, das am Montag in einem Buch veröffentlicht werden soll.

Homosexuelle Menschen im Klerus und in Priesterseminaren bereiteten ihm Sorgen, es sei eine «sehr ernste Angelegenheit», sagte der Papst. Menschen mit «dieser tiefverwurzelten Tendenz» …

Artikel lesen
Link to Article