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Die Nato ist nervös: Was machen russische U-Boote in der Nähe der Datenkabel?

Im Atlantiks liegen Datenkabel, die die Kommunikation zwischen Europa und Nordamerika ermöglichen. Entlang der Verbindungen sind immer mehr russische U-Boote unterwegs. Die Nato zeigt sich besorgt.



Die Nato ist besorgt über zunehmende Aktivitäten russischer U-Boote im Mittelmeer und Atlantik. «Russland hat massiv in seine Marine investiert, insbesondere in U-Boote», sagte der Generalsekretär des westlichen Bündnisses, Jens Stoltenberg, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

Demnach wurden seit 2014 13 weitere U-Boote ausgeliefert. Die russischen Aktivitäten in diesem Bereich seien jetzt auf dem höchsten Niveau seit dem Kalten Krieg, so Stoltenberg. Die U-Boote operierten überall im Atlantik und «auch näher an unseren Küstenlinien».

Der Washington Post zufolge, die ebenfalls an dem Gespräch mit Stoltenberg teilnahm, halten sich russische U-Boote immer häufiger in der Nähe wichtiger Datenkabel im Nordatlantik auf. Diese stellten den Internetverkehr und andere Kommunikationsverbindungen nach Europa und Nordamerika sicher, berichtete die Zeitung unter Berufung auf hochrangige Militärvertreter. Über diese Kanäle würden auch täglich Handelsgeschäfte im Umfang von Billionen Dollar abgewickelt.

epa06102132 A small motorboat makes its way as the Russian 'Thyphoon'-class nuclear submarine 'Dmitrij Donskoj' ploughs through Danish waters while reportedly being on its way to St. Petersburg, near Korsoer, Denmark, 21 July 2017. The submarine is reported to take part in the 100th anniversary of the Russian Navy which is celebrated on 29 and 30 July. The submarine is 172 meters long and is thus the largest nuclear powered submarine in the world. It is the first time it sails into the Baltic Sea. The submarine is accompanied by the battlecruiser 'Pjotr Velikij' and two support vessels.  EPA/SARAH CHRISTINE NOERGFAARD DENMARK OUT

Die «Dmitrij Donsko», ein russisches U-Boot der Typhoon-Klasse Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Nato denkt über neues Kommando nach

Wenn es gelänge, diese Verbindungen zu kappen, hätte das immense Folgen für die globale Wirtschaft. Würden die Kabel angezapft, könnten sie Moskau wertvolle Einblicke in den internationalen Internetverkehr geben.

«Russland zeigt klar ein Interesse an der Unterwasser-Infrastruktur der Nato und Nato-Länder», zitierte die «Washington Post» US-Admiral Andrew Lennon, den Kommandanten der U-Boot-Streitmacht des westlichen Bündnisses.

Nach Angaben der Zeitung ist die Nato mittlerweile so nervös, dass sie zur Sicherung des Nordatlantiks die Wiedereröffnung eines nach dem Kalten Krieg geschlossenen Kommandopostens plane. Stoltenberg sprach der F.A.S. zufolge von Plänen für ein neues Kommando für den Atlantik und für Logistik in Europa, die den effizienten Nachschub von Personal und Material bei einem eskalierenden Konflikt mit Russland sicherstellen sollen.

Nato-Verbündete arbeiten laut «Washington Post» auch mit verstärktem Tempo daran, ihre Anti-U-Boot-Kampfkapazitäten zu verbessern. Zudem hätten die Aktivitäten den Westen zur Wiederbelebung ihrer Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd gezwungen. Das habe man zwar auch nach dem Kalten Krieg immer wieder geübt, aber in den vergangenen Monaten sei es notwendig geworden, diese Aufspür-Fähigkeiten zu praktizieren. (sda/dpa)

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 24.12.2017 07:46
    Highlight Highlight Der Atlantik ist internationales Seehohheitsgebiet, er gehört sozusagen uns allen, den Amis genauso wie den Russen, den Chinesen oder auch uns Schweizern ;-) Da darf gelinde gesagt jeder machen was er will solange er sich an die internationalen Gesetze, Richtlinien und Abmachungen hält.
  • alles auf rot 24.12.2017 03:32
    Highlight Highlight Diese bösen, bösen Russen immer wieder...
    Die sollten doch langsam wissen, dass die Amerikaner die einzigen sein dürfen, die die Unterseekabel anzapfen und überwachen.
    Aber die NATO macht piep, und alle Medien weltweit schreiben wieder unreflektiert nach.
  • Zeit_Genosse 23.12.2017 20:29
    Highlight Highlight Unsere russischen Freunde beschützen die Kabel. Sie wollen nur das Beste für uns. Denn wenn die Kabel gekappt werden, wird die westlich Wirtschaft massiv gestört. Deshalb schiesst SpaceX einen KomSatelitten um den anderen in den Orbit. Dort gibt es keine U-Boote und die Killersatelitten können die vielen kleinen Satelitten nicht effizient bekämpfen. Dafür sind die GPS-Satelitten in Reichweite. usw.
  • Hackphresse 23.12.2017 19:05
    Highlight Highlight Was interessiert mich die Wirtschaft?! Kappen die die Kabel haben wir weder Apple noch Netflix noch PORNHUB!

    P-O-R-N-H-U-B!!!! 😱😱😱
  • walsi 23.12.2017 18:47
    Highlight Highlight Was machen russische U-Boote in der Nähe von US-Infrastruktur? Etwa das Gleiche wie die USA in der nähe von russischer Infrastruktur. Spionieren, Pardon, sich informieren.
    • Toerpe Zwerg 23.12.2017 21:10
      Highlight Highlight Das ist keine US Infrastruktur.
  • smoking gun 23.12.2017 18:05
    Highlight Highlight Echt jetzt, russische U-Boote wurden im Atlantik gesichtet? Die Nato muss sofort aufrüsten, geht gar nicht, sowas ... Na dann, schöne Weihnachten und viel Spass beim "Schiffli versenke".
    • Hierundjetzt 23.12.2017 21:13
      Highlight Highlight So, und jetzt lesen wir nichmals in aller Ruhe den Artikel.
  • Töfflifahrer 23.12.2017 17:58
    Highlight Highlight Die USA haben ja in den letzten Jahren immer wieder mit stolzgewölbter Brust erläutert wie ihre U-Boot die Kommunikation des Ostblock abhörte usw.
    Nun, Überraschung, die Russen machen das wohl auch. Dazu haben die gemerkt, wo der schwächste Punkt der westlichen Wirtschaft ist. Und nun sind alle erstaunt? Echt? Das ist bisher bei keiner Risikoanalyse entdeckt worden? Professionell ist anderst. Anscheinend ist es immer noch so, wenn Geld und Gold winken, setzt der Verstand aus.
    • äti 23.12.2017 19:29
      Highlight Highlight "Anscheinend ist es immer noch so, wenn Geld und Gold winken, setzt der Verstand aus." - wen meinst du jetzt?
    • Toerpe Zwerg 23.12.2017 21:09
      Highlight Highlight Ostblock? In Putins feuchten Träumen vielleicht.
  • Flint 23.12.2017 17:40
    Highlight Highlight Und was sagt Russland dazu? 🤔
    • Sebastian Wendelspiess 24.12.2017 10:02
      Highlight Highlight @roger Kannst du, ausser das mit der Krim, irgendwas davon beweisen?
    • rodolofo 24.12.2017 10:21
      Highlight Highlight @ roger.schmid
      Die glauben halt immer noch, dass der Feind meines Feindes mein Freund sein müsste.
      Dabei übersehen sie die Möglichkeit, dass dieser Feind meines Feindes auch ein noch schlimmerer Feind sein könnte...
      Mir selber ist es mal im Kleinen so ergangen.
      Seither grüsse ich meinen Original-Erzfeind zwar immer noch sehr distanziert, aber mit etwas weniger Aversion.
      Dem "Anderen" muss ich heute zum Glück nicht mehr begegnen.
      Er entpuppte sich raffgieriger Egoist und Betrüger,
      und ich will nie wieder auch nur das Geringste mit ihm zu tun haben!
  • Toerpe Zwerg 23.12.2017 17:30
    Highlight Highlight Diese Kabel lassen sich nicht schützen. Im eskalierenden Konflikt wird sie Russland kappen - und damit zuallererst auf zivile Infrastruktur schiessen.

    Militärisch sind diese Kabel aber bedeutungslos.
    • derEchteElch 23.12.2017 18:28
      Highlight Highlight Endlich sagt das mal jemand. Danke.
    • nimmersatt 23.12.2017 18:45
      Highlight Highlight Quelle für die militärische Bedeutungslosigkeit?
    • äti 23.12.2017 19:30
      Highlight Highlight Funk.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 23.12.2017 17:29
    Highlight Highlight Tja was werden die da schon machen? Genau feststellen wo die Kabel liegen um sie im Falle eines Krieges zu zerstôren und evtl zapft man sie an. Alles nichts neues, läuft so seit Jahrzehten und macht auch die NATO. So what
  • andymensch 23.12.2017 17:05
    Highlight Highlight Hahah der grösste Witz. 😅
    Wer einen weltweiten Nachrichtendienstbund und wortwörtlich ein Intelliwiki betreibt, sollte sich nicht wundern, dass andere mitziehen wollen.
    Frohe Weihnachten an die NATO😁
    • Toerpe Zwerg 23.12.2017 17:27
      Highlight Highlight Sauglatt.
    • Jein 23.12.2017 17:36
      Highlight Highlight Mensch Andy, whataboutism ist so was von 70er Jahre
  • Paganapana 23.12.2017 16:57
    Highlight Highlight Erschreckend wie einfach und schnell man die ganze Wirtschaft lahmlegen kann.
    • Watcher 23.12.2017 23:26
      Highlight Highlight Die Menschen sind nervös, sie wissen, dass der Westen Ressourcenkriege führt.
    • Hierundjetzt 24.12.2017 10:56
      Highlight Highlight Was China selbtsverständlich nicht macht. Die kaufen nur halb Afrika und Südamerika. Aber hey der Westen ist voll schlimm
    • Sebastian Wendelspiess 24.12.2017 11:39
      Highlight Highlight @hierundjetzt

      Was hat das jetzt mit China zu tun? Aber ja, besser kaufen statt bomben.
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