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Flüstern mit dem Kreml: Kushner wollte geheimen Draht nach Moskau

27.05.17, 03:52 27.05.17, 15:35
FILE - In this March 15, 2017, file photo, White House Senior Advisers Jared Kushner, right, and Steve Bannon, left, walk on the South Lawn of the White House in Washington, after traveling to Detroit and Nashville with President Donald Trump. Trump’s White House, one perpetually plagued by infighting among aides jockeying for the president’s ear, has been sharply divided by a new rivalry, one pitting his powerful son-in-law with unfettered access to the president against the sharp-elbowed ideologue who fueled Trump’s populist campaign rhetoric. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Jared Kushner (rechts), Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, zusammen mit Steve Bannon.  Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE



Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, wollte offenbar einen geheimen Gesprächskanal mit dem Kreml einrichten. Das schrieb die «Washington Post» am Freitag unter Berufung auf US-Geheimdienste. Quelle sollen russische Aufzeichnungen sein.

Kushner habe darüber mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, diskutiert. Bei einem Treffen Anfang Dezember im Trump Tower in New York habe er vorgeschlagen, die geheime Kommunikationsvorrichtung in einer russischen Vertretung in den USA einzurichten.

Ein geheimer und sicherer Draht hätte gewährleisten sollen, dass die Kommunikation abgeschottet bleibt. Zu diesem Zeitpunkt war der neu gewählte Präsident Trump noch nicht im Amt.

Bei dem Treffen, bei dem auch Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn zugegen gewesen sein soll, sei auch ein Treffen zwischen einem Gesandten Trumps mit einem russischen Kontakt in einem Drittstaat vereinbart worden. Wer dieser Entsandte sein sollte, wurde aus den vorliegenden Unterlagen nicht bekannt.

Treffen auf den Seychellen

Die «Washington Post» hatte jedoch im April berichtet, dass sich Erik Prince, Gründer des privat geführten, einstigen militärischen Sicherheitsdienstes Blackwater und informeller Trump-Berater, auf den Seychellen mit einem Gesandten von Russlands Präsidenten Wladimir Putin getroffen hatte.

Die «Washington Post» berichtete unter Berufung auf Quellen in der Regierung auch, dass die Wahlkampf-Organisation von Trump aufgefordert wurde, alle Unterlagen zurückreichend bis ins Jahr 2015 an den Geheimdienstausschuss des Senats zu übergeben. Dies sei das erste Mal, dass ein Senatsausschuss das gesamte Wahlkampflager ins Visier nehme. Bisher seien nur Einzelpersonen Ziel der Untersuchungen gewesen.

Wichtiger Berater

Für das FBI prüft Robert Mueller als Sonderermittler die Frage, ob das Trump-Lager in Verwicklungen mit der russischen Regierung verstrickt war. Kushner hatte sein Treffen mit Kisljak zunächst nicht pflichtgemäss angegeben, dies jedoch später nachgeholt.

Kushner ist laut US-Medienberichten in der Affäre um eine mögliche russische Einflussnahme auf die US-Wahl ins Visier der Bundespolizei FBI geraten. Der 36-Jährige ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet und berät seinen Schwiegervater in innen- und aussenpolitischen Fragen. (wst/sda/afp/dpa)

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25
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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 28.05.2017 23:29
    Highlight Super schönes Bild!

    Es erinnert mich an "The Lone Ranger and Tonto".
    0 0 Melden
  • Zarzis 28.05.2017 09:01
    Highlight Mmmh, scheint für die Fans eine Schwierig zu Verstehende sache zu sein.
    Also einfach Formuliert.
    Die Russen Hackten Clinton und haben dann diese Mails Schrittweise Veröffendlicht. Ohne Relevanter Inhalt. Es wurde Skandalisiert. Comey wusste das es Russland gesteuert ist.
    Nun tut genau der, der davon Profitiert, sich dauernd mit dieser Regierung Geheim treffen und besprechen, wie man daraus mehr Vorteile bekommt. Und man Vergisst Konsequent, diese Kontakte mit dem Verdächtigen, zu Erwähnen. Kushner hat beim Security Check dieses Treffen, nicht Erwähnt! Genau so wie Flynn! Warum wohl?
    1 0 Melden
  • Spooky 27.05.2017 21:11
    Highlight Kushner - der Kremlflüsterer 😂
    0 1 Melden
  • Wilhelm Dingo 27.05.2017 09:28
    Highlight Was ist eigentlich das Problem wenn der US Präsident mit den russen geheim kommuniziert? Das war doch schon immer so bei den Geheimdiensten.
    57 70 Melden
    • fabinho 27.05.2017 10:19
      Highlight Das Problem ist, dass Russland die Wahlen manipulierte. Angeblich gibt es Beweise dafür. Nun sollen Trump und sein Team in diesen Manipulationsversuchen verwickelt gewesen sein. Deswegen ist jede geheime Kommunikation zwischen Russland und der US-Regierung aus Sicht der Geheimdienste etwas suspekt.
      67 51 Melden
    • Sandro Lightwood 27.05.2017 11:27
      Highlight Was mich mal intressieren würde: Was sollten diese ganze Kontakte mit dem russischen Botschafter etc. während dem Wahlkampf? Diese Kontakte wurden bis jetzt von keinen bestritten (wie auch, gibt ja Beweise). Irgendwie merkwürdig ist das schon. Und keiner der involvierten will was dazu sagen? Warum nicht einfach die Fakten auf den Tisch legen, wenns nichts schlimmes war? Zuerst verleugnen, wenn dann rauskommt, dass es Beweise gibt, sagen, dass es so war man es aber vergessen habe. Oder es ein Witz war. So verteidigen sich schuldige Verbrecher vor Gericht.
      20 24 Melden
    • Maria B. 27.05.2017 12:51
      Highlight Wilhelm Dingo:

      Absolut zutreffend, auch wenn dich die Galerie der politisch Unwissenden mit Dislikes eindecken. Negierbar..

      Frühere US-Präsidenten wollten und installierten ebenfalls ein sog. "rotes Telefon" um sich bei brennend heissen Themen oder gar atomarem Kriegsrisiko ins Einvernehmen zu setzen. Pflegten frühzeitige Kontakte, as usual.

      Somit war das Vorfühlen Kushners absolut in Ordnung und wer deswegen eine "Beeinflussung amerikanischer Wähler" unterstellt ist ein naiver Pinsel :-)!

      Aber eben, über ALLES herziehen, was seit eh und je zwischen Grossmächten üblich war, tztz...
      36 21 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Bollinger (1) 27.05.2017 08:55
    Highlight Fotolegende 😂
    29 2 Melden
  • rodolofo 27.05.2017 08:35
    Highlight All die "Rechtsnationalen" dieser Erde tun sich schwer mit der Tatsache, dass sie in einer Art rechtsextremen "Internationale der Nationalisten" zusammenarbeiten, dem gemeinsamen Ziel "Wohlstands-Faschismus", bzw. "Zweidrittel-Gesellschaft" entgegen.
    In dieser realen Alptraum- Welt gibt es eine "3. Welt der Untermenschen", die rechtlos und in Sklaven-artigen Bedingungen vegetieren und allenfalls Drecksarbeiten erledigen müssen.
    Zwei Drittel haben Arbeit und Einkommen, müssen aber dafür dem Globalen Geldadel "in den Arsch kriechen" nach dem Motto "Der Kunde Ist König!".
    "Neo-Feudal" also...
    51 53 Melden
    • Angelo C. 27.05.2017 13:31
      Highlight Stipps :

      Von A - Z eine echte trouvaille dein Kommentar - und absolut zutreffend, auch wenn es Manche nicht gerne lesen oder es als realistische Beurteilung zur Kenntnis nehmen wollen 🤔!



      32 19 Melden
    • rodolofo 27.05.2017 13:57
      Highlight @ Stipps
      Ja da hast Du natürlich auch wieder recht.
      Es gibt auch "Links-Nationale", oder anders gesagt, Links etikettierende Vereinheitlicher und Militärköpfe.
      Diese sind aber mit von den Rechtsnationalen Vereinheitlichern und Militärköpfen praktisch nicht zu unterscheiden.
      Darum können wir sie auch in die Schublade "Rechtsnationale" stecken, der Einfachheit halber.
      Das hast Du doch gern, wenn die Dinge möglichst einfach sind, oder?
      Also könntest Du mir auch mal Dankeschön sagen dafür, dass ich die Dinge möglichst einfach mache für Dich!
      Aber Undank ist der Welten Lohn...
      11 18 Melden
    • Gummibär 27.05.2017 15:18
      Highlight Stipps gibt es uns kristallklar : Moral und Ethik sind beim inhärenten Rechtsnationalismus anzusiedeln.
      Die linken Urschweizer, die sich von der rechtsnationalen Feudalherrschaft lösen wollten, die französischen Revolutionäre, die Sandinisten in Ecuador, die Chilenen unter General Pinochet, alle mit ihrem Anspruch der diktatorischen Unterdrückung zu entgehen, dachten und handelten unmoralisch und unethisch. Ebenso die Kommunisten und Sozialisten die im rechtsnationalen Deutschland in die Konzentrationslager wanderten. Was für ein abstruses, unausgegorenes Geschwafel.
      4 13 Melden
  • mrmikech 27.05.2017 07:59
    Highlight Es gibt also 3 präsidenten? Präsident Bannon (schlau aus die media verschwunden), präsident Kushner und präsident Pussygrabber. Was für ein land...
    54 16 Melden
    • HabbyHab 27.05.2017 15:37
      Highlight Stipps Obama war kein Sozi :)
      4 4 Melden
  • walsi 27.05.2017 07:45
    Highlight Schon wieder eine Story die im Konjunktiv geschrieben ist. Wann kriegen wir endlich Fakten? Wenn in einem Artikel die Wörter, angeblich, soll, vermutlich usw. vorkommen ist das in der Regel kein guter Journalismus. Journalisten berichten Fakten die sie belegen können und nicht Hörensagen.
    28 68 Melden
    • Scaros_2 27.05.2017 09:15
      Highlight Aye - endlich Fakten zu haben wäre schon mal was schönes.

      Vom Konjuktiv her würde ich das begrüssen.
      27 7 Melden
    • Steimolo 27.05.2017 10:22
      Highlight Hab das gleiche gedacht, es beginnt mit offenbar und die WP bezieht sich auf geheimdienste und die quelle sollen russische aufzeichnungen sein. Das kann man nicht mehr ernst nehmen.
      8 30 Melden

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