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Österreich beschuldigt Oberst a.D. der Spionage für Russland



epa07152731 (FILE) - The badge of the Austrian Armed Forces pictured during the celebrations on Austrian National Day (Nationalfeiertag) on Heldenplatz square in Vienna, Austria, 26 October 2016 (reissued 09 November 2018). Austrian authorities disclosed a spying case at the Oesterreichisches Bundesheer (Austrian Armed Forces) by suspected Russian military intelligence services. A 70 year-old retired Austrian colonel is accused of having delivered classified information about the Austrian Air Force, artillery and migration situation to Russia since the 1990s.  EPA/LISI NIESNER

Bild: EPA/EPA

Österreichs Regierung hat einen Oberst a.D. des Bundesheers beschuldigt, jahrzehntelang für Russland spioniert zu haben. Der Mann werde verdächtigt, bereits in den Neunzigerjahren die Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten aufgenommen zu haben.

Diese soll er bis 2018 aufrecht erhalten haben, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werde dies «das Verhältnis zwischen Russland und der Europäischen Union nicht verbessern», fügte Kurz hinzu.

Aussenministerin Karin Kneissl berief den russischen Geschäftsträger ein und sagte eine geplante Reise nach Russland ab, wie Kurz mitteilte. «Spionage ist inakzeptabel», sagte der Bundeskanzler. Ein Sprecher des russischen Aussenministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass Moskau seinerseits in dem Fall den österreichischen Botschafter einberufen habe.

Der österreichische Verteidigungsminister Mario Kunasek sagte, dass der Fall vor einigen Wochen dank Informationen eines europäischen Geheimdienstes ans Licht gekommen sei.

Anders als viele andere EU-Staaten hatte Österreich im Zusammenhang mit der Skripal-Affäre in Grossbritannien im März noch diplomatische Massnahmen gegen Russland abgelehnt, weil es nach eigenen Angaben Gesprächskanäle nach Moskau offen halten wollte. Im August hatte die Anwesenheit von Russlands Präsident Wladimir Putin bei der Hochzeit von Aussenministerin Kneissl für Aufsehen gesorgt. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Crissie 09.11.2018 19:36
    Highlight Highlight Wie glaubwürdig ist Kneissl, die immerhin Putin zu ihrer Hochzeit eingeladen hatte??
  • sheimers 09.11.2018 19:28
    Highlight Highlight Interessant ist, dass er die Beziehung Russlands zur EU gefährdet sieht, und nicht die zu Österreich, was doch naheliegender wäre. Das lässt tief blicken.
  • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 09.11.2018 12:23
    Highlight Highlight Beweise, Fakten, wo ist diese? Ich wollen.

    Hab gestern Hund fliegen sehen.

    Wieso ist es so schwer zumindest etwas Fakten mitzuliefern?

    #RussischerTroll.

  • Borki 09.11.2018 12:08
    Highlight Highlight "Spionage ist inakzeptabel"

    "der Fall sei vor einigen Wochen dank Informationen eines europäischen Geheimdienstes ans Licht gekommen"

    Spioniert wird hüben wie drüben, da sollte man weder naiv sein noch einen auf Moralapostel machen, finde ich.
    • Neruda 09.11.2018 14:57
      Highlight Highlight Haha wenn ich mir der NDB beim Spionieren in Russland oder den USA vorstelle, muss ich immer lachen 😂

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