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Hat sie für Russland spioniert? Diese «Agentin» will in den USA gestehen



Eine russische Waffenrechtsaktivistin, die sich in den USA ein weit verzweigtes Netzwerk in konservativen Kreisen aufgebaut hatte, will sich der illegalen Aktivitäten schuldig bekennen. Die 30-jährige Marina Butina kooperiert inzwischen mit der US-Staatsanwaltschaft. Sie ist seit Juli in Haft.

Aus einem am Montag von Butinas Anwälten bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Dokument geht hervor, dass sie eine Kooperationsvereinbarung mit der Staatsanwaltschaft getroffen hat. Demnach will sie ein Schuldplädoyer vor Gericht ablegen. Bislang hatte Butina ihre Unschuld beteuert.

Ihr wird angelastet, als «unregistrierte Agentin» Russlands aktiv gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, an einer «Verschwörung» mit dem Ziel beteiligt gewesen zu sein, politische Organisationen der USA zu infiltrieren und so die Interessen der russischen Regierung zu «befördern».

Die junge Frau war im Juli festgenommen worden und sitzt in einem Gefängnis nahe der Hauptstadt ein. Nach Angaben ihrer Anwälte befand sie sich einige Wochen lang in Einzelhaft.

This courtroom sketch depicts Maria Butina, a 29-year-old gun-rights activist suspected of being a covert Russian agent, listening to Assistant U.S. Attorney Erik Kenerson as he speaks to Judge Deborah Robinson, left, during a hearing in federal court in Washington, Wednesday, July 18, 2018. Prosecutors say Butina was likely in contact with Kremlin operatives while living in the United States. And prosecutors also are accusing her of using sex and deception to forge influential connections. (Dana Verkouteren via AP)

Die erste Anhörung im Fall Butina fand am 18. Juli statt. Bild: AP/FR31454 AP

Sie beantragten, dass noch für diese Woche ein Gerichtstermin anberaumt werden soll, bei dem Butina ihr Schuldplädoyer ablegt. Zu dem möglichen Strafmass für die 30-Jährige machten die Anwälte keine Angaben.

Butina hatte in den USA Kontakte zu Politikern und Politikberatern sowie zu der mächtigen Waffenlobby NRA geknüpft. Laut Ermittlungen der Bundespolizei FBI wollte sie in den «nationalen Entscheidungsapparat der Vereinigten Staaten» eindringen.

FILE - In this Sunday, April 22, 2012 filer, Maria Butina, a gun-rights activist, poses for a photo at a shooting range in Moscow, Russia. Accused of working as an undeclared foreign agent in the U.S., Butina is fast becoming a cause celebre at home. Russian government rhetoric portrays Butina, accused of working as an undeclared foreign agent in the U.S., as a martyr to U.S. paranoia and a victim of poor conditions in the jail where she's being held pending trial. (AP Photo/Pavel Ptitsin, File)

Maria Butina posiert mit einem Sturmgewehr in einem Schiessstand in Moskau, 2012. Bild: AP/AP

Die junge Frau war im August 2016 mit einem Studentenvisum in die USA eingereist. In Washington lebte sie mit einem Politikberater zusammen, welcher der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump angehört.

Butina ist ein Schützling von Alexander Torschin, der Vizepräsident der russischen Zentralbank ist und Staatschef Wladimir Putin nahesteht. Mit Torschin war sie viel in den USA unterwegs, vor allem bei der NRA.

Der Fall der jungen Russin hat in den USA viel Aufmerksamkeit erweckt, auch wegen ihrer schillernden Erscheinung. Die rothaarige Frau posierte auf Fotos in den Online-Netzwerken mit Schnellfeuergewehren und anderem Schiessgerät, auf manchen trägt sie dazu einen Cowboyhut. In US-Medien wurden Parallelen zu Anna Chapman gezogen, der 2010 in den USA aufgeflogenen – und ebenfalls rothaarigen – russischen Spionin. (sda/afp)

Das ist Anna Chapman:

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Julian Roechelt 11.12.2018 14:45
    Highlight Highlight Stichwort Einzelhaft:
    Das ist psychische Folter.
  • Dirk Leinher 11.12.2018 12:37
    Highlight Highlight Sie ist zur Koooeration bereit, wohlgemerkt, sie hat sich nicht der Wahrheit verpflichtet. Es wirkt doch eher als ein "Inquisitionsgeständnis".
    • roger.schmid 11.12.2018 13:39
      Highlight Highlight Sie betreibt Kremlpropaganda und ist "nicht der Wahrheit verpflichtet".

      Leinher wird da wohl jetzt intensiv mitfühlen mit Marina Putina, ehm Butina.. 😅
    • rolf.iller 11.12.2018 16:28
      Highlight Highlight Und schon sind wir im Reich von Verschwörungstheorien gegen den guten Putin.

      Für eine Kooperstion gibt es Straferleichterungen wie uns der Fall Flynn lehrt. Dabei reicht die Aussage, der Angeklagten nicht aus, die würde vor Gericht keinen Bestand haben, kommt sie doch von einer kriminellen=unglaubwürdigen Person. Mueller lässt sich nur darauf ein, wenn er hinweise kriegt, die er über andere Wege beweisen kann.
      Erzählt die Dame hingegen nur Mist, dann fällt der Deal und sie bekommt keine Straferleichterung, siehe Manafort.
    • Brezel Hugger 11.12.2018 17:45
      Highlight Highlight #rolf.iller

      Gibt es auch eine deutsche Übersetzung von Ihrem Post?
    Weitere Antworten anzeigen
  • rolf.iller 11.12.2018 12:22
    Highlight Highlight Eine Spionin die auspacken will. Na was soll es denn werden? Tod durch Polonium, Novichok, Balkonsturz oder vielleicht lassen sich Putins schärgen was neues kreatives einfallen.

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