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Wahl in Russland: Putin-treuer Bürgermeister wiedergewählt – mehr als 1000 Festnahmen

09.09.18, 21:57 10.09.18, 09:54


In Russland sind bei landesweiten Protesten anlässlich der Regionalwahlen laut Beobachtern mehr als 1000 Menschen festgenommen worden. Allein in St. Petersburg seien mehr als 350 in Gewahrsam genommen worden, teilte das Bürgerrechtsportal OVD-Info am Sonntagabend mit.

In Jekaterinburg am Ural wurden ebenfalls knapp 130 Demonstranten festgesetzt. Dabei handle es sich jedoch nur um die bereits gemeldeten Festnahmen, schrieben Beobachter. Die Zahlen könnten durchaus noch steigen.

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hatte im Internet dazu aufgerufen, am landesweiten Wahltag gegen die umstrittene Rentenreform der Regierung zu demonstrieren. Nawalny sitzt zur Zeit wegen einer anderen Protestaktion in Arrest. In mehr als 30 Städten sei es zu Festnahmen gekommen, hiess es.

Sobjanin gewinnt Moskauer Wahl

epaselect epa07007611 Russian man looks at information stand during mayor election at a polling station in Moscow, Russia, 09 September 2018. September 9 in Russia is a single day of voting. 26 subjects will choose chapters. Also, by-elections to the State Duma will be held and the composition of 16 regional parliaments will be determined. In total, elections of different levels are held in 80 subjects.  EPA/YURI KOCHETKOV

Der Herr ganz rechts (Sergej Sobjanin) bleibt Bürgermeister von Moskau. Bild: EPA/EPA

Bei der Bürgermeisterwahl in Moskau hat Amtsinhaber Sergej Sobjanin mit 70,02 Prozent der Stimmen gewonnen. Das teilte die Wahlleitung als vorläufiges Endergebnis am Montag mit. Es ist das beste Ergebnis seiner bisherigen Karriere.

Die Wiederwahl des 60 Jahre alten Weggefährten von Kremlchef Wladimir Putin mit einem hohen Ergebnis galt bereits im Vorfeld der Wahl als gesetzt. Die Wahlbeteiligung war wie bei der vergangenen Wahl in der Hauptstadt niedrig: Lediglich 30,86 Prozent der wahlberechtigten Moskauer stimmten ab.

Mit Putin in den Ferien

Hier fliegt ein historischer Panzer von einem LKW

Video: nico franzoni

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rim 11.09.2018 10:04
    Highlight Schon erstaunlich, dass hier kaum Kommentare stehen. Während Putin und seine Vasallen - Oligarchen/Mafia - in den USA und Europa die Demokratien unterminieren, rechtsextreme antidemokratische Bewegungen aktiv fördern, leben die Russen in Armut, haben keine Meinungsäusserungsfreiheit, Menschenrechte, Rechtsstaat, leben in Angst und Schrecken. Für viele Rechte weltweit offenbar ein nachahmungswürdiges System. Oder so. Dummheit ist lernbar.
    8 2 Melden
  • Dirk Leinher 10.09.2018 12:46
    Highlight Nawalny ist ein Heuchler. Wäre er an der Macht, würde er zum Paradigma der 90er Jahre zurückkehren, wo die Filetstücke der russischen Wirtschaft an der Bevölkerung vorbei verschachert wurden. Sicher ist, dass unter Menschen wie Nawalny schon lange keine Renten im heutigen Sinne existieren würden.
    5 7 Melden
    • Rim 11.09.2018 10:33
      Highlight So so. Ist das sicher? Tja. Das Paradigma der 90er Jahre ist doch längst akutell. Putins Paradigma. Er und seine Oligarchen haben die Filetstücke der russischen Wirtschaft sich längst unter den Nagel gerissen. Die Bevölkerung ist verschachert...Die Renten ein Witz. Dazu braucht es keinen Nawalny. Das wissen Sie Leinher auch, nicht wahr? Aber hier gehts ja nicht darum, was wäre wenn...Sondern darum, dass dieser N. ständig verhaftet wird, weil Putin der Diktator keine Konkurrenz duldet, demokratische Meinungsvielfalt im Keim erstickt. Welch ein "starker Mann". Nicht wahr?
      8 4 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 12.09.2018 11:46
      Highlight Die Filetstücke der russischen Wirtschaft wollte sich damals die USA unter Jelzin einverleiben., Putin hat das verhindert.
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    • Dirk Leinher 12.09.2018 21:13
      Highlight Genau, deshalb wird Putin im Westen ja so gehasst, weil er den westlichen Oligarchen und deren Helfershelfern in Russland die bereits einverleibten Filetstücke wieder wegschnappte.
      @Rim: Sie haben da anscheinend etwas mangelndes Wissen über die 90er Jahre in Russland.
      Sie können als Beispiel mal die Entwicklung des BIP pro Kopf der 90er und nach 2000 bis Beginn der Sanktionen vergleichen, ist sehr aufschlussreich.

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  • Chääschueche 10.09.2018 07:20
    Highlight "Viele Bürger wollen aus Protest gegen die Rentenreform zu Hause bleiben, wie Experten sagen."

    Auch wenn ich solche aussagen in der Schweiz höre denke ich mir dann: WTF?

    Wenn der Gegner zuhause bleibt hat der Befürworter gewonnen. Dem Befürworter ist der Rest egal. Er hat sein Ziel erreicht.
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