International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Russische Journalisten von «Turban tragenden Banditen» in Afrika getötet

02.08.18, 10:04 02.08.18, 10:24


Flowers are placed by portraits of slain journalists Alexander Rastorguyev, Kirill Radchenko and Orkhan Dzhemal, at the Russian journalists Union building in Moscow, Russia, Wednesday, Aug. 1, 2018.  Russian journalists who were killed in the Central African Republic had been working on an investigation into Russian private military contractors and the mining industries there, their editor said Wednesday. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Die drei verstorbenen Russen. Bild: AP/AP

Die drei in der Zentralafrikanischen Republik getöteten russischen Journalisten sind nach Regierungsangaben von einer neunköpfigen Gruppe Bewaffneter an einer Strassensperre erschossen worden.

Bei den Angreifern habe es sich um «Turban tragende Banditen» gehandelt, erklärte der zentralafrikanische Regierungssprecher Ange Maxime Kazagui in einer von der Organisation Reporter ohne Grenzen am Mittwoch auf Französisch veröffentlichten Stellungnahme. Demnach sprachen die Angreifer keine der beiden Amtssprachen Sango oder Französisch.

Laut Regierungserklärung habe einer der Journalisten sich heftig widersetzt, als die bewaffneten Männer ihre Ausrüstung stehlen wollten. Einer der drei starb demnach sofort, die anderen beiden erlagen später ihren Verletzungen. Die Aussagen stammen von dem Fahrer des russischen Teams, der bei dem Angriff zwar verletzt wurde, aber überlebte.

Recherche zu privater Militärfirma

Der erfahrene Kriegsreporter Orchan Dschemal, sein Kollege Alexander Rastogujew und der Kameramann Kirill Radtschenko wurden in der Nacht zu Dienstag in der Nähe von Sibut im Zentrum von Zentralafrika getötet, wie es aus zentralafrikanischen und russischen Quellen hiess. Sie waren am 27. Juli in das Land geflogen, «um Bilder über die Aktivitäten des privaten Militär-Unternehmens Wagner zu drehen», erklärte das Zentrum für Investigationsmanagement auf seiner Facebook-Seite.

Die Gruppe Wagner wurde von dem früheren russischen Geheimdienstoffizier Dmitri Utkin gegründet. Auch wenn private militärische Kampfgruppen in Russland offiziell verboten sind, kämpfte die Gruppe Wagner laut ukrainischen Medien und Behörden seit Juni 2014 in der Ost-Ukraine an der Seite prorussischer Separatisten.

Im Bürgerkriegsland Syrien ist die russische Schattenarmee seit September 2015 auf Seiten von Syriens Machthaber Baschar al-Assad aktiv, wie die Internetseite Fontanka angibt, die die Rolle privater Sicherheitsfirmen im Syrienkrieg dokumentiert.

Die zentralafrikanische Justiz, russische Behörden und die Uno-Mission in Zentralafrika (Minusca) haben Ermittlungen zu den Todesfällen gestartet. Kazagui erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, eine Ermordung der Journalisten durch Strassenräuber, welche einer bewaffneten Gruppierung angehören, sei «sehr plausibel». (sda/afp)

Aus Strassenkindern werden in Nairobi Touristenführer

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

Wir schreiben das Jahr 1935. Tausende russische Gulag-Gefangene werden ins sibirische Niemandsland verfrachtet. Zuvor hatten Geologen beim Lontokoiski-Kamen-Gebirge riesige Nickelvorkommen gefunden. Was jetzt noch fehlte, waren Arbeiter für den Gewinn der Bodenschätze. Eine Stadt musste her. 

Und so errichteten ab 1935 350'000 Strafgefangene die Stadt Norilsk. 300 Kilometer über dem Polarkreis gelegen, ist sie die nördlichste Stadt der Welt mit mehr als 100'000 Einwohnern.

Doch die Kälte …

Artikel lesen