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epa07819470 Tens of thousands protest outside parliament against gender based violence following a week of brutal murders of young South African women in Cape Town, South Africa, 05 September 2019. The protestors demanded the South African government clamp down on gender based violence. President Cyril Ramaphosa spoke to the crowd and promised more stringent measure against those convicted of rape and sexual violence. University of Cape Town student Uyinene Mrwetyana was brutally raped and murdered inside the Clareinch Post Office by a post office worker earlier in the week sparking a national outcry and rolling protests in the wake of her death.  EPA/NIC BOTHMA

Unter dem Motto #enoughisenough – our women and children deserve better – formiert sich der Widerstand. Bild: EPA

«Genug ist genug»: Frauen am Kap formieren sich gegen Gewalt



In Südafrika machen hunderttausende Frauen mobil gegen Vergewaltigungen und andere Formen der Gewalt gegen sie und ihre Kinder. Unter dem Motto #enoughisenough – our women and children deserve better (etwa: Genug ist genug – unsere Frauen und Kinder haben Besseres verdient) formiert sich der Widerstand, es gibt Petitionen und Demonstrationen.

Eine Internet-Petition für eine Wiedereinführung der Todesstrafe bei Verbrechen an Frauen wird auch von einer Enkelin von Südafrikas erstem schwarzen Präsidenten Nelson Mandela unterstützt, Ndileka Mandela.

Als Reaktion auf den brutalen Mord an einer 19-jährigen Studentin der Universität Kapstadt, die zuvor in einem Postamt vergewaltigt wurde, fordert sie wie viele andere eine Justizreform: «Unser Justizsystem ist so angelegt, dass es die Männer und nicht die Frauen schützt – das muss sich ändern.»

In Südafrika wachsen junge Menschen oft in zerrissenen Strukturen auf. Vergewaltigungen und häusliche Gewalt sind angesichts oft patriarchaler Strukturen weit verbreitet.

Präsident Cyril Ramaphosa hat erklärt, die jungen Frauen im Lande müssten die Chance erhalten, frei von Angst vor Gewalt ihr Leben zu meistern. Angaben zu konkreten Massnahmen machte er am späten Donnerstagabend bei der kontinentalen Version des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Kapstadt nicht.

Nigerias Ex-Bildungsministerin Obiageli Ezekwesili sprach sich in Kapstadt für eine harte Umsetzung der Gesetze bei der Strafverfolgung der Täter aus. Auch die sozialen Bedingungen müssten sich radikal ändern: «Es ist ein globales Problem», betonte sie. (viw/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Auric 07.09.2019 12:37
    Highlight Highlight sind es die patriarchalischen Strukturen?

    Also der böse Herr im Haus gebietet über Weib und Kind?

    Was ich so in Südafrika gesehen habe war eher das fehlen von Strukturen bei einem Grossteil der Bevölkerung (so wie wir sie die letzten 2000 Jahre entwickelt haben), wenn die Mutter ihre sieben Kinder von sieben verschiedenen Vätern alleine aufziehen muss, dann hat das nichts mit patriarchischen Strukturen zu tun.
    • Juliet Bravo 07.09.2019 15:02
      Highlight Highlight Das, was du beschreibst, ist ja eben genau ein strukturelles Problem!
    • Albert Stpeck 07.09.2019 19:19
      Highlight Highlight Die südafrikanischen Frauen warten nur darauf, dass ihnen ein Schweizer Tourist die wahre Wurzel ihres Problems erklärt.

      Informiere sie doch bitte endlich!
    • Grohenloh 07.09.2019 20:35
      Highlight Highlight Iisprinzessin:
      Genau gelesen, momol.

      Er sagt, es geht nicht um patriarchale Strukturen. Weil es nicht um patriarchale Strukturen geht, wenn die Frauen ihre Kinder von verschiedenen Männern selber aufziehen.

      Aber einige sehen dermassen rot, dass es überall und bei jedem Missstand um patriarchale Strukturen gehen MUSS.

      Ich bin für beobachten, benennen, denken, lösen. Nicht: wissen wer an allem schuld ist, beobachten, Schuld geben unabhängig von Realität. Das ist, was leider heute passiert. Es wäre ja auch blöd, wenn beim Denken etwas herauskäme, was einem in seinem Umfeld unmöglich macht.
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