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In this photo taken Thursday, July 9, 2015 national police commissioner Riah Phiyega delivers a speech at an event where   confiscated weapons were smelted at a metal processing plant in Vereeniging, South Africa. Phiyega will remain on suspension with full pay until the board of inquiry into her fitness to hold office has completed its work, the presidency said Wednesday, Oct. 14 2015.(AP Photo/Denis Farrell)

Riah Phiyega wurde suspendiert, auf einen Prozess wartet sie noch vergebens
Bild: Denis Farrell/AP/KEYSTONE

Drei Jahre nach dem Massaker an 34 Bergleuten wurde Südafrikas Polizeichefin suspendiert



Mehr als drei Jahre nach den Todesschüssen der südafrikanischen Polizei auf 34 streikende Bergleute hat der südafrikanische Präsident Jacob Zuma die nationale Polizeichefin Riah Phiyega vom Dienst suspendiert.

Das Präsidialbüro erklärte am Mittwoch, dies gelte solange, bis die Ergebnisse von Ermittlungen zu möglichen Fehlern Phiyegas und zur Eignung der Polizeichefin für den Posten vorlägen. Die Kommission zur Untersuchung des Massakers hatte die Ermittlungen in ihrem Abschlussbericht im Juni empfohlen.

Im August 2012 hatten Polizisten vor der Platinmine von Marikana nordwestlich von Johannesburg 34 streikende Bergleute erschossen. Es war der tödlichste Polizeieinsatz seit dem Ende der Apartheid 1994.

Phiyega, deren Suspendierung unter anderen die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gefordert hatte, wurde bis auf Weiteres durch den Polizeigeneralleutnant Johannes Khomotso Phahlane ersetzt, der bisher beim nationalen gerichtsmedizinischen Dienst arbeitet.

«Legitime Selbstverteidigung»

Phiyega hatte nach dem Massaker von Marikana erklärt, die Beamten hätten das Feuer auf die Arbeiter «in legitimer Selbstverteidigung» eröffnet, als diese sie mit Schusswaffen angegriffen hätten.

In dem Untersuchungsbericht wird Phiyega und der Polizei vorgeworfen, seinerzeit vollständig versagt und hinterher Beweismittel unterschlagen zu haben. Die Polizeichefin soll ausserdem nicht gegen Korruption in den Reihen der Polizei vorgegangen sein.

Wegen des Massakers von Marikana wurde bislang niemand strafrechtlich belangt. Die Angehörigen der Opfer kämpfen immer noch für Schmerzensgeld und Schadenersatz. (jas/sda/afp/dpa)

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