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Former first lady Lee Hee-ho (2nd R), widow of late South Korean President Kim Dae-jung, arrives at Gimpo Airport in Seoul, South Korea, August 5, 2015. Lee, widow of Kim who was well known for his pro-North Korea policies, leaves for North Korea to make a rare visit to the reclusive state by Kim Jong Un's invitation. REUTERS/Kim Hong-Ji      TPX IMAGES OF THE DAY

Die 93-Jährige Kim Dae Jung bei ihrer Ankunft in Nordkorea. Bild: KIM HONG-JI/REUTERS

Sie will den innerkoreanischen Dialog: Witwe von Südkoreas Ex-Präsident besucht Nordkorea

Die Witwe des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung will sich bei einem privaten Besuch in Nordkorea für die Wiederaufnahme des innerkoreanischen Dialogs einsetzen. Ob die 93-jährige Lee Hee Ho auch Machthaber Kim Jong Un treffen wird, war unklar.



Begleitet von einer grossen Delegation flog Lee am Mittwoch mit einer Chartermaschine von Seoul nach Pjöngjang, wie der südkoreanische Rundfunksender KBS berichtete. Es sei das erste Mal seit sieben Jahren, dass Südkoreaner auf direktem Luftweg nach Nordkorea fliegen könnten. Der Besuch soll vier Tage dauern.

Lee habe ihren Wunsch geäussert, die Visite werde den Weg für einen Dialog ebnen können, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap einen Vertreter des Kim-Dae-Jung-Friedenszentrums. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind derzeit wieder einmal sehr angespannt.

Lees Besuch soll vor allem humanitären Zwecken dienen. Geplant sind Besuche in Spitälern und Kindertagesstätten. Lee war zuletzt Ende 2011 in Nordkorea, um dem kurz zuvor gestorbenen Machthaber Kim Jong Il die letzte Ehre zu erweisen. 

Kim Dae Jung, der für seine «Sonnenscheinpolitik» mit dem kommunistischen Regime bekannt war, reiste im Juni 2000 zum ersten gesamtkoreanischen Gipfeltreffen mit Kim Jong Il nach Pjöngjang. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 09.08.2015 21:59
    Highlight Highlight Nordkorea

    Dieses Land und sein politisches System sind in der Tat sehr speziell. Quasireligiös zu verehrende Diktatordynastie trifft Extremmilitarismus trifft komisch ineinanderverdrehten kommunistisch-konfuzianistischen Nationalismus. Inzwischen gibt aber anscheinend auch dort ein Hauch von Mittelschicht, zumindest in Pjöngjang.
    Wenn dieses System eines Tages fallen sollte, dann muss man die Nordkoreaner "umerziehen", was ein hartes Stück Arbeit wird.

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