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Wie buddhistische Mönche Hass schüren: 7 Fragen und Antworten zur Rohingya-Krise

Bild: EPA/EPA

19.09.17, 07:27 19.09.17, 15:56


Die UNO-Hochkommissarin sprach von einem «Musterbeispiel einer ethnischen Säuberung», Nichtregierungsorganisationen warnen seit Wochen vor einer humanitären Katastrophe. Türkei, Bangladesch und andere muslimische Länder appellieren an die internationale Gemeinschaft, nicht länger tatenlos zuzusehen: Dennoch überqueren Tag für Tag Hunderte Rohingya die Grenze von Myanmar nach Bangladesch – auf der Flucht vor der systematischen Verfolgung durch das Militär. 400'000 Menschen sind es nach nach Angaben der UNO seit August, darunter viele Frauen und Kinder. Was passiert da eigentlich genau in Myanmar?

Gliedstaat Rakhine im Westen Myanmars.

Wer sind die Rohingya?

Die Rohiynga sind eine ethnische Minderheit, die mehrheitlich im Westen Myanmars (früher: Burma) leben. Der überwiegende Teil ist muslimischen Glaubens und unterscheidet sich damit von der buddhistischen Mehrheit im Vielvölkerstaat Myanmar. Die Rohingya werden staatlich nicht anerkannt, somit bleibt ihnen der Zugang zu Bildungseinrichtungen, sozialen Diensten und dem Staatsdienst verwehrt. Auch die Bewegungsfreiheit ist für die Rohingya eingeschränkt. Wie viele Rohingya genau im Land leben, ist unklar, Schätzungen gehen von 1 bis 1,3 Millionen Menschen aus.   

Über die historischen Hintergründe der Rohingya existieren widersprüchliche Darstellungen. Die offizielle Version in Myanmar lautet, dass die Rohingya mehrheitlich nach der Abspaltung Bangladeschs von Indien ins Land gekommen sind. Deshalb hätten sie keinen Anspruch auf die Staatsbürgerschaft. Es ist aber historisch verbürgt, dass es bereits im 16. Jahrhundert muslimische Kaufleute in Myanmar gab. Im 19. Jahrhundert kam es während der Kolonialisierung durch die Briten zu einer grossen Einwanderungswelle. 

Die Rohingya werden vielfach als «grösste staatenlose Minderheit der Welt» bezeichnet. Die UNO beschrieb sie 2012 als «die am meisten verfolgte Minderheit der Welt».

Rohingya in Burma: Flüchtling im eigenen Land

Wie ist es zur jüngsten Eskalation gekommen?

Das Verhältnis zwischen den muslimischen Rohingya und der buddhistischen Mehrheit des grössten Landes in Südostastien ist seit langem angespannt. Seit der Unabhängigkeit 1948 werden die Rohingya von den Behörden marginalisiert, vertrieben und verfolgt. In den Jahren 1978, 1991/92, 2012 und 2015 kam es zu gewaltsamen Übergriffen durch Regierungstruppen. Im Oktober 2016 eskalierte die Lage erneut, nachdem Mitglieder der Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA), einer angeblich von Saudi-Arabien unterstützten und bewaffneten Widerstandsarmee, die die nationale Anerkennung fordert, mehrere Grenzposten im Gliedstaat Rakhine angegriffen hatten. Armeeeinheiten antworteten mit Vergeltungsaktionen in muslimisch bewohnten Dörfern, Augenzeugen berichteten von willkürlichen Exekutionen, Massenvergewaltigungen, Verschleppungen und Folter.

Aufnahmen von brennenden Rohingya-Dörfern im Westen Myanmars. bild: Amnestyinternational

Am 25. August 2017 kamen bei einem Angriff durch ARSA-Milizen auf mehrere Polizeiposten 71 Menschen ums Leben. Das burmesische Militär startete daraufhin die bislang härteste Offensive gegen die Rohingya. 400'000 Menschen wurden gemäss Berichten von NGOs vertrieben, bis zu 3000 getötet. Was sich in Rakhine tatsächlich abspielte, ist schwer zu beurteilen, die burmesischen Behörden haben das Gebiet faktisch abgeriegelt. Geflüchtete berichten von Übergriffen auf Zivilisten, abgebrannten Dörfern und Helikoptern, die auf Menschen geschossen haben.

Beobachter gehen davon aus, dass Myanmar das Ziel verfolgt, die Rohingya vollständig aus dem Land zu vertreiben. UNO-Sonderberichtserstatterin Yanghee Lee sprach jüngst von einem «Musterbeispiel für ethnische Säuberung».

Bild: ABIR ABDULLAH/EPA/KEYSTONE

Wer schürt den Konflikt?

Im Vielvölkerstaat Myanmar leben über 135 ethnische Minderheiten, die meisten davon sind buddhistischen Glaubens. Ressentiments gegen die muslimischen Rohingya sind auch in der Bevölkerung verbreitet. Buddhistische Mönche haben in der Vergangenheit Hass gegen die muslimische Minderheit geschürt: Mit flammenden Reden und blutrünstigen Plakaten warnen sie davor, dass der Islam den Buddhismus im Land verdrängen werde. Dass gerade einmal vier Prozent der 53 Millionen Burmesen muslimischen Glaubens sind, spielt keine Rolle. Die buddhistischen Fanatiker ernten die Früchte aus der weitverbreiteten Angst vor dem islamischen Terrorismus. Ein Myanmar-Experte erklärte in der «NZZ am Sonntag» (Artikel online nicht verfügbar), der Hass auf die Muslime sei der kleinste gemeinsame Nenner im Vielvölkerstaat. 

Daneben vertreten andere Beobachter die Theorie, dass hinter der jüngsten Vertreibungswelle ökonomische Motive lägen. Der Rohstoffboom habe in Rakhine und anderen Gliedstaaten zu einem «rigorosen Abbau» geführt, schreibt die WOZ, die ansässige Bevölkerung sei da im Weg. «Der Rohstoffabbau ist am einfachsten, wenn keine Menschen mehr da sind», sagt die investigative Journalistin Mahi Ramakrishnan (Artikel online nicht verfügbar). 

Unklar ist auch, ob der pakistanische Geheimdienst ISI seine Finger im Spiel hatte. Gemäss Medienberichten stand ein hochrangiges ISI-Mitglied in Kontakt mit dem Anführer der Rohingya-Widerstandsarmee ARSA, um die von Kofi Annan geleiteten Friedensverhandlungen zu torpedieren. Allerdings sind diese Informationen nicht bestätigt. Die indische Regierung gab am Dienstag bekannt, dass sie 40'000 Rohingya wegen Terrorgefahr abschieben will.

Weshalb fliehen die Rohyngya nach Bangladesch?

Mehrere Hunderttausend Rohingya flüchteten in den letzten Wochen aus Myanmar nach Bangladesch. Das muslimische Land hatte schon zuvor viele Rohingya aufgenommen, insgesamt leben circa 900'000 Rohingya in Bangladesch, viele davon in Flüchtlingslagern. Noch ist die Grenze offen, wie Reto Rufer, Asienexperte bei Amnesty International, gegenüber watson sagt. Aber das könne sich angesichts der grossen Zahl an Geflüchteten schnell ändern. «Die bengalische Grenzregion ist extrem arm, wenn der Flüchtlingsstrom anhält – und danach sieht es aktuell aus –, dann könnte die Unterstützungsleistung durch die Zivilbevölkerung in Ablehnung und Ressentiments umschlagen.» 

Warum laviert die Nobelpreisträgerin?

Nobelpreisträgerin und informelle burmesische Staatschefin Aung San Suu Kyi. Bild: EPA/EPA

Als die Nobelpreisträgerin und Politikerin Aung San Suu Kyi bei den Wahlen 2015 einen überwältigenden Sieg errang, waren sich viele sicher: Myanmar sollte endlich reif für die Demokratie werden – und San Suu Kyi das strahlende Aushängeschild. 15 Jahre hatte die «Lady» in Rangung im Hausarrest gesessen, wegen ihres Widerstands gegen die Militärjunta wird sie in einer Reihe mit Nelson Mandela und Mahatma Gandhi genannt.

Bei der jüngsten Eskalation aber sieht sich die Nobelpreisträgerin heftiger Kritik ausgesetzt. Lange hat sich Suu Kyi, die als informelle Staatschefin amtet, geweigert, die Gewaltwelle gegen die Rohingya zu verurteilen. Sie sprach vielmehr von einer gerechtfertigten Militäraktion gegen «Terroristen».

Erst am Dienstag hat Suu Kyi in einer mit Spannung erwarteten Fernsehansprache die Vorkommnisse erstmals öffentlich verurteilt. Sie wandte sich gegen die «Menschenrechts-Verletzungen» im Bundesstaat Rakhine und versicherte, dass sie mit «allen Menschen» mitfühle, die von dem Konflikt betroffen seien. Ausserdem erklärte sie sich bereit, ausländische Beobachter ins Land zu lassen.

Wann unternimmt die internationale Gemeinschaft etwas?

Die Hilfsappelle von Geflüchteten, NGOs und Politikern scheinen bislang wirkungslos zu verhallen. Myanmar spricht weiterhin von einer «Militäraktion gegen Terroristen». Bis jetzt gebe es keine Signale seitens Myanmar, dass die Gewaltwelle bald abebben werde, so Rufer.

Rohingya-Flüchtlingslager in Tangkhali Ukhiya, Bangladesch.  Bild: EPA/EPA

Was sind die Folgen für die Region?

Die Beziehungen zwischen den Staaten Bangladesch und Myanmar waren zuvor schon angespannt. Jetzt, nach der gewaltsamen Vertreibung von knapp einer halben Millionen Menschen, dürften sich diplomatische Bemühungen noch schwieriger gestalten. Ob die Rohingya-Krise zu einer politischen Destabilisierung in der Region Südostasien führe, sei schwierig abzuschätzen, so Amnesty-Experte-Rufer. Das Zusammenleben zwischen den Religionen dürfte sich aber mittelfristig verschlechtern. «Religiöse und nationalistische Fundamentalisten sind nicht nur in Myanmar auf dem Vormarsch, sondern auch in Malaysia, Thailand, Pakistan und Indien. In all diesen Ländern wird der Hass auf religiöse Minderheiten geschürt, oft auch mit Unterstützung der Regierung.»

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
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76
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Helloooo83 20.09.2017 21:45
    Highlight Bereiste myanmar selber, z.b mandalay diverse ethnien sikhs hindus christen aber mit der muslimischen bevölkerung gibts immer wider Auseinandersetzungen
    1 4 Melden
  • bngdr 20.09.2017 12:52
    Highlight Ich habe keine Ahnung von diesem Konflikt, jedoch fällt auf, dass häufig dort wo Muslime leben, Spannungen gibt. In Thailand gibt es auch immer wieder Anschläge von sogennanten Minderheiten.
    8 3 Melden
  • URSS 19.09.2017 16:49
    Highlight Im August griffen Rohingya Aktivisten Polizei, Geschäfte und Bauern in Burma an und töteten viele Menschen.
    Nicht weil sie verfolgt werden sondern weil sie einen eigenen Schariastaat wollen.
    Der Aufruf vom IS und Al Queda den Rohingya zu helfen zeigt wessen Geistes Kind die Rohingya sind.
    Die einseitige Berichterstattung im Westen ist mir unverständlich.
    Wenn schon bitte beide Seiten des Konflikts ausleuchten.

    50 30 Melden
    • PVJ 19.09.2017 18:53
      Highlight Was für ein billiger und widerwärtiger Rechtfertigungsversuch einer ethnischen Säuberung!
      34 35 Melden
  • Abideean 19.09.2017 15:44
    Highlight Man kann nicht alle Menschen die, die gleiche Religion haben in einen Topf werfen. Wie ich es in den Kommentaren zusammengefasst mitbekomme: "Sie werden es ja wohl irgendwie verdient haben. Wir machen es uns zu einfach, wie können Millionen von Menschen darunter Frauen, Kinder verdient haben verfolgt zu werden nur weil sie eine andere Religion haben? Aber natürlich steht hier wieder mal der Profit im Fokus mit all den Rohstoffen im von den Rohyinga's besiedelten Gebieten. Mit Religion und Angst kann man die Menschen kontrollieren und überzeugen, da werden diese Mittel defi. für Profit genutzt
    19 20 Melden
  • Ms. Pond 19.09.2017 12:57
    Highlight Es gibt mir zu denken, dass Muslime offenbar immer weniger toleriert werden. Es scheint, dass niemand mehr mit ihnen zusammen leben will. Über die Gründe kann man sich streiten.
    49 19 Melden
  • Pisti 19.09.2017 12:43
    Highlight Die muslimischen Kaufleute waren Araber und keine Rohyngia.
    31 3 Melden
  • Wald Gänger 19.09.2017 12:28
    Highlight Nun ja...es gab ja auch nie gewaltsame Anstrengungen der Rohingya, ihr Gebiet von Myanmar abzuspalten und natürlich ebenfalls keinen von ihnen ausgehenden Terrorismus oder bewaffnete Aufstände.
    Es ist sowieso erstaunlich, wie oft muslimische Minderheiten "verfolgt" werden und das in unseren Medien auch so geschildert wird, wobei man dann dabei einfach ausblendet, welche Handlungen von diesen Minderheiten ausgehen. Gutes Beispiel hierfür ist z.B. Thailand, in dem die Moslems es initial schon als "Verfolgung" werteten, dass sie keine Sonderwünsche erfüllt bekamen.
    45 23 Melden
    • pedrinho 19.09.2017 15:45
      Highlight Ein sehr einseitiger bericht, wie in so vielen faellen, ja nicht beide seiten beleuchten, wer mit gewalt "provoziert" muss eines tages mit eben solcher antwort rechnen. Es kriselt nicht nur in Myanmar und Thailand, auch an der westkueste von Sri Lanka wird laengst durch "die moslems" gezuenselt. Religionen als mittel und zweck zur macht .....
      31 12 Melden
    • Abideean 19.09.2017 16:23
      Highlight Zugang zu Bildungseinrichtungen, Zugang zur Medizinischen Versorgung oder Religionsfreiheit sind doch keine Sonderwünsche.
      Grundgesetzte nennen wir das in Europa, aber man sieht wie sich unsere Politiker dafür interessieren. Wenn man ehrlich ist muss man Zugeben das durch diese ganzen Medien und deren Berichte eine gezielte Abneigung gegen Muslime festzustellen ist. Es gibt in jeder Religion Extremismus und dieser wird benutzt um eigentliche Interessen zu verfolgen. Auf der ganzen Welt! Religionen/Menschen sollten sich konzentrieren was sie gemeinsam haben nicht was sie unterscheidet.
      21 10 Melden
    • Wald Gänger 20.09.2017 15:36
      Highlight Abideean: In Thailand hat die muslimische Minderheit Zugang zu all diesen Dingen und die Thais haben auch kein Problem mit Religionsfreiheit. Die muslimische Minderheit hingegen hat aber sehr grosse Probleme hiermit. Das führt dann zu repressiven Massnahmen, die sogleich zur "Verfolgung" umgedeutet werden.
      Ich behaupte nicht, dass die Mechanismen in Myanmar genau die gleichen sind, aber bezügl. muslimischer Minderheiten ist zumindest ein gewisses Grundmuster gut erkennbar.
      3 2 Melden
  • Energize 19.09.2017 12:04
    Highlight Erst wenn wir sämtliche Religionen als das abtun was sie sind - erfundene Geschichten mit schlechten und guten Moralvorstellungen - können wir uns als Zivilisationen weiterentwickeln. Solange wir Bücher als absolute Wahrheiten interpretieren werden wir stehenbleiben oder uns gegenseitig vernichten. Dabei spielt die zugrundeliegende Religion fast keine Rolle.
    42 6 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 19.09.2017 09:29
    Highlight Wieso flüchten die Leute nach Bangladesch?

    Ja weil das ja ihr Herkunftsland ist...
    40 66 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 19.09.2017 11:28
      Highlight Stimmt. Die Somalis flüchten auch nach Kenia weil das ihr Herkunfstland ist und die Kosovo-Albaner sind logischerweise auch in die Schweiz geflohen, da sie von hier herkommen.
      Bestechende Logik, 1A.
      24 16 Melden
    • Posersalami 19.09.2017 11:47
      Highlight Ein Blick auf die Karte sollte eigentlich klar machen, wieso die Menschen nach Bangladesch flüchten. Entweder sie flüchten dahin oder verrecken auf dem Meer, was also würden SIE tun?

      Kleiner Tipp für Sie: als die Rohingya nach Myanmar gingen / verschleppt wurden gab es noch kein Bangladesch. Wie soll das also ihr Herkunftsland sein. Aber das wussten sie sicher und wollten einfach ihre Ressentiments los werden, oder fehlt es ihnen "nur" an Bildung?
      27 16 Melden
    • Butschina 19.09.2017 12:16
      Highlight Weil dies ein muslimisches Land ist und direkt an das Gebiet der Rohingya grenzt. Ich finde dies eine logische Konsequenz der Verfolgung.
      15 2 Melden
    • Michael Stotzer 19.09.2017 12:25
      Highlight Nope
      https://de.wikipedia.org/wiki/Rohingya

      Sie flüchten nach Bangladesh weil es direkt daneben liegt.
      17 4 Melden
    • Baba 19.09.2017 14:09
      Highlight Wohl eher, weil dieses Land für eine Flucht am nächsten liegt...
      16 4 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 19.09.2017 16:56
      Highlight @Posersalami, dann können wir ja einen Stadt kreieren wie für die Juden, hat in Bangladesch sicher niemand was dagegen.
      5 5 Melden
    • St. Just 19.09.2017 20:04
      Highlight Sie sind im 19. Jh eingewandert dude. Wenn wir in der Schweiz alle Personen mit Migration in der Familiengeschichte in ihre "Herkunftsländer" des 19. Jhs vertreiben würden, wäre die Schweiz halb leer. Auch Superschweizer wie die Blochers wären dann weg.
      13 5 Melden
  • AdiB 19.09.2017 09:15
    Highlight Nur weiter zusehen und am schluss fragt man sich wieso die leute voller hass und zorn einem IS beitretten. So wird nährboden für extremisten geschaffen. Da reiben sich die terrororganisationen die hände und dann wenn ein ableger gebildet ist, kommt die usa um den terror zu bekämpfen. Myanmar muss ich bewusst werden, wenn die amis mal da sind, gehen sie nicht mehr und das land wird zur kriegszone.
    47 34 Melden
    • Rabbi Jussuf 19.09.2017 12:36
      Highlight AdiB
      Was du da prophezeist ist schon Vergangenheit.
      Al Qaida hatte schon früh Rohingyas als Mudschaheddin ausgebildet.
      Die USA werden dort sicher nicht eingreifen.
      17 7 Melden
  • Thomas Rohrer 19.09.2017 08:58
    Highlight Ein türkischer Arbeitskolleg erzählte mir dieses Problem schon vor 5 Jahren. Geglaubt habe ich ihm das Ganze erst als ich im Internet danach gesucht habe. Erscheckend, diese Gräueltaten aus buddhisterscher Hand gegen eine islamische Minderheit.
    57 37 Melden
    • Saraina 19.09.2017 17:36
      Highlight Die Rohingya gelten seit Jahren als die am stärksten bedrohte Minderheit weltweit. Hat bis jetzt einfach niemanden interessiert, weil sie weit weg und eh arm sind.
      14 9 Melden
  • Ken Hurt 19.09.2017 08:47
    Highlight Es wird nicht erwähnt das zudem die ARSA Bombenanschläge in Yangon und Sagaing verübt haben (zuletzt 2016). Ausserdem hat das Militär im Parlament nach wie vor 25% inne. Naja, wenn in so einem Land während 2 Jahren rund 80 Beamte umgebracht werden, was erwartet man da?
    32 18 Melden
    • AdiB 19.09.2017 11:41
      Highlight Artikel nicht gelesen? Ich würde es ihnen empfehlen.
      5 18 Melden
    • Baba 19.09.2017 14:41
      Highlight @AdiB: Artikel wurde nach 9 Uhr nochmals updated. Vielleicht war vorher die ARSA Info ja tatsächlich noch nicht drin...
      7 1 Melden
  • Biggie Smalls 19.09.2017 08:34
    Highlight kann man den friedensnobelpreis zurückziehen? wäre bei ihr definitiv der fall
    17 39 Melden
  • René Obi (1) 19.09.2017 08:32
    Highlight Safe us from religion.
    49 12 Melden
    • Scott 19.09.2017 16:36
      Highlight Netter Spruch, halt leider einfach an der Realität vorbei.
      10 1 Melden
  • Posersalami 19.09.2017 08:29
    Highlight Hier gibts ein paar kluge Artikel zur aktuellen Lage in Myanmar:

    https://www.journal21.ch/realpolitikerin-suu-kyi

    https://www.journal21.ch/regimewechsel-ohne-wunder


    Was mir in eurem Artikel viel zu kurz kommt, ist die historische Dimension der Krise. Die startet nämlich nicht 1948, sondern schon viel früher. Ohne dieses Wissen ist es überhaupt nicht möglich, den aktuellen Konflikt zu verstehen.

    Wer mal in der Gegen ist soll umbedingt in den Rakhine State fahren. Das ist da sehr eindrücklich, alleine Mrauk U ist einzigartig.
    13 6 Melden
    • AdiB 19.09.2017 11:32
      Highlight Nachdem ich deine artikel gelesen habe, können diese leute nicht alle ilegale einwanderer sein. Wenn deine familie schon seit 1000 jahren dort lebt dann sollte man nicht mehr als ilegal gelten.
      Traurig dinde ich es, dass auch die muslimischen nachbarn nicht unternehmen. Es ist halt überall gleich, niemand will die armen nur reiche sind wilkommen.
      9 9 Melden
    • jav 19.09.2017 19:22
      Highlight 20 Jahre, bis 2012, trotz religiösen Spannungen und gelegentlichen Enteignungen KEINE tödlichen ZWISCHENFÄLLE. 2012 wurde die GESETZGEBUNG GEÄNDERT und unzählige KLEINBAUERN (mehrheitlich Buddhisten) in der rohstoffreichen und fruchtbaren Provinz systematisch ZU MILIONEN im Interesse von Konzernen durch Militärs ENTEIGNET. 2012 dann ESKALATION jede Seite übt Vergeltung für von der anderen Seite begangenes Unrecht. Die Berichterstattung erschöpft sich in Oberflächlichem, vermeintlich Ursächlichem – statt treibende ökonomische Mechanismen aufzudecken. (vgl. Saskia Sassen, The Guardian, 2017)
      2 2 Melden
  • Hierundjetzt 19.09.2017 08:28
    Highlight Jajaja Türkei sagt 😂😂😂 bombardiert und ermordert die eigene (!) muslimische Bevölkerung und schwadroniert was von Hilfe. 🙄

    Komisch irgendwie: Malaysia und Indonesion (das grösste muslimische Land der Erde) liegen in Fluchtdistanz aber keine Sau (pardon l'expression) schert sich um die Verfolgten.

    Nein, es werde wiederum diese bösen schlimmen Christen um Hilfe angebettelt.

    Komme da jemand draus 😶
    51 26 Melden
    • Posersalami 19.09.2017 11:52
      Highlight Ja, bis nach Aceh (nördlichste Ecke Indonesiens) sinds ja nur knapp 1000km über offenes Meer. Dazu kommt dass die Rohingya kaum in Aceh leben wollen würden. Bis nach Malaysia ists nicht wirklich weniger weit.. einfach mal auf die Karte schauen? Wie stellen sie sich das vor, die Rohingya können nicht einfach mal so in den Flieger steigen!
      13 9 Melden
    • Michael Stotzer 19.09.2017 12:23
      Highlight Indonesien ist in Fluchtdistanz? Das sind ca. 1400km über das offene Meer. Um nach Malaysia zu kommen müssen sie ca. 400km durch Thailand gehen. Und um nach Thailand zu kommen müssen sie ca. 900km durch ein Land gehen, in dem sie verfolgt werden.
      Wenn Sie sich die Karte ansehen erkennen Sie, dass die Flucht nach Bangladesch der einfachste Weg ist.
      14 5 Melden
    • Baba 19.09.2017 14:19
      Highlight Bangladesh ist mehrheitlich muslimisch. Wofür werden Christen 'angebettelt'?

      Was genau ist Ihr Problem? Ah klar, Muslimbashing ist in gewissen Kreisen ja 'en vogue' 😕

      Die "Friedensreligion" Buddhismus zeigt in diesem Konflikt seine hässlichste Fratze.
      16 10 Melden
    • Hierundjetzt 19.09.2017 14:27
      Highlight Ähem wie wärs mit Luftbrücke? Schiffe? Hilfslieferungen?

      Diplomatische Intervention, damit die Vertreibung aufhört? (Und das kann eben gerade *nicht* ein christliches Land bewerkstelligen)

      Malaysia und Indonesien sind regionale ökonomische und politische Schwergewichte.

      Bangladesh gehört zu den ärmsten Länder der Welt.

      Also nochmals: warum hilft den Vertriebenen aus der Region niemand? Das ist doch sehr sonderbar.

      Und ganz ehrlich, mir ist persönlich der Südsudan und der Genozid in Darfur näher als ein asiatisches Land. Hier in Afrika kann die Schweiz sehr gut helfen
      6 14 Melden
    • Posersalami 19.09.2017 15:11
      Highlight @ Hierundjetzt:

      "Ähem wie wärs mit Luftbrücke? Schiffe? Hilfslieferungen? "

      Find ich gut! Fordern sie auch sichere Fluchtrouten für syrische Kriegsflüchtlinge? Die lassen wir ja lieber im Mittelmeer verrecken.
      10 6 Melden
    • AdiB 19.09.2017 15:35
      Highlight @hierundjetzt. Es liegt wohl daran das es eben arme leute sind, die hier flüchten. Die welt denkt nur noch kapitalistisch. Nur wer geld hat ist willkommen. Alle anderen sollen draussen verecken.
      Solche meinung ist auch die von einem "rich enouhg". Der hat doch hier in einem kommentar geschrieben, dass man sich von instabilen und damit meint er wahrscheinlich auch von armen, abschotten sollte.
      5 7 Melden
    • Hierundjetzt 19.09.2017 17:10
      Highlight Posersalami: Ich darf daran erinnern, dass sich die Schweiz im Libanon und in Jordanien mittels Finanzierung des Roten Kreuz sehr stark für Syrische Flüchtlinge engagiert.

      BR Simonetta Somaruga hat sich für Aufnahmekontingente ausgesprochen. Leider wurde Sie überstimmt.

      Auch im Südsudan, Uganda oder dem Tschad engagiert sich die Schweiz.

      Nennt mich herzlos, aber es macht mehr Sinn sich um die Menschen vor unserer Haustüre zu kümmern als auf der anderen Seite des Planeten.

      Dort haben wir - wie erwähnt- grosse muslimisch geprägte Staaten die sich mit der Situation viel besser auskennen



      6 2 Melden
    • Posersalami 20.09.2017 16:07
      Highlight @ icom: Schon wieder einer, der keine Ahnung hat! Wo kommt ihr heute alle her? KEINE Religion ist die Religion der "Güte" oder "Eroberung" oder so. Es kommt IMMER drauf an, wie die Schriften interpretiert werden und ob gerade gehetzt werden muss. Auch im Namen Buddhas wurden Millionen getötet, dass der Buddhismus irgendwie besonders friedfertig sein soll ist ein Märchen. Anhaltspunkte für sie für weitere Recherche: Tibet 17Jh., Mongolei (16-17Jh.), Korea / Japan (20JH.), Sri Lanka (20Jh.) oder Thailand (aktuell). Ist alles aus dem Gedächtnis, die Angaben der Jahrhunderte können abweichen.
      5 1 Melden
  • rodolofo 19.09.2017 08:16
    Highlight Nach dem Pulverfass Naher Osten entsteht also das Pulverfass Südost-Asien...
    Vor den Augen der Weltöffentlichkeit spielt sich ein Völkermord ab, und die vom Völkermord bedrohte Minderheit kann nur nach Bangladesh flüchten.
    Ausgerechnet nach Bangladesh, einem der ärmsten und am meisten vom Zerfall bedrohten Länder!
    Die Ursachen sind wie immer komplex und vielfältig.
    Und es bildet sich wie immer ein tödlich-giftiger Mix aus Korruption, Massen-Armut, Massen-Verwahrlosung, fehlender Bildung, Eliten-Abschottung, Mafia-Privatisierung, Nationalismus, Chauvinismus, Rassismus, Religiösem Fantismus.
    33 17 Melden
    • Posersalami 19.09.2017 15:57
      Highlight Die Instabilität wird übergreifen, weil die Menschen im Zweifelsfall einfach mit den Füssen abstimmen. Ein paar Hunderttausend Menschen können sie nicht aufhalten.

      Darum ist es so ungemein wichtig, dass wir uns endlich ehrlich um die armen Länder kümmern und sie sich entwickeln lassen.
      8 5 Melden
    • rodolofo 19.09.2017 19:24
      Highlight @ rich enough
      Wenn Du glaubst, dass es möglich sei, nichts mit dem zu tun haben, was in diesen Ländern geschieht, dann verlangst Du, dass wir leben, wie Bruder Klaus, der dieses Jahr besonders geehrt wird...
      Ich glaube nicht, dass viele bei einer solchen abgeschotteten Selbstversorger-Autarkie-Askese mitmachen werden.
      Nein, der Weg geht in Richtung NACHHALTIGKEIT, also Bio-Fair Trade mit Erfüllung ökologisch-sozialer Standards in einem Qualitativen Wachstum, welches das Quantitative Wachstum ablösen soll.
      Im Kleinen gibt es bereits viele solche Projekte, die von NGO's vorangetrieben werden!
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  • loplop717 19.09.2017 07:51
    Highlight Das geht schon lange ab, aber erst jetzt plötzlich schrieben alle Medien darüber. Wieso ist das so? Könnt ihr von Watson mir das erklären? Wenn es vorher nicht erwähnenswert war, wieso ist es jetzt plötzlich schon?
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    • Saraina 19.09.2017 10:40
      Highlight Weil die Massaker und die Fluchtbewegung der Rohingya sich derart intensiviert haben. Weil aktuell Hunderttausende, davon gemäss Angaben von Hilfsorganisationen um die 60% Kinder ins mausarme Bangladesh flüchten, welches selber über kurz oder lang wegen des ansteigenden Meeresspiegels und der zunehmenden Überflutung Flüchtlinge produzieren wird.
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    • dondor 19.09.2017 13:00
      Highlight Weil es ums mitheulen geht, ums untereinander Richtigsein. Niemand interessiert sich für Bolivien z.B.. Keine Strandföteli von toten Kindern. Ist für Journalisten auch viel zu anstrengend, der Dschungel Südamerikas im Vergleich mit Griechenland. Kolumbien ist erst vor Kurzem zur Ruhe gekommen. Millionen von Flüchtlingen, Honduras erst usw usf.. Momentan muss man Muslimopfer suchen und benennen. Ist in gewissen Kreisen wohl grad en vogue.
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    • Scott 19.09.2017 16:40
      Highlight Das gehört zum guten Ton und man hat auch einen gemeinsamen Feind: der böse Kapitalismus (=Ungläubige).
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«We Muslims have one word for Jews»: Britische Muslime solidarisieren sich mit Juden

Der Islam hat ein Antisemitismus-Problem, sagen viele. Nun wollen Muslime in Grossbritannien dieses Problem angehen. Mehrere muslimische Persönlichkeiten haben zu diesem Anlass eine ganzseitige Anzeige im «Telegraph» geschalten: «We Muslims have one word for you Jews. Shalom.»

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