International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erneut Familien-Selbstmordanschlag in Indonesien – Kind überlebt



Officers patrol near the local police headquarters following an attack in Surabaya, East Java, Indonesia, Monday, May 14, 2018. The police headquarters in Indonesia's second largest city was attacked Monday by suspected militants who detonated explosives from a motorcycle, a day after suicide bombings at three churches in the city by members of one family killed a number of people. (AP Photo/Achmad Ibrahim)

Attacken erschüttern Indonesien. Bild: AP/AP

In Indonesien haben islamistische Extremisten nach Polizeiangaben vom Montag erneut einen Selbstmordanschlag mit ihren eigenen Kindern verübt. Ein achtjähriges Kind überlebte die Attacke auf eine Polizeistation in der Grossstadt Surabaya.

Auf Aufnahmen von Überwachungskameras war ein Kind zu sehen, das nach dem Anschlag am Tatort umherirrte. Fünf Familienmitglieder seien in Surabaya auf zwei Motorrädern auf die Wache zugefahren, teilte die Polizei mit. Dann habe es eine Explosion gegeben. Vier Polizeibeamte und sechs Zivilisten seien verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich niemand.

Erst am Sonntag hatte eine sechsköpfige Familie Selbstmordanschläge auf drei Kirchen in derselben Stadt verübt. Im Süden von Surabaya starben der Polizei zufolge bei einer Explosion drei Mitglieder einer Familie, die offenbar Bomben gebaut hatte. Drei Kinder überlebten. Bei den Attacken starben laut Polizei seit Sonntag insgesamt 25 Menschen, darunter 13 mutmassliche Extremisten.

Der sogenannte «Islamische Staat» («IS») reklamierte die Tat vom Sonntag für sich. Der indonesische Geheimdienst verdächtigte die Gruppe Jemaah Ansharut Daulah (JAD), die dem «IS» nacheifert. Der Vater der Angreifer-Familie vom Sonntag sei der örtliche JAD-Chef gewesen, erklärte die Polizei. Entgegen früherer Angaben sei die Familie aber nicht aus Syrien zurückgekehrt.

Erstarkender Islamismus

Sicherheitsexperten zufolge wurden in Indonesien Kinder bislang nicht in Selbstmordanschläge hineingezogen. Wenn ganze Familien derartige Taten planten, machten sie sich im Vorfeld weniger verdächtig, sagten Terror-Experten.

Staatspräsident Joko Widodo verurteilte die Anschläge in der zweitgrössten Stadt des Landes als Taten von Feiglingen. Er kündigte an, mit einem neuen Anti-Terrorgesetz gegen Extremisten in Indonesien vorzugehen.

Das grösste muslimische Land der Welt kämpft seit längerem mit einem erstarkenden Islamismus. Bereits im Jahr 2000 waren mehrere Kirchen das Ziel von Angriffen. Damals wurden an Weihnachten etwa 20 Menschen getötet. (sda/reu)

In Indonesien werden unverheiratete Paare ausgepeitscht

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Flugzeug bei Landung in Indien verunglückt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Knall auf den Philippinen: Polizei setzt bei Demonstration Wasserwerfer ein

Rund 1000 Demonstranten sind auf den Philippinen bei Protesten gegen ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Barack Obama und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping mit der Polizei aneinandergeraten. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Schlagstöcke ein.

Demonstranten versuchten am Rande des weiträumig abgesperrten Gipfelgeländes, die Barrikaden zu durchbrechen. Die Demonstranten könnten ihre Meinung sagen, müssten dann aber abziehen, sagte eine philippinische Präsidentensprecherin.

Im Tagungszentrum …

Artikel lesen
Link zum Artikel