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Philippinisches Militär geht mit Luftangriffen gegen Islamisten vor

27.05.17, 10:39 27.05.17, 16:44
A fire rages at houses following airstrikes by Philippine Air Force in Marawi, southern Philippines, Saturday, May 27, 2017. Philippine military jets fired rockets at militant positions Saturday as soldiers fought to wrest control of the southern city from gunmen linked to the Islamic State group. (AP Photo/Bullit Marquez)

Rauch über Marawi, im Süden der Philippinen. Das Militär geht mit Luftangriffen gegen islamistische Rebellen vor. Bild: Bullit Marquez/AP/KEYSTONE



Nach tagelangen Kämpfen in der südphilippinischen Stadt Marawi geht das Militär nun auch mit Luftangriffen gegen islamistische Aufständische vor. Das Militär habe die Verstecke der Islamisten gefunden und fliege Luftangriffe, um die «Terrorgruppe zu zerstören», sagte der Militärsprecher Jo-ar Herrera am Samstag. Mit Armeefahrzeugen wurden zudem zusätzliche Soldaten in die Stadt gebracht.

In der 200'000-Einwohner-Stadt Marawi auf der Insel Mindanao liefern sich Islamisten, die sich zur Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bekennen, seit Dienstag Feuergefechte mit philippinischen Soldaten und Polizisten.

Bei den Gefechten wurden inzwischen mindestens 48 Menschen getötet, darunter laut Militärangaben 13 Soldaten, zwei Polizisten und 31 Islamisten. In einem zwischenzeitlich von den Aufständischen besetzten Spital wurden zwei getötete Zivilisten entdeckt.

Angesichts der Kämpfe in Marawi hatte Präsident Rodrigo Duterte am Dienstag das Kriegsrecht über die gesamte Region Mindanao verhängt. Am Mittwoch drohte er damit, die möglicherweise ein Jahr lang andauernde Massnahme auf das gesamte Land auszudehnen. Zur Begründung sagte er, die «IS»-Miliz habe inzwischen auch im Zentrum und im Norden der Philippinen Fuss gefasst.

Die Ausrufung des Kriegsrecht auf Mindanao zog nun auch die Aussetzung der Friedensgespräche Manilas mit den kommunistischen Rebellen der Neuen Volksarmee nach sich. Die Rebellen hätten ihren Kämpfern als Antwort auf das im Süden des Landes durch Präsident Rodrigo Duterte verhängte Kriegsrecht befohlen, «Attacken gegen die Regierung zu beschleunigen und zu verschärfen», sagte Dutertes Sprecher Ernesto Abella am Samstag.

Die Regierung warte auf klare Zeichen seitens der kommunistischen Rebellen, dass Gespräche nachhaltig Frieden bringen würden, erklärte Dutertes Berater Jesus Dureza. Beide Parteien hatten sich im April auf einen Waffenstillstand geeinigt, die Bedingungen dafür aber noch nicht ausgehandelt. Der Untergrundkrieg der 1968 gegründeten kommunistischen Neuen Volksarmee ist einer der längsten Konflikte in Asien.

Auf den Philippinen kämpfen muslimische Aufständische seit vier Jahrzehnten gegen die Regierung des mehrheitlich katholischen Landes. Mehr als 120'000 Menschen wurden bei diesen Konflikten bereits getötet.

In der Region Mindanao, die aus der gleichnamigen grossen Insel und weiteren kleineren Inseln besteht, verüben Mitglieder islamistischer Gruppen in ihrem Kampf für Unabhängigkeit oder Autonomie immer wieder Anschläge. (wst/sda/afp)

Nackte Demonstration auf den Philippinen

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • 1and0 27.05.2017 12:50
    Highlight Duterte ist das beste was den Philippinen passieren konnte!
    27 30 Melden
    • Leider Geil 27.05.2017 14:19
      Highlight Ähm. Nein.
      21 18 Melden
    • 1and0 28.05.2017 08:45
      Highlight Naja aber alle meine Verwandten die dort Leben inkl. Verwandte und Familie die seit 40 Jahren in der Schweiz leben, lieben Duterte über alles! Da darf man kein kritisches Wort am Familientisch äussern, das wäre reinste Blasphemie...
      0 0 Melden
    • Leider Geil 29.05.2017 02:08
      Highlight Ja und? Meine Lebenspartnerin findet ihn auch super inkl. ihre ganze Familie, ich mag ihn trotzdem nicht. Ich kenne aber auch Pinoys, die ihn nicht gewählt haben oder nicht mehr mögen, weil sie Opfer seiner Politik wurden. Vor allem sehr gut Gebildete sind eher gegen ihn. Ich denke jedenfalls nicht, dass er das Land von der Korruption befreien kann und dass er wirklich gut in Wirtschaftlichen anliegen ist. Eher ein Stimmungsmacher halt auf Kosten gewisser Gruppen. Würde er was für Bildung und Wirtschaft und gegen Korruption tun, wäre z.B. das Drogenproblem an der Wurzel gepackt. Gruss aus PH
      0 0 Melden
  • Einstein56 27.05.2017 11:20
    Highlight Die Islamisten sind nicht tapfere Freiheitskämpfer, die für Unabhängigkeit kämpfen. Es sind schlicht und ergreifend TERRORISTEN. Auch wenn das einige bei uns nicht einsehen. Sie stehen dem IS sehr nahe.
    59 3 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 27.05.2017 13:57
      Highlight Prinzipiell korrekt.
      Die Frage ist ja schliesslich: WARUM kam es überhaupt soweit?

      Vor der Kolonialisierung durch die Spanier waren die Philippinen eine Vielzahl von Königreichen, der Süden wehrte sich immer stark gegenüber den Kolonialherren. Da die Spanier die Bevölkerung missionierte entwickelte sich der lokale Islam als starkes Abgrenzungs- und Bezugsmerkmal der indigenen Bevölkerung; daher die starke Abgrenzung.
      Nach und während der Zeit der Spanier führte man zudem interne Umsiedlungen durch (so wie die Chinesen in Tibet) um die lokale (muslimische) Bevölkerung weiter zu minimieren.
      11 24 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 27.05.2017 14:01
      Highlight Schliesslich bildete sich daraus das Muslim Independet Movement. Daraus splitterte sich später wiederum die extremere Moro National Liberation Front. Von dieser wiederum splitterte sich die noch extremere Moro Islamic Liberation Front und von dieser die extremere Maute Group welche momentan in Marawi kämpft.

      Die Maute Group (wohl ein paar Dutzend Mitglieder) selbst wurde von den kleinkrimenllen Brüdern Maute gegründet welche sich damit wohl einfach Macht und Reichtum beschaffen wollen.

      Gleiches bei Abu-Sayyaf: Nichts besseres als eine Piratenbande welche ständig auf Drogen ist.
      18 7 Melden
    • sdv520 27.05.2017 15:38
      Highlight mag ja alles stimmen, aber fast alle südostasiatische staaten sind vielvölkerstaaten und fast alle minderheiten haben sich irgendwie darin zurechtgefunden,obwohl auch sie erheblich unterdrückt wurden.aber es sind zur zeit nur islamisten, die weltweit unschuldige in die luft sprengen oder andersdenkende auspeitschen. imo muss man zwingend über den islam als ganzes diskutieren, auch wenn nur ein kleiner teil gewaltbereit ist. ihre macht weitet sich momentan immer noch aus, siehe indonesien, das immer als vorbild galt, und nun immer offensichtlicher zum radikalen islam tendiert
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