International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Aung San Suu Kyi verurteilt erstmals Gewalt gegen Rohingya

Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat sich in einer mit Spannung erwarteten Fernsehansprache erstmals zur Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya geäussert. Sie verurteilte die Vorkommnisse öffentlich.



Suu Kyi wandte sich am Dienstag gegen «Menschenrechtsverletzungen» im Bundesstaat Rakhine und versicherte, dass sie mit «allen Menschen» mitfühle, die von dem Konflikt betroffen seien. Ausserdem erklärte sie sich bereit, ausländische Beobachter ins Land zu lassen.

Nach Ansicht der myanmarischen Regierungschefin sind die meisten Dörfer der muslimischen Minderheit der Rohingya nicht von Gewalt betroffen. Sie lade Diplomaten ein, sich die Situation vor Ort anzuschauen, sagte sie am Dienstag bei einer Ansprache an das myanmarische Volk. Das Land solle im Ganzen beurteilt werden, und nicht lediglich aufgrund der Situation im Staat Rakhine.

Die Regierung wolle eine Lösung für die Lage in Rakhine finden, bekräftigte Suu Kyi. Ausserdem arbeite sie an den Beziehungen zu Bangladesch. Die Friedensnobelpreisträgerin beteuerte, der Friedensprozess im Land werde mit Schwierigkeiten fortgesetzt – ihre Regierung wolle Frieden und Harmonie.

In Rakhine war es am 25. August zu Unruhen gekommen, seither flohen nach UNO-Angaben 400'000 Rohingya von dort ins Nachbarland Bangladesch. (sda/afp/ap)

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Roterriese 19.09.2017 14:28
    Highlight Highlight Die friedliebenden aus Bangladesch nach Myanmar eingewanderten Moslems welche sich in Jahrzehnten durch Vertreibung mit Waffengewalt der Eingesessenen breit machten sind heute Opfer? Das jahrhunderte alte Schema zeigt heute einmal mehr sein wahres Gesicht wie man zur Weltreligion wird.
    Die wahre Macht in Myanmar haben noch immer die Mönche und die schützen ein friedliebendes Volk.
    Der Buddhismus ist eine tolerante, friedliebende und Respekt einfordernde Phylosophie. Keine Religion. Und der Islam?
  • N. Y. P. D. 19.09.2017 08:14
    Highlight Highlight In Rakhine war es am 25. August zu Unruhen gekommen, seither flohen nach UNO-Angaben 400'000 Rohingya von dort ins Nachbarland Bangladesch. (sda/afp/ap)

    ..Aung San Suu Kyi hat sich in einer mit Spannung erwarteten Fernsehansprache erstmals... ...geäussert.

    Nach einem Monat hat sie sich geäussert.

    Und sie will eine Lösung finden.
    Das heisst : Sie will den Mönch weiterhetzen lassen. Sie getraut sich nicht, das einzig Richtige zu tun.
  • De Shipi 19.09.2017 07:52
    Highlight Highlight Ob sich die Beobachter auch frei bewegen können?
    Ob die Beobachter unangemeldet Ortschaften anschauen können?
    Ob die Beobachter alleine mit den betroffenen Menschen sprechen können, ohne dass ein Regierungsvertreter dabei ist?

    Erst wenn das alles möglich ist, gibt es überhaupt einen Funken vertrauen in Ihrer Rede....

    Aber nachdem viele geflohen ist kommt sie damit, ihr Ziel ist ja erreicht, viele sind weg oder wollen weg...Säuberung abgeschlossen!
  • Telomerase 19.09.2017 07:42
    Highlight Highlight Das Postergirl der Pazifisten in den 90ern.
    • Scott 19.09.2017 10:59
      Highlight Highlight Um den Frieden zu bewahren, braucht es halt oft unbeliebte Mittel. Europa wird diese früher oder später auch anwenden müssen.
    • Saraina 19.09.2017 22:38
      Highlight Highlight Völkermord und ethnische Säuberung um Frieden zu bewahren?
    • Scott 20.09.2017 10:48
      Highlight Highlight @Saraina
      Es ist immer alles eine Frage der Sichtweise:
      Von ethnischer Säuberung kann erst gesprochen werden, wenn die Geflüchteten definitiv nicht mehr zurück dürfen. Und bei Völkermord verlässt kaum jemand lebend das Land, was ja nicht der Fall ist.
    Weitere Antworten anzeigen

Sunniten und Schiiten, Salafisten und Sufis: Das «Who is Who» der islamischen Gruppen

Es gab eine Zeit, da war die Beschäftigung mit dem Islam einigen Akademikern vorbehalten. Heute beherrscht die jüngste der drei abrahamitischen Religionen nahezu permanent die Schlagzeilen und in den Kommentarspalten befehden sich Islam-Hasser und Islam-Apologeten mit schäumendem Mund. 

Trotz oder gerade wegen der verstärkten Auseinandersetzung mit dem Islam verliert so mancher den Überblick über die verschiedenen Spielarten und Gruppierungen dieser Religion. Der Prophet selber …

Artikel lesen
Link to Article