International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nen who were injured in a deadly Saudi-led coalition airstrike on Thursday rests in a hospital in Saada, Yemen, Sunday, Aug. 12, 2018. Yemen's shiite rebels are backing a United Nations' call for an investigation into the airstrike in the country's north that hit a bus carrying civilians, many of them school children in a busy market, killing dozens of people including many children. (AP Photo/Hani Mohammed)

Beim Angriff verletzte Kinder in einem Spital in Saada.  Bild: AP/AP

Bombe auf Schulbus – Saudi-Arabien räumt Fehler bei verheerendem Angriff im Jemen ein

01.09.18, 22:50 02.09.18, 10:36


Nach dem verheerenden Angriff auf einen Schulbus im Bürgerkriegsland Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Fehler eingeräumt. Der Angriff habe nicht den Einsatzregeln entsprochen, sagte der Sprecher einer Untersuchungskommission des Militärbündnisses, Mansur al-Mansur, am Samstag in Riad, wie der von Saudi-Arabien finanzierte TV-Kanal Al-Arabija meldete.

Bei dem Luftangriff in der nördlichen Provinz Saada waren vor rund drei Wochen nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mindestens 51 Menschen getötet worden, 40 davon Kinder. Weitere 79 Menschen wurden demnach verletzt. Schon zuvor waren mehrfach Zivilisten bei Luftangriffen der Koalition getötet worden.

Die Bombardierung habe Anführern der Huthi-Rebellen in dem Bus gegolten, sagte Al-Mansur weiter. Sie sei jedoch nicht gerechtfertigt gewesen, weil das Ziel in diesem Moment keine Bedrohung dargestellt habe. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Al-Mansur zufolge war der Angriffsbefehl zurückgenommen worden, weil Zivilisten entdeckt worden waren. Zu diesem Zeitpunkt sei die Bombardierung aber schon erfolgt. Es seien Anführer der Huthis getötet worden, die ein legitimes Ziel darstellten.

Seit mehr als drei Jahren bombardiert das Bündnis Stellungen der Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes, vor allem im Norden, sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Die Koalition wirft den Aufständischen vor, vom Iran unterstützt zu werden, dem Erzfeind des Königreichs Saudi-Arabien. Die beiden Staaten kämpfen um die Vormacht in der Region. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Phipsli 02.09.2018 09:58
    Highlight Die Ruag sollte Waffen an Saudi-Arabien liefern, natürlich mit dem versprechen, dass diese nicht im Jemen eingesetzt werden, so würde niemand verletzt, als Friedensmission sozusagen... (wer Ironie findet darf sie gerne behalten)
    6 1 Melden
  • Thinktrue 02.09.2018 07:43
    Highlight Da kämpfen also moslemische Iraner im moslemischen Jemen gegen das moslemische Saudi Arabien und produzieren so nebenbei gemäss UNO die aktuell grösste humanitäre Katastrophe. Von uns wird das kaum wahrgenommen, weil wir uns ja um die zu kümmern haben, die solches nicht bei uns wollen.
    2 0 Melden

In Saudi-Arabien mit einer Frau frühstücken – Grund genug für eine Verhaftung

Ein für westliche Begriffe harmloses Video ist einem Hotelangestellten in Saudi-Arabien zum Verhängnis geworden. Der aus Ägypten stammende Mann ist in der Aufnahme zu sehen, wie er gemeinsam mit einer verschleierten Frau frühstückt.

Die saudische Arbeitskollegin trägt einen Niqab – einen Gesichtsschleier, der nur die Augen frei lässt – und eine traditionelle schwarze Abaya. Beide winken in die Kamera und scherzen, gegen Ende des Videos füttert die Frau ihren Kollegen. Das Video ging im …

Artikel lesen