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Nen who were injured in a deadly Saudi-led coalition airstrike on Thursday rests in a hospital in Saada, Yemen, Sunday, Aug. 12, 2018. Yemen's shiite rebels are backing a United Nations' call for an investigation into the airstrike in the country's north that hit a bus carrying civilians, many of them school children in a busy market, killing dozens of people including many children. (AP Photo/Hani Mohammed)

Beim Angriff verletzte Kinder in einem Spital in Saada.  Bild: AP/AP

Bombe auf Schulbus – Saudi-Arabien räumt Fehler bei verheerendem Angriff im Jemen ein



Nach dem verheerenden Angriff auf einen Schulbus im Bürgerkriegsland Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Fehler eingeräumt. Der Angriff habe nicht den Einsatzregeln entsprochen, sagte der Sprecher einer Untersuchungskommission des Militärbündnisses, Mansur al-Mansur, am Samstag in Riad, wie der von Saudi-Arabien finanzierte TV-Kanal Al-Arabija meldete.

Bei dem Luftangriff in der nördlichen Provinz Saada waren vor rund drei Wochen nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mindestens 51 Menschen getötet worden, 40 davon Kinder. Weitere 79 Menschen wurden demnach verletzt. Schon zuvor waren mehrfach Zivilisten bei Luftangriffen der Koalition getötet worden.

Die Bombardierung habe Anführern der Huthi-Rebellen in dem Bus gegolten, sagte Al-Mansur weiter. Sie sei jedoch nicht gerechtfertigt gewesen, weil das Ziel in diesem Moment keine Bedrohung dargestellt habe. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Al-Mansur zufolge war der Angriffsbefehl zurückgenommen worden, weil Zivilisten entdeckt worden waren. Zu diesem Zeitpunkt sei die Bombardierung aber schon erfolgt. Es seien Anführer der Huthis getötet worden, die ein legitimes Ziel darstellten.

Seit mehr als drei Jahren bombardiert das Bündnis Stellungen der Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes, vor allem im Norden, sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Die Koalition wirft den Aufständischen vor, vom Iran unterstützt zu werden, dem Erzfeind des Königreichs Saudi-Arabien. Die beiden Staaten kämpfen um die Vormacht in der Region. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Phipsli 02.09.2018 09:58
    Highlight Highlight Die Ruag sollte Waffen an Saudi-Arabien liefern, natürlich mit dem versprechen, dass diese nicht im Jemen eingesetzt werden, so würde niemand verletzt, als Friedensmission sozusagen... (wer Ironie findet darf sie gerne behalten)
    6 1 Melden
  • Thinktrue 02.09.2018 07:43
    Highlight Highlight Da kämpfen also moslemische Iraner im moslemischen Jemen gegen das moslemische Saudi Arabien und produzieren so nebenbei gemäss UNO die aktuell grösste humanitäre Katastrophe. Von uns wird das kaum wahrgenommen, weil wir uns ja um die zu kümmern haben, die solches nicht bei uns wollen.
    2 0 Melden

«Für mich sieht der Fall Khashoggi sehr orchestriert aus»

Die Affäre um den ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi beschäftigte die Welt in den letzten Wochen. Im Gespräch mit watson erzählt die Menschenrechtsaktivistin und Politikwissenschaftlerin Elham Manea ihre Einschätzung und kritisiert Saudi-Arabien scharf.

Frau Manea, die Ermordung des Journalists Khashoggi löste weltweit Empörung aus. Was war Ihre erste Reaktion?Elham Manea: Ich war überrascht, im Gegensatz zu anderen Experten.

Überrascht?Ja, die Ermordung eines Journalisten ist ein neues Ausmass, welches ich so noch nicht beobachten konnte. Es war bekannt, dass Saudi-Arabien Dissidenten entführt, aber nicht so brutal ermordet wie jetzt Khashoggi. Das ist eine neue Stufe. Ausserdem erstaunt es mich, wie er nun in den Medien dargestellt wird.

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