International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
https://www.facebook.com/kadenscure?fref=nf

Kadens Mutter: «Weil du so bist, wie du bist, machst du die Welt ein bisschen besser!» Bild: facebook/Kaden's Cure for Spinal Muscular Atrophy

Dieser Junge wird im Internet gefeiert – weil er den kleinen Kaden einfach wie ein gesundes Kind behandelt hat <3



Kaden Myers ist ein Jahr alt und weil bei ihm schon ganz früh eine unheilbare spinale Muskelanthropie – also eine Form von Muskelschwund – festgestellt wurde, muss der kleine Junge im Rollstuhl sitzen. Als Kaden diese Woche mit seinen Eltern ein Technikmuseum in Florida besucht, passiert etwas, das seine Mutter so sehr rührt, dass sie die Geschichte mit dem Rest der Welt teilen will. Darum verfasst sie den folgenden Text:

«An den kleinen Jungen aus dem Technikmuseum. Ich weiss nicht, wer du bist, aber danke dafür, dass du fantastisch bist. Du hast meinen Sohn mit dir spielen und interagieren lassen. Du hast ihm geholfen, Bälle vom Boden aufzusammeln, als du gesehen hast, dass er es nicht kann. Du hast nicht gefragt, was nicht mit ihm stimmt oder warum er nicht laufen kann, du hast ihn einfach nur als Menschen gesehen. 

Kaden ähnelt dir sehr, er ist sehr neugierig und wahnsinnig klug. Er will von allem wissen, wie es funktioniert. Vielen Dank, dass du ihm geholfen hast, den Hebel umzulegen, als du gesehen hast, dass er zu schwach ist, um es allein zu tun. Du wirst diese Nachricht möglicherweise niemals sehen, doch weil du so bist, wie du bist, machst du die Welt ein bisschen besser.»

Zusammen mit einem Foto von Kaden und dem unbekannten Jungen postet sie den Text auf Facebook:

Viele Fragen gleich «Was stimmt nicht mit ihm?»

Vermutlich hat die Nachricht den Jungen tatsächlich auch erreicht, denn inzwischen wurde das Posting mehr als 250'000 Mal geliked und über 58'000 Mal geteilt. Ausserdem haben Medien aus aller Welt die Geschichte aufgenommen.

Der Huffington Post erzählt Kadens Mutter, dass es ihr nicht nur darum gegangen sei, dass der Junge ihrem Sohn geholfen habe. Bemerkenswert aber sei vor allem die Art und Weise, wie er mit Kaden umgegangen sei: «Viele Menschen sind nett zu Kaden, das bedeutet aber nicht, dass sie ihn wirklich sehen.» Viele Interaktionen würden mit Worten wie «Was stimmt nicht mit ihm?» oder «Er tut mir so leid!» beginnen.

«Es hat mich vor allem beeindruckt, dass der Junge Kaden einfach akzeptiert hat. Er hat ihn behandelt, als wäre er ganz normal. Er hat mit ihm gespielt und ihn integriert», so die Mutter. Sie wünsche sich, dass alle Menschen so mit ihrem Sohn umgehen würden.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ton 22.08.2015 17:52
    Highlight Highlight Anekdote aus dem Rec Center hier in den USA, wo ich einen Nebenjob hatte. Kundin fragt: "Did you apply the rate for disabled for my son?" - "No, ma'm, I charged him as a child, we don't have those rates." - "But he is disabled." - "He is a child." .... Diese Konversation stimmte mich irgendwie traurig. Die Mutter war irgendwie überzeugt davon, dass ich ihren Sohn anders behandeln müsste wie andere Kinder. Schräg, dachte ich nur.
  • kiawase 21.08.2015 17:16
    Highlight Highlight die kommentare und der bericht zeigen dass es genau diese art von sozialer kompetenz ist die mit dem heranwachsen zum sog. 'erwachsenen' verlorengeht; kinder haben eben die fähigkeit was erwachsene als abnorm beurteilen schlicht zu akzeptieren
  • Calvin Whatison 21.08.2015 17:14
    Highlight Highlight Kinder sind unvoreingenommen, das ist das Schöne. Werden wir erwachsen, verlieren viele diese tolle Eigenschaft, und werden zu Egoisten.
  • Marco4400 21.08.2015 15:17
    Highlight Highlight Wenn man ihn wie einen normalen Menschen behandeln soll, dann sollte man ihm eben nicht helfen. Ich denke der Junge hätte einem gesunden Kind nicht geholfen.
    • Anded 21.08.2015 15:52
      Highlight Highlight Klar doch, einem "normalen" Menschen hilft man generell nicht. Soll jeder für sich selber schauen... ^^
    • Der Kritiker 21.08.2015 17:24
      Highlight Highlight man kann auch freundlich fragen, ob man helfen darf. das kostet nichts, bringt aber häufig viel. habe so immer wieder grossartige menschen kennengelernt, die vielleicht ein physisches defizit haben, aber dafür umso höheren emotionalen profit mit sich bringen.
    • _kokolorix 21.08.2015 20:06
      Highlight Highlight du hast noch nie mit speziellen menschen zu tun gehabt. sonst wüsstest du nämlich das es genau diese einfühlsame art der hilfe ist, die diese leute auf augenhöhe bringt, ohne sie zu verletzen

«Hören wir auf zu sagen, es sei eine Grippe!»: Arzt schildert Situation in Bergamo

Seit Montag ist ganz Italien eine Sperrzone. Wer reisen will, muss dies begründen können. Schulen und Universitäten bleiben bis am 3. April geschlossen, Sportveranstaltungen wurden abgesagt. Restaurants und Bars dürfen nur noch bis 18 Uhr geöffnet sein.

Bis Dienstagabend hat das neue Coronavirus in Italien 631 Todesopfer gefordert. Mehr als die Hälfte davon in der Region Lombardei, die an die Schweiz grenzt. Im Norden der Lombardei befindet sich die Stadt Bergamo, wo das Gesundheitssystem …

Artikel lesen
Link zum Artikel