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Jetzt ist es definitiv: Kanadisches Parlament legalisiert Cannabis

Raucher zuendet einen Joint an, aufgenommen in Zuerich am 28. April 2000. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) ===  ===

Jetzt legal in Kanada: Das Rauchen eines Joints. Bild: KEYSTONE

Das kanadische Parlament hat am Dienstagabend der Legalisierung von Cannabis zugestimmt. Somit ist der Anbau und Verkauf von Marihuana nicht mehr strafbar und volljährige Menschen dürfen kleinere Mengen für den Privatgebrauch besitzen und konsumieren.

Justin Trudeau, Kanadas Ministerpräsident, schrieb in einem Tweet, dass es für Kinder zu einfach sei, Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, daraus einen Profit zu ziehen. Dies werde nun geändert.



In der endgültigen Abstimmung stimmten 52 Senatoren für den Gesetzentwurf, bei 29 Gegenstimmen, wie der Sender CTV berichtete. Das Gesetz wird damit vermutlich im September in Kraft treten. Kanada folgt in den Fussstapfen anderer Länder wie beispielsweise Uruguay und einigen US-Bundesstaaten, wo Cannabis ebenfalls legalisiert wurde. Das Land ist allerdings der erste G7-Staat, wo dies geschieht. 

Die Situation in der Schweiz

(sda/dpa/doz)

Kiffen bildet – auch wenn's nur die andern sind

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Video: srf

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35
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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rocco Zumstein (1) 20.06.2018 18:39
    Highlight Highlight Amsterdam -> Canada -> USA -> Uruguay -> ???
    Ich wär dann langsam bereit für die Weltreise.
  • Hartmann Stahlberg 20.06.2018 16:39
    Highlight Highlight Ich weiss nicht ob ich für oder gegen eine Legalisierung in der Schweiz bin. Gerade deswegen weil ich ein lethargischer Kiffer bin, frage ich jetzt einfach mal ohne mich selber schlau zu machen:
    1. Wird legales Gras überhaupt gut sein? Wird's da nicht irgendwelche Richtlinien mit Grenzwerten geben, die das Gras für viele Kiffer dann unattraktiv macht?
    2. Wird es unter umständen teurer als es jetzt auf der Strasse ist?
    3. Woher bekommen dann die "kriminellen Gras-Dealer" dann ihr Geld? Was werden sie stattdessen kriminelles tun?
    4. Wird die Präventionsarbeit für Jugendliche unter 18 ausreichen?
    • Rocco Zumstein (1) 20.06.2018 23:38
      Highlight Highlight In deinem Fall besser mal die Finger weg von der Tüte und sich über das Thema informieren. Scheint dich ja direkt zu betreffen. Obwohl ich bei deinen Fragen dies irgendwie anzweifle.

      Aber einfachheitshalber:
      1. Weiss man noch nicht.
      2. Siehe 1
      3. Vom Arbeitgeber? Oder kennst du Vollzeitgrasdealer?
      4. Ja.

      Dabei gäbe es nur eine vernünftige Frage: Funktioniert die Prohibition dann irgendwann doch noch? Die letzten Jahrzehnte ganz offensichtlich nicht. Dies ist so oder so eine Sackgasse mit den Verboten.

    • LibConTheo 21.06.2018 08:53
      Highlight Highlight @Hartmann Stahlberg:

      1. Wie definierst du gutes Gras? Das einzige was du mit Sicherheit sagen kannst, bei einer Legalisierung, dass der Bund strenge Richtlinien für die Produktion auferlegen würde und somit vermeintliche Schadstoffe nicht enthalten wären.

      2. Wird es sehr wahrscheinlich (aufgrund der auferlegten Steuer).

      3. Sie können sich beim Bund eine Lizenz beschaffen und dies offiziell tun, oder beim Schwarzmarkt bleiben.

      4. Die Präventionsarbeit muss noch definiert werden, aber die Finanzierung würde kein Problem darstellen. Im Ersten Sinne Aufklärung (ca. im gleichen Rahmen wie Alk).
  • Simon Probst 20.06.2018 15:10
    Highlight Highlight Somit ist Canada ab sofort meine top destination zum auswandern :)
  • Cillit Bang 20.06.2018 11:39
    Highlight Highlight Just... legalize it!
  • goldmandli 20.06.2018 09:58
    Highlight Highlight Wann schafft es die Schweiz nachzuziehen? Wenn selbst konservative Staaten wie Kanada und diverse Staaten in den USA es schaffen, sollte es in der Schweiz doch auch möglich sein. Liebe koservative Schweizer Politiker, denkt doch nur mal an die ganze Kohle, die der Schweiz entgeht...
    • Trapster 20.06.2018 16:05
      Highlight Highlight Kanada und konservativ? Was ist dann die Schweiz??? In Kanada haben wir Ehe für alle, die Gleichstellung der Frau ist gross im Programm etc. Ich würde daher Kanada nicht als konservativ abstempel...
  • Gondeli 20.06.2018 09:36
    Highlight Highlight Na dann viel Glück Kanada... Viel Spass in 5 Jahren, wenn dann die "legalen" Neu-Kiffer auf härtere Drogen umgestiegen sind! Unverständlich dieser Entscheid. Zum Glück ist es in der Schweiz noch lange nicht soweit...
    • Gipfeligeist 20.06.2018 10:15
      Highlight Highlight Canabis ist keine Einstiegsdroge, dies wissentschaftlicher Bullsh*t. Wenn du schon "Einstiegsdrogen" nennen willst, sind es Tabak & Alkohol.
      Durch die Entkriminalisierung wird genau ein härter Drogenkonsum präventiert. Auf der Strasse kannst du alles kaufen, aber die Apothekerin wird dich nach dem Kauf nicht Fragen "hend sie no es Heroin-Probiererli welle?"
      ;)
    • Knety 20.06.2018 10:19
      Highlight Highlight Hier spricht der Experte. In Sachen Drogenpolitik hast du ja noch mehr Ahnung als von Icehockey.
    • Chili5000 20.06.2018 10:27
      Highlight Highlight Was folgt, nach deiner Logik, auf den Kosnum von Bier und Wein? Kokain?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hardy18 20.06.2018 09:34
    Highlight Highlight Da bin ich gespannt auf die neuen Folgen von South Park 😂 was sie wohl daraus machen.
  • rYtastiscH 20.06.2018 09:26
    Highlight Highlight Legalize it!
  • j0nas 20.06.2018 09:18
    Highlight Highlight Und unser Nationalrat stellt sich gegen die Möglichkeit, den Cannabis-Konsum wissenschaftlich zu erforschen.

    • karl_e 20.06.2018 13:09
      Highlight Highlight Unser rechtsgelismeter Nationalrat mit seiner Freisinnig-Demokratischen Schweizer Volkspartei-Mehrheit ist in jeder Hinsicht total unfähig. Mir ist ohnehin nicht klar, warum er bei Drogen so sehr gegen den ansonsten vergötterten Freien Markt kämpft. Ich weigere mich nämlich zu glauben, dass unsere Volksvertreter die Interessen irgendwelcher schwerreicher Profiteure aus der Drogenmafia vertreten.
    • Rocco Zumstein (1) 20.06.2018 18:35
      Highlight Highlight Diese Volkstreter arbeiten für die Interessen der legalen Drogenhändler und -hersteller. Der Pharma.

      Oder sind geistig so rückwärtsgesinnt, dass sie die alten Lügen immer noch verteidigen. Wer ein Brett vor dem Kopf hat sieht ja bekanntlich immer nur das gleiche Stück Holz.
  • Bierteufelchen 20.06.2018 08:57
    Highlight Highlight Bei uns sollte auch endlich mal was geschehen...
  • Janis Joplin 20.06.2018 08:47
    Highlight Highlight Dass ich DAS noch erleben darf...bravo Kanada!
  • Imagine 20.06.2018 08:43
    Highlight Highlight Die Kanadier zeigen einmal mehr, wie es gehen könnte, wenn man das grosse Bild vor Augen hat. Super!
  • Ueli der Knecht 20.06.2018 08:38
    Highlight Highlight Zur Situation in der Schweiz: "Der Besitz von bis zu zehn Gramm Cannabis für den persönlichen Konsum ist allerdings grundsätzlich straffrei".

    Das stimmt nur bedingt und muss ergänzt werden. Leute mit Führerausweis werden mit Führerausweisentzug bestraft (selbst wenn sie gar nicht bekifft gefahren sind), und mit einige Tausend Franken für medizinische Fahreignungsabklärung etc., notabene alles ohne Gerichtsurteil; administrativ-Massnahme, Via Secura, Moritz Leuenberger sei Dank. Polizeiliche Selbstjustiz und Arbeitsbeschaffung für Verkehrs"mediziner".
    • Kii 20.06.2018 10:13
      Highlight Highlight Kann man da echt nichts machen? Kann ja nicht sein, dass ich für etwas, das ich noch nicht gemacht habe so hart bestraft wird.
    • Ueli der Knecht 20.06.2018 11:12
      Highlight Highlight Man kann nur auf die Gnade der Beamten hoffen. Aber das bringt meistens nichts. Wer Cannabis zum Eigenkonsum mit sich führt, ist anscheinend suchtgefährdet. Das alleine genügt oft, um einen Sicherungsentzug des Fahrausweises zu verfügen. Es wurden sogar auch schon betrunkenen Fussgänger das Billett weggenommen. Da wurden sie aber inzwischen vom Bundesgericht zurückgepfiffen. Aber bei Cannabis gilt Nulltoleranz.

      Via Sicura öffnete Tür und Tor für Missbrauch und Beamtenwillkür.

      vgl. "Zu Fuss unterwegs, Führerschein weg – was mit Via Sicura alles möglich ist"
      https://www.watson.ch/!618818097
    • Eine_win_ig 20.06.2018 16:33
      Highlight Highlight Ich hebe in fast allen Punkten recht. Bis auf einen: ich habe noch keinen Polizisten getroffen, der im Privatgespräch via Sicura toll fand. Ich würde eher noch "parlamentarisch verordnete, selber ungewollte" vor den Begriff stellen.
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In diesen Ländern sind die Hauptstädte noch unbedeutender als in der Schweiz

In der Schweiz leben nur rund 133'000 Menschen in der Bundesstadt Bern. Bei gut 8,5 Millionen Landeseinwohnern ist dies nur 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Weltweit gibt es nur 13 Länder, in denen noch ein kleinerer Teil in der Hauptstadt wohnt.

Okay, der Titel mit «unbedeutend» war etwas frech. Ich entschuldige mich bei allen Bernern (und ich weiss, Bern ist Bundes- und nicht Hauptstadt). In Bezug auf den Anteil der Landesbevölkerung, der in der Hauptstadt lebt, stimmt «unbedeutend» aber. Schlimm ist das natürlich nicht, einfach noch spannend.

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