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Trans-Menschen gelten medizinisch nicht mehr als psychisch gestört

19.06.18, 12:04 19.06.18, 13:49


Revelers at the annual gay pride parade hold up a giant rainbow flag in Sao Paulo, Brazil, Sunday, June 3, 2018. This year the parade focused on the general elections scheduled for October, with the theme

Die Regenbogenflagge repräsentiert die LGBTQ+-Community. Das «T» steht für transgender.  Bild: AP/AP

In der neusten Version des medizinischen Diagnosekatalogs, ICD-11, der Weltgesundheitsorganisation werden Trans-Menschen erstmals nicht mehr als «psychisch- und verhaltensgestört» beschrieben. Diese Änderung wird vom Transgender Network Switzerland (TGNS) freudig aufgenommen. Die bisherige Diagnose habe massgeblich zur Stigmatisierung und gesellschaftlichen Marginalisierung beigetragen.

Im neuen Diagnosekatalog, der ab 2022 international verwendet werden wird, heisst die Diagnose künftig «Gender Incongruence» (zu Deutsch: Geschlechtsinkongruenz). Das Wort «Transsexualismus» wurde dabei völlig abgeschafft. Ausserdem ist die Geschlechtsinkongruenz nicht mehr unter den «mental and behavioural disorders», also den psychischen und Verhaltensstörungen zu finden, sondern im neu geschaffenen Kapitel «conditions related to sexual health» (zu Deutsch: Zustände in Zusammenhang mit sexueller Gesundheit).

Die ICD-11 beschreibt, was Geschlechtsinkongruenz genau ist:

Geschlechtsinkongruenz in Jugendlichen und Erwachsenen ist durch eine beständige Inkongruenz zwischen dem vom Individuum erlebten und dem bei Geburt zugeschriebenen Geschlecht charakterisiert und zeigt sich in mindestens zwei der folgenden Wege: 1) Einer starken Ablehnung oder einem starken Unbehagen mit den eigenen primären oder sekundären Geschlechtsteilen; 2) einem starken Verlangen danach, sich von den eigenen primären und/oder sekundären Geschlechtsteilen zu befreien; 3) einem starken Verlangen danach, die primären und/oder sekundären Geschlechtsteile des erlebten Geschlechts zu besitzen. Das Individuum verspürt ausserdem ein starkes Verlangen danach, als eine Person des erlebten Geschlechts behandelt zu werden.

quelle: tgns.ch

Demonstriert wurde unter anderem auch für transgender Rechte:

Vom TGNS stark kritisiert wird allerdings jene Stelle des Katalogs, welche sich der Diagnose von Kindern vor der Pubertät widmet. «Vor der Pubertät können und müssen noch keine medizinischen Massnahmen ergriffen werden», heisst es auf ihrer Webseite. Man erlebe, dass Trans-Kinder in der Regel nicht zu Ärzten oder Psychiatern wollen. Ein solcher aufgezwungener diagnostischer Prozess könne mehr Schaden zufügen als helfen. 

(doz)

Video: srf

Pride 2018 in Zürich

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lienat 19.06.2018 23:02
    Highlight Tut mir leid, wenn ich jetzt unromantisch bin, aber der Zweck der Sexualität ist wissenschaftlich betrachtet die Fortpflanzung. Jede sexuelle oder geschlechtliche Orientierung, die diesen Zewck nicht erfüllt, kann nur als gestört bezeichnet werden. Ich habe überhaupt nichts gegen LGBT Menschen. Aber wenn wir anfangen, wissenschaftliche Fakten zu relativieren, nur weil sie gerade nicht in unser Weltbild passen, dann können wir uns gleich in einer Reihe mit Klimaskeptikern, Impfgegnern, Flat-Earthers und ein paar weiteren, unangenehmen Zeitgenossen nennen.
    30 43 Melden
    • Marlon Mendieta 20.06.2018 05:56
      Highlight Dann sind konsequenterweise aber auch alle Männer gestört, die sich an eine Frau binden und nicht schnaubend rumziehen und alles begatten.
      41 14 Melden
    • Lienat 20.06.2018 08:42
      Highlight @Marlon: Interessanter Vergleich, denn herumziehen und uns mit jedem willigen Partner paaren ist genau das, was wir vermutlich machen würden, wenn uns die Kirche nicht seit 200 Jahren eintrichtern würde, dass das eine Sünde ist. Das gilt übrigens unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Das wir heute vorwiegend monogam leben ist höchstens ein Beweis dafür, dass wir nicht einfach Opfer unserer Triebe sind. Das hat aber nichts mit gestörtem oder ungestörtem Sexualverhalten zu tun.
      5 12 Melden
    • Claudi92 20.06.2018 08:45
      Highlight Du müsstest dich mal eingehender mit dieser Thematik befassen, dann müsstest du, dass Homosexualität sehr wohl einen biologischen, sowie evolutionären Zweck hat. Auch wenn es nicht primär Fortpflanzung ist.
      11 6 Melden
    • Knäckebrot 20.06.2018 08:48
      Highlight Der LGBT-Hype ermutigt Menschen mit geschlechtlichen Idenditätkrisen zum Schritt einer Geschlechtsumwandlung. Für viele macht es den Eindruck, dass dies ihr grosses Problem sei und wenn der Schritt dann getan ist, ein Stein vom Herzen fällt. Die unbewusste Reduktion der Probleme auf die sexuelle Idendität lösst bei vielen im Nachhinein eine riesen Krise aus, weil die Probleme halt trotzdem noch da sind. Suizid ist häufig.

      Die Gesellschaft mag es zwar gut mit ihnen meinen (?), aber dieser enorme Fokus auf das Thema ist schon heikel.

      Habe übrigens als Sozi mit betroffenen zu tun.
      7 7 Melden
    • Husar 20.06.2018 09:58
      Highlight @Marlon.
      Der biologische Zweck des Fortpflanzungstriebes ist, wie der Name schon sagt, die Fortpflanzung.
      Es ist daher Sicht nicht zu erwarten, dass ein männliches Exemplar des Homo Sapiens ALLES begattet, weil ja nur die Begattung mit einem fruchtbaren weiblichen Exemplar des Homo Sapiens zur Fortpflanzung führen kann. Es ist also zu erwarten, dass Männchen herumziehen und nur Weibchen begatten.
      Und genau das tun sie, ganz egal ob sie eine feste Beziehung unterhalten. Der Homo Sapiens ist von seinem Naturell her sexuell untreu, bzw. promisk, die Männchen wie die Weibchen.
      2 4 Melden
    • Marlon Mendieta 20.06.2018 12:34
      Highlight Monogam leben Menschen z.T schon viel länger als es Kirchen gibt
      Ob 200 oder 2000 Jahre ist an dieser Stelle unwichtig
      Das Problem an deiner "Wissenschaft" ist, dass eben Dinge wie Verhütung, Oral- bzw. Analsex oder Monogamie ebenfalls als gestört bezeichnet werden müssen
      2 5 Melden
    • Lienat 20.06.2018 13:10
      Highlight *2000 Jahre

      @Claudi92: Dann erklär uns diesen Zweck doch bitte mal. Das würde mich nämlich ernsthaft interessieren.

      @Marlon (Nachtrag): Fortpflanzung ist auch in einer monogamen Beziehung möglich.

      @ alle Blitzer: Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Dafür braucht es aber Argumente und keine Blitze.
      4 1 Melden
    • Knäckebrot 20.06.2018 13:57
      Highlight Ich würde von einem Gesellschaftlichen Zustand nicht unbedingt die Folgerung ableiten, dass Untreue in der Natur des Menschen liegt und somit gerechtfertigt wäre.

      Der Wurzel Tiefe lässt sich aber wohl nicht betrachten, ohne die Sphären der tieferen Sinnfragen zu behandeln...
      2 2 Melden
    • Lienat 20.06.2018 18:27
      Highlight @Marlon: Verhütung und Monogamie sind bewusste Entscheidungen und keine natürlichen Veranlagungen. Leute Verhüten eben gerade, weil sie ihre Sexualität ausleben wollen. Und Monogamie bedeutet nicht, dass man alle nebst dem Partner sexuell unattraktiv findet.
      Etwas kniffliger wird die Sache bei OS und AS, weil dort weitere Aspekte (z.B. Dominanz über den Partner, Reiz des Tabubruchs) hinein spielen. Ob man das jetzt als Störung bezeichen will, darüber könnte man Bücher füllen.
      Zu guter Letzt: Wenn Du nur lange genug suchst, findest Du bei jedem Menschen eine Abweichung von dern Norm (=Störung).
      1 1 Melden
    • Claudi92 20.06.2018 22:40
      Highlight @Lienat
      2 1 Melden
    • Lienat 21.06.2018 08:06
      Highlight @Claudi92: Danke für das Video. Du hast mich schon fast überzeugt. Nicht ganz, weil der Epigenetische Einfluss auf die sexuelle Orientierung (gem. Wikipedia) derzeit erst eine Hypothese ist. Das muss aber sicher noch weiter untersucht werden.

      Nur damit Ihr mich nicht falsch versteht: Wenn ich von einer Störung spreche, dann ist das keineswegs Abwertend gemeint. Die ganze Evolution basiert auf Mutationen und damit auf Störungen in der Vererbung. Ich sage nur, dass eine seriöse, wissenschaftliche Betrachtung nicht durch politische Einflüsse beeinflusst werden darf.
      4 0 Melden
  • estelle_pink 19.06.2018 13:52
    Highlight "Die bisherige Diagnose habe massgeblich zur Stigmatisierung und gesellschaftlichen Marginalisierung beigetragen."

    Bin ich mir nicht so sicher...die gesellschaft weiss nicht was im diagnosekatalog steht...also was soll sich gesellschaftlich durch diese anpassung ändern.
    58 44 Melden
    • Asmodeus 19.06.2018 16:17
      Highlight Dieser Diagnosekatalog ist extrem relevant für Behörden. Namentlich IV, Krankenkassen, Sozialhilfe etc. etc.

      Durch eine Korrektur im ICD-11 hat man rechtlich eine bessere Möglichkeit sein Recht einzufordern.
      29 15 Melden
    • estelle_pink 19.06.2018 17:47
      Highlight Das hast du völlig recht, das habe ich aber auch nicht angezweifelt.
      Die Entscheidung war korrekt und sehr wichtig.
      8 12 Melden
  • SocialisticCapitalist 19.06.2018 13:16
    Highlight Ich finde es gut das die LGBT gemeinde darsuf verweisst das es 2 Geschlechter gibt
    Und nicht auch mit dem Cringe gestalten mitziehen die was von 1000 Geschlechter erzählen
    Aber Transpersonrn müssen besser betreut werden das sie sich festigen können als Geschlecht
    Denn Männer und Frauen sind Anatomisch anders gebaut
    Was in Medizinischen Notfällen sondt fadt tödlich enden kann
    20 34 Melden
    • FancyFish 19.06.2018 16:14
      Highlight Ich bin so ziemlich deiner Meinung, aber könntest du nicht vor dem Abschicken deinen Kommentar durchlesen? Alle diese Fehler schmerzen mir in der Seele ;)
      21 4 Melden
    • Fox Devil Wild 19.06.2018 18:13
      Highlight Jeder soll seine Meinung haben dürfen. Das Problem jedoch, welches mit dieser übermässigung Fokussierung auf die vermeindliche Zweigeschkechtlichkeit für Trans*menschen entsteht, ist dass wir stigmatisiert werden, wenn wir nicht als eindeutig männlich oder weiblich erkennbar sind. Das hat zur Folge dass man extremem Druck (gesellschaftlich wie psychisch) ausgesetzt ist, um ein möglichst gutes "passing" zu erreichen. Würde die Gesellschaft offener im Umgang mit den fliessenden Grenzen von Geschlecht umghen, würde das die konkrete Lebenssituation für Trans*menschen erheblich erleichtern.
      11 21 Melden
    • SocialisticCapitalist 19.06.2018 19:12
      Highlight Ich schreibe mit dem Handy
      Aber du hast Recht
      Und es schmerzt auch diese Rechtschreibfehler zu sehen
      MfG
      17 2 Melden
    • Ueli der Knecht 19.06.2018 21:01
      Highlight SocialisticCapitalist: Wie kommst du drauf, "das die LGBT gemeinde darsuf verweisst das es 2 Geschlechter gibt
      Und nicht auch mit dem Cringe gestalten mitziehen die was von 1000 Geschlechter erzählen" ???

      Ist deine Fantasie mit dir durchgebrannt? Die LGBTIQ-Gemeinde setzt sich für Vielfalt ein. Zwei Geschlechter reichen ihr bei weiten nicht aus.
      https://www.watson.ch/!430969545

      Der Regenbogen ist schliesslich auch nicht nur schwarz-weiss.
      10 7 Melden
    • SocialisticCapitalist 19.06.2018 22:14
      Highlight Es gibt nun mal einfach 2 Geschlechter
      Und man sich kleiden wie man will
      Aber man soll nicht so tun als würde es mehr als 2 Genders geben
      Wie gesagt Frauen und Männer sind Anatomisch anders gebaut
      Was wichtig ist bei Medizinischen Notfällen/Eingriffen
      Deswegen bei der Realität bleiben und nicht zu sehr in der Fantasie Welt abdrehen
      15 11 Melden
    • Ueli der Knecht 20.06.2018 08:03
      Highlight SocialisticCapitalist: Ich empfehle dir zu deiner Weiterbildung den Wikipedia-Beitrag Intersexualität.

      "Mit Intersexualität bezeichnet die Medizin Menschen, die genetisch (aufgrund der Geschlechtschromosomen) oder auch anatomisch (aufgrund der Geschlechtsorgane) und hormonell (aufgrund des Mengenverhältnisses der Geschlechtshormone) nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden können."
      https://de.wikipedia.org/wiki/Intersexualit%C3%A4t

      Es gibt nicht nur männlich und weiblich, sondern auch beides, oder weder noch, oder noch unklar, oder wir werden sehen.
      6 7 Melden
    • Ale Ice 20.06.2018 08:08
      Highlight 1. Falsch: Es gibt nicht nur 2 Geschlechter. Ca. jedes 500 Neugeborene kommt ohne klare Zuordnung nach Schema Frau/Mann zur Welt. Es wird dringend Zeit, diese Menschen wahrzunehmen und zu respektieren.
      2. Siehe u.a. Caster Semenya
      3. Mich schmerzen die Blitze bei Fox Devil Wild.
      10 8 Melden
    • Fox Devil Wild 20.06.2018 09:38
      Highlight @socialisticcapitalist Du kennst anscheinend den Unterschied zwischen "sex", "gender" und "performance" nicht. Anscheinend hast du dich auch nicht differenziert mit der Thematik beschäftigt. Dein Kommentar ist einfach nur ideologisch zusammengewürfelter Unsinn.
      9 8 Melden
    • satyros 20.06.2018 10:04
      Highlight Du vermischt hier Dinge. Es mag biologisch zwei Geschlechter geben. Obwohl da die Übergänge zum Teil derart fliessend sind (Intersexualität existiert), dass man durchaus auch mehr Geschlechter annehmen kann. Viel entscheidender dünkt mich hier aber, dass das englische Wort "Gender" das soziale Geschlecht meint. Und das basiert auf sozialer Zuschreibung, die nur zum Teil etwas mit Biologie zu tun hat. Was da genau zugeschrieben wird, hat viel mit der jeweiligen Gesellschaft zu tun. Das z.B. in gewissen Kulturen Frauen ein Kopftuch tragen, hat nichts mit ihren Geschlechtsorganen zu tun.
      6 5 Melden
    • Bündn0r 20.06.2018 17:56
      Highlight Es kommen Kinder mit unterschiedlichsten Anomalien auf die Welt. Ein Grossteil wird als Behinderung angesehen. Eine unsaubere ausprägung des Geschlechts gehört wohl auch dazu. Es ist kein zusätzliches Geschlecht, sondern eine Missbildung.
      Die moderne Gesellschaft ist sehr liberal im Umgang mit Behinderungen. Die Medizinbücher listen Haufenweise Ungereimtheiten auf. Normal sind diese noch lange nicht. Es gibt keinen Grund, dass man hier nicht auch so verfahren kann.
      5 9 Melden
  • Asha 19.06.2018 13:15
    Highlight Ernsthafte Frage: Warum wird Pädophilie nicht auch neu definiert? Wird das nur eine Frage der Zeit sein? Transsexualität und zuvor Homosexualität wurden zuvor ja auch jahrelang völlig anders bewertet. Oder anders gefragt: Warum wird Pädophilie nach wie vor so scharf abgegrenzt als patholologisch definiert, auch wenn die Bettroffenen nicht kriminell werden?
    73 33 Melden
    • Solli 19.06.2018 14:53
      Highlight Diesen Kommentar finde ich ehrlich gesagt doch etwas diskriminierend.. Obwohl ich den Punkt nicht abstreiten kann, dass Pädophilie ganz vereinfacht gesagt 'nur' eine sexuelle Präferenz ist, können Kinder daran erheblichen Schaden erleiden. Und dort liegt doch der grosse Unterschied zur Homosexualität, wo es sich meist um zwei erwachsene Personen handelt. Darum muss dies behandelt werden und gelernt werden, wie damit umzugehen ist, ohne kriminell zu werden.
      42 21 Melden
    • axantas 19.06.2018 16:29
      Highlight @Nicola Stoll: Und dann könnten wir gleich noch damit aufhören, ständig Pädophilie und Homosexualität miteinander zu verknüpfen. Das hat so ziemlich überhaupt keinen Zusammenhang.
      29 19 Melden
    • Asha 19.06.2018 16:53
      Highlight Es geht mir nicht um eine persönliche, emotional gefärbte Meinung (die ich auch habe), sondern um eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Es gibt viele Pädophile, die ihre sexuelle Neigung nie ausleben (und folglich keinem Kind Schaden zufügen) und dennoch wird Pädophilie klar pathologisch bewertet. Mich würden fundierte Grundlagen interessieren, weshalb eine solch klare Abgrenzung möglich ist.
      34 3 Melden
    • Keepitsimple 19.06.2018 17:11
      Highlight Pädophilie ist definitiv eine problematik für sich selbst. Einerseits muss sichergestellt werden, dass diese personen keiner anderen person leid zufügen andererseits sind es arme schweine, deren inneres bedürfnis sie ständig unterdrücken müssen. Stellt euch mal vor ihr liebt eine frau/ einen mann, aber ihr wüsstet genau, dass dieses gefühl nie erwiedert wird und ihr dürftet dieser person nicht mal eure gefühle gestehen bzw. Würdet sie dadurch traumatisieren. Aber es wird sich garantiert nie ein politiker an diesem thema die finger verbrennen wollen.
      22 5 Melden
    • Gubbe 19.06.2018 17:40
      Highlight Jeder Sex mit irgend einem Lebewesen das nicht begreift was mit ihm geschieht und sich nicht wehren kann, ist kriminell.
      14 7 Melden
    • Knäckebrot 19.06.2018 19:58
      Highlight Asha: Es gibt immer wieder das Phänomen, dass alle die Hände bei einer Idee verwerfen, welche allerdings nach ein paar Generationen völlig etabliert sein wird.

      Jetzt erhältst du für eine rationale Frage (mit einem Hauch Gesellschaftskritik), ca 50% Blitze.

      Kann aber unheimlicherweise durchaus sein, dass in vierzig Jahren auch Pädophilie unter gewissen Voraussetzungen seitens Kind relativierter betrachtet wird. Und womöglich sogar noch von denen, die dich blitzten.

      Daher finde ich es wichtig bei jedem Trend wachsam zu sein, während die Masse euphorisch johlt.
      11 4 Melden
    • Ueli der Knecht 19.06.2018 21:05
      Highlight Ich finde, man sollte deutlich differenzieren zwischen pädophil (in der Regel anständig mit Kindern und nicht krank) und pädokriminell (meistens gar nicht pädophil, da geht's meistens vielmehr um die Lust am Machtmissbrauch, so wie oft auch bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung; oft psychisch gestört).
      10 4 Melden
    • satyros 20.06.2018 10:10
      Highlight Ich versuche mal einen Erklärungsansatz: Krankheit ist das Gegenteil von Gesundheit. Gesundheit wird durch die WHO als "idealer Zustand optimalen Wohlbefindens" definiert. Eine sexuelle Präferenz, die nur ausgelebt werden kann, wenn man sich strafbar macht, verhindert einen idealen Zustand optimalen Wohlbefindens, zu dem auch das Ausleben der Sexualität einen wesentlichen Anteil hat.
      9 1 Melden
    • Nibu 20.06.2018 10:57
      Highlight @ Asha
      Es ist anders, weil eine ausgelebte Pädophile immer grossen Schaden zuführt. Darum wird es auch in Zukunft nicht gut geheissen werden.

      Ausgelebte Transsexualität fügt niemandem Schaden zu (oder höchstens sich selbst).
      2 1 Melden
    • Ueli der Knecht 20.06.2018 11:35
      Highlight "Eine sexuelle Präferenz, die nur ausgelebt werden kann, wenn man sich strafbar macht"

      Das würde m.E. nicht ausschliesslich Pädophilie betreffen, sondern generell alle sexuell motivierten Straftaten, insbesonders auch (adulte) Vergewaltigung, sexuelle Nötigung oder auch Zoophilie. Pädophilie ist diesbezüglich vermutlich "nur" eine Minderheit. Der Fokus auf diese Minderheit scheint mir verkehrt, weil das von der grossen Mehrheit der sexuell bedingten psychischen Störungen ablenkt.

      Korrekter fände ich in diesem Kontext der Begriff "Paraphilie":
      https://de.wikipedia.org/wiki/Paraphilie
      0 0 Melden
    • Asha 20.06.2018 11:56
      Highlight Danke Satyros, das ist ein erhellender Ansatz.
      4 0 Melden
    • Lezzelentius 21.06.2018 14:16
      Highlight Habe mir die Frage auch schon gestellt Asha. Das Eine ist die Krankheit und das andere die gesellschaftliche Akzeptanz jener und der kollektive Umgang.

      Jemand der heute pädophil ist, wird kriminalisiert, und als widerwärtig empfunden. Es wird hoffentlich eine Frage der Zeit sein müssen, bis man offen sagen kann, dass man pädophil ist und dafür Mitleid und Empathie erfährt.
      1 2 Melden
  • Asmodeus 19.06.2018 13:07
    Highlight Das freut mich sehr. Es bildet einen weiteren wichtigen Schritt um akzeptiert zu werden.


    Generell ist eine Überarbeitung des ICD überfällig. Eine weitere Anpassung wird es sein, dass im ICD-11 endlich auch die komplexe posttraumatische Belastungsstörung akzeptanz finden wird.

    Also Traumatisierung die nicht durch ein einzelnes Ereignis stattfand, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg.
    Beispielsweise durch eine schwierige Kindheit oder jahrelanges Mobbing.

    Gerade auch für Transmenschen ein wichtiger Schritt, da viele auch hierrunter leiden aufgrund der Gesellschaft.
    78 58 Melden

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