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Pedestrians walk past the Fifth Avenue store owned by Stockholm-based fashion retailer Hennes and Mauritz (H and M) Wednesday, June 21, 2006, in New York. HandM posted a 12 percent increase in second-quarter profit Wednesday, helped by a spike in sales in May but capped by higher marketing costs. HandM said that it plans to open approximately 100 stores during the remaining part of the financial year, mainly in the U.S., Spain, France, Britain, Canada and Germany. During spring 2007, the company had signed contracts for one full-range store each in Shanghai and in Hong Kong, the company's first stores in the Far East. (KEYSTONE/AP Photo/Kathy Willens)

Die Filiale des H&M an der Fifth Avenue in Manhattan, New York. Bild: AP

So soll H&M seine Mitarbeiter in der Schweiz ausbeuten – Angestellte erzählen

Ein Bericht des «Kassensturz» zeigt: Die Modekette H&M setzt vermehrt auf sogenannt flexible Arbeitszeiten. Angestellte sollen jederzeit verfügbar sein, auch wenn sie in tiefen Pensen angestellt sind. Dass dies lediglich dem Arbeitgeber dient, gibt H&M – wenn überhaupt – nur indirekt zu.



Das schwedische Textilhandelsunternehmen Hennes & Mauritz, kurz H&M, beschäftigt in der Schweiz in 96 Filialen 2500 Mitarbeiter. Wie viele Unternehmen, die in derselben Branche tätig sind, spürt auch H&M die Konkurrenz aus dem Onlinehandel. Die Umsätze sind rückläufig.

In einem Bericht der SRF-Sendung «Kassensturz» geben zwei Mitarbeiterinnen anonym Auskunft über die Arbeitsbedingungen, die bei H&M immer mehr an der Tagesordnung sind. Sie sind alles andere als glücklich darüber, dass sie H&M in Zukunft vermehrt flexibel einsetzen will.

«In einigen Filialen der Schweiz hat H&M diese Vision bereits getestet und umgesetzt.»

Die Modekette zu ihren künftigen Arbeitszeitmodellen

Eine Mitarbeiterin erzählt gegenüber SRF: «Ich komme jeden Tag eine Mittagsablösung machen oder abends den Laden aufräumen. Einfach für drei oder vier Stunden, je nach Pensum, in welchem man angestellt ist. Es gibt keine fixen Tage mehr, wir kommen einfach gerade so, wie das Unternehmen uns braucht.»

Shoppers wait to go inside the Hennes & Mauritz, H&M fashion shop during the launch for the Jimmy Choo designer clothes and shoes released at the store in Lausanne, Switzerland, Saturday, November 14, 2009. The designer label Jimmy Choo released a new budget price range of clothing and shoes at H&M stores, attracting excited attention from the shopping public on Saturday. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Enormer Andrang bei einer H&M-Filiale in Lausanne. Designerlabel Jimmy Choo sei Dank. Bild: KEYSTONE

Die beiden porträtierten Frauen sind Mütter. Sie arbeiteten bisher teilzeit, immer an denselben Tagen in der Woche. Den ganzen Tag, teils mehr als acht Stunden. Dies sei praktisch, so liessen sich Kinder und Arbeit gut planen. Dass dieses Arbeitsmodell in Zukunft angepasst wird, macht ihnen Sorgen: «Es ist schwierig als Mutter, dies einrichten zu können. Man wohnt auch nicht gerade um die Ecke und so ist man den ganzen Tag unterwegs, nur um drei Stunden arbeiten zu gehen.»

«Wir folgen jederzeit den Gesetzen und Reglementen in der Schweiz und wollen ein attraktives Arbeitsumfeld im Einklang mit bestem Kundenservice gewährleisten.»

H&M wehrt sich gegen die Vorwürfe

Dass diese neuen, flexibleren Arbeitszeitmodelle Absicht und nicht einfach eine Zwischenlösung sind, bestätigt H&M, wenn auch nicht ganz direkt. Flexibel eingesetzt zu werden, jeden Tag für den Arbeitgeber zur Verfügung zu stehen, wenn auch nur für ein paar Stunden und vornehmlich dann, wenn viele Kunden im Laden sind, dies hat System.

Die schwedische Vision

Die Modekette nimmt zu den Vorwürfen schriftlich Stellung und sagt unter anderem: «H&M verfolgt eine Vision.» Die Rede ist von Arbeitsverträgen, die nur noch 50 Stellenprozente umfassen, von den Arbeitnehmern wird jedoch eine hundertprozentige Verfügbarkeit verlangt. Weiter heisst es: «In einigen Filialen der Schweiz hat H&M diese Vision bereits getestet und umgesetzt.»

«Sie suchen ganz gezielt nach solchen Leuten, sie wollen dies bei jedem Mitarbeiter so umsetzen. Wenn es einem nicht passt, kann man gehen.»

Eine Mitarbeiterin zu flexiblen Arbeitszeiten

Dass diese Vision aktiv in Tat umgesetzt wird, beweist eine einfache Internetrecherche des «Kassensturz». H&M sucht tatsächlich in der ganzen Schweiz sogenannte «Sales Advisor», die Stellenprozente bewegen sich zwischen 30 und 50. Dies jedoch flexibel, inklusive Samstag, Sonntag und Abendverkauf.

Eine der beiden Mitarbeiterinnen im SRF-Bericht sagt: «Sie suchen ganz gezielt nach solchen Leuten, sie wollen dies bei jedem Mitarbeiter so umsetzen. Wenn es einem nicht passt, kann man gehen.»

Die Modemarke versucht sich daraufhin zu rechtfertigen, in dem sie betont, dass der Einzelhandel einem ständigen Wandel unterliege. Um ein stabiles Unternehmen aufrecht zu erhalten, nehme H&M die Verantwortung ernst. «Wir folgen jederzeit den Gesetzen und Reglementen in der Schweiz und wollen ein attraktives Arbeitsumfeld im Einklang mit bestem Kundenservice gewährleisten.»

«Ich finde es sehr verletzend, wie sie mit einem umgehen. Das macht mich ein Stück weit traurig.»

Eine der beiden im «Kassensturz» porträtierten Mitarbeiterinnen

Die Sachlage ist nicht kompliziert

Dass die schwedische Modekette dabei tatsächlich legal agiert, bestätigt Kurt Pärli, Professor für soziales Privatrecht an der Universität Basel gegenüber dem «Kassensturz»: «Grundsätzlich gilt die Vertragsfreiheit. Wenn ein solch flexibles Modell abgemacht wurde, dann gilt das. Die Arbeitgeberin muss jedoch Rücksicht nehmen auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer, beispielsweise wenn eine angestellte Person Kinder hat, welche noch nicht 15-jährig sind. Sie kann somit nicht nur einseitig nach betrieblichen Bedürfnissen entscheiden.

Image

Vom Fach: Kurt Pärli, Professor für soziales Privatrecht.

Pärli sagt jedoch auch: «Ist ein solches Modell nicht abgemacht, kann die Arbeitgeberin nicht einfach einseitig vom Vertrag abweichen. Will sie etwas ändern, muss sie eine Offerte unterbreiten.» Willigt der Arbeitnehmer dieser jedoch nicht ein, kann es zu einer Kündigung kommen.

Zuletzt betonen die beiden betroffenen H&M-Mitarbeiterin noch einmal, wie sehr sie unter den flexiblen Arbeitszeitmodellen leiden: «Ich finde es sehr verletzend, wie sie mit einem umgehen. Das macht mich ein Stück weit traurig.» Die zweite Angestellte meint: «Ich bin wahnsinnig enttäuscht vom Unternehmen. Sie wollen eigentlich der beste Arbeitgeber sein, aber im Moment machen sie alles, dass dies nicht so ist. Das macht mich wütend.» (rst)

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerRaucher 04.05.2017 10:00
    Highlight Highlight h&m braucht es hier sowieso nicht. Wie immer versucht hier ein Laden der im Ausland um einiges billiger ist, in der Schweiz zu schröpfen. Wer ein reines gewissen hat, muss keine Europreise der anderen Länder überkleben.
    8 2 Melden
    • animei 05.05.2017 09:12
      Highlight Highlight natürlich braucht es h&m. für simple Alltagskleider immer noch eine der besten Adressen. Und hört endlich auf mit dem Gejammer wegen höheren Preisen bei uns. Unsere Löhne sind fast doppelt so hoch wie im benachbarten Ausland! Logisch wirkt sich das auf die Preise aus.... Aber die Arbeitsbedingungen - so wie im Artikel geschildert - die sind echt unter aller Sau.
      7 8 Melden
  • Ms. Song 04.05.2017 09:55
    Highlight Highlight Als Fachperson bin ich mir nicht ganz sicher, ob dies wirklich legal ist. Wenn ein Mitarbeiter auf Standby ist, gilt dies eigentlich als Pikettdienst und muss entsprechend mit einer Pauschale abgegolten werden. Einsatzzeiten müssen eigentlich in angemessener Zeit vorab abgesprochen werden, damit sich der Mitarbeiter entsprechend einteilen kann. Bei einem normalen Arbeitsvertrag muss dies sicherlich nicht akzeptiert werden. Leider ist es aber so, dass Verkaufspersonal sehr einfach zu ersetzen ist . Wenn die Angestellten nicht "gehorchen", werden sie einfach ausgetauscht.
    10 2 Melden
  • Idrisi 04.05.2017 08:14
    Highlight Highlight Diese Unsitte muss endlich aufhören. Standbyzeiten und jede Form der erhöhtet Flexibilität sind,
    zu bezahlen. Das nennt sich dann z.B. Pikett.
    Abgesehen davon ist H&M nicht besonders Innovativ sondern kopiert einfach Bad Practice. Sklaverei und unwürdige Arbeitsbedingungen sind nicht wirklich neu. Leider kann ich H&M nicht finanziell treffen mit von "nicht kaufen" zu "sicher nichts kaufen". Muss noch an meiner Innovationskraft arbeite.
    16 0 Melden
  • The Host 03.05.2017 22:55
    Highlight Highlight Fashionslave!
    10 0 Melden
  • Tanea 03.05.2017 15:50
    Highlight Highlight Eine sehr bekannte Kaffeehauskette mit grünen Buchstaben handhabt dies auch so.
    Dieses Vorgehen hat mich mental kaputt gemacht, da ich den Job brauchte, um mein Studium zu finanzieren. Als Dank habe ich mit 25 Jahren ein Burnout.
    Wir mussten in einem Whatsapp-Gruppenchat sein, in dem wichtige Infos ausgetauscht wurden, z.B. die Arbeitspläne, die sich fast täglich aufgrund von Ausfällen änderten. Ich musste als Schichtleiterin quasi 24/7 verfügbar sein.
    Es wird nicht offen propagiert oder vertraglich festgehalten, aber man erwartet eine solche Einsatzbereitschaft.
    37 4 Melden
  • ShadowSoul 03.05.2017 13:50
    Highlight Highlight Ihr wollt Billigmode / Fast Fashion, dann wundert euch nicht über solche Zustände. Die Personen die diese Kleider nähen mussten, sind viel schlimmer dran...Boykottiert einfach solche Ketten, kauft gebraucht, damit es nicht nochmals genäht werden muss.
    54 11 Melden
    • Idrisi 04.05.2017 08:17
      Highlight Highlight Nein will ich nicht und ich trage gekehrte Kragen. Der Preis ist hoch aber es lohnt sich.
      0 3 Melden
    • Ms. Song 04.05.2017 09:57
      Highlight Highlight Wenn wir nicht kaufen, wird weniger produziert. Das führt nicht dazu, dass die Näher mehr verdienen, sondern dass es ganz einfach weniger Jobs dort gibt. Als Konsument ist es kaum ersichtlich, wer wo und wie produzieren lässt. Auch teure Marken lassen unter grausligen Umständen produzieren. Die verkaufen das Zeugs einfach teurer, da sie einen Markennamen haben.
      6 0 Melden
    • ShadowSoul 04.05.2017 15:08
      Highlight Highlight @strange Natürlich führt es nicht dazu, das NäherInnen mehr verdienen. Und ja, auch teure Marken lassen billig produzieren, der Preis hat nichts mit dem Lohn der NäherInnen zu tun. Aber wenn niemand mehr kaufen würde, dann würde sie das vielleicht zu einem Umdenken zwingen.
      4 1 Melden
  • Jekyll & Hyde 03.05.2017 12:38
    Highlight Highlight Für mich als Ex-Angestellter im Detailhandel ist das nicht überraschend, der Trend geht schon seit 5-6 Jahren in diese Richtung. Das Einzig neue ist das erstmals ein Arbeitgeber, wenn auch nur zwischen den Zeilen, dies zu gibt. Wer wissen will wie die Zukunft für alle Verkäufer aussieht soll mal einen Blick über den Rhein nach D werfen.....da stehen einem die Haare zu berge und ich bin froh den Absprung geschafft zu haben. Schade was aus einem eigentlich schönen Beruf gemacht wird, um gewinne zu maximieren !!!!!
    36 2 Melden
  • mvrisita 03.05.2017 12:25
    Highlight Highlight Ist in der Gastro, nach meinen Erfahrungen, gleich. Arbeitspläne werden 1 Tag vorher geändert, man soll/muss auf Abruf bereit sein etc.
    50 2 Melden
  • solani 03.05.2017 11:05
    Highlight Highlight "Wir folgen jederzeit den Gesetzen und Reglementen in der Schweiz und wollen ein attraktives Arbeitsumfeld im Einklang mit bestem Kundenservice gewährleisten."
    Wenn das Gesetz solche Sachen zulässt, ist es (traurigerweise) nicht überraschend, dass die auch umgesetzt werden. Wir sind in der Schweiz als MA einfach nicht genug geschützt. Meine Meinung...
    39 7 Melden
  • Pitsch K. Matter 03.05.2017 10:10
    Highlight Highlight Die ganzen Yendi Ex-Angestellen sind nun auch auf dem Arbeitsmarkt, sodass H&M ihre Vision von ultra flexiblen Arbeitsbedingungen lässig locker umsetzen kann. Diese Situation lässt jedes FDP und SVP Herz höher schlagen, mir bereitet diese Entwicklung aber Sorgen.
    56 6 Melden
  • piedone lo sbirro 03.05.2017 10:02
    Highlight Highlight die "liberalen" arbeitsgesetzte (zu gunsten der arbeitgeber) haben wir den bürgerlichen parteien "volks(ver)treter" zu verdanken - firmen wie DHL oder H&M nutzen dies schamlos aus um sich auf kosten der arbeiter die taschen zu füllen.

    konrad graber (CVP) und karin keller-sutter (FDP) wollen das arbeitsgesetzt nun noch weiter auf kosten der arbeitnehmer verschärfen (abschaffung der max. arbeitsstunden pro woche, noch flexiblere arbeitszeiten usw.)

    neoliberalismus als zweck der ausbeutung.

    http://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/flexible-arbeitszeiten-freiheit-oder-ausbeutung
    51 7 Melden
  • piedone lo sbirro 03.05.2017 09:32
    Highlight Highlight profitmaximierung auf kosten der arbeitnehmer!

    29 4 Melden
  • A_C_Doyle 03.05.2017 09:15
    Highlight Highlight Ich wäre zunächst mal vorsichtig bei Aussagen vom Kassensturz. Die Sendung ist doch eher fragwürdig.

    Nichtsdestotrotz, sollte das so stimmen ist das natürlich unschön und H&M sollte sich da klar überdenken. Dennoch steht es den Mitarbeitern frei sich einen Arbeitgeber zu suchen der bessere Bedingungen bietet.

    Auch die Bevölkerung steht in der Verantwortung. Wir wollen alles immer günstiger haben und am liebsten 24/7 einkaufen gehen. Dass das auf dem Rücken gewisser Arbeitnehmer ausgetragen wird, ist dabei solange egal wie man es nicht in den Nachrichten sieht.

    Denkt mal drüber nach.
    37 49 Melden
    • Littlepage 04.05.2017 07:29
      Highlight Highlight Der Kassensturz eine fragwürdige Sendung - wie kommst du darauf? Bitte näher erläutern.
      13 1 Melden
    • Idrisi 04.05.2017 08:26
      Highlight Highlight 7x24 heisst nicht zwingend Arbeit auf Abruf. Arbeit auf Abruf versucht das Auslastungsrisiko auf den Arbeitnehmer zu verlagern und Reserven zu minimieren. 7x24 hat aber natürlich einen Einfluss auf das Auslastungsrisiko. Aber hier ist definitiv H&M das Problem!
      3 0 Melden
    • A_C_Doyle 04.05.2017 10:19
      Highlight Highlight H&M ist bedingt das Problem. Sie versuchen Wirtschaftlich zu handeln und geben den Abnehmern wonach sie verlangen. Dass die dabei so wenig Moral und Ethik beweisen ist bedauernswert aber nicht die Ursache des Problems. Wären wir bereit pro Shirt 5-10 Fr. mehr zu zahlen könnten auch Arbeitsbedingungen verbessert werden.

      Zum Kassensturz: ich hab aufgehört zu zählen wie ift sie verklagt wurden und unterlagen. Die Sendung ist nichts weiteres als eine Dauerwerbesendung mit DokuSoap Charakter á la RTL. Richtiger Journalismus sieht anders aus. Auch die Testresultate sind teils eher fragwürdig.
      3 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • KarlWeber 03.05.2017 09:14
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ein gefährliches Arbeitsmodell. Wie viel im Voraus wissen die Angstellten, wann sie eingesetzt werden ? Inakzeptabel wäre es, wenn jederzeit das Telefon klingeln kann, und man dann, schneller als die Feuerwehr, vor Ort sein müsste. Auf der anderen Seite wäre es für das Unternehmen doch überhaupt kein Problem die Peaks im voraus zu erkennen/abzuschätzen und dann die Einsatzzteiten monatlich oder quartalsweise bekannt zu geben ??? Hier bräuchte es dringend Gesetze/einen GAV!
    30 5 Melden
  • mogad 03.05.2017 08:59
    Highlight Highlight Organisiert einen landesweiten Streik!
    73 8 Melden
  • mogad 03.05.2017 08:58
    Highlight Highlight Ich glaube, H&M kümmert sich nicht um legal oder illegal. Es gibt zu wenig Jobs für alle und das nützen die Bosse schamlos aus. Wems nicht passt, der kann gehen. Weshalb die Mitarbeiter pflegen, wenn man über die PFZ zugriff auf ein Massenheer an Arbeitskräften hat?
    56 19 Melden
  • KeksloseKeksdose 03.05.2017 08:54
    Highlight Highlight Schade, dass diese Umstände bei H&M scheinbar als untragbar gelten, dieselben bei der Spitex oder im Gastrogewerbe aber seit Jahren einfach so toleriert werden....
    Arbeiten wann und wie lange es den Chefs passt scheint modern zu werden...
    67 5 Melden
  • mogad 03.05.2017 08:50
    Highlight Highlight Die Big-Bosse kassieren immer mehr, während sie das unternehmerische Risiko den kleinen Angestellten aufbürden! Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse als "Vision" zu bezeichnen ist blanker Zynismus. Anstatt über den Online-Handel zu klönen sollte man echte Visionen entwickeln. Man könnte z.B. auf das Einkaufserlebnis setzen, indem man die Marke hypt und sagt, Kleider, die im Laden sind, sind online nicht erhältlich.
    46 3 Melden
    • lily.mcbean 03.05.2017 08:56
      Highlight Highlight Oder einfach mehr aif kompetente Beratung und Betreung setzen als auf missgelaunte, demotivierte Angestellte
      34 3 Melden
  • NikolaiZH 03.05.2017 08:43
    Highlight Highlight Irgendwie haben immer mehr Menschen eine Erwartungshaltig gegenüber allen anderen (ob in der beziehung, freundschaft oder eben beim arbeitgeber) und wollen nicht einsehen, dass niemand ihnen, ausser sich sie sich selbst, was schuldet
    14 48 Melden
  • blaubar 03.05.2017 08:22
    Highlight Highlight So ist es!
    User Image
    90 9 Melden
    • Candy Queen 03.05.2017 11:05
      Highlight Highlight Ein recht simples Weltbild...
      16 20 Melden
    • blaubar 04.05.2017 00:07
      Highlight Highlight Etwas vereinfacht vielleicht. Man könnte z.B. noch anmerken, das der Langrutenfischer sagt, der Fluss gehöre ihm...
      6 0 Melden
  • Kriss 03.05.2017 08:06
    Highlight Highlight Genau deshalb wehrt sich der SGB gegen die Einführung eines Gesamtarbeitsvertrages. Das oben beschriebene könnte dann noch einfacher praktiziert werden, zusätzlich noch ohne Nacht- oder Sonntagszulagen.
    13 3 Melden
    • Brummbaer76 03.05.2017 12:26
      Highlight Highlight Naja. Ein GAV wird ja zwischen Arbeitgeber Verteter und Gewerkschaft(en) abgeschlossen.
      Über einen GAV gibt es in der Regel eine Abstimmung. Sagt eine Seite Nein, gibts kein GAV.
      Meist scheitert es aber schon bei den Verhandlungen.
      7 0 Melden
  • Georgia 4 03.05.2017 08:05
    Highlight Highlight War für 6 Jahre dort noch angestellt hatte ein gute Stundenlohn und regelmässige arbeitzeiten. Guess, times have changed...Ich bin gegangen da ich reduzieren möchte und das zur diese Zeit Punkt nicht möglich war, ich hatte ein super Zeit und ging gerne zu Arbeit. Schade, Mitarbeiter sind wichtiger als H&M meint,
    39 1 Melden
  • Don Alejandro 03.05.2017 06:57
    Highlight Highlight Ein Unternehmen, dass erstens nicht gut bezahlt, zweitens so massiv in die private Lebensgestaltung auch bei Niedrigprozentern eingreift, muss schlichtweg boykottiert werden. Nur; ist es bei der Konkurrenz wirklich besser? Wir haben zumindest an der Urne die Wahl...
    79 8 Melden
  • zimibimi 03.05.2017 06:53
    Highlight Highlight WoW ich bin völlig entsetzt das ein Konzern wie H&m bei den Mitarbeitern spart! Bei den Preisen von 5 CHF für ein Shirt völlig unvorstellbar! NICHT! Wenn in Bangladesh die Menschen in der Chemiesuppe ersticken die sie in die eigenen Flüsse werfen weil Filtern im Preiskampf bei der Produktion einfach nicht möglich ist kratzt das Niemand, aber achtung nun betrifft es plötzlich uns hier in der Schweiz - zumindest relativ gesehen - ein bischen und alle sind entsetzt das ein Konzern beim erzielen von Profit keine Rücksicht nimt. Momol, chani ernst neh
    149 5 Melden
    • mogad 03.05.2017 08:39
      Highlight Highlight Ja, wir müssten bereit sein für ein T-Shirt 40 Franken zu zahlen. Dafür hätten wir dann anstelle von 20 Billigshirts nur noch 3 im Schrank. Dieses Verhalten würde dazu führen, dass weltweit Millionen von miesbezahlten Jobs "verloren" gingen. Wär dann das Elend z.B. in Bangladesh nicht noch grösser? Ich weiss es nicht. Ein Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn die Leute anfangen organisierten Widerstand zu leisten.
      44 7 Melden
  • Matrixx 03.05.2017 06:34
    Highlight Highlight Seit sie bei uns den nächsrgelegenen H&M ausgebaut haben und die Herrenabteilung nun von einem Stockwerk auf ein paar Quadratmeter verkleinert wurde, war ich eh nie mehr im H&M.
    Beratung kriegt man sowieso nirgends und ohne Beratung kann ich grad so gut Online shoppen...
    52 2 Melden
    • Charlie B. 03.05.2017 09:19
      Highlight Highlight Du willst dich ernsthaft im H&M beraten lassen? lol
      27 0 Melden
    • JJTheBigDog 03.05.2017 11:29
      Highlight Highlight Immerhin kann man die Kleider im Laden anprobieren. Die Menge, die an Zalando zurückgeschickt wird, ist ja auch wahnsinnig.
      12 0 Melden
    • Matrixx 03.05.2017 12:18
      Highlight Highlight @ Charlie B.
      "Beratung kriegt man sowieso nirgends und ohne Beratung kann ich grad so gut Online shoppen..."

      Ich lass das Zitat deine Frage beantworten.
      5 1 Melden
  • John Smith (2) 03.05.2017 01:28
    Highlight Highlight In der Schweiz gibt es halt keinerlei Kündigungsschutz (auch bei einer klar missbräuchlichen Kündigung hat man kein Recht auf Wiederanstellung, sondern erhält im besten Fall ein paar Monatslöhne), und somit können sich die Angestellten auch nicht wirksam wehren. Und solange die Mehrheit weiterhin brav bürgerlich wählt, wird sich daran auch nichts ändern.
    96 22 Melden
    • Hoppla! 03.05.2017 07:28
      Highlight Highlight Jein.

      Möchtest du von einem solchen Arbeitgeber wiederangestellt werden? Wie wäre wohl das Arbeitsklima? Dann lieber etwas Geld, Adietschüss und etwas neues suchen.

      Die Arbeitsplatzflexibilität, von beiden Seiten, hat sowieso nicht nur Nachteile. Siehe z.B. im Gegensatz dazu die Situation bei unseren westlichen und südlichen Nachbarn.
      22 3 Melden
  • Leidergeil 03.05.2017 01:24
    Highlight Highlight Kassensturz hin oder her... Wird sich was ändern? NEIN... Solange es legal ist. die aussage "wenns dir nicht passt kannst du gehen" oder "sei froh hast du arbeit" hab ich auch schon gehört. aber wenn ein kunde mit kassensturz droht rennen sie alle und haben die hose voll...
    83 4 Melden
    • A_C_Doyle 03.05.2017 09:19
      Highlight Highlight Nicht ganz richtig. Sunrise bezeichnet den Kassensturz auch gerne mal als ganz gute Werbung ;-)
      10 2 Melden
    • Leidergeil 03.05.2017 22:52
      Highlight Highlight Denke ich nicht... wenn da ein kunde mit dem kassensturz drohen gehts weiter an eine spezielle abteilung. Da machen sie alle gaggi...

      Ist bei allen telekomunikations firmen so. Ab und zu mal "dumm tuä" einmal im jahr und mit kündigung drohen, dann bekommt man schnell mal ein jahr zu 50%.
      0 0 Melden

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