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Portugiesische Produkte sind besonders in der Romandie beliebt, solche aus dem Balkanstaaten (hier als Beispiel Albanien) in der Deutschschweiz und britische Artikel in Expat-Hochburgen wie Zürich.   bildbearbeitung: lea senn, material: coop.ch, migros.ch

So systematisch umgarnen Migros und Coop Einwanderer

Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. Das wissen auch die Detailhändler. Um ihre Regale der Bevölkerung entsprechend zu füllen, analysieren sie demographische Daten des Bundes. 



Sagres-Bier, Piri-Piri-Sauce und Baklava-Küchlein: es handelt sich um traditionelle Speisen aus Ländern, aus welchen viele in der Schweiz lebende Ausländer stammen. Damit das Angebot der Nachfrage entspricht, analysieren die Supermärkte systematisch auch regionale Bevölkerungsdaten. 

«Wir stützen uns dabei jeweils auf die demographischen Daten des Bundes», sagt Coop-Sprecherin Yvette Petillon. So werde das Sortiment mit ausländischen Produkten primär dort angeboten, wo auch viele Personen wohnen, die aus der entsprechenden Region stammen. Auch die Detailhändler Migros und Denner werfen für die Auswahl der Produkte ein Auge auf soziodemographische Zahlen. Migros-Sprecher Patrick Stöpper: «Die Regionen sind unterschiedlich affin für gewisse Sortimente – je nach Anzahl Einwanderer in diesen Gegenden.»

Fanta Shokata in der Deutschschweiz, Sagres-Bier in der Romandie

So unterscheidet sich das Angebot der Detailhändler je nach Region: In den Regalen der Romandie stehen viele Produkte aus der portugiesischen Küche, in der Deutschschweiz mehr Artikel aus den Balkanstaaten. Eine Coop-Filiale im Seefeld wird besonders den Briten gefallen. Hier gibt es ein ganzes Regal voll mit Produkten aus dem Heimatland. 

Das widerspiegelt die Zuwanderung: Rund zwei Drittel der Portugiesen leben in der Westschweiz. Einwanderer aus Balkanstaaten wie Serbien, Albanien oder Kosovo hingegen konzentrieren sich in der Deutschschweiz, Engländer haben ihren Lebensmittelpunkt oft in urbanen Zentren wie Zürich

Nebst Produkten aus Einwanderungsländern sind mexikanische, thailändische, indische, japanische und orientalische Produkte im Trend. «Wir gehen davon aus, dass aufgrund der Globalisierung und der Reisefreude der Schweizer sich diese Segmente noch stärker entwickeln werden», sagt Patrick Stöpper von der Migros. «Und vielleicht wird dann plötzlich ein Eritrea-Sortiment ein Thema.»

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bild: lea senn 

Die Migros hat die ersten portugiesischen Produkte im Jahr 2008 eingeführt. 2010 kamen die ersten Artikel aus dem Balkan und danach die ersten Türkei-Artikel in 2011. «Die Sortimente wurden in den letzten Jahren aufgrund des starken Kundenbedürfnisses um viele Artikel ergänzt», sagt Sprecher Patrick Stöpper. Derzeit stünden in den Regalen rund 70 solche Produkte. «Es handelt sich dabei sowohl um Spezialitäten, wie auch um sehr beliebte Marken dieser Länder.»

Die Coop setzt seit 2008 auf Produkte für Expats: «Da haben wir das Portugal-Sortiment eingeführt», teilt Sprecherin Yvette Petillon auf Anfrage mit. «Seit 2009 gibt es bei uns Produkte aus Südosteuropa. 2010 kam das England-Sortiment dazu, 2011 die türkischen Produkte.» Denner zählt rund 100 Artikel aus dem Balkan und aus Portugal in seinem Sortiment, Aldi und Lidl führen regelmässige Themenwochen durch.

Zu den beliebtesten Produkten im Bereich Balkan/Türkei gehören: 

Zu den beliebtesten Produkten im Bereich Portugal gehören:

In gewissen Fällen wünschen sich Diaspora ein gewisses Produkt so sehr, dass sie beim Detailhändler darauf pochen – so geschehen beim im Balkan sehr beliebten Süssgetränk Fanta Shokata. Denner-Sprecher Thomas Kaderli: «Unsere Kunden baten uns in den Läden und auf Facebook immer wieder darum, das Getränk ins Sortiment aufzunehmen. Als es dann testweise eingeführt wurde, war es laufend ausverkauft. 

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Als das Fanta Shokata testweise eingeführt wurde, war es laufend ausverkauft. bild: fanta 

Artikel aus Nachbarländern wie Pasta, Tiramisu oder diverse Fleischwaren haben sich seit den letzten Jahrzehnten in den heimischen Speiseplan integriert, sie sind in allen Sortimenten zu finden. 

Emily hatte Mühe damit, «brown sugar» zu finden

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Video: watson/Emily Engkent

So leer ist ein Regal ohne Ausländer

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Video: srf

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • honesty_is_the_key 17.05.2018 03:10
    Highlight Highlight Ich finde es toll dass es immer mehr ausländische Produkte zu kaufen gibt, und von mir aus könnten es noch viel mehr werden.

    Ich reise sehr gerne, und das Essen auf der Reise gehört immer zu meinen Highlights, und ich will oft zu Hause was "nachkochen", aber z.T. scheitert es dann an den Zutaten.
  • Majoras Maske 16.05.2018 18:33
    Highlight Highlight Und all die Italienprodukte nicht zu vergessen. ;-)
  • kruemelmonstah 16.05.2018 15:53
    Highlight Highlight Was mich in der Schweiz aufregt aber nie angesprochen wird ist die Packungsgrösse. Egal wo auf der Welt, bekommt man von Einzelwaren bis hin zu 25kg Säcken alles angeboten. In der Schweiz nicht, hier gibts 1 Grösse und fertig, so ala zahlen tun wirs ja sowieso. Und um es noch dreister zu machen, muss man die günstigere Marke Suchen bis zum geht nicht mehr, während einem die (Nestle)Markenprodukte anspringen als gäbe es kein morgen mehr.
  • NWO Schwanzus Longus 16.05.2018 11:41
    Highlight Highlight Grössere Auswahl ist doch super. Auch für Einheimische. Manches ist doch cool wie Schokobanannen oder Eurocrem Tafeln.
  • Raphael Bühlmann 16.05.2018 11:31
    Highlight Highlight Es gibt sogar Bio-Ajvar im Coop, aber das schmeckt leider nicht annähernd so gut wie das "richtige". Was tun (bzw. kaufen)?
    • aglio e olio 16.05.2018 12:13
      Highlight Highlight Selber machen.
    • Ridcully 16.05.2018 12:24
      Highlight Highlight selber machen
    • Hernd Böcke 16.05.2018 12:49
      Highlight Highlight selber machen; ist sehr einfach und lecker!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Damo Lokmic 16.05.2018 10:56
    Highlight Highlight Göral Kürbiskerne all day.
    • Darkside 16.05.2018 16:30
      Highlight Highlight Oh yess, bin verdammt süchtig nach den Dingern!
  • Sophia 16.05.2018 10:47
    Highlight Highlight Ausländer raus und kocht zu Hause was Feines für uns!
    Auch eine Entwicklungshilfe-Strategie!
    • Haihappen 16.05.2018 12:09
      Highlight Highlight @Sophia
      Ich werde bei der Migros beantragen, dass sie extra für dich eine Dose Toleranz ins Sortiment aufnehmen :)
    • MiezeLucy 16.05.2018 12:37
      Highlight Highlight Pfui!!
    • Valon Behrami 16.05.2018 12:55
      Highlight Highlight Dein Essen will ich nicht.
  • Howard271 16.05.2018 10:14
    Highlight Highlight Weshalb denn der kritische Unterton? Ich finde das eine gute Sache.

    P.S.: Lernt doch endlich den Unterschied zwischen England und dem Vereinigten Königreich 😉
  • Nelson Muntz 16.05.2018 09:56
    Highlight Highlight Und in Konstanz, Waldshut usw. gibts wohl Aromat, Schoggi und Emmi-Produkte für die Einkaufstouristen....
    • Ridcully 16.05.2018 12:25
      Highlight Highlight ..das finde ich dann doch wieder gruslig.. Schweizer, die in Konstanz Aromat kaufen....brrr
    • Makatitom 16.05.2018 12:35
      Highlight Highlight Ja, gibt es, und erst noch für nur die Hälfte, was uns diese Abzocker in der CH dafür aus dem Portemonnaie ziehen
    • Sarkasmusdetektor 16.05.2018 16:40
      Highlight Highlight Aromat und Emmi-Produkte hätte ich da noch nie gesehen (allerdings auch nicht wirklich gesucht). Lindt-Schoggi schon, die gibt es mittlerweile aber vielerorts in Deutschland. Sie ist dann allerdings auch Made in Germany. Schmeckt aber genauso, ist nur günstiger. Und es gibt sogar Sorten, die es in der Schweiz nicht gibt.
  • Pet R. Pan 16.05.2018 09:46
    Highlight Highlight Und nur die Einwanderer konsumieren diese Produkte?
    • Darkside 16.05.2018 16:32
      Highlight Highlight Quatsch. Ich zieh mir tonnenweise Göral Kürbiskerne rein. Und gerne auch Mal paar Dosen Efes dazu. Oder die Lane Kekse sind auch ganz fein.
  • Mitsch 16.05.2018 09:43
    Highlight Highlight ...und genauso "systematisch" umgarnen die beiden uns Schweizer schon seit Jahrzehnten.

    Ist doch klar, dass ein Detailhändler die Produkte anbietet, die sich auch verkaufen - egal ob diese aus Ouagadougou kommen oder aus Pristina.

    ...und etwas muss man auch mal sagen: Viele dieser Produkte erachte ich als coole Ergänzung eines bisher doch eher einförmigen Angebots, welches lange Zeit sehr "bünzlig" und abwechslungsfrei war.
    • Donald 16.05.2018 11:05
      Highlight Highlight Ich glaube/hoffe der Artikel ist gar nicht als Kritik gemeint, auch wenn es zuerst so rüberkommt. Ich war mir auch nicht ganz sicher, wie ich das verstehen sollte...
  • Bananenbrot 16.05.2018 09:25
    Highlight Highlight Das Migros Logo in eurer Grafik ist seit fast 15 Jahren nicht mehr im Gebrauch ;-)
  • sherpa 16.05.2018 08:39
    Highlight Highlight Und wo, bitte schön liegt das Problem? Betrachtet man zB die Autowerbung ist dies Gang und Gäbe mit sog. +Special Swiss _Edition" und ähnliches mehr. Werbung ist legitim, genau so der Verkauf an und Handel mit Einwanderer, welche in der Schweiz wohnen. Diese Art der Werbung erinnert an die früheren Zeiten in den USA. bei welchen Produkte aus dem Ausland an die Einwanderer mit dem Ziel verkauft wurden, ein bisschen Heimat zu vermitteln und sehr erfolgreich war.
  • aglio e olio 16.05.2018 08:27
    Highlight Highlight Ich vermisse saure Gurken (Salzgurken) und Matjes. :(
    • Nelson Muntz 16.05.2018 11:29
      Highlight Highlight und Nordseekrabben, fränkisches Bier und deutsche Leberwurst!
    • maljian 16.05.2018 12:17
      Highlight Highlight Leberwurst 😍

      Fertig gemischter Quark mit Kräutern in verschiedenen Varianten.
    • Nelson Muntz 16.05.2018 13:47
      Highlight Highlight axantas: Die Fischtheke in italienischen Supermärkten ist auch jeweils herrlich. Hab deswegen eine Kühlbox mit Stromkabel gekauft :)
  • Donald 16.05.2018 08:25
    Highlight Highlight Und was ist mit den Produkten aus verschiedenen Asiatischen Ländern?
    • Nelson Muntz 16.05.2018 11:31
      Highlight Highlight Vielleicht damit man zu Hause etwas kochen kann, dass an die Ferien in Thailand, Bali, Goa usw. erinnern? Nicht alle Schweizer essen jeden Tag Rösti, Bratwurt und Kopfsalat.

Warum gibt es hierzulande keine Massenschiesserei? US-Satireshow zu Besuch in der Schweiz

Was können Amerikaner von der Schweiz lernen? Genau: den Umgang mit Waffen.

Zu diesem Zweck hat die Satiresendung «The Daily Show»  einen Reporter in die Schweiz geschickt. Obwohl der Besitz von Waffen in der Schweiz erlaubt ist, kommt es – verglichen mit den USA – zu praktisch keinen Zwischenfällen.

Wie aus dem Beitrag hervor geht, gab es in den Vereinigten Staaten seit 2012 mehr als 1900 Massenschiessereien. In der Schweiz ereignete sich ein solch tragischer Vorfall nur ein einziges Mal. …

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