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A Palestinian student tries to break the separation barrier during clashes with Israeli troops, who were on the other side of the wall, following a protest near the Al-Quds University in the West Bank village of Abu Dis, near Jerusalem, Wednesday, Oct. 28, 2015. (AP Photo/Majdi Mohammed)

Ein palästinensischer Student hämmert auf den Grenzzaun ein. 
Bild: Majdi Mohammed/AP/KEYSTONE

Eine Rückkehr zu mehr Nationalismus kann den Terror nicht bekämpfen – unser Fortschritt schon

Hightech-Mauern sind keine Lösung gegen den IS-Terror. Aber mit einem sinnvollen Einsatz von Hightech können wir unsere Ölsucht überwinden und so dem Terror seine wirtschaftliche Basis entziehen.



Wie können wir uns gegen den Wahnsinn des IS-Terrors schützen? Das ist die zentrale Frage nach dem Attentat von Paris, zumal befürchtet werden muss, dass weitere Anschläge folgen werden. Eine naheliegende Antwort lautet: Machen wir es wie Israel. Errichten wir unüberwindbare Mauern um unsere Länder und stocken die Polizeikräfte so auf, dass Terroristen allenfalls noch mit Messer und Auto attackieren können und die Schäden überschaubar bleiben.

«Anstatt Israel zu verteufeln, sollten wir die erfahrenen und gut trainierten Experten nach Europa bringen und gemeinsam eine kohärente Anti-Terror-Strategie entwickeln.»

Ayaan Kirsi Ali, «Wall Street Journal»

Aber was wären die Folgen einer «Von Israel lernen»-Lösung? Europa würde sich in eine gigantische «gated community» verwandeln. Jedes Land würde sich mit hohen, mit Hightech bestückten, undurchlässigen Mauern umgeben. Das Resultat kann man heute schon in Israel sehen. Die Menschen werden lückenlos auf Schritt und Tritt und in allen Lebenslagen überwacht. Israel wird immer mehr zu einer Dystopie im Sinne von Aldous Huxleys Roman «Schöne neue Welt».

epa04984186 Palestinian throw stones during clashes with the Israeli army in the West Bank city of Hebron, 19 October 2015. Israel wants to partially wall off and place obstacles in Arab sections of Jerusalem to hinder Palestinian access to predominantly Jewish areas after a wave of knife attacks. Israel's existing security wall, built in 2002, was built between East Jerusalem and the West Bank, outside the Israeli-drawn municipal boundary.  EPA/ABED AL HASHLAMOUN

Mit Steinschleudern gegen die Armee: jugendliche Demonstranten in Jerusalem.
Bild: ABED AL HASHLAMOUN/EPA/KEYSTONE

Europa als Hochsicherheitszone wäre ein wirtschaftliches Desaster

Die Mauerlösung würde also nicht nur eine massive Einschränkung unserer Freiheit und unserer Lebensqualität darstellen, sie hätte auch wirtschaftlich weitreichende und katastrophale Konsequenzen. Denn der freie Waren- und Personenverkehr ist zu einem zentralen Element der europäischen Wirtschaft geworden. All dies wäre gefährdet. Europa als Hochsicherheitszone wäre ein ökonomisches Desaster. Frankreich stellt sich bereits jetzt auf einen massiven Einbruch des Tourismus-Geschäftes ein.

Sehr viel intelligenter als die Mauerlösung ist es, die islamistischen Terroristen dort zu treffen, wo es wirklich weh tut, beim Portemonnaie. Ob IS oder Al Kaida, beide sind existenziell auf Einnahmen aus dem Ölgeschäft angewiesen. Der IS kontrolliert mehrere Ölfelder in Syrien und im Irak und erhält wohl auch Spenden von Gönnern aus Ländern am Persischen Golf.  

Ölsucht anstatt Energiewende

Unsere Ölsucht hält somit den islamistischen Terror im Geschäft. Allein die Schweiz gibt jährlich mehr als zwölf Milliarden Franken für den Import des schwarzen Goldes aus. Das müsste nicht sein. Dank dem Fortschritt auf dem Gebiet der nachhaltigen Energie und der Digitalisierung der Wirtschaft könnten wir grundsätzlich unsere Abhängigkeit vom Öl jetzt schon drastisch herunterschrauben und langfristig ganz überwinden.

In der Praxis geschieht das Gegenteil: Am schrillsten nach vermehrten Grenzkontrollen und einer Einschränkung des Flüchtlingsstroms rufen ausgerechnet diejenigen Kreise, die an unserer Abhängigkeit vom Öl festhalten wollen. 

Iraqi security forces and Shi'ite fighters take part during heavy fighting against Islamic State militants in Salahuddin province, March 4, 2015. Islamic State militants have set fire to oil wells in the Ajil field east of the city of Tikrit to try to hinder aerial attacks aimed at driving them from the oilfield, a witness and military source said. A police source in Salahuddin province, where Tikrit is located, said an eight-vehicle convoy of Islamic State insurgents attacked Iraqi forces at dawn on Thursday in al-Muaibidi area east of Alam. Picture taken March 4, 2015. REUTERS/ Mahmoud Raouf ( IRAQ - Tags: CIVIL UNREST MILITARY CONFLICT POLITICS)

Irakische Truppen kämpfen gegen den IS um ein Ölfeld bei Tikrit.
Bild: STRINGER/REUTERS

Bei den Waffenexporten wird weggeschaut

Ähnlich schizophren die Situation bei den Waffenexporten. Obwohl bekannt ist, dass auch Schweizer Waffen via Saudi-Arabien den Weg zum IS finden, wird eine Einschränkung der Waffenexporte hierzulande mit Zähnen und Klauen bekämpft. Dafür wird umso lauter bekräftigt, dass wir uns jetzt in einem Krieg mit dem islamischen Fundamentalismus befinden, obwohl diese Art von Kriegen in Afghanistan und dem Irak nicht wirklich erfolgreich waren.

Wir stehen damit vor einer paradoxen Situation: Einerseits gibt uns der technische Fortschritt die Möglichkeit, uns von unserer Ölsucht zu befreien und damit dem islamistischen Terror seine wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Gleichzeitig verhindert eine kurzsichtige Kriegsrhetorik und eine auf Mauerlösungen fokussierte, nationalistische Politik, dass diese Errungenschaften auch umgesetzt werden. Das kann nicht lange gut gehen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • fiodra 17.11.2015 08:11
    Highlight Highlight Der direkte Zusammenhang zwischen unserem gigantischen Ölkonsum und der Förderung des salavistischen Islam wird gerne und immer wieder übersehen. Saudi Arabien ist in diesem Zusammenhang zu nennen, und nicht Syrien. Von dort wird seit vielen Jahrzehnten ein rigider und rückwärtiger Islam exportiert und finanziert. Die Saat dieses Tuns ist schon längst in Form des jihadistischen Terrors aufgegangen, und immer noch will man nicht die Rolle von Saudi Arabien wahrnehmen, und damit von unseren Ölkonsum.
    5 1 Melden
  • atomschlaf 16.11.2015 23:38
    Highlight Highlight Auch wenn man die doch eher eigenwillige These von Herrn Löpfes, man könne den IS mittels Verzicht auf Erdöimporte aushungern, unterstützt, wäre eine entsprechende Strategie nicht zielführend. Eine signifikante Reduktion des Erdölverbrauchs dauert Jahrzehnte. Eine wirkungsvolle Strategie gegen den IS muss aber innert Monaten oder höchstens weniger Jahre Wirkung entfalten.
    4 6 Melden
    • trio 22.11.2015 12:20
      Highlight Highlight ah ja, also so Aktionen wie gegen Al Qaida und im Irak. Das ging alles sehr fix und die Probleme von damals sind gelöst. Das ist doch ein super Lösungsweg! Und auch so nachhaltig!
      0 1 Melden
    • trio 22.11.2015 14:02
      Highlight Highlight *Ironie off*
      0 0 Melden
  • per scientam 16.11.2015 21:35
    Highlight Highlight Ihrer Ansicht bezüglich Nahem Osten und Öl war bereits ein prominenter Deutscher SPD Politiker und Bundeskanzler.
    Er wollte eine Pipeline durch die Ostsee nach Russland bauen...

    Und ganz erstaunlich war, plötzlich gab es Ärger mit Russland als es ankündigte in Rubel das Öl handeln zu wollen. Venezuela, Lybien, Irak, Syrien, Persien wollten auch mal ihr Öl in der Landeswährung exportieren...

    Viele "Erneuerbare Energien" sind Halbleitertechnologien. Die brauchen auch Rohstoffe:
    Lithium? Kupfer? Gold? Germanium?
    Seltenen Erden (fast ausschliesslich China)...
    Ist nur Probleme verschieben...


    2 2 Melden
    • trio 22.11.2015 14:09
      Highlight Highlight naja, die wenigsten erneuerbaren Energieformen sind meines Wissens Halbleitertechnologien.
      0 0 Melden
  • majora 16.11.2015 19:57
    Highlight Highlight ich frage mich ja, was die regierung über dieses thema alles weiss. das ist nur die spitze des eisberges.
    3 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 16.11.2015 20:59
      Highlight Highlight Welche Regierung über welches Thema?
      3 0 Melden
  • Pano 16.11.2015 19:22
    Highlight Highlight Schöngeistiges Geschwätz.
    Fakt #1: Der Terrorismus muss JETZT bekämpft werden, sonst
    eskaliert er, der Einsatz der Atombombe ist nur ein Frage der Zeit.
    Fakt #2: Verbarrikadieren ist defensiv und bietet keinen echten Schutz.
    Fazit: Massive konzertierte Militär- (Boden-) Aktion von Nato + Russland, um die ganzen Region nachhaltig von Extremisten zu säubern.
    Der islamische Klerus (im Iran, Saudi-Arabien etc.) muss ultimativ angehalten werden, den Koran zu entrümpeln, sonst wird er interniert.
    Flüchtlinge schnellstens in ihre Heimat zurückführen.
    Finanzierung der Aktion = Oel!
    10 37 Melden
    • icarius 16.11.2015 22:16
      Highlight Highlight Ihres hingegen ist einfach nur Geschwätz, weder schön noch geistreich.

      "Die Region nachhaltig von Extremisten zu säubern." - Hat man genau gleich schon 2001 in Afghanistan gesagt. Schon mal bedacht, dass wir es hier mit einem globalen Phänomen zu tun haben, das sich abseits von Nationalstaaten orientiert?

      Der islamische Klerus in SA muss "ultimativ angehalten werden, den Koran entrümpeln" - Und wieso würden Extremisten plötzlich auf uns hören?
      9 1 Melden
    • Alex23 17.11.2015 08:22
      Highlight Highlight Panos Säuberungsaktionsidee ist, icarius hat recht, auf der Geschwätzebene nicht mal schöngeistig. Das sind die Allmachtsphantasien, die wir von den Amis schon zur Genüge gehört haben. Und die bisherigen Resultate solcher Militärinterventionen kennen wir auch. Irak und Afghanistan lassen grüssen.
      8 0 Melden
  • CreatorsWolf 16.11.2015 18:55
    Highlight Highlight Der Ressourcenkrieg des Westen hat das Übel geschaffen und jetzt wird es genährt von unseren bestehende Nachfrage. Oder denken sie tatsächlich es geht um Werte in diesem Krieg gegen den Terror?
    10 12 Melden
    • Toerpe Zwerg 16.11.2015 19:57
      Highlight Highlight Selbstverständlich geht es im Krieg gegen den Terror auch um Werte, oder was glaube Sie, welche "Werte" gelten würden, wenn der IS Erfolg haben sollte mit seinem globalen Anspruch?
      9 4 Melden
    • CreatorsWolf 16.11.2015 22:29
      Highlight Highlight Dann erklären Sie mir, welche Werte Bush verfolgte als er den Irak und Afghanistan angriff und denn Grundstein für die heutige Situation legte? Aber wenn Russland in Syrien interveniert geht es plötzlich deren Eigeninteressen.
      2 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 16.11.2015 23:10
      Highlight Highlight War vorherzusehen, dass sie das "auch" uebersehen werden. Ausserdem habe ich zuerst eine Fage gestellt.
      2 2 Melden
  • atomschlaf 16.11.2015 18:04
    Highlight Highlight Eine Rückkehr zum Nationalismus und zu innereuropäischen Grenzen wäre in der Tat eine schlechte Lösung. Eine sichere EU- oder Schengen-Aussengrenze ist aber die einzige Chance und notwendige Voraussetzung um einen Rückfall in genau diesen Nationalismus zu verhindern!
    17 6 Melden
    • Amboss 16.11.2015 20:24
      Highlight Highlight Wo ist das Problem an innereuropäischen Grenzen?
      Es ist nicht schlecht, wenn alle paar Hundert Kilometer mal eine staatliche Stelle schaut, wer sich da so auf der Straße rumtreibt...

      Handel und das Reisen wird ja nicht wirklich eingeschränkt...
      5 8 Melden
    • atomschlaf 16.11.2015 23:44
      Highlight Highlight @Amboss: Die bei systematischen und gründlichen Grenzkontrollen resultierenden Wartezeiten an den Grenzen würden Handel und Reisen massiv einschränken. Vergiss' nicht, dass schon vor Inkrafttreten des Schengen-Abkommens schon lange nicht mehr systematisch kontrolliert wurde.
      Auch ist es in der gegenwärtigen Situation wenig sinnvoll, wenn jedes einzelne Land mit grossem Aufwand Grenzsicherungsanlagen erstellt. Es ist sinnvoller und auch wirtschaftlicher, gemeinsam für eine möglichst gute Sicherung der Aussengrenze zu sorgen.
      4 0 Melden
    • Amboss 17.11.2015 07:53
      Highlight Highlight @Atomschlaf:
      - Es sagt ja niemand, dass man systematische und gründliche Grenzkontrollen machen MUSS. Wie sie richtig sagen, war dies schon vorher nicht der Fall. Aber es ist doch richtig, wenn man solche machen KANN, ohne sich fast des Vertragsbruchs schuldig zu machen, wenn es die Situation erfordert.

      - Finden sie es nicht ein bisschen absurd, gegen Nationalismus zu sein und gleichzeitig für eine gute Sicherung der Schengen-Aussengrenze zu sein?
      Sorry, was die EU betreibt ist Nationalismus pur. Dieses "einigeln", "wir drin, die draussen", genau das ist doch Nationalismus.
      2 2 Melden
  • Adremos 16.11.2015 17:42
    Highlight Highlight Schon eine arg vereinfachte Ansicht zur Lösung des Problems. Terrorismus wird es wohl immer geben (manchmal mehr, manchmal weniger, man denke an die IRA , ETA, FARC) ob nun finanziert durch Öl, Spenden, Erpressung, etc. etc.

    Am Erfolgreichsten die Gefahr von Terrorismus klein zu halten wäre es wohl den Menschen Perspektiven zu geben und Möglichkeiten zu eröffnen, so dass sie etwas in Ihrem Leben haben für das es sich lohnt zu Leben!!!

    Mauern bauen gehört für mich jedoch eher weniger dazu....
    21 3 Melden
    • trio 16.11.2015 18:25
      Highlight Highlight Es ist klar das nicht nur eine Massnahme die Lösung bringt. Waffenexporte wurde im Bericht ja auch angesprochen. Verzichten auf Öl wäre ein Schritt in die richtige Richtung, nicht nur in Bezug auf den IS. Ölförderung ist praktisch immer mit Unterdrückung der Bevölkerung und/oder Umweltverschmutzung verbunden. Also Nährboden für Armut und Extremismus.
      12 4 Melden
    • poga 16.11.2015 18:37
      Highlight Highlight Ich denke eine Mauer sollte man bauen. Nämlich die "Null Toleranz gegenüber dem Terrorismus" Mauer. Ich habe hier seit Samstag viele Kommentare gelesen dass man Flüchtlinge/Islam nicht mit Terror gleichsetzen sollte. Das ist auch meine Meinung. Aber es wäre einmal an der Zeit konsequent zu den eigenen Werten zu stehen. Dem Terror ein Gesicht zu geben und diesen bekämpfen. (Ausschaffungen, Wegsperren etc.) Das wäre die Mauer die ich fordere.
      11 7 Melden
    • per scientam 16.11.2015 21:55
      Highlight Highlight Unterdrückung der Bevölkerung?
      Überall auf der Welt wird die Bevölkerung vom Staat unterdrückt.
      Auch hier in der Schweiz empfinden viele den Staat als Unterdrückung.
      Die Medien suchen sich immer eine Gruppierung aus um ihre Politische Spiele zu treiben...
      Meine Erfahrung: Medienbericht und vor Ort sein ist komplett was anderes.

      Und nicht vergessen: in den vielen Ressourcenexportierenden Staaten ist die Bevölkerung Steuerfrei, da sich der Staat mehrheitlich aus dem Export finanziert. Keine Lizenzen, Gebühren, MwSt, Tabaksteuern, Einkommenssteuern... Wir arbeiten sehr viel für den Staat...
      2 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 16.11.2015 16:56
    Highlight Highlight Die beste Lösung wäre es die Avengers zu benachrichtigen. 😜
    30 8 Melden
  • Alex23 16.11.2015 15:55
    Highlight Highlight Bin sonst wahrhaftig nicht immer mit Löpfes Schreibe einverstanden, aber wo er recht hat, hat er recht.
    Unsere Doppelmoral besteht darin, dass wir die hofieren, die an dieser IS-Misere nicht ganz unbeteiligt sind. Nehmen wir die Saudis. Welcher westliche Politiker hat denen nicht schon die Hand geschüttelt? Dabei ist klar, dass die a) ihren Reichtum dem Öl verdanken und b) im Hintergrund bei der IS -Finanzierung zumindest partiell mitbeteiligen sind.
    Mit der Abkehr vom Öl graben wir denen langfristig das Wasser ab. Die Bevölkerung hat sowieso vom Ölreichtum immer nur nur marginal was gehabt.
    62 5 Melden
    • poga 16.11.2015 18:42
      Highlight Highlight @alex23 bin eigentlich irgendwie mit Dir einverstanden. Angesprochen auf das Hofieren gibt es da einen kleine Hacken. Nämlich dass wenn die Schweiz sich nicht abschotten möchte, dieses leider dazugehört. Das kann man drehen wie man möchte. Schlussendlich gehört zu einer globalisierten Welt auch das gegenseitige Hofieren das Abnehmen von anderen Staatsbürgern und auch vom Terror. Die Frage stellt sich ob man sich da eventuell doch ein wenig abschotten möchte oder ob man das einfach als gegeben hinnimmt.
      4 1 Melden
    • per scientam 16.11.2015 22:38
      Highlight Highlight Keiner der Jungen Generation, auch in der Schweiz, kann etwas für die Situation dort.
      Wer von euch weiss, dass Assad und Hussein der Baath-Partei angehören? Sprich den Arabischen Sozialisten?

      Wer anfängt über das Thema zu lesen, wird feststellen dass dort mit Ideologien und Interessen herumgewurstelt wurde... Und alle Medien das Spiel genauso mitmachten...

      Wenn wir (die Jungen), mit den gleichen Ideologien weitermachen wird es kein Ende nehmen...

      Gesetze sollten keiner Ideologie (Sozialismus, Religion, Neoliberalismus) dienen, sondern einfach die Bedürfnisse der Bevölkerung abbilden.



      0 3 Melden
  • zombie woof 16.11.2015 15:50
    Highlight Highlight Nationalismus hat noch nie was gebracht und wird auch nie etwas bringen, schon gar nichts Vernünftiges. Mauern schränken nicht nur den visuellen, sondern auch den geistigen Horizont ein. Um vom Oel wegzukommen braucht es Jahre, schon nur deshalb, weil uns das Oel ein sehr bequemes Leben ermöglicht. Machen wir uns nichts vor, wenn wir ein einigermassen sicheres Leben wollen, muss das IS Krebsgeschwür weg, daran führt kein Weg vorbei.
    24 13 Melden
    • trio 16.11.2015 18:01
      Highlight Highlight Die Frage ist wie?
      6 0 Melden
    • _kokolorix 16.11.2015 18:16
      Highlight Highlight natürlich müssen die verschwinden, keine frage. nur über das wie müssen wir uns noch einig werden.
      nachdem die grössten armeen dieser welt grandios gescheitert sind, müssen wir uns wohl oder übel von der bequemen bombenabwurf strategie verabschieden.
      bloss wer ist bereit das einzugsgebiet des is dorf für dorf, stadt für stadt zu erobern? die usa bestimmt nicht, die wissen ganz genau was für eine unglaubliche opferzahl das fordern wird. europa? keine chance, die kriegen noch nicht einmal ein basiscamp zustande. bleiben noch die russen. aber wollen die das?
      4 1 Melden
    • zombie woof 16.11.2015 19:25
      Highlight Highlight Das geht nur mit Bodentruppen. Man kann die Situation schlecht mit Afghanistan vergleichen, denn dort waren es Einheimische die auf eigenem Boden gekämpft haben, der IS hat kein "eigenes Land" und kennt sich in gewissen Gebieten sehr schlecht aus.
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 16.11.2015 15:38
    Highlight Highlight Ich frage mich ja warum der IS die Ölfelder überhaupt betreiben kann? Wäre es nicht ein leichtes diese anzugreifen? Okey, Umwelttechnisch sicher nicht die beste Lösung, aber irgendwie müsste man ja gegen diesen Ölhandel vorgehen.
    Waffen landen über Länder wie Saudi Arabien in den Händen der Terroristen, aber wir machen munter weiter mit ihnen Geschäfte und nennen sie unsere Verbündeten. Totaler Schwachsinn!
    38 2 Melden
  • simiimi 16.11.2015 15:33
    Highlight Highlight Der im Artikel beschriebene 'No Weapons, No oil=No IS" Ansatz tönt zwar schön, ist aber woh genau so wenig hilfreich und nachhaltig wie die nun verlangten Grenzkontrollen.
    In Tat und Wahrheit ist es doch vielmehr so, dass unsere Gesellschaft nur noch fähig ist, auf eine solche Attacke mit dem Hinhalten der anderen Backe zu reagieren. Da darf man sich dann über Prügel nicht wundern...
    23 23 Melden
    • phreko 16.11.2015 15:45
      Highlight Highlight Deine Lösung? Alles niederbomben und bei uns KZ's für alles was islamistisch aussieht, damit man es unter kontrolle hat?
      24 9 Melden
    • simiimi 16.11.2015 16:42
      Highlight Highlight Nein, aber genau solch defätistische Äusserungen wie die Ihrige bestätigen das Argument in meinem ursprünglichen Kommentar
      15 4 Melden
    • phreko 16.11.2015 17:44
      Highlight Highlight Stimmt, du lehnst alles ab. Nur löst sich das Problem nicht in Luft auf.
      2 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • bobi 16.11.2015 15:25
    Highlight Highlight Interasaanter Artikel. Jedoch ist ein Land ohne Einnahmen am Boden zerstört und dies trifft unter anderem auch die unschuldige Bevölkerung.

    Zudem ist eine wirtschaftliche perspektivlosigkeit Nährboden für Extremisten...
    24 6 Melden
    • trio 16.11.2015 18:03
      Highlight Highlight die Bevölkerung profitiert am wenigsten von all dem Öl!
      1 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 16.11.2015 15:12
    Highlight Highlight Alles klar. Wenn wir die Energiewende in der Schweiz umsetzen, geht es dem IS finanziell an den Kragen und er implodiert.

    FATF zur Finanzierung des IS: http://www.fatf-gafi.org/media/fatf/documents/reports/Financing-of-the-terrorist-organisation-ISIL.pdf

    Es darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass das direkte Einkommen des IS aus Verkäufen von fossilen Brennstoffen an die Schweiz sich auf exakt CHF 0 (null) beläuft und die indirekten Effekte einer Energiewende in der Schweiz auf das Einkommen des IS nicht messbar wären.

    37 22 Melden
    • Toerpe Zwerg 16.11.2015 15:31
      Highlight Highlight Meist freue ich mich ja über viele Blitze, aber wieso wird hier geblitzt?
      15 10 Melden
    • Alex23 16.11.2015 15:45
      Highlight Highlight Ich glaube die Blitze für dich haben damit zu tun, dass die Aussage von Löpfe sich nicht nur auf die Schweiz und deren Erdölkonsum bezogen hat, wie du suggerierst.

      Woher haben denn die Saudis ihr Geld? Vom Kamele verkaufen?
      Die finanzieren wie man weiss im Hintergrund auch den IS.
      Wenn alle hoch entwickelten Länder andere Energiequellen favorisieren würden (durchaus denkbar und auch machbar, würde man nur wollen), dann hätte das durchaus Auswirkungen auf deren Macht und Einfluss. Und IS bekäme das zu spüren.
      31 4 Melden
    • DerWeise 16.11.2015 15:47
      Highlight Highlight Du hast die (Watson-) Kommentar Sünde Nr. 1 begangen:
      Mit Fakten gegen eine von Watson aufgestellte Hypothese argumentiert. No-go ;)
      25 33 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 16.11.2015 15:02
    Highlight Highlight Hoi Philipp (Ich bin neu hier.) Wieso sollte mehr Nationalismus schlecht sein? Nationalismus bedeutet doch nicht einfach alles einmauern und totale Abschottung. Dies zu behaupten ist doch populistisch. Oder nicht? Wie soll eine Integration und Assimilation bei einer immer grösseren Menge möglich sein? Dass Gegenteil passiert doch. Müssen wir jetzt Abstriche bei unserer Freiheit (Überwachung) einfach hinnehmen, weil wir so human waren? Könnten wir nicht theoretisch alla AKWs bis auf Leibstadt (das Neueste) abschalten, wenn wir etwa 35%-45% weniger Menschen in der Schweiz wären?
    36 50 Melden
    • Tsunami90 16.11.2015 15:19
      Highlight Highlight 45% Weniger Bevölkwrung? Aha und wer darf bleiben? Wer muss gehn?

      Ich stimme dem Artikel voll und ganz zu. Geopolitisch tendiert unser Interesse für den Nahen Osten gegen null, wenn da nicht das Oel wäre. Wird dem Terrorismus die finanzielle grundlage entzogen, ist das die effektivste Bekämpfung.
      28 20 Melden
    • saukaibli 16.11.2015 15:25
      Highlight Highlight Nationalismus bedeutet immer Ausgrenzung, Egoismus, Intoleranz, was genau davon soll den nicht schlecht sein? Oder anders gefragt: Gib mir ein einziges Beispiel, wann Nationalismus irgendwann in der Geschichte der Menschheit etwas Positives bewirkt hat. Ich kenn mich gar nicht so schlecht aus in Geschichte, aber alles was ich gesehen habe, hat Nationalismus immer zu Krieg, Unterdrückung, Ausbeutung und unendlichem Leid geführt. Aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren.
      40 17 Melden
    • Kookaburra 16.11.2015 15:42
      Highlight Highlight @saukaibli Wie wärs mit der Unabhängigkeitserklärung der USA und der Französischen Revolution ---> und derdadurch entstandenen Volksouveränität? Errungenschaften oder nur Auslöser für Ausbeutung und Unterdrückung?
      10 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 16.11.2015 14:43
    Highlight Highlight Ich habe einfach mit Aussagen a la mittels "Energiewende lässt sich Terrorismus bekämpfen".

    Erstens: Selbst wenn man mit vollem Eifer daran geht. Bis unser Ölverbrauch sich merklich reduziert, vergehen mindestens 20, 30 Jahre. Mauern sind schneller gebaut.
    Zweitens: Solarpanels kann man nicht aus Holz schnitzen. Auch die benötigen Rohstoffe. Terroristen sind äusserst geschickt, dann mischen sie halt auf anderen Rohstoffmärkten mit.

    Klar. Wir müssen unsere Ölsucht überwinden. Die Energiewende soll kommen. Aber solche gewagten Aussagen wie in diesem Artikel soll man bitte besser sein lassen...
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    • Tsunami90 16.11.2015 15:15
      Highlight Highlight 20 bis 30 jahre um vom Öl wegzukommen? So ein Seich! In der Theorie könnten wir morgen öl frei sein. Den Öl als energieträger zu verwenden ist eine entscheidung die wir täglich aufs neue treffen. Klar knall auf fall umstellen macht keinen Sinn. Niemand will das die Wirtschaft zusammenbricht. Aber wenn die Politik bestimmen würde: Ab 2017 werden keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen.... eh voila!
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    • saukaibli 16.11.2015 15:26
      Highlight Highlight "Mauern sind schneller gebaut." OK, aber dass Mauern vollkommen nutzlos sind in der jetzigen Situation müsste auch noch dem Allerdümmsten einleuchten, oder?
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    • demokrit 16.11.2015 15:32
      Highlight Highlight Wie heizen Sie? Ölheizungen können in der realen Welt nicht einfach von heute auf morgen umgebaut werden.
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  • Quool-Puut 16.11.2015 14:31
    Highlight Highlight Und Waffen aus den Balkan-Kriegen werden in Brüssel an Terroristen verkauft.
    http://uk.reuters.com/article/2015/11/16/uk-france-shooting-belgium-guns-insight-idUKKCN0T505120151116
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«Angriff auf den Rechtsstaat!» – «Lügenkampagne!»: Das grosse Streitgespräch zur SBI

Am 25. November stimmen wir über die Selbstbestimmungs-Initiative (SBI) der SVP ab. Auf der watson-Redaktion trafen sich Initiativ-Gegnerin Laura Zimmermann von der Operation Libero und Jung-SVP-Präsident Benjamin Fischer zum hitzigen Schlagabtausch – und schenkten sich nichts.

«Direkte Demokratie vor gierigen Grosskonzernen!» Mit dieser Parole trat die Junge SVP auf dem Bundesplatz auf, als die Economiesuisse gegen die SBI warb. Herr Fischer, sind Sie im Herzen ein Jungsozialist?Benjamin Fischer: Nein, natürlich nicht. Wir wollten aufzeigen, wessen Interessen die Economiesuisse hier wirklich vertritt. Es sind jene der internationalen Grosskonzerne, deren Spitzen eigentlich nichts mehr mit der Schweiz zu tun haben und demzufolge auch kein Verständnis für die …

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