International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Actress Claire Foy holds her award for Best Actress, TV Series - Drama for

Doppelt ist besser: «The Crown» gewinnt die Trophäen für die beste Serie und die beste Darstellerin (Claire Foy). Bild: HANDOUT/REUTERS

«The Crown» ist eine verfluchte Netflix-Droge. Pardon, die beste Serie der Welt



Die Queen hat bei den Golden Globes alle ausgestochen. «Stranger Things», «Westworld» und «Game of Thrones» hatten keine Chance. «The Crown», die bisher teuerste Netflix-Produktion, wurde zur besten TV-Serie gekürt. Echt jetzt? Spinnen die in Hollywood? Sind die alle auf «Downton Abbey»-Entzug? Was ist los? Und war die Queen eigentlich jemals was anderes als die reichste Grossmutter der Welt? War die mal interessant?

«The Crown» Claire Foy

Sun, Fun und Philip (Matt Smith): Das Leben der Queen (Claire Foy), bevor sie Queen wurde. Bild: Netflix

Oh ja! Elizabeth II. war in jungen Jahren tatsächlich ein Sexsymbol ihrer Zeit. Sie teilte sich mit Marilyn Monroe den Jahrgang 1926 und ein paar äusserliche Merkmale, sie war mit 1,63 Metern drei Zentimeter kleiner als Monroe, hatte eine schmale Taille, eine wahrnehmbare Oberweite und vom Reiten schöne Beine. Männer nannten sie «hot».

Dies wäre nun alles vollkommen unwichtig, wenn es darum ginge, die Verdienste der Queen zu würdigen, es hätte in dem Zusammenhang sogar ausnehmend nichts zu suchen. Aber es hilft ein wenig, die irrsinnige Begeisterung zu verstehen, die Elizabeth zuflog, als sie mit nur 25 Jahren Königin wurde.

«The Crown» Claire Foy

So sah es dann bei der Krönung aus. Bild: Netflix

Denn die Queen – und das zeigt der Netflix-Hit «The Crown» sehr schön – war nicht einfach eine Königin, sie war die erste TV-Königin. Sie war die schöne junge Frau, deren Krönung mit einem Schlag  27 Millionen (und dies nur in Grossbritannien) Menschen schauten. Es war der Tag, der das Fernsehen zum Massenmedium und Elizabeth in der ausgemergelten Nachkriegswelt zur Lichtgestalt machte. Und es war – neben ihren Pferden – der grösste Exzess, den sich die strenge, selbstkritische Elizabeth erlaubte.

«The Crown» Claire Foy

Ganz normale Momentaufnahme einer Queen. Bild: Netflix

Ihre Bildung schätzte sie damals selbst als unzulänglich ein, ihre Reden wirkten immer etwas überdiszipliniert und steif. Hinter den Kulissen traf sie im Namen der Krone Entscheidungen – auch gegen ihre Nächsten –, die man nur kaltherzig nennen kann. Aber gemeinsam mit dem Bildmedium Fernsehen schaffte sie es, als Erscheinung zu glänzen und vieles zu überstrahlen. Was für eine Virtuosin der Eigen-PR.

Und was für eine Steilvorlage für eine perfekt berechnete Serie. Ein klassischer Netflix-Algorithmus-Coup. Irgendwo zwischen Rosamunde Pilcher und «House of Cards». Und: nach vielen wahren Geschichten. Tatsächlich sind die fiktionalen Ausschmückungen der Wahrheit sehr spärlich gesetzt. Der Schmuck besteht in den Bildern: Schlösser, Zeremonien, Weltreisen, Bälle, die Krone ... 

«The Crown» Claire Foy

John Lithgow (er war mal ein genialer Psychopath in «Dexter») ist Winston Churchill.  Bild: Netflix

Erfunden hat «The Crown» der Brite Peter Morgan. Er kennt seine Königin bestens, er hat über die viel ältere Elizabeth bereits einmal ein Drehbuch geschrieben, Stephen Frears hat es verfilmt, Helen Mirren gewann dafür ihren Oscar, es hiess «The Queen». Morgan bewegt sich geschickt zwischen Anbetung und Sarkasmus, zwischen amerikanischem Pathos und britischer Sprödheit.

«The Crown» ist ein vollendetes Produkt. Wie die Queen selbst. Es haben sich da zwei getroffen. Und was für «Game of Thrones», «Westworld» und «Stranger Things» schon länger gilt, das gilt auch hier: Das Resultat ist eine verfluchte Droge.

Die 63 grossartigsten Bilder der Rekordqueen, die du mindestens einmal in deinem Leben gesehen haben musst

 

Das könnte dich auch interessieren:

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sir Eau Tonin 11.01.2017 07:32
    Highlight Highlight Na ja, eine ziemlich gut gemachte Serie. Aber bis auf John Lithgows Leistung eigentlich nur sehr aufwändiger Durchschnitt.
  • palito 11.01.2017 02:01
    Highlight Highlight sorry @Simone. ich kann mich leider nicht deinem enthusiasmus anschliessen. zwar glänzt die serie durch tolle bilder und kostüme. aber auch durch schwaches schauspiel. keine spannung, keine charakteren, kein tiefgang. ganz nah bei rosamunde pilcher. lichtjahre von "House of Cards" entfernt. seichte unterhaltung. mehr nicht.
  • Posersalami 10.01.2017 21:44
    Highlight Highlight Ich hab mehr zufällig auf Netflix mal rekngesehen und dann nach 4 Tagen die erste Staffel durchgesehen 😅 Sehr gut gemacht!
  • SVARTGARD 10.01.2017 20:45
    Highlight Highlight Simone muss das sein.😆
  • Sumsum 10.01.2017 20:12
    Highlight Highlight Ich hab mir the Crown auch gegeben. Gut gemacht, viel Aufwand. Natürlich wegen dem hohen Budget auch kein Wunder.
    Ein nette "Geschichtsstunde" für jene die wie ich keinen blassen von der UK Geschichte haben.
    Danach hab ich gleich weitergemacht mit Nachsitzen und mir die Serie Victoria reingezogen. Die war viel spannender und da ging die Post bzw. Queen viel mehr ab als bei Crown. Und das bei deutlich geringerem Budget.

    Beste Serie ? Ist doch wie mit Wein, entweder es schmeckt oder eben nicht.
    • Simone M. 11.01.2017 09:23
      Highlight Highlight «Victoria» hab ich auch sehr geliebt. Ist aber insgesamt sehr viel soapiger geschrieben. Was mich selbstverständlich gar nicht stört...
  • Raembe 10.01.2017 19:53
    Highlight Highlight Hab mir neulich paar Episoden gegönnt, scheint gut gemacht aber hat mich einfach nicht gepackt. Bisher hat mich auch keine Serie wie GoT gepackt. Ok, OA und Stranger Things sind auch verdammt gut.
  • Luca Brasi 10.01.2017 19:05
    Highlight Highlight Schon noch interessant. Eine Serie über das royale Oberhaupt Großbritanniens erntet Beifall in den USA, die sich einst genau von diesem Königreich losgesagt haben. Man könnte meinen in Hollywood können es die Leute kaum erwarten wieder Untertanen zu sein. Der arme General Washington rotiert gerade im Grab.

    Ach ja, lang lebe die Republik! ;)
    • Simone M. 11.01.2017 09:26
      Highlight Highlight Ich hab auch gestaunt. Ich hätte den Preis ja «Westworld» gegeben. Aber wahrscheinlich hat Amerika gerade viel Sehnsuch nach einem verlässlichen und einigermassen braven Menschen an der Spitze ... Und «Westworld» dekonstruiert den Mythos Western, das hätte dann wieder Gefühle verletzt.
  • Theor 10.01.2017 18:14
    Highlight Highlight Habe den Artikel zwar gelesen, aber nicht wirklich eine Ahnung, was mich nun da erwartet? Dass sie alles abräumt und sogar GoT, HoC oder BBT hinter sich lässt, ist beeruckend! Aber warum sie das dann tut, habe ich irgendwie nicht wirklich verstanden. Kann mich jemand aufklären?
    • Thanatos 10.01.2017 18:38
      Highlight Highlight Das hab ich mich auch gefragt. Am besten schauen wir mal ne Episode. Dann wissen wir Bescheid ^^
  • Calvinandboby 10.01.2017 17:55
    Highlight Highlight Besser als Braking Bad? Ich denke mit Action orientierten Serien wie Game of Thrones oder Westworld lässt sie sich kaum vergleichen.
    • zeromg 10.01.2017 18:14
      Highlight Highlight Die Auszeichnung "Beste Serie" ist Genre unabhängig. Somit ist es also doch möglich die Serien zu vergleichen.
    • Hoppla! 10.01.2017 19:29
      Highlight Highlight Schwierig. Fondue oder Steak. Beides lecker, aber auch nicht zu vergleichen.

      The Crown fand ich gut, aber mich hat es nicht so extrem gepackt.
    • Pana 10.01.2017 19:42
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass Breaking Bad zur Auswahl stand.

    Weitere Antworten anzeigen

Bran, der Nachtkönig? 12 «Game of Thrones»-Fantheorien, die absolut Sinn ergeben

Seit die siebte Staffel von «Game of Thrones» vor fast zwei Jahren endete, hatte die unterversorgte Fangemeinschaft jede Menge Zeit, um sich die absurdesten Theorien zur Serie auszudenken. Und während Staffel 8 jetzt endlich in den Startlöchern steht und das Westeros-Epos mit ihr ein Ende nehmen wird, wollen wir doch mal sehen, was zwei Jahre Brainstorming so hervorgebracht haben.

Wir haben das Internet durchkämmt und absurde, aber gleichzeitig absolut plausible Fantheorien zu «Game of …

Artikel lesen
Link zum Artikel