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Dieser Läufer hatte weniger Glück. Die Kampfbullen können bis zu 600 Kilogramm schwer werden.  Bild: EPA/EFE

Stierrennen in Pamplona fordert Verletzte 

09.07.18, 02:10 09.07.18, 07:02


In Pamplona heisst es wieder: «Fiesta!» Trotz zunehmender Kritik lockt die Stierhatz weiter Menschen aus aller Welt nach Nordspanien. Um mit den Kampfbullen durch die engen Gassen zu rennen, nehmen sie Hornstösse und Prellungen in Kauf.

Trotz der Gefahr von Verletzungen haben im nordspanischen Pamplona wieder Hunderte Einheimische und Touristen am traditionellen Stiertreiben teilgenommen. Zum Auftakt waren dabei am Samstag vier Menschen verletzt worden, am Sonntag mussten sich weitere vier Läufer vor allem wegen Prellungen behandeln lassen.

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Bisher sei aber nur ein Teilnehmer auf die Hörner genommen worden, berichteten spanische Medien. Es handle sich um einen 38-jährigen Spanier, der bei der ersten Hatz am Samstag von einem der Tiere aufgespiesst und am Hintern verletzt worden sei.

Trotz strömenden Regens verfolgten am Sonntag wieder Tausende Schaulustige das Spektakel, zu dem die Teilnehmer traditionell weisse Hemden und rote Halstücher tragen. Viele Ausländer hatten Balkone angemietet, um einen guten Blick auf das bunte Treiben zu haben.

Das erste Rennen in voller Länge. Laut Medienberichten war es mit nur zwei Minuten und 37 Sekunden extrem schnell zu Ende. Video: YouTube/Juan Lara Guido

Bei den Mutproben der waghalsigen Läufer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende verletzt. Den letzten Toten gab es im Jahr 2009.

Fernsehen überträgt live

Die Stierläufe im Rahmen des «Sanfermines»-Festes werden immer live im Fernsehen gezeigt. Bis zum 14. Juli werden täglich am frühen Vormittag sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere Leitochsen für die Stierkämpfe am Abend in die Arena gejagt.

Das erste Rennen war laut Medienberichten mit zwei Minuten und 37 Sekunden extrem schnell, das zweite ging erst nach zwei Minuten und 56 Sekunden zu Ende.

Proteste im Vorfeld

Auch in diesem Jahr protestierten Tierschutzgruppen vorab gegen die Veranstaltung. Aktivisten der Organisationen Peta und Anima Naturalis hatten sich vergangene Woche mit Stiermasken vor dem Rathaus postiert und Plakate unter anderem mit der Aufschrift «Stoppt Stierkämpfe» in die Höhe gehalten.

Sie zündeten bengalische Lichter und erzeugten roten Rauch, der das Blut der rund 20'000 Stiere symbolisieren sollte, die jährlich in Spanien in den traditionellen Veranstaltungen getötet werden. Über Pamplona schrieb auch der US-Schriftsteller Ernest Hemingway in seinem Roman «Fiesta» (1926).

(sda/dpa/vom)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fastlane 09.07.2018 13:22
    Highlight Ich war mal da, ist eine richtig coole Sache und eine schöne Tradition. Nicht ungefährlich, das stimmt, aber ein bisschen Nervenkitzel gehört dazu.
    3 5 Melden
  • Neuromancer 09.07.2018 12:08
    Highlight Nicht jede Tradition hat es verdient zu überleben, die Stiere jedoch schon.
    Liebes Spanien: Bitte den Kalender prüfen. Wir sind tatsächlich schon im 21. Jahrhundert angelangt...
    9 3 Melden
  • Tugium 09.07.2018 10:52
    Highlight Die armen Tiere. Ich mags jedem gönnen der dabei verletzt wird😡🤮
    8 2 Melden
  • Graustufe Rot 09.07.2018 08:32
    Highlight Kein Mitleid mit Tierquäler. Tradition hin oder her.
    27 4 Melden
  • Waedliman 09.07.2018 08:19
    Highlight Nicht jede Tradition verdient es, zu überleben. Dieses Spektakel ist grässlich und unwürdig und jeder, der dabei mitmacht, in meinen Augen ein Idiot.
    34 4 Melden
  • DerSimu 09.07.2018 07:54
    Highlight Ich weiss nicht, was dämlicher ist, die Tradition selber, oder NACKT dagegen zu demonstrieren. Beides hirnverbrannt, wenn ihr mich fragt.
    16 10 Melden
  • BÄÄÄM 09.07.2018 06:05
    Highlight Oh gut, ich dachte schon das Tier hätte sich verletzt. Dann ist ja gut.

    #TeamStier
    83 3 Melden
    • Linksgrün-versiffter Gutmensch 09.07.2018 09:52
      Highlight @Mikee

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sanfermines

      "Nach dem Eintreiben haben die sechs ausgewachsenen Kampfstiere genau zehn Stunden Zeit, um sich am selben Abend in der Stierkampfarena der Mannschaft der Matadoren nach altem Ritual in einem Todeskampf zu stellen. Der Kampf endet für den Stier meistens tödlich."
      14 0 Melden
  • Mr.Peanutbutter 09.07.2018 05:51
    Highlight Blödsinnige tradition
    58 7 Melden

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