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Auf diese 10 Arten bekämpfen Städte weltweit das Verkehrschaos

Pendeln ist ein Gesundheitsrisiko. Die tägliche Fahrt zur Arbeit wird ab einer bestimmten Dauer zur Belastung für Körper und Psyche. Weltweit suchen Städte nach Wegen aus dem Stau - oft mit Erfolg.

Nicolai Kwasniewski



epa05128816 Numerous vehicles are stuck in traffic jam on a street at Dhanmondi in Dhaka, Bangladesh, 27 January 2016. A lack of skilled drivers and traffic police, a faulty traffic signal systems and the huge amount of vehicles are regarded as the main reason for traffic congestions which create daily sufferings for commuters in the capital. According to a study by Chartered Institute of Logistics and Transport (CMILT), traffic jams are responsible for taking away 8.15 million of people's working hours every day.  EPA/ABIR ABDULLAH

Bild: EPA/EPA

Ein Artikel von

Spiegel Online

Wie verzwickt die Suche nach Lösungen für das Verkehrschaos in Ballungsräumen weltweit ist, zeigt sich an einem Ort, der sich dafür rühmt, technische Lösungen für die Probleme der Welt zu finden: im Silicon Valley. Der Verkehr im Grossraum San Francisco steht kurz vor dem Kollaps, und trotzdem bestehen ausgerechnet jene Tech-Firmen, die die mobile Arbeitswelt propagieren, darauf, dass ihre Mitarbeiter im Grossraumbüro sitzen - und nicht zu Hause.

Apples neues Hauptquartier in Cupertino mag aussehen wie ein Ufo, besitzt aber ganz irdische 11'000 Parkplätze. Die Infrastruktur für die Autos nimmt am Apple Parkway mehr Platz ein als die Büros - ein Beispiel für eine Verkehrspolitik aus jener Zeit, in der freie Flächen schier unbegrenzt zur Verfügung standen und die Strassen noch leerer waren.

Doch auch dort, wo noch ausreichend Platz zum Bauen ist, werden mehr Strassen die Staus nicht dauerhaft verhindern. Die meisten aktuellen Verkehrsstudien zeigen: Egal, wie viele neue Strassen und Parkplätze gebaut werden, immer sind sie zu voll. Wer Strassen sät, so das Fazit, wird Verkehr ernten. Die Studien zeigen auch, dass Radverkehr, Bus- und Bahnfahrer bekommt, wer Fahrradwege schafft und den Nahverkehr ausbaut - das Ziel muss deshalb die Abkehr vom motorisierten Individualverkehr sein.

Eine Erkenntnis, die vor allem in den weltweit grössten Städten in Asien, Afrika oder dem Nahen Osten schwer umzusetzen ist. Dhaka, Delhi, Lagos oder Kairo sind von ihrem eigenen Wachstum gleichsam überrollt worden und steuern auf den Stillstand zu. Allein im Stau rund um die Megacity Kairo werden nach Schätzungen der Weltbank vier Prozent des ägyptischen Bruttoinlandsprodukts vertrödelt, und nirgendwo gibt es mehr Verkehrstote.

Lösungen für die Probleme dieser Städte sind rar - aber weltweit gibt es Beispiele, die Mut machen:

Platz für Velowege

epa06210190 Russian cyclists wave while passing in front of the walls of the Kremlin during the traditional 'Autumn Bike Parade' 2017 in Moscow, Russia, 17 September 2017. Although the weather conditions were partially rainy and not too pleasant for outdoor activities, reportedly more than 20,000 cyclists participate in the event over a distance of 30 kilometers in total.  EPA/YURI KOCHETKOV

Bild: EPA/EPA

In Europas Metropolen und anderen älteren Großstädten entscheiden sich immer mehr Bürgermeister dafür, den Autoverkehr zugunsten von Fahrrädern, Bussen und Bahnen zurückzudrängen. Sogar in Moskau, der autoliebenden und vielleicht am stärksten verstopften Stadt Europas, werden die Straßen jetzt verengt, um mehr Platz für Fahrradwege, Busspuren und breitere Fußwegen zu schaffen.

Maut für die Innenstadt

FILE - In this Oct. 26, 2017, file photo, motorists are clogged with heavy traffic on a city ring road in Beijing. An industry group, the China Association of Automobile Manufacturers, said Friday, Feb. 9, 2018 sales of sedans, SUVs and minivans rose 10.7 percent from a year earlier to 2.4 million. Total vehicle sales including trucks and buses rose 13.6 percent to 2.7 million. (AP Photo/Andy Wong, File)

Bild: AP/AP

Grossstädte wie London, Stockholm, Mailand oder Singapur haben Mautsysteme für ihre Innenstädte eingeführt – mit Erfolg: Der Verkehr wurde geringer und floss besser. Noch drastischer gehen die Verwaltungen der chinesischen Metropolen Peking (auf dem Foto zu sehen), Guangzhou, Schanghai und Tianjin gegen Privatautos vor: Sie verlosen die Neuzulassungen nur noch, um die Zahl der Pkw zu begrenzen.

Rush-Hour-Gebühren

oslo öv bus norwegen

Bild: shutterstock

Am radikalsten ist derzeit die Stadtverwaltung der norwegischen Hauptstadt Oslo, die über die City-Maut hinaus noch Rush-Hour-Gebühren plant, Radwege aus- und Parkplätze abbaut. Das Fahrrad-Musterbeispiel ist Kopenhagen, das seit Jahrzehnten konsequent auf den Radverkehr setzt und den schon jetzt hohen Anteil von 36 Prozent bis 2025 auf 50 Prozent steigern will.

Gratis-ÖV

Image

Bild: By Doublex120 - Own work, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4372758

Auch der bei uns kontrovers diskutierte Vorschlag für einen kostenlosen Nahverkehr hat Vorbilder: Die estnische Hauptstadt Tallinn nutzt so ein System seit Jahren, ebenso die französische Stadt Aubagne (im Foto zu sehen). Mailand vergibt kostenlose ÖPNV-Tickets an Pendler und überwacht den Standort der Privatautos, um Missbrauch zu verhindern. Singapur versucht dabei, die Verkehrsströme zu steuern, am frühen Morgen ist der Nahverkehr kostenlos.

U-Bahn

epa06428607 Doha metro technical staff check the ticket gates at the new Economic Zone Station prior to the visit of Qatar's Prime Minister and Interior Minister Sheikh Abdullah bin Nasser bin Khalifa al-Thani, who inspected the ongoing metro rail works at the station in Doha, Qatar, 09 January 2018 (issued 10 January 2018). The Doha Metro is a rapid transit system in Qatar's capital and will be completed in 2020, right in time for the FIFA World Cup 2022.  EPA/NOUSHAD THEKKAYIL

Bild: EPA/EPA

Die reichen Ölnationen im Nahen Osten sind dabei, im Eiltempo die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte aufzuholen und stecken enorme Summen in den Ausbau des Nahverkehrs: Saudi-Arabien will im kommenden Jahr eine vollautomatisch fahrende U-Bahn eröffnen, ebenso der Nachbarstaat Katar in seiner Hauptstadt Doha (auf dem Foto zu sehen). Von 2020 an soll auch in Abu Dhabi eine U-Bahn fahren, Straßenbahnstrecken sollen folgen.

Schnellbusse

Commuters ride a

Bild: AP/AP

Lateinamerikanische Städte wie Curitiba, Bogotá oder Mexiko City (auf dem Foto ein Metrobus der Stadt) haben einen Teil ihrer Verkehrsprobleme mit relativ kleinem Aufwand verringert, indem sie weitreichende Schnellbuslinien mit eigenen Fahrspuren aufgebaut haben. Auch Leihradsysteme sind mittlerweile in Mittel- und Südamerika recht weit verbreitet.

Seilbahnen

epa04092028 Several cable car cabins pass by on their way to La Paz, Bolivia, 20 February 2014. The Austrian company Doppelmayr began the testing of 109 cabins to obtain an European safety certification before the public operation of the cable car linking the Bolivian cities of El Alto and La Paz, one of whose three lines will start operating in April 2014.  EPA/Martin Alipaz

Bild: EPA/EFE

Eine südamerikanische Besonderheit sind die Seilbahnen. Zwar wurde die erste Stadt-Seilbahn wohl in der algerischen Hauptstadt Algier gebaut und auch die türkische Hauptstadt Ankara hat 2014 eine Bahn mit vier Stationen eröffnet. In den vergangenen 15 Jahren haben aber vor allem Städte wie La Paz (Bild), Mexiko-Stadt, Rio de Janeiro oder Caracas das Verkehrsmittel wiederentdeckt. Gerade in den Andenstädten lohnen sich Seilbahnen: Sie brauchen wenig Platz und sind viel günstiger als Straßen. Zudem binden die Seilbahnen dort gerade die Armenviertel besser an die Arbeitsplätze in den besseren Vierteln an als Straßen. In der kolumbianischen Stadt Medellín soll die Seilbahn (auf dem Foto zu sehen) sogar dazu beigetragen haben, die Mordrate zu senken. Auch, weil Ärmere durch die Anbindung stärker integriert werden ins soziale Leben der Welt.

Grossstadt-Oasen

epa05455888 People seek a reprieve from hot summer nights at a Han River park in Seoul, South Korea, 04 August 2016. The daytime temperature in the capital city hit 35.7-degree Celsius, the highest this year, with the weather agency predicting continuing heat for the days ahead.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Bild: EPA/YONHAP

Aus Asien kommt ein Beispiel dafür, dass es nicht immer mehr neue Straßen geben muss: 2003 ließ der Bürgermeister der südkoreanischen Stadt Seoul einen innerstädtischen Highway abreißen. Der zubetonierte Fluss wurde freigelegt und eine Art Park geschaffen. Die Folge: Es gibt eine Oase im Stadtraum, die umliegenden Viertel erfuhren einen Aufschwung – und auch der Verkehr fließt seitdem besser.

Autofreie Zonen

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Bild: Von Netopyr-e - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11807412

Noch größer sind die Pläne in China: Die Retortenstädte Tianfu oder Tianjin (siehe Foto) sind Versuche, europäische Städte nachzubauen: Nur die Hälfte der Straßen wird für motorisierte Fahrzeuge freigegeben, der Rest ist für Fußgänger und Radfahrer reserviert. In der gesamten Stadt, in der 80.000 Menschen wohnen sollen, soll jeder Punkt innerhalb von 15 Minuten erreicht werden – zu Fuß.

Neue Haltestellen

An MBTA Employee walks along the platform next to an idle transit train at the Leachmere T station in Cambridge, Mass., Tuesday, Feb. 10, 2015. The third major winter storm in two weeks left the Boston area with another two feet of snow and forced the MBTA to suspend all rail service for the day. (AP Photo/Josh Reynolds)

Bild: AP/FR25426 AP

Auch in den autozentrierten USA haben Stadtverwaltungen erfahren, wie sehr sich Investitionen in den Nahverkehr lohnen. Anfang der Nullerjahre hat die Ostküstenstadt Boston der Bahnlinie, die das Geschäftszentrum mit den Vororten verbindet, vier neue Stationen spendiert. Das Ergebnis: die zuvor benachteiligten Stadtteile mit hoher Arbeitslosigkeit hatten plötzlich eine viel attraktivere Lage. Investoren interessierten sich für die Gegend und schufen Jobs, Geschäftsflächen und Wohnungen.

Mit der Seilbahn über den Zürichsee - so sieht das aus

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Video: srf

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Snowy 19.03.2018 19:14
    Highlight Highlight Wir diskutieren hier über Road Pricing obwohl noch immer Kantone den Arbeitsweg von der Steuer absetzen lassen...

    Prioritäten und so.
  • Dominik Treier (1) 19.03.2018 18:39
    Highlight Highlight Was mir gerade für Land - Stadt Pendler sinnvoll erscheinen würde wären auch Park and Ride Parkhäuser am Stadtrand zu denen man aus Regionen mit unatraktivem ÖV, wie kleinen Dörfern, fahren kann und dann den Bus nimmt in die Innenstadt... Gerade hier im Aargau mit seinen kleinen Gemeinden ist eine gute ÖV-Erschliessung (wenig Weg bis zur Haltestelle und immer mindestens Halbstundentakt) vielfach kaum möglich. So könnte man atraktive Verbindungen anbieten aber doch den Pendler-Verkehr in den Ballungsräumen reduzieren.
  • @ursus 19.03.2018 13:52
    Highlight Highlight Dezentralisierung der Arbeitsplätze in Subzentren wäre eine effektive Massnahme, um die Städte vom Verkehr zu entlasten. Auch die Ströme im ÖV würden besser verteilt. Das Ganze würde die öffentliche Hand auch nichts kosten - ausser dass die Städte einige juristische Steuerzahler verlieren würden, dafür gewinnen die neuen Arbeitsregionen.
    • dan2016 19.03.2018 15:08
      Highlight Highlight @ursus. Dies ist in der Schweiz fast nicht aus den Köpfen zu bringen. Wenn die Nationalbank nach Disentis umzieht, wird sie nicht weniger, sondern mehr Pendelverkehr anziehen. Städte sind Städte, weil sie die Arbeitsplätze für die potenziellen Wohnorte der Spezialisten verkehrsoptimal anbietet. Dein Modell funktioniet für Unternehmen mit einer sehr geringen Spezialisierung, die aber typischerweise schon heute die hohen Kosten der Stadt meiden.
    • tim hauser 19.03.2018 17:53
      Highlight Highlight Wäre das nicht so wie wenn man neue Städte schafft und das Problem von Zürich nach Neu-Zürich (Städtename darf beliebig eingefügt werden) verlagert? Oder ist es das höchste Ziel in einem hamsterkäfig möglichst nahe am Arbeitsplatz zu wohnen?
  • Donald 19.03.2018 13:46
    Highlight Highlight All diese Dinge sind schön und gut. Aber uns wird ja immer steigender Wohlstand und Lebensqualität versprochen. Dann will man uns aber stehend aneinander gedrängt in Tunnel verbannen.

    Ich denke nach dem Gotthard ist es Zeit für ein neues Grossprojekt. Jede Grossstadt sollte eine Auto-Unterführung bekommen, mit entsprechenden Parkmöglichkeiten. Der Strassenverkehr wird wegen dem Bevölkerungswachstum und dem technologischen Fortschritt sowieso zunehmen. Wenn wir das Problem nicht lösen, wird auch die Wirtschaft blockiert und der Wohlstand steht auf dem Spiel.
    • Amboss 19.03.2018 15:16
      Highlight Highlight Schön und gut, aber irgendwo in der Agglo kommt dieser Tunnel wieder an die Oberfläche. Dann gibt's das Verkehrschaos halt dort...
    • Donald 19.03.2018 17:34
      Highlight Highlight Naja, denn Ein- und Ausfluss muss man logischwerweise entsprechend planen. Aber den gibt es ja auch heute schon.

      Wäre super, wenn z.B. die Seeufer von Zürich, Luzern oder Genf keine Verkehrsknotenpunkte mehr wären.
    • Herr Kules 19.03.2018 20:27
      Highlight Highlight Ich sag da nur eins: Zugfahren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Warumdennnicht? 19.03.2018 12:25
    Highlight Highlight Seilbahn vom Stettbach via Zoo, Uni zu Stadelhofen oder HB.
    Wäre doch mal was.
    • Posersalami 19.03.2018 13:15
      Highlight Highlight Niemand braucht oder will eine hässliche Seilbahn quer über die Stadt. Wozu auch?

      Man könnte aber ein paar Strassen nur noch einspurig führen und auf der frei gewordenen Spur Bus und Tram führen, inkl. vernünftiger Ampelschaltung. Wenn man dann noch einseitig auf die PPs am Strassenrand verzichtet hat man auch gleich Platz für einen anständige Velospur.
    • Filzstift 19.03.2018 14:32
      Highlight Highlight Eine Seilbahn in der Stadt wird ein Ausnahmefall bleiben. Denn diese verursachen sehr hohe Betriebskosten, die Länge ist beschränkt (Seillänge!), sind anfällig fürs Wetter (Wind) usw.

      Man sieht daher städtische Seilbahnen fast nur in korrupten Gegenden. Also dort, bei denen die eigene Bereicherung über (wirtschaftliche) Machbarkeitsstudien u.ä. steht.
    • Amboss 19.03.2018 14:54
      Highlight Highlight Wozu auch? Fragst du das im Ernst?

      Äääääh, die Seilbahn hat eine Reihe Vorteile gegenüber Tram/Bus/Bahn (natürlich auch gegenüber dem MIV) und wäre eigentlich das perfekte Verkehrsmittel für die Stadt.
      - Minimalster Platzbedarf
      - Enorme Kapazität
      - Sehr günstig zu Realisieren
      - Geringe Personalkosten
      - Geringe Betriebskosten
      - Null Abgase
      - Fast keine Lärmemissionen

      Aus diesem Gesichtspunkt putzt sie alle anderen Verkehrsmittel locker weg.
      Nur hat man halt die Städte nicht für Seilbahnen gebaut, d.h. die erforderlichen Freihalteräume/Korridore fehlen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 19.03.2018 11:46
    Highlight Highlight Ganz nett, nur für die Schweiz ist vieles nicht zu gebrauchen. Dinge wie Maut oder Road Pricing klingen zwar erstmal gut, bevorteilen Reiche aber stark und sind daher asozial. Für eine Metro sind unsere Städte zu klein und die Investitionen zu gross.

    Es geht einzig und alleine mit der Methode, Autofahren in den Städten sukzessive unattraktiver zu machen und ÖV sowie Velowege massiv auszubauen. Weiter müsste zwingend derjenige irgendwie belohnt werden, der ÖV, MIV usw. wenig nutzt, also generell wenig Verkehr verursacht. Verkehr nicht zu verursachen ist immer noch die beste aller Methoden.
    • chnobli1896 19.03.2018 12:57
      Highlight Highlight Velofahren in der Stadt ZH ist (wenn man sich an die geltenden Regeln und Gesetze halten will) der Horror, da kann definitiv noch was gemacht werden. Teilweise liegts aber auch an den anderen Velofahrern..
    • Posersalami 19.03.2018 14:16
      Highlight Highlight Und eben genau aus diesem Grund muss der Veloverkehr MASSIV aufgewertet werden. Gleichzeitig muss der MIV aber auch abgewertet werden um die Leute zum Umsteigen zu bewegen. Von alleine tun sie das leider kaum..
    • dan2016 19.03.2018 15:16
      Highlight Highlight @Posersalami. Nun, warum muss gerade das in die Stadtfahren äusserst sozial sein? Fast alles ist es in Deinem Sinne nicht, Rindsfilets, Regenschirme, Jeans, Fingerringe, Coiffeurbesuche, Citteriio-Salami etc... warum es gerade beim Auto in die Stadtfahrern nicht sein soll, erschliesst sich mir nicht. Wir können ja dafür Coiffeurbesuche gratis machen (die sind nämlich bedeutend sozialier). Aber da sind sich die Konservativen von links und rechts einig. So wie es früher war muss es sein. Probleme kann mit dieser Haltung natürlich nur völlig unökonomisch angehen....
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