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This photo released Tuesday, Sept 4, 2018 by the al-Qaida-affiliated Ibaa News Agency, shows smoke rising over buildings that were hit by airstrikes, in al-Sahan village, in the northern province of Idlib, Syria. Arabic reads,

Dieses Bild wurde laut der an Al-Qaida angeschlossenen News-Agentur Ibaa am 4. September aufgenommen und zeigt, wie Rauch in der Provinz Idlib in Syrien aufsteigt.  Bild: AP/Ibaa News Agency

Russland und Syrien nehmen Ortschaften in Idlib unter Beschuss



Die syrische Regierung hat zusammen mit ihrem Verbündeten Russland Menschenrechtlern zufolge die schwersten Luftangriffe auf die Rebellenprovinz Idlib seit einem Monat geflogen. Mindestens vier Zivilisten seien getötet worden, darunter zwei Kinder.

Dies berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Die Provinz sei von etwa 80 Bombardements getroffen worden. Es seien «die stärksten» Angriffe, seitdem die Regierung in Damaskus und ihr Verbündeter Russland vor einem Monat eine Offensive angekündigt hatten.

Idlib ist das letzte grosse Rebellengebiet in Syrien. Die Regierung hatte dort in den vergangenen Wochen ihre Truppen zusammengezogen und mit einer Offensive gedroht. Sie will nach eigenen Angaben das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte sie wichtige Gebiete wieder eingenommen, darunter die lange umkämpfte Region Ost-Ghuta bei Damaskus und den Süden des Landes. Dort gaben die Rebellen zu grossen Teilen kampflos auf.

Laut UNO wird Idlib von rund 10'000 Milizionären gehalten. Die meisten von ihnen haben sich islamistischen Gruppierungen angeschlossen. Die Vereinten Nationen haben wiederholt vor einer humanitären Katastrophe bei einer Armee-Offensive gewarnt.

Erdogan will nicht tatenlos zusehen

Am Freitag war die Türkei bei einem Gipfeltreffen in Teheran damit gescheitert, die Syrien-Verbündeten Russland und Iran von einer Waffenruhe in Idlib zu überzeugen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte am Freitagabend auf Twitter geschrieben: «Wenn die Welt vor der Tötung zehntausender unschuldiger Menschen beide Augen zudrückt, um den Interessen des Regimes zu dienen, werden wir weder von der Seitenlinie zuschauen, noch ein solches Spiel mitspielen».

Die Türkei habe in Teheran klargemacht, dass Methoden, die keine Rücksicht auf das Leben von Zivilisten nähmen, nur den «Terroristen» in die Hände spielten, schrieb Erdoğan. Die Idlib-Frage müsse «im Geist von Astana» gelöst werden, ohne Schmerz, neue Spannungen und mehr Leiden zu erzeugen.

Die Türkei fürchtet eine Flüchtlingswelle aus Idlib, wo rund drei Millionen Menschen leben. Nach ihrer Niederlage in anderen Landesteilen waren viele Aufständische und ihre Familien nach Idlib gebracht worden. (sda/reu/dpa)

In Douma versucht man, die Spuren des Krieges zu beseitigen

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Video: srf

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blaubar 09.09.2018 12:05
    Highlight Highlight „Dies berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag.“

    Wie alle Medien sonst, sollte auch Watson standartmässig erwähnen, dass diese Quelle der Opposition nahe steht.
    Wir wollen ja sauber und korrekt informiert werden.
  • Lowend 09.09.2018 10:42
    Highlight Highlight Es liegt leider ganz im Interesse von Putin, den Schlächter aus Damaskus mit der vollen Brutalität zu unterstützen, auch wenn dabei viele zivile Opfer zu befürchten sind.

    Zum einen würde er geopolitisch zum Leader im Nahen Osten aufsteigen und zum andern „produziert“ er so viele neue Flüchtlinge, die Europa destabilisieren, was wiederum seinen rechtsextremen Freunden bei den kommenden Wahlen in die Hände spielen würde.

    Daher ist ein möglichst brutaler Krieg für Putin und seine Kriegsmaschinerie eine echte Win-Win Situation!
    • Sebastian Wendelspiess 10.09.2018 09:50
      Highlight Highlight Tolle Verschwörungstheorien.
    • blaubar 10.09.2018 10:08
      Highlight Highlight Deine Analyse ist nicht schlüssig. Selbstverständlich haben Putin ein Interesse daran, die Hoheit zu halten. Assad ist der langjährige, gewählte Präsident, Putin ein langjähriger Partner mit eigener Luftwaffenbasis (eine der einzigen von Russland).
      Dass die beiden Flüchtlingsströme und möglichst viel Blut fliessen lassen wollen, ist totaler Nonsense und ich verstehe nicht, wie Sie auf sowas kommen. Das Gegenteil ist der Fall.
  • rodolofo 09.09.2018 08:07
    Highlight Highlight Eigenartig war nur, wie herzlich sich Erdogan beim Gipfeltreffen zusammen mit Rohani und Putin gab!
    Vordergründig verteidigt Erdogan zwar die eingeschlossenen Flüchtlinge. Aber was zum Henker läuft da hinter den Kulissen? Warum bombardieren die russischen und syrischen Militärs, als ob sie von der Türkei nichts zu befürchten hätten?
    Ich vermute hinter dem Ganzen eine perfide Strategie, die auf den Hauptfeind der drei Mächte abzielt: Europa!
    Erdogan wird behaupten, er müsse die neuen Flüchtlinge nach Europa weiterziehen lassen.
    Und dann gibt es hier lauter Rechtsaussen-Revolutionen...
    • Skeptischer Optimist 09.09.2018 13:46
      Highlight Highlight Die russischen und syrischen Militärs bombardieren, als ob sie von der Türkei nichts zu befürchten hätten, weil sie von der Türkei nichts zu befürchten haben.

      Wieso sollte sich Erdogan als Schutzpatron von salafistischen Spinnern gebärden?

      Interessant wird es, wenn Assad sich ansetzt die Türken zu vertreiben. Aber möglicherweise nimmt er sich zuerst die Amerikaner vor, die sich östlich des Euphrats eingenistet haben.
    • Echo der Zeit 09.09.2018 16:05
      Highlight Highlight @Skeptischer -Erdogan Fürchtet sich vor 2mio Flüchtlingen - Abgesehen von denn Menschen die bereits in die Türkei geflohen sind. Das sind lange nicht alles Salafisten - und ich denke das Assad auch in etwa gleich vorgehen wird wie die USA in Mosul. Vertriebene sind Garantiert - wohl noch mehr als in Mosul.
  • äti 08.09.2018 21:40
    Highlight Highlight Endlich werden unsere Waffen eingesetzt und der Bedarf an Nachlieferung steigt.
    • MSpeaker 09.09.2018 18:24
      Highlight Highlight Fake News, wir liefern nur Waffen an Länder die sie sicher nie einsetzen. Alles andere wäre ja verwerflich.
  • Sebastian Wendelspiess 08.09.2018 20:46
    Highlight Highlight Wetten, diese Woche kommen noch die üblichen Beschuldigungen von Chemiewaffeneinsätzen..
  • Posersalami 08.09.2018 14:34
    Highlight Highlight "Idlib ist das letzte grosse Rebellengebiet in Syrien. "

    Falsch

    Idlib ist das letzte grosse Gebiet, wo die islamischen Faschisten das sagen haben. Rebellen gibts seit Jahren keine mehr in Syrien, falls es sie denn jemals in grosser Zahl gegeben hat.
    • rodolofo 09.09.2018 08:16
      Highlight Highlight Die Leugnung von Kriegsverbrechen und von Völkermord mittels Fake News wird auch heute versucht, damit Kriegsverbrechen vertuscht werden.
      Carla Del Ponte sagt ihre Meinung zu Syrien klipp und klar:
      Es sei eine Schande, wie die "Weltgemeinschaft" solche Kriegsverbrechen der Neuzeit behandele.
      Niemand zeige ein Interesse, diese Kriegsverbrechen aufzudecken!
      Das ist eine Weltgemeinschaft von gemeinen Verbrechern!
      Man könnte diese UNO tatsächlich auflösen und darauf hoffen, dass die Verbrecher bald durch die von ihnen verursachten Katastrophen, oder durch resistenten Keimen erledigt werden!
    • Sebastian Wendelspiess 09.09.2018 11:20
      Highlight Highlight @rodolfo Carla del Ponte sagt auch, dass die Rebellen Giftgas benutzt haben.
    • Echo der Zeit 09.09.2018 16:12
      Highlight Highlight Haben sie überhaupt eine Ahnung wie viele Menschen in dieser Region Leben und wie viele Menschen von denen als IS oder al qaida nah gelten ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dragona 08.09.2018 13:41
    Highlight Highlight „Nach den dem russischen Verteidigungsministerium vorliegenden unwiderlegbaren Informationen hat am 7. September in der Stadt Idlib in einem sich im Gebiet der Schule „Al-Wachda“ befindenden Befehlsstand der Terroristen eine Zusammenkunft der Anführer der Gruppierungen ‚Haiʾat Tahrir asch-Scham‘ (‚Dschebhat an-Nusra‘) und ‚Hisb At-Turkestan Al-Islami‘ (‚Islamische Turkestan-Partei‘) mit der Beteiligung der örtlichen Koordinatoren des ‚Syrischen Zivilschutzes‘ (‚Weißhelme‘) stattgefunden“, so Konaschenkow vom russischen Verteidigungsminsterium
    • rodolofo 09.09.2018 08:19
      Highlight Highlight @ Dragona
      Eine sehr glaubwürdige Quelle, die Du da hast.
      Ironie OFF.
      Da würdest Du wohl noch besser das Orakel von Delphi befragen...

Chemiewaffen für Assad-Partner – diese Basler Firma steckt hinter dem Export

Im Jahr 2013 wurde der Nervenkampfstoff Sarin gegen Zivilisten der syrischen Hauptstadt Damaskus eingesetzt. Die internationale Empörung war gross. Präsident Bashar al-Assad willigte schliesslich ein, seine Chemiewaffen und deren Ausgangsstoffe zu zerstören.

Massgeblich beteiligt an der Vernichtungsaktion war das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) – rund eine Million Schweizer Franken wurde dafür beigesteuert.

Letztes Jahr wurde bekannt, dass wenige Monate danach …

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