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epa07252596 (FILE) - A handout photo made available by the US Army shows US and Turkish soldiers conducting the first-ever combined joint patrol outside Manbij, Syria, 01 November 2018 (reissued 29 December 2018). According to reports on 28 December 2018, The US-backed Kurdish People's Protection Units (YPG) and the Syrian Democratic Forces (SDF), which control a 250km territory in northern Syria, asked Assad's Syrian army to take over control of Manbij town in order to protect it from a potential Turkish attack. On 19 December 2018 US President Donald J. Trump announced the withdrawal of US forces from Syria, and on 24 December 2018 he said that Turkey will be clearing the last of IS pockets in Syria. Turkey classifies the YPG and SDF as terrorist organizations.  EPA/ARNADA JONES / US ARMY HANDOUT Released

CJTF-OIR HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Türkische und amerikanische Truppen in der Nähe von Manbidsch. Letztere stehen vor dem Abzug aus Syrien. (Aufnahme vom 1. November 2018) Bild: EPA/US ARMY

Warum Erdogan plötzlich seltsam still ist

Der türkische Präsident Erdogan feiert den Truppenabzug der Amerikaner aus Syrien als persönlichen Erfolg. Doch für sein Militär wird der Einsatz in dem Bürgerkriegsland eher schwieriger.

Maximilian Popp, Istanbul



Ein Artikel von

Spiegel Online

Er hat gebettelt und gemahnt und zuletzt sogar mit Krieg gedroht: Monatelang versuchte Recep Tayyip Erdogan, die USA dazu zu bringen, die Unterstützung für die kurdische Miliz YPG in Syrien einzustellen. Nun bekommt er, was er will. Die US-Regierung zieht ihre Truppen überraschend aus dem Bürgerkriegsland ab. Doch der türkische Präsident bleibt seltsam still.

Zwar hat sich Erdogan kurz vor Weihnachten in einer Rede vor Unternehmern in Istanbul für seine eigene Aussenpolitik gelobt: «Wir schreiben jetzt Geschichte», sagte er. Der Jubel bei seinen Leuten aber hält sich in Grenzen. Den geplanten Militäreinsatz gegen die YPG-Miliz hat die türkische Regierung verschoben. Im Präsidentenpalast in Ankara scheint sich nach anfänglicher Euphorie die Erkenntnis durchzusetzen, dass der Abzug der US-Truppen aus Syrien für die Türkei mindestens ebenso viele Risiken wie Chancen birgt.

Die USA kämpften bislang in Syrien gemeinsam mit der kurdischen YPG erfolgreich gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS). Erdogan betrachtet die YPG hingegen als den syrischen Ableger der Guerillaorganisation PKK, die von der Türkei wie auch von den USA und der EU als Terrorgruppe eingestuft wird. Er hat den Krieg gegen die Miliz zu einer Priorität seiner Aussenpolitik erklärt. Bereits Anfang 2018 waren türkische Soldaten in die Stadt Afrin eingerückt, um YPG-Kämpfer aus dem Grenzgebiet zu vertreiben. Jetzt würde die Türkei die Operation gern auf den Nordosten des Landes ausdehnen.

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan addresses his ruling party's MPs at the parliament in Ankara, Tuesday, Dec. 25, 2018. Erdogan said Turkey was taking into account Trump's announcement on Syria rather than French President Emmanuel Macron's decision. Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu also said Tuesday Turkey is working with the United States to coordinate the withdrawal of American forces but remains

Recep Tayyip Erdogan. Bild: AP/AP

Aus Moskau sind keine einfachen Zugeständnisse zu erwarten

Die türkische Regierung erweckte lange Zeit den Eindruck, das türkische Militär würde dort durchmarschieren, sollten die USA ihre Zusammenarbeit mit der YPG aufgeben. Doch der Abzug der US-Soldaten aus Syrien könnte eine Intervention der Türkei im Grenzgebiet nun sogar erschweren.

Am Freitag baten die Kurden Diktator Baschar al-Assad offiziell um Hilfe gegen die Türkei. Das syrische Militär erklärte daraufhin, Truppen in die Stadt Manbidsch verlegt zu haben, die bislang unter Kontrolle der YPG stand. Erdogan hat sein Ziel, Assad zu stürzen, längst aufgegeben. Nun aber muss er befürchten, dass Damaskus die YPG als Druckmittel gegen ihn einsetzt.

Bild

karte: spiegel online

Wie es im Nordosten Syriens weitergeht, dürfte sich vor allem in Moskau entscheiden. Präsident Wladimir Putin ist Assads wichtigster Verbündeter. Er hat wenig Interesse daran, dass sich die Türkei, die bereits die Gebiete um die Städte Afrin und Dschrablus kontrolliert, noch weiter in Syrien festsetzt. Russland wird einem Einsatz gegen die YPG wohl nur dann zustimmen, wenn Ankara umgekehrt zu Zugeständnissen in anderen Landesteilen bereit ist.

Verkraftet Erdogans Militär weitere Fronten?

Und selbst wenn sich Erdogan mit Putin und Assad auf einen Deal verständigt, sind für seine Regierung damit nicht sämtliche Probleme in Syrien gelöst. Ein Einmarsch der Türkei in Nordostsyrien dürfte eine weitere humanitäre Katastrophe auslösen. Menschenrechtsorganisationen warnen vor Tausenden zivilen Todesopfern.

Erdogan hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zudem zugesichert, den «Islamischen Staat» zu «beseitigen», ein Job, den bislang US-Truppen und YPG gemeinsam angehen. Nun könnte er das türkische Militär endgültig an die Grenze der Belastbarkeit führen.

Schon jetzt kämpfen türkische Soldaten im Nordirak gegen die PKK und halten verschiedene Territorien in Syrien besetzt. Sollte die Türkei den Einsatz in Nordsyrien ausdehnen, kämen mindestens zwei weitere Fronten hinzu. Es ist fraglich, ob das türkische Militär das Machtvakuum, das durch den US-Abzug entsteht, füllen kann. Die türkische Journalistin Amberin Zaman erinnerte auf dem Analyse-Portal Al-Monitor gerade erst an ein Sprichwort: Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kubod 30.12.2018 18:15
    Highlight Highlight Während Putin den Plan hat, Russlands Mittelmeerhafen in Syrien zu sichern und die Islamisten nicht an die Macht kommen zu lassen, konzentriert sich Trump auf die amerikanische Innenpolitik.
    Schon im I. und II. Weltkrieg haben die Amerikaner erst widerwillig eingegriffen, als sie selber Ziel von Angriffen wurden. Nach dem II. Weltkrieg wollte man präventiv Angriffe schon vor Ort abfangen - auch dem kalten Krieg geschuldet - und hat Basen weltweit errichtet. Diese Aera beendet Trump gerade. Nordafrika zeigt mir, was hochgespült wird, wenn die Westmächte für billiges Erdöl bomben.
  • Triple A 30.12.2018 16:22
    Highlight Highlight ...ob humanitäre Katastrophe oder geostrategisches Desaster - Europa schaut tatenlos zu. Wer sich die Menschenrechte auf die Fahne geschrieben hat, soll dazu stehen. Sonst ist es bloss Geschwafel.
    • Andi Amo 30.12.2018 19:03
      Highlight Highlight @Triple A
      Was schlägst du denn vor?
      Sollen sich etwa Deutsche oder Dänische Soldaten sich jetzt auch noch in den Schlamassel stürzen, den die USA / Türkei / Iran / Syrien / Irak / Saudi Arabien / Libanon usw. da unten schon angerichtet haben...?
    • DemonCore 31.12.2018 07:11
      Highlight Highlight Darauf warten rechte und linke Grossmäuler doch nur. Der EU Zahnlosigkeit vorwerfen, aber sobald sie international aktiv wir, besonders militärisch, ihr Imperialismus und ähnliches vorwerfen.
  • Chrigi-B 30.12.2018 02:57
    Highlight Highlight https://www.nytimes.com/2017/08/02/world/middleeast/cia-syria-rebel-arm-train-trump.html

    Noch Fragen?
  • ardan 29.12.2018 23:02
    Highlight Highlight Die Türkische (Terror) Armee kämpft nicht nur im Nordirak gegen die Pkk. Auch in der Türkei selber kommt es zu heftigen kämpfen.
    Erwähnenswert ist vielleicht auch die Tatsache dass Afrin die Besatzer ausbluten lässt. Tagtäglich führt die YPG Angriffe auf diese Terroristen.
    • Omen72 31.12.2018 08:57
      Highlight Highlight Und die PKK ist nur eine harmlose Arbeiter Partei die niemanden schadet?!
      Hallo!
  • #Technium# 29.12.2018 21:40
    Highlight Highlight Sollten türkische Truppen angreifen, wird sich Merkel einmal mehr ausschweigen. Sie hat sich durch die Flüchtlingskrise zu einer Marionette der Türkei degradieren lassen.
    • Jein 30.12.2018 11:40
      Highlight Highlight Nicht nur Merkel, Frankreich und Italien kuschen momentan auch vor beiden lybischen Regierungen weil sie Ghadaffis Flüchtlingscamps zurückhaben wollen.

      Autokraten nicht zu viel auf die Finger schauen im Gegenzug für Flüchtlingskontrolle ist kein neues Spiel, das gab es auch schon vor Merkel.
    • Hans der Dampfer 30.12.2018 15:24
      Highlight Highlight Dabei waren es genau diese Länder die Gaddafi weg haben wollten und kräftig beim der sog. arabischen Frühling mitmischten mit Mil. Hilfe und Angriffen. Den Staaten dürfte es nicht erst seit gestern dämmern dass Gaddafi, so grausam er auch war, derjenige war der alles zusammenhielt.
      Deswegen machen auch nur noch vereinzelte Medien gegen Assad mobil um auf die Tränendrüse zu drücken die Regierungen jedoch wissen genau das mit einer Absetzung Assads nur noch mehr Flüchtlinge kämen.
  • Friedenstaube68 29.12.2018 20:14
    Highlight Highlight Jetzt sollte die UNO eingeschaltet werden
    Warum ist sie so still?
    • KurtFaber 29.12.2018 22:21
      Highlight Highlight Es ist nicht anzunehmen, dass sich die ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat (v. a. USA und Russland) auf ein gemeinsames Vorgehen einigen könnten, nachdem dies jahrelang nicht gelungen ist. Ein Eingreifen der UNO würde durch ein Veto der einen oder anderen Nation verhindert.
    • Smeyers 29.12.2018 22:31
      Highlight Highlight Die UNO hat bisher immer nur Dikatoren unterstützt, diese sitzen im Menschenrechtsrat und im Sicherheitsrat und unterstützen Asad&Co
    • Chrigi-B 30.12.2018 02:56
      Highlight Highlight Du meinst den Papiertiger 7000?
  • Smeyers 29.12.2018 19:56
    Highlight Highlight Wer sich die Karte genau anschaut und mit der Karte des Völkerbundes von 1918 vergleicht wird keinen Unterschied erkennen. Bevor die UNO an die Macht kam hätten die Kurden ihren eigenen Staat bekommen. Nur auf Druck der Arabischen Fürsten, wurde ein Grosssyrien geformt. Die UNO war der Anfang vom Ende und verantwortlich für alle Konflikte im nahen Osten (Quelle: Wikipedia).
    Benutzer Bild
    • Hoppla! 30.12.2018 11:25
      Highlight Highlight Es ist super, dass es so viele kompetente Leute gibt die alles besser wissen. Vielleicht können diese auch gleich den Israel-Palästina-Konflikt lösen und Frieden in den Kongo bringen. So nebenbei zwischen Frühstück und Mittagessen an einem garstigen Sonntag.

      Btw: Falsch. Die UNO gab es damals noch gar nicht, also kann sie auch nicht schuldig sein ;-) Und die Damen und Herren hatten 4 Generationen Zeit den "Fehler" der damaligen Zeit zu eliminieren. Dem Völkerbund die Schuld für alles zu geben ist "etwas" mutig.
    • Jein 30.12.2018 11:34
      Highlight Highlight Die Grundzüge der heutigen Staatsgrenzen der Region durch das Sykes-Picot Abkommen in 1916 gesetzt, nicht durch den Völkerbund.

      Frankreich und Grossbritannien haben nicht nur im Mittleren Osten (Stichwort Afrika) durch nicht den ethnischen Grenzen entsprechen Staatsgrenzen zu einigen der bis heute anhaltenden Konflikte beigetragen.
    • Rodjo 30.12.2018 12:49
      Highlight Highlight nein eigentlich haben Frankreich und Grossbritanien schuld! sie haben nach dem ende des osmanischen Reich willkürlich grenzen gezogen und die Kurden verarscht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Things never seen before 29.12.2018 19:53
    Highlight Highlight Die syrische Karte sieht ja aus!
    Ein Mosaik wäre untertrieben.
    Den Kurden hat man seit 100 Jahren Land versprochen.
    Die Nahost Baustellen sind ein Trauertal ohne Ende.
    Kriegsbewirtschaftung bis zum Exodus wie es scheint. Putin wird Erdogan die Kappe gewaschen haben und Assad könnte am ehesten die verschiedenen Kulturen und Religionen im Gebiet regieren. Das die Amis mal weg gehen ist als klarer Fortschritt zu werten. Es bleibt explosiv in der Region solange nicht an Verhandlungstisch geregelt wird und Gegenwart gestaltet. Dannach konmt Aufschwung. Nicht zuletzt für uns.
    • Smeyers 29.12.2018 21:15
      Highlight Highlight Das ist die Karte von 1918 und 100 Jahre später sind wir wieder am Ausgangspunkt. Das türkische/ Osmanische Reich ist untergegangen so wie viele andere vor ihm. Wo bleibt die UNO? Kein Einsatz für die Kurden?
  • roger.schmid 29.12.2018 19:11
    Highlight Highlight Still ist es plötzlich auch um die Kashoggi-Affäre geworden.. was für ein Zufall..
    • Smeyers 29.12.2018 21:30
      Highlight Highlight Vom Saulus zum Paulus? Da werden für einen IS Symphatisanten zu viele Krokodilstränen vergossen. Man vergisst, dabei das er den IS massiv unterstützt hat und auch ihre Foltermethoden als Mittel zum Zweck, befürwortet hat!
    • Vanessa_2107 29.12.2018 21:30
      Highlight Highlight @roger.schmid - ich denke ab 03.01.19, wenn die Demokraten das Repräsentantenhaus übernehmen, wird der Fall Kashoggi sicher durchleuchtet werden, (wie auch viele andere Affären, die die Republikaner bisher blockierten). Es wird mega spannend.
    • Hans der Dampfer 30.12.2018 15:19
      Highlight Highlight Es ging aber länger bis es still wurde als sonnst. Normalerweise wäre schon nach 1, 2 Wochen Ruhe gewesen. Die werden schon einen Deal gemacht haben. Für die Saudis spielt Geld ja eh keine Rolle.
  • Stratford-upon-Avon 29.12.2018 18:49
    Highlight Highlight Nächste Niederlage für Erdogan: im März 2019 wird ein CHP-Bürgermeister in Istanbul gewählt werden.
  • tzhkuda7 29.12.2018 18:08
    Highlight Highlight Bin gespannt ob Erdi dann heulend um Hilfe bittet bi der NATO wenns nicht wie geplant läuft und die doofen Kurden nicht mitspielen wollen. Meines Erachtens müsste die Türkei aus der NATO entlassen werden, was aber geopolitisch für mehr Zündholz sorgt als einfach der Türkei "Hilfe" zu verweigern.

    Es geht hier auch um die Deutungshoheit unter den Sunniten, da die T unter Erdi gerne diesbezüglich wieder die Führung übernehmen würde, war sie doch unter dem Osmanische Reich sehr lange in der Hand. Eine Geographische Ausbreitung ist diesbezüglich leider Zielführend, die Kurden sind nur der Anfang
    • rodolofo 30.12.2018 09:06
      Highlight Highlight Erdogan spielt in der Aussenpolitik sehr geschickt die Grossmächte USA und Russland gegeneinander aus.
      Weil die einander spinnefeind sind (in der Art von um Reviere rivalisierende Mafia-Organisationen), bändelt er mal mit Russland an und dann wieder mit den USA, die unter Trump jeden moralischen Anspruch aufgegeben haben und die "Westlichen Werte", wie Demokratie und Menschenrechte genauso verachten, wie die Ex-Kommunistische Konkurrenz.
      In der Innenpolitik verfährt Erdogan genauso mit rivalisierenden Parteien:
      Zusammen mit den Kurden hat er die Kemalisten von der Macht verdrängt.
      ...
    • rodolofo 30.12.2018 09:12
      Highlight Highlight ...
      Und jetzt verdrängt er zusammen mit den faschistischen Grauen Wölfen die Kurden und die CHP von der Macht.
      Eins kann man aber von Erdogan sagen:
      Es geht ihm NICHT um den Islam, auch wenn er natürlich auch die Religion als Gemeinschaft-stiftendes Mittel benutzt!
      Es geht Erdogan um nichts anderes, als die Macht!
      Dafür ist er bereit, über Millionen von Leichen zu gehen, wie seine "Brüder im Geiste", Assad, Putin, Bin Salman, Trump, und wie sie alle heissen...
    • The Origin Gra 30.12.2018 12:37
      Highlight Highlight Die Amis können in der Türkei nur deshalb Stützpunkte und Atomabwehr- und Angriffsraketen gegen Russland und den Iran stationieren weil die Türkei in der NATO ist.

      Da der Iran der Lieblingsfeind von Trump ist, wird die Türkei drin bleiben

      Zumal die EU sich zum Sklaven des Sultans gemacht hat mit dem Flüchtlingsdeal, Grosse EU- und NATO Länder wie Deutschland oder Frankreich können doch nicht anders als die Türkei drin zu halten
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