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International
Syrien

Kinder sterben im syrischen Bombenhagel – UN-Länder kritisieren Russland

Die White Helmets graben Kinder aus den Trümmern in Aleppo aus.
Die White Helmets graben Kinder aus den Trümmern in Aleppo aus.screenshot: white helmets 

Kinder sterben im syrischen Bombenhagel – USA werfen Putin «Barbarei» vor 

Nach der russischen Grossoffensive in Syrien tobt im UN-Sicherheitsrat ein Sturm. In Aleppo Kinder sterben derweil zahlreiche Kinder in den Trümmern.
26.09.2016, 00:5226.09.2016, 06:34

Mit einer Serie massiver Luftangriffe haben die syrischen und russischen Streitkräfte in Aleppo schwerste Zerstörungen angerichtet. Die Luftwaffen beider Länder bombardierten nach Angaben von Aktivisten am fünften Tag in Folge die Rebellen-Gebiete im Osten der Stadt und töteten weiter Dutzende von Menschen. 

Ein im Internet aufgetauchtes Video zeigt Mitarbeiter der Hilfsorganisation White Helmets, wie sie am Samstag Kinder unter den Trümmern hervorziehen. «Bedecke sein Gesicht, damit nichts darauf fällt», sagt ein Retter. Dann ziehen sie das Kind mit dem staubigen Gesicht unter einem massiven Betontrümmerteil hervor. «Er ist sicher.» Der Mann übergibt das Kind mit dem hilflosen Blick einem anderen. «Geh, bring es in den Rettungswagen.» Dann ziehen sie ein zweites Kind mit blutigen Händen aus Staub und Trümmern. Das Gesicht eines dritten, leblosen Kinderkörpers decken sie mit einem Tuch ab. Und auch ein viertes Kind scheint nicht überlebt zu haben.

Russland in der Kritik

Russland betreibe in Aleppo «keinen Anti-Terror-Kampf, sondern Barbarei.»
Samantha Power, UN-Botschafterin der USA,

Der Bombenkrieg sorgt für Streit im UN-Sicherheitsrat. Etliche Länder kritisieren Russland für die Angriffe vom Wochenende:

Das meinen die USA

Die USA äusserten bei einer Dringlichkeitssitzung scharfe Kritik an Russland. Russland betreibe in Aleppo «keinen Anti-Terror-Kampf, sondern Barbarei», sagte die UN-Botschafterin der USA, Samantha Power, am Sonntag. «Anstatt Frieden zu wollen, führen Russland und Assad Krieg. Anstatt das Leben von Zivilisten zu retten, bombardieren Russland und Assad Konvois mit Hilfsgütern, Krankenhäuser und Rettungskräfte, die verzweifelt versuchen, Menschen am Leben zu erhalten.»

«Russland steht an der Seite des syrischen Regimes, um Kriegsverbrechen zu begehen.»
Matthew Rycroft, Britische UN-Botschafter

Deutliche Worte aus England

Der britische Aussenminister Boris Johnson warf Russland vor, den Krieg in die Länge zu ziehen und möglicherweise Schuld an Kriegsverbrechen zu haben. Der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft sprach von «eklatanten Verstößen gegen das internationale Recht» angesichts von Brandbomben und bunkerbrechenden Bomben in Wohnvierteln. «Russland steht an der Seite des syrischen Regimes, um Kriegsverbrechen zu begehen.»

Russlands Antwort

Und was sagt der russische UN-Botschafter zu all dem? Vitali Tschurkin wies die Vorwürfe zurück. Angesichts der Zahl an verschiedenen Rebellengruppen sei ein Ende des Bürgerkrieges derzeit «eine fast unmögliche Aufgabe».

Das passierte alles am Wochenende...

Unterstützt von der eigenen Luftwaffe und russischen Kampfjets eroberten syrische Bodentruppen zunächst die Palästinenser-Siedlung Handarat im Norden der Stadt. In der Nacht zum Sonntag vertrieben die Rebellen die Soldaten jedoch wieder aus dem strategisch wichtigen Ort.

Dieser und der von den Aufständischen gehaltene Osten Aleppos wurden auch am Sonntag massiv von Kampfflugzeugen bombardiert. Helfer und oppositionsnahe Gruppen sprachen von über 100 Toten in den vergangenen Tagen.

Der syrische Bürgerkrieg tobt inzwischen fünfeinhalb Jahre. Hunderttausende Menschen wurden getötet, elf Millionen sind auf der Flucht. (rwy/sda/reu)

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1 Kommentar
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Die beliebtesten Kommentare
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El Burro
26.09.2016 06:40registriert Mai 2016
Das ist ja wie im Kindergarten! Zwei schlagen auf den selben ein und einer wirft dem anderen vor: " Du hast ihn zum heulen gebracht "
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Nach Raketenangriff greift Israel Ziele im Gazastreifen an

Israels Luftwaffe hat nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen Ziele in dem Palästinensergebiet angegriffen. Darunter seien eine Waffenfabrik der radikalislamischen Hamas sowie ein Labor für Chemikalien gewesen, teilte die Armee auf Twitter mit. Hamas sei «für alle terroristischen Aktivitäten verantwortlich, die vom Gazastreifen ausgehen» und müsse daher «alle Konsequenzen tragen», schrieben die Streitkräfte in der Nacht auf Donnerstag. Verletzt wurde Rettungskräften im Gazastreifen zufolge niemand.

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