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epa05162331 A handout image provided by the Medecins Sans Frontieres (MSF) or Doctors Without Borders organization, showing destruction and rubble at an MSF-supported hospital in Ma'arat Al Numan, Idlib province, northern Syria, largely destroyed in an attack on early 15 February 2016. At least eight staff members are missing after airstrikes at a hospital affiliated with Doctors Without Borders (MSF) in northern Syria, believed to have been carried out by Russian jets. 'We can confirm that the MSF-supported structure in Maaret al-Noumaan in northern Idlib was destroyed this morning in airstrikes,' said Mirella Hodeib, a press offer at MSF in Beirut. MSF said 40,000 people would be cut off from access to medical services as a result of the latest strikes on the hospital in Idlib. Three MSF-supported hospitals were recently damaged in Aleppo.  EPA/MSF/HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Zerstörtes Krankenhaus in Ma'arat al-Numan, in der Provinz Idlib.
Bild: EPA/MSF

Nach dem Luftangriff auf ein Krankenhaus in Syrien: Das sind die internationalen Reaktionen 

Nach den schweren Luftangriffen auf zwei Krankenhäuser im Norden Syriens reagiert der Westen schockiert. Ankara droht Russland mit Konsequenzen. Die Reaktionen im Überblick.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und seine Verbündeten haben zwei Krankenhäuser in Syriens Norden bombardiert. Bei den Angriffen kamen mehrere Menschen ums Leben, zahlreiche Personen werden noch vermisst. Die Luftschläge gegen Krankenhäuser sollen gezielt Angst und Schrecken in der Bevölkerung verbreiten: Sie zeigen, dass es keinen sicheren Ort vor den Angriffen des Regimes und seiner Verbündeten gibt (mehr Hintergründe zu der Kriegstaktik des Regimes lesen Sie hier).

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteile die Angriffe als «eklatante Verstösse gegen internationales Recht». Aus zahlreichen Ländern gab es ähnlich deutliche Reaktionen – und auch Assad äusserte sich. Der Überblick.

Frankreich

«Ich verurteile den gezielten Angriff auf ein Krankenhaus aufs Schärfste», heisst es in einer Mitteilung des Aussenministers Jean-Marc Ayrault. Attacken wie diese seien «inakzeptabel und müssen sofort gestoppt werden». Die Bombardierung medizinischer Einrichtungen könnten laut Ayrault ein Kriegsverbrechen darstellen.

Türkei

Die Regierung in Ankara sprach von «offensichtlichen Kriegsverbrechen». Sollte Russland solche Attacken nicht sofort einstellen, werde es grössere und ernsthaftere Konsequenzen geben, heisst es aus dem türkischen Aussenministerium. Der Vorfall verschärft die ohnehin angespannte Situation zwischen Russland und der Türkei.

USA

Amerika verurteilte den Angriff eigenen Angaben zufolge. Dass das syrische Regime und seine Unterstützer ihre Angriffe fortsetzten, lasse Zweifel an der Entschlossenheit Russlands aufkommen, das brutale Vorgehen des Assad-Regimes gegen die eigene Bevölkerung stoppen zu wollen. Das sagte der Sprecher des US-Aussenministers, John Kirby.

Deutschland

Aussenminister Frank-Walter Steinmeier warf Russland, der Türkei und kurdischen Milizen eine Verletzung der Münchner Vereinbarungen zum Syrien-Konflikt vor. Als Teil der Absprachen seien alle Seiten aufgerufen, noch vor Eintritt der vereinbarten Feuerpause zu einer sofortigen Reduzierung der Gewalt beizutragen. Dies gelte für die militärischen Operationen Russlands und des syrischen Regimes im Raum Aleppo und jüngste Angriffe der kurdischen PYD-Milizen in Nordsyrien. Aber auch die Türkei müsse sich Zurückhaltung auferlegen.

Ärzte ohne Grenzen:

Die Hilfsorganisation spricht von einem gezielten Schlag gegen die Einrichtungen. Durch den Angriff würden 40'000 Menschen in der Region von der Gesundheitsversorgung abgeschnitten.

Syrien

Die jüngsten Attacken stellen die Feuerpause, auf die sich die Syrien-Kontaktgruppe geeinigt hatte, zunehmend in Frage. Für Syriens Machthaber Assad scheint ein Waffenstillstand ohnehin nicht möglich. «Jetzt sagen sie, dass sie eine Feuerpause innerhalb von einer Woche wollen», erklärte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana in einer Rede vor Juristen in Damaskus. «Gut, aber wer kann alle diese Bedingungen und Anforderungen in einer Woche zusammenfügen? Niemand.»

Assad warf dem Westen, der Türkei und Saudi-Arabien vor, den Terrorismus zu unterstützen: Jeder sei ein Terrorist, der die Waffen gegen den syrischen Staat und sein Volk erhebe.

asc/Reuters/dpa/AFP

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