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Steht Syrien vor der letzten Schlacht? Die wichtigsten  Antworten zu Idlib

Die Welt schaut in diesen Tagen auf Idlib – machen sich nun Hunderttausende Flüchtlinge nach Europa auf? In der nordsyrischen Provinz könnte sich in diesen Tagen der seit sieben Jahren tobende Krieg entscheiden. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

13.09.18, 07:34

Fabian Hock / az aargauer Zeitung



Es wirkt wie ein letztes Ultimatum: Alexander Lawrentjew, Russlands Syrien-Beauftragter, will der Türkei offenbar doch noch etwas Zeit gewähren, um eine Lösung für die Provinz Idlib zu finden. Ein Weg ohne militärische Mittel sei möglich, hiess es nun aus Moskau.

In this Sunday, Sept. 9, 2018 photo, fighters with the Free Syrian army patrol the outskirts of the northern town of Jisr al-Shughur, Syria, west of the city of Idlib. In the northern Idlib province, a corner of nearly 3 million people, Syria's government and its opponents are preparing for a final, bloody showdown. (Ugur Can/DHA via AP)

Die «Freie Syrische Armee» erwartet den Angriff des Diktators: Assads Regierungstruppen haben Idlib umstellt. Bild: AP/AP

Zugleich setzte die syrische Armee am Mittwoch ihre Angriffe auf Idlib fort. In der nordsyrischen Provinz könnte sich in diesen Tagen der seit sieben Jahren tobende Krieg entscheiden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wer hält sich in Idlib auf?

In this Monday, Sept. 10, 2018 photo, an armed man rides his motorcycles in the centre of the northern city of Idlib, Syria. Syrian government forces, backed by Russia and Iran, have been massing troops for weeks in preparation for an attack on Idlib province, the last major rebel stronghold in the country. The U.N. has warned that a battle will spark a humanitarian catastrophe, where more than 3 million people live in the territory, nearly half of them already displaced from fighting elsewhere in Syria. (Ugur Can/DHA via AP)

Bewaffnete Männer in Idlib. Bild: AP/AP

Die Provinz Idlib ist die letzte von islamistischen Rebellen kontrollierte Gegend in Syrien. Rund drei Millionen Menschen leben derzeit dort. Ein grosser Teil ist aus anderen Landesteilen geflohen, darunter zahlreiche bewaffnete Kämpfer.

Was passiert gerade rund um die Provinz?

Bild: az/zvg

Syrische Regierungstruppen sind rund um Idlib aufmarschiert und haben die Region umstellt. Seit Tagen fliegen russische Kampfflugzeuge Angriffe auf die Rebellenhochburg. Beobachter sehen darin die Vorbereitungen für einen gross angelegten Angriff. Assad holt zum finalen Schlag aus.

Was wären die Folgen eines Sturms auf Idlib?

In this Tuesday Sept. 11, 2018 photo, schoolchildren attend a class in the northern town of Jisr al-Shughur, Syria, west of the city of Idlib. Syrian government forces, backed by Russia and Iran, have been massing troops for weeks in preparation for an attack on Idlib province, the last major rebel stronghold in the country. The U.N. has warned that a battle will spark a humanitarian catastrophe. (Ugur Can/DHA via AP)

Schulkinder in einem Dorf westlich von Idlib Bild: AP/DHA

Assad könnte die Kontrolle über die letzte Bastion der Aufständischen zurückgewinnen, was dem vorläufigen Ende des Syrien-Krieges gleichkommen würde. Die UNO warnt indes vor einer der schlimmsten humanitären Katastrophen seit Jahrzehnten – mit bis zu 800'000 neuen Flüchtlingen.

4. Wer unterstützt Assad?

epa06837012 Syrian President Bashar al-Assad gives an interview to the Russian NTV Channel in Damascus, Syria, 24 June 2018. Assad affirmed that any constitutional reform in Syria should be done by a national referendum which is wholly a Syrian matter, with no way related to the will of the United Nations or foreign countries.  EPA/SANA

Bild: EPA/EPA

Der Iran und Russland greifen dem syrischen Diktator unter die Arme. Ohne Hilfe aus Moskau hätte sich Assad wohl nicht an der Macht in Syrien halten können. Auch der bevorstehende Angriff auf Idlib dürfte mit russischer Unterstützung ablaufen: Moskau hat Marineeinheiten vor der Küste stationiert. Die Bombardierung aus der Luft hat längst begonnen.

Was will Russland in Syrien?

Russian President Vladimir Putin gestures as he addresses at the Eastern Economic Forum in Vladivostok, Russia, Wednesday, Sept. 12, 2018. (Sergei Bobylevl/TASS News Agency Pool Photo via AP)

Bild: AP/POOL TASS Host Photo Agency

Präsident Putin will durch eine starke militärische Präsenz in Syrien seinen Einfluss in der Region festigen und Russlands Rolle auf der weltpolitischen Bühne verankern. Es ist daher in Putins Interesse, seinen Verbündeten Assad an der Macht zu halten.

Warum konzentriert sich nun alles ausgerechnet auf Idlib?

In this Sunday, Sept. 9, 2018 photo, fighters with the Free Syrian army eat in a cave where they live, in the outskirts of the northern town of Jisr al-Shughur, Syria, west of the city of Idlib. In the northern Idlib province, a corner of nearly 3 million people, Syria's government and its opponents are preparing for a final, bloody showdown. (Ugur Can/DHA via AP)

Kämpfer der «Freien Syrische Armee» in einer Höhle westlich von Idlib. Bild: AP/AP

Die Absenz der USA im Syrienkrieg hat ein Vakuum geschaffen, das drei Staaten füllten: Russland, der Iran und die Türkei. Im Versuch, Syrien zu stabilisieren, hatte man sich ursprünglich darauf verständigt, sogenannte «Deeskalationszonen» einzurichten: Vier von Rebellen dominierte Gebiete, überwacht von russischen, türkischen und iranischen Truppen. Beobachter warnten früh, dass die Konzentration der Rebellen auf einige wenige Gebiete de facto einer Einladung an das syrische Regime gleichkommt, eines nach dem anderen einzunehmen. Und genau so kam es. Die Provinz Idlib ist die letzte Zone, die noch übrig ist.

Welche Interessen verfolgt die Türkei?

epa06986147 A handout photo made available by Turkish President Press office shows Turkish President Recep Tayyip Erdogan speaking during a graduation ceremony of Turkish Land Forces Command (NCO) vocational high school in Balikesir, Turkey, 31 August 2018.  EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE

Die Türkei und Syrien sind direkte Nachbarn. Seit sieben Jahren nimmt die Türkei Flüchtlinge aus Syrien auf – insgesamt weit mehr als drei Millionen und damit dreimal so viele wie ganz Europa zusammen. Das Land stösst allerdings an seine Grenzen. Greift Assad Idlib an, könnte sich die Lage dramatisch verschärfen. Es geht jedoch nicht nur um die Flüchtlinge: Die Türkei ist eine Art Schutzmacht der Rebellen in Syrien. Unter diesen befinden sich auch radikale Islamisten. Die Türkei finanziert sie seit Beginn des Syrienkrieges im Jahr 2011. Mithilfe der Rebellen versucht Ankara, die Entstehung eines zusammenhängenden Kurdengebiets in Nordsyrien (und damit an der türkischen Grenze) zu verhindern.

Warum droht die Lage jetzt zu eskalieren?

epa07003234 A handout photo made available by the Iranian presidential office shows Iranian president Hassan Rouhani (C),Turkish president Recep Tayyip Erdogan (R), and Russia president Vladimir Putin (L) during a joint press conference after their a meeting in Tehran, Iran, 07 September 2018. Media Reported that Iran, Russia, and Turkey are holding a trilateral meeting on the Syria crisis.  EPA/IRAN PRESIDENTIAL OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/IRAN PRESIDENTIAL OFFICE

Am Wochenende kamen Russland, Iran und die Türkei zusammen, um über das weitere Vorgehen in Idlib zu beraten. Der türkische Präsident wollte Zeit gewinnen, um die verschiedenen Rebellengruppen in die von der Türkei besetzten Gebiete im Norden des Landes abziehen zu lassen. Russland und Iran lehnten ab. Terroristen werde kein freies Geleit gewährt, so die Begründung. Tatsächlich befindet sich eine Vielzahl an tschetschenischen Kämpfern in Idlib. Moskau wird diese kaum abziehen lassen. Die Türkei steckt in der Zwickmühle: Einerseits hat sie in Syrien aus ihrer Sicht vitale Interessen zu verteidigen. Andererseits möchte sie eine direkte Konfrontation mit Russland unbedingt vermeiden.

Welche Rolle spielt Europa?

Europa soll vor allem beim Wiederaufbau Syriens helfen. Das ist zumindest der Wunsch des russischen Präsidenten. Die mehr als 100 Milliarden Euro, die für den Wiederaufbau des zerstörten Landes nötig wären, kann Russland alleine unmöglich aufbringen. Deutschland, Frankreich und Grossbritannien haben bereits ablehnend reagiert. Putin hat allerdings ein Druckmittel: Die Menschen, die sich bei einem Angriff auf Idlib in Richtung Europa aufmachen würden. (aargauerzeitung.ch)

Kunst in den Ruinen von Syrien

Video: srf/SDA SRF

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ezclips 14.09.2018 11:06
    Highlight US Kongress Frau Tulsi Gabbard verurteilt den Schutz von Al-Qaida in Syrien durch die Trump Administration.
    3 0 Melden
  • ezclips 13.09.2018 11:45
    Highlight Der Titel des Videos: Die USA geben zu, dass AlQaeda in Idlib regiert und dass sie es schützen wollen.
    7 1 Melden
  • TheDan 13.09.2018 11:30
    Highlight Ich wünsche mir für Syrien und seine Bewohner dass dieser elende Krieg endlich ein Ende findet und hoffe dass alle die den geplanten Regimechange finanziell oder mit Waffenlieferungen unterstützt haben ihre gerechte Strafe erhalten.
    13 0 Melden
  • Bonjourayn 13.09.2018 09:50
    Highlight Wer hält sich in Idlib auf...? Laut Unicef-Schätzungen rund 1 Million Kinder. Vielleicht auch noch wichtig zu erwähnen, damit die Lage richtig eingeschätzt werden kann.
    8 21 Melden
  • Snowy 13.09.2018 09:45
    Highlight Geopolitik!

    Weder USA, Russland, Iran, Rebellen, Türkei interessieren die Menschenrechte.
    Alles andere ist Propaganda. Also soweit alles wie immer wenn Krieg herrscht.

    Nun gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Konflikt ausgehen könnte:

    a) Türkei/EU/USA/Saudis/islamistische Rebellen "gewinnen": Der Diktator ist zwar weg, an seine Stelle treten islamistische Warlods und Terrorgruppen

    b) Russland/Iran/Assad "gewinnen": Der Diktator bleibt an der Macht

    Die Welt hat die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich entscheide mich mangels besserer Alternativen (und den Erfahrungen aus Irak/Libyen) für b).
    41 3 Melden
    • happybeast 13.09.2018 12:07
      Highlight b) ...bleibt an der Macht und die neue Ordnung im Mittleren Osten kann erstellt werden.
      9 1 Melden
    • DemonCore 13.09.2018 12:08
      Highlight Im Irak und in Libyen sind zwei der grausamsten Diktatoren des 20. Jhdt. entmachtet worden. Gaddafi hat u.a. 20 bulgarische Krankenschwestern jahrelang festgehalten und gefoltert und über Lockerbie 250 unschuldige Menschen aus der Luft geholt. Saddam Hussein hat Kurdendörfer vergast wie andere Geburtstag feiern, seine Söhne hatten das ius prima noctis in Baghdad und einen privaten Folterkeller. Es ist vlt nicht das grösste Übel unserer Zeit, dass diese beiden Massenmörder mit Anhang nicht mehr unter uns weilen.
      3 16 Melden
    • Dirk Leinher 13.09.2018 19:05
      Highlight Fragen Sie die Libyer, wie es sich so unter Gadaffi lebte. Stochworte: Kostenlose Bildung, medizinische Versorgung, Great man made River,
      Startgeld für Landwirtschaftsbetriebe.
      Alles weggebombt durch die USA und co.
      Er wurde nicht wegen lokerbie und auch nicht wegen den Krankenschwestern entfernt sondern wegen seinen konstruktiven Taten.
      8 0 Melden
  • Olaf! 13.09.2018 09:42
    Highlight Wenn der Krieg fertig ist nachdem Idlib eingenommen ist, wieso würden die Flüchtlinge denn überhaupt aufgenommen?
    18 17 Melden
    • Oh Dae-su 13.09.2018 11:02
      Highlight Der Spiegel hat dazu einen guten Artikel verfasst:

      http://spiegel.de/politik/ausland/syrien-die-macht-auf-die-es-bald-ankommen-wird-gastbeitrag-a-1227719.html

      Kurz gesagt, Assad möchte die Syrische Bevölkerung "homogenisieren" und hat darum ein vitales Interesse daran, dass diese Menschen das Land verlassen und nie zurückkommen.
      9 9 Melden
    • Saraina 13.09.2018 14:24
      Highlight Kurz gesagt: weil diese Leute, wie viele derjenigen die schon hier sind, vor Assad geflohen sind. Es gab schon syrische Flüchtlinge vor dem Krieg
      1 5 Melden
    • Olaf! 13.09.2018 15:41
      Highlight Danke Oh Dae-su. In diesem Fall fände ich es aber wichtig die 100 Milliarden Hilfe an strenge Bedingungen zu knüpfen, welche die im Spiegel Artikel beschriebenen Pläne von Assad verunmöglichen.
      0 4 Melden
  • Dschonnie 13.09.2018 09:25
    Highlight Fast so spannend wie ein Krimi.
    2 12 Melden
  • Dirk Leinher 13.09.2018 09:25
    Highlight Eine wichtige Information fehlt: in Idlib hat hauptsächlich der syrische Zweig der Al-Qaida die Kontrolle. Die sind übrigens für 9/11 verantwortlich. Die USA sollten froh sein wenn Assad und die Russen das Problem lösen. Ausser man will es gar nicht lösen wie so oft.
    30 4 Melden
    • Ad Sch 13.09.2018 12:36
      Highlight Al-Qaeda wurde durch die usa erschaffen, genau gleich wie die anderen terrorgruppen, die sich in dieser Region herumtreiben, nicht für 911 verantwortlich.
      in idlib wird es bald wieder giftgas anschläge geben mit bildmaterial der weissen helme um es assad in die schuhe zu schieben. dafür wurden auch die yt-kanäle, twitter-konten der regierursnahem medienstellen vorsorglich gesperrt. viel spass in der Propagandaschlacht
      9 2 Melden
    • Saraina 13.09.2018 14:26
      Highlight Die Frage ist doch, mit welchen Folgen für die dortige Zivilbevölkerung wird das Problem gelöst? Als Mossul eingenommen wurde, erlaubte man tausenden von Kömpfern den Abzug, um die Zivilbevölkerung wenigstens etwas zu schonen. Ob das die Russen auch so handhaben, ist fraglich.
      2 5 Melden
    • Dirk Leinher 13.09.2018 19:48
      Highlight Saraina, man liess sie aus Mossul nach Syrien abziehen. Da hatte eigennürzige Gründe nicht wegen den Zivilisten Wo sollen sie den dieses Mal abziehen. Ich bin für USA, Saudiarabien, Grossbritannien. Einverstanden?
      Das Angebot steht schon, sie brauchen nur die waffen zu strecken., wie dies vor Ihnen schon tausende Kämpfer machren. Assad untefscheided offensichtlich zwischen moderaten (verhandlungsbereiten) und anderen.
      4 0 Melden
    • Saraina 14.09.2018 08:37
      Highlight Dirk, viele der Kämpfer sind keine Syrer. Dass die Kämpfer vor Assad und den Russen nicht die Waffen strecken ist nachvollziehbar. Es ist wohl besser, im Kampf zu sterben als in Assads Foltergefängnissen. Zudem kam es zu Vergewaltigungen durch russische Kämpfer bei der Einnahme von Aleppo. Die Soldaten, die für Russland kämpfen sind kriegserfahrene Tschetschenen und nicht unbedingt den Menschen-und Kriegsrechten treu.
      1 3 Melden
    • Dirk Leinher 14.09.2018 10:57
      Highlight @saraina
      Sie reden genauso wie die al-qaida Ihre Taten schönreden. Während es auf SAA, Russlandseite das alles gegeben haben mag ( bitte quelle noch angeben) ist es bei al-qaida System.
      Assad konnte durch den Regimechange Verduch nicht gedtürzt wrden, weil er die Unterstützung eines grossen Teils der syrischen Bevölkerung hinter sich hat. Dass viele terroristen nicht aus syrien stammen geben sie ja selbst zu. Es ist und war ein von aussen geschürter Konflikt.
      3 0 Melden
    • Saraina 14.09.2018 13:11
      Highlight Was heisst ich gebe es selbst zu? Natürlich wurde der ursprüngliche Versuch der Syrer, gegen Assads Brutalherrschaft aufzustehen alsbald mit Unterstützung von Saudi Arabien durch Dschihadisten gekapert. Natürlich wurde Saudi Arabien dabei vom Westen unterstützt, es wurden ja auch bekannterweise Schweizer Granaten verwendet, die an Riadh geliefert wurden. Das heisst aber keineswegs, dass die Syrer das Assad Regime und seine Foltergefängnisse schätzt. Es sind trotz der Rückeroberung noch immer fast die Hälfte der Syrer auf der Flucht. Assad betreibt Vertreibung im grossen Stil.
      0 1 Melden
    • Saraina 14.09.2018 18:41
      Highlight Exgüsi Dirk, ich habe mich geirrt. Bei der Rückeroberung von Raqqa wurde Kämpfern der Abzug ermöglicht, in Mossul eben nicht, mit grauenhaften Folgen für die Zivilbevölkerung. Quelle auf die Schnelle, es gibt dieselbe Info auf seriöseren Medien. Wohin denkst du, sind diese Kämpfer abgezogen? Nach Idlib eher nicht, die Rebellen dort würden den IS nicht freundlich empfangen.

      https://www.20min.ch/ausland/news/story/US-Koalition-liess-IS-Kaempfer-abziehen-18792381?httpredirect
      0 1 Melden
    • Dirk Leinher 15.09.2018 09:33
      Highlight Und was genau macht Sie so sicher dass es nicht umgekehrt war? Dass der Aufstand nicht von Anfang an von Aussen geschürt wurde?
      Und wieso gehen Sie davon aus dass sich ISIS Kämpfer nicht auch als Weisshelme, Al-Qaida oder gemässigte Terroristen, sorry Rebellen ausgeben können?
      Sie nehmen es an, denn wie auch ich waren Sie nie dort. Ich kann jedoch für mich behaupten dass ich einer gewissen Logik folge wenn ich behaupte dass Assad die Unterstützung des Volkes haben muss, eine Unterstützung die die Rebellen eben nicht haben.
      1 1 Melden
    • Dirk Leinher 15.09.2018 09:39
      Highlight Assad hat in den von Terroristen befreiten Gebieten gezeigt, dass er fähig ist eine Versöhnung herbeizuführen und nicht einfach die Bevölkerung hinter Gitter brachte. Gerade rund um Idlib sind zur Zeit viele ehemalige Kämpfer der FSA dabei, die nun für die SAA kämpfen. Während die Rebellen ihre Kämpfer bei der Stange halten müssen indemm mal wieder öffentlich einige Dutzend Unwillige erschossen oder geköpft werden, hat Assad regen Zulauf an Soldaten aus der Bevölkerung.
      2 1 Melden
    • Saraina 15.09.2018 15:29
      Highlight Für den regen Zulauf an Soldaten aus der Bevölkerung und der FSA müssen Sie jetzt aber Belege bringen.

      Abgesehen davon, dass in- und ausländische Kämpfer von Assad grosszügig den Grundbesitz von Flüchtlingen erhalten, was die Motivation erhöhen dürfte...

      In der Schweiz lebt ein ehemaliger Brigadegeneral und Chef des syrischen Inlandgeheimdienstes als vorläufig Aufgenommener. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen diesen Mann. Wieso, wenn doch die syrische Regierung auf so gutem Fuss mit ihrer Bevölkerung stand?
      0 0 Melden
    • Dirk Leinher 15.09.2018 18:06
      Highlight Weder Sie noch ich kennen die genauen Umstände dieses Geheimdienstlers. Wieso die Schweiz gegen ihn ermuttelt weiss ich auch nicht. Ich weiss aber dass anhand von einzelbeispielen nie argumentiert werden kann. Oder sollen wir das Beispiel edward snowden als Beleg dafür nehmen, dass generell Menschenflucht aus den USA nach Russland existiert?
      Dass viele FSA kämpfer sich feiwillig der SAA anschlossen statt nach Idlib zu gehen können Sie selbst nachlesen. Aber wahrscheinlich haben Sie auch von dwr versöhnungsarbeit russlands noch nie was gehört. Vielleicht wenuger einseitige Medien konsumieren.
      1 0 Melden
  • Dong 13.09.2018 09:22
    Highlight Jetzt fragt sich der Westen wohl, wie man das Ende des Syrien-Krieges noch verhindern kann. Immerhin nur noch halbherzig. Deshalb hier zum mitschreiben:

    - Je eher das vorbei ist, desto besser für die Syrer.
    - Man müsste aus moralischer Sicht jetzt den Kämpfern, die man in der Vergangenheit unterstützt (verheizt?) hat, Asyl gewähren! (Ich will die Dschihadisten aber nicht in meiner Nähe)
    - Geht die Runde halt an Russland/Iran, so what, wir haben ja noch Irak, Afghanistan und Libyen, wo uns niemand an der Stabilisierung des nahen Ostens hindert.

    Noch Fragen? Ansonsten nichts zu danken.
    25 6 Melden
  • Repplyfire 13.09.2018 09:14
    Highlight Erdi kann ja nun mit seinem Staatsfonds den Wiederaufbau finanzieren. Er war es ja auch, der den Krieg mit seinen Waffen und seinem Geld für die Islamisten anheizte.
    10 3 Melden
  • jimknopf 13.09.2018 09:07
    Highlight Putin (natürlich nicht alleine) zerbombt das Land und fordert von Europa die Kosten für den Wiederaufbau von 100 Milliarden zu übernehmen? Natürlich müssen wir Europäer den Syrer helfen, auch muss Europa weitere Flüchtlinge aufnehmen. Allerdings nicht nur der westliche Teil Europas sondern auch der Osten (Türkei ausgeschlossen)!
    13 43 Melden
    • Dirk Leinher 13.09.2018 09:17
      Highlight Korrekt, schliesslich hat auch Europa zur Zerstörung beigetragen indem diese die Terroristen stützen.
      22 7 Melden
  • Datsyuk 13.09.2018 08:19
    Highlight Islamistische Rebellen? Welche denn?
    10 10 Melden
  • leu84 13.09.2018 08:05
    Highlight Wenn man nur zuschaut...
    3 24 Melden
  • DemonCore 13.09.2018 07:54
    Highlight Putin freut sich über jeden einzelnen Flüchtling der nach Europa aufbricht. Mehr Destasbilisierung und politische Aufruhr in der EU, das erstarken Russland -freundlicher Rechtspopulisten sind genau das was er braucht. Oben drauf ein auf Jahrzehnte ergebenes Syrien, die Türkei eingeschüchtert und eine willkommene Ablenkung von den Missständen Zuhause. Wahlbeteiligung an den Wahlen letzte Woche 20%. Der Westen fällt treu-doof drauf rein und baut am Schluss auf was Russland 7 Jahre lang kaputt geschlagen hat.
    8 27 Melden
    • MGPC 13.09.2018 11:39
      Highlight Der westen baut auf? Noch nie so herzhaft gelacht.
      18 3 Melden

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