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«Entscheidender Sieg» – syrische Truppen dringen in Rebellenstadt ein



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Die Gegend um Chan Scheichun war Ziel einer Regime-Offensive. bild: syrian civil war map

Bodentruppen der syrischen Regierung sind in die von Rebellen gehaltene Stadt Chan Scheichun in der Region Idlib eingedrungen. Damit ist ihnen nach Meinung der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ein entscheidender Sieg gelungen.

Die umstrittene syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, die Regierungskräfte und ihren russischen Verbündeten seien nach heftigen Luftangriffen und Artilleriebeschuss am späten Montagabend in Stadtteile von Chan Scheichun eingezogen, nachdem sich die Rebellen zurückgezogen hätten.

Der Vorsitzende der Beobachtungsstelle Rami Abdel Rahman sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Das ist ein entscheidender Sieg für die Regierungstruppen.» Die grösste Stadt im Süden von Idlib, Chan Scheichun, liegt an der strategisch wichtigen Strasse von Damaskus nach Aleppo und führt auch durch Homs.

Die Syrische Armee hat eine wichtige Nord-Süd-Achse abgeschnitten.

Aktivisten veröffentlichten in den sozialen Medien Videos, auf denen zu sehen ist, wie Dutzende Granaten auf die Stadt abgefeuert wurden. «Die Regimekräfte verfolgen eine Politik der verbrannten Erde, um Städte und Gemeinden unter Kontrolle zu bekommen», schrieben sie.

Der Beschuss von Chan Scheichun durch das Regime

Rahman hatte vor wenigen Tagen gewarnt, dass, wenn die Regierungskräfte die Stadt einnehmen würden, die Rebellen auch im Norden der benachbarten Provinz Hama in eine schwierige Lage kommen würden. «Entweder werden sie sich zurückziehen müssen oder bis zum Ende kämpfen, weil sie belagert werden.»

Die USA forderten Syrien zur Mässigung auf. US-Aussenamtssprecherin Morgan Ortagus schrieb auf Twitter: «Das Assad-Regime und seine Verbündeten müssen zum Waffenstillstand in Idlib zurückkehren.»

25'000 Menschen vertrieben

Der Beobachtungsstelle zufolge wurden durch die Gewalt der vergangenen Tage im Süden von Idlib rund 25'000 Menschen vertrieben – meist in ländliche Gebiete im Norden, in die Stadt Idlib und Gebiete nahe der Grenze zur Türkei.

Die Vereinten Nationen hatten im Juli mitgeteilt, dass durch die Angriffe der syrischen Regierungstruppen zur Einnahme von Idlib seit April mehr als 400'000 Menschen vertrieben worden seien.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte erklärt, seit Beginn der Angriffe Ende April seien mehr als 900 Zivilisten getötet worden, darunter 235 Kinder. (sda/dpa)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dragona 20.08.2019 15:36
    Highlight Highlight Den syrischen Zweig der Al-Qaida als "Rebellen" zu bezeichnen, mol mol, das treibt anscheinend niemandem mehr die Schamröte ins Gesicht, sollte es aber. HTS ist nichts anderes als Al-Qaida
    • rodolofo 20.08.2019 18:49
      Highlight Highlight Die Einzigen, die es noch wagen, dem faschistischen Staatsterror des Assad-Régimes und seinen ebenso brutalen und skrupellosen Verbündeten des Russischen Militärs die Stirn zu bieten, sind nun mal die Islamisten!
      Ich finde das auch nicht gut, aber schau was sie mit den Jugendlichen gemacht haben, die nur übermütige Sprayereien gegen Assad angestellt haben, als Streiche von "Halbstarken"!
      Die sind in einem berüchtigten Folterknast verschwunden, so wie tausende von "gemässigten Rebellen"!
      Wenn selbst die Gemässigten eliminiert werden, bleiben am Ende nur noch der IS und Al Quaida...
    • AquaeHelveticae 21.08.2019 09:14
      Highlight Highlight Häuser von Nicht-Muslimen markieren, später gezielt alle ausrotten, Kinder und Frauen versklaven, Menschen bei lebendigem Leibe verbrennen, ...
      Ich weiss nicht wie faschistisch das Regime ist. Aber zumindest die religiösen Minderheiten konnten unter ihm einigermassen existieren. Ein Wechsel von schlecht auf noch schlechter kann keine Lösung sein.
    • rodolofo 21.08.2019 16:52
      Highlight Highlight Wenn Assad "die eigene Bevölkerung" mit Giftgas bombardieren lässt, dann ist das nicht ganz richtig gesagt.
      Er sieht nämlich Muslime nicht als "Eigene".
      Aber ähnlich archaisch verhalten sich auch die Schiiten, Sunniten, Juden, usw.
      Die künstlichen Grenzen der Kolonialstaaten passen nicht zum rückständigen Denken und Verhalten der Menschen.
      Ausser den Kurden!
      Die sind für mich der einzige Hoffnungsschimmer in dieser vermaledeiten Macho-Region...
  • AquaeHelveticae 20.08.2019 15:09
    Highlight Highlight Die armen "Rebellen" der Hayat Tahrir al-Sham. Nicht mal in ruhe einen Gottesstaat aufbauen darf man heutzutage.

    Und nun ernsthaft: Man kann vom Regime halten was man will. Aber solange die Rebellen von solchen Organisationen angeführt werden, werden sie nie die Sympathien der Mehrheit erlangen. Die Syrer werden sich wohl noch gut an die Zeiten des IS erinnern.
    • rodolofo 20.08.2019 18:57
      Highlight Highlight Der IS wurde weder vom Assad-Régime noch vom Russischen Militär wirkungsvoll bekämpft, sondern von den Syrischen Kurden!
      Der IS bietet ja im Gegenteil einen willkommenen Vorwand, die Schrauben weiter anzuziehen und die faschistische Diktatur weiter zu perfektionieren!
      Dass Trump die Syrischen Kurden ausgerechnet jetzt im Stich lässt, wo sie auch für die USA die Drecksarbeit gegen den IS erledigt haben, zeigt, dass auch die USA unter Trump faschistische Diktaturen im Nahen Osten wollen und dass sie mit den relativ demokratischen und multikulturell offenen Kurden nichts anzufangen wissen...

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