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epa05935398 Soldiers of the People's Protection Units (YPG) Kurdish militia stand guard next to a US eight-wheeled armored fighting vehicles, near al-Ghanamya village, al-Darbasiyah town  at the Syrian-Turkish border, Syria, 29 April 2017. The Turkish army allegedly shelled several locations belonging to the YPG a day earlier with no casualties.  EPA/YOUSSEF RABIE YOUSSEF

Kurdische Kämpfer bewachen Fahrzeuge der US-Armee.  Bild: EPA/EPA

Mehrere Gewinner und ein grosser Verlierer – das musst du zum US-Rückzug aus Syrien wissen



Die Rückzugserklärung

Das Weisse Haus gab am Mittwoch überraschend bekannt, dass die US-Streitkräfte aus Syrien abgezogen werden. Die Begründung lieferte Präsident Donald Trump per Twitter: «Wir haben den IS in Syrien geschlagen, das war der einzige Grund, während der Trump-Präsidentschaft dort zu sein.»

Welche Ziele haben die US-Streitkräfte verfolgt?

Bekämpfung des IS

Mehr als 2000 Spezialeinheiten waren im Norden des Landes stationiert. Gemeinsam mit syrischen Kurden bekämpften sie die Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS). Laut CNN gelang es der Allianz, den IS mehrheitlich zu zerschlagen. Allerdings ist die Gefahr noch nicht gebannt.

Zudem rüsteten die Amerikaner die kurdischen Kämpfer mit Waffen aus und sorgten durch ihre Anwesenheit dafür, dass der Konflikt zwischen Kurden und der Türkei nicht ausartete. 

Wiederaufbau in Syrien wird zur Herkulesaufgabe:

abspielen

Video: srf

Iran und Russland

Die US-Armee konnte bislang eine Ausweitung des Einflusses von Russland und vom Iran verhindern. Dem Iran wird vorgeworfen, die verbündete Hisbollah im Libanon mit Waffen durch Syrien beliefert zu haben – was eine grosse Gefahr für Israel darstellt. Teheran hat dies zwar immer bestritten, aber es soll Hinweise dazu geben. 

Russland hatte das syrische Regime militärisch unterstützt und versuchte laufend, mehr Einfluss im Land zu gewinnen. Allerdings wurde das Bündnis durch die Amerikaner in Schach gehalten. So haben die US-Streitkräfte bei einem militärischen Einsatz eine Wiedereroberung von Ölfeldern durch die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad verhindert. Möglich ist, dass bei dem Vorfall auch Dutzende russische Söldner getötet wurden.

Wer profitiert vom Rückzug?

Zu den Gewinnern gehört ganz sicher die Türkei. Präsident Erdogan droht seit Tagen mit einem Angriff auf die kurdischen Kämpfer. Ankara sieht in ihnen eine Bedrohung und hat diese mehrfach als Terroristen bezeichnet. Das Einzige, was Erdogan bislang davon abhielt, war die Allianz mit den USA – ein Gefecht mit Amerikanern wollte er nicht wagen. Mit dem Abzug sinkt nun das Risiko auf Null.

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan delivers a speech to MPs of his ruling Justice and Development Party (AKP) at the parliament in Ankara, Turkey, Tuesday, Nov. 20, 2018. (AP Photo/Burhan Ozbilici)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Bild: AP/AP

Russlands Präsident Wladimir Putin gehört ebenfalls zu den Profiteuren. Seine Armee stellt nun die grösste und wichtigste in Syrien dar und könnte mit der Armee des syrischen Präsidenten al-Assad weiter Einfluss gewinnen.

Der Syrien-Experte Charles Lister sprach am Mittwoch ausserdem von einem «Traum-Szenario» für den IS. Der Kampf gegen die Terrororganisation sei noch nicht vorüber. Zehn Minuten vor Trumps Ankündigung bekannten sich die Terroristen zu einem Anschlag, der in der Stadt Raqqa verübt wurde.

Warum gerade jetzt?

Man weiss (noch) nicht, was Trump dazu veranlasst hat. Laut CNN kommt der plötzliche Rückzug unerwartet und wirft Fragen auf. Schliesslich hätten die USA in Nordsyrien keine temporären Militärbasen aufgebaut. Der Beschluss steht auch in einem Widerspruch zu mehreren grossen Interessen der USA. 

epa07224683 US President Donald J. Trump delivers remarks to members of the news media beside lawmakers and religious leaders during a signing ceremony for H.R. 390, the 'Iraq and Syria Genocide Relief and Accountability Act of 2018', in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 11 December 2018. The law will provide emergency humanitarian and recovery assistance to victims of crimes against humanity, war crimes and genocide in Iraq and Syria. The legislation also directs the US State Department to preserve evidence of genocide in those regions.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Trump wird für seinen Entscheid scharf kritisiert – auch aus den eigenen Reihen.  Bild: EPA/EPA

Zynische Zungen behaupten, es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich die Amerikaner aus Syrien verabschieden. Bereits im ersten Golfkrieg hatten sich die USA plötzlich aus dem Krisengebiet zurückgezogen – und die Kurden alleine ihrem Schicksal überlassen. Jetzt droht ihnen der Konflikt mit den türkischen Streitkräften. (vom)

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Conguero 20.12.2018 14:14
    Highlight Highlight Es ist unfassbar skandalös, wie die Kurden einmal mehr im Stich gelassen und verkauft werden. Sie haben wohl den grössten Blutzoll bezahlt, um Daesh zurückzudrängen (besiegt sind diese Bast... leider noch lange nicht), sie haben, mehrheitlich selber Sunniten, ihr Leben riskiert, um die Jesiden vor dem kompletten Genozid zu retten - aber die Welt schaut zu, wie der Egowahn von Ankara ihnen in den Rücken fällt, und der Trampel von Washington lässt sie nun auch noch im Stich. Man sollte endlich mal dran denken, dass die Kurden für uns alle kämpfen! Ich habe grossen Respekt für dieses Volk.
  • John Joe 20.12.2018 13:13
    Highlight Highlight Einmal mehr werden die Kurden nach "gebrauch weggeworfen". Ein Volk welches schon lange einen eigenen Staat verdient hätte, das trotz Krieg gewiße Strukturen aufrechterhält und welches sich als einzig verlässlicher Partner im Kampf gegen den Daesh herausstellte; man denke an die weiblichen Peshmerga. Aber ja der Chefterrorist vom Bosporus zusammen mit seinem KGB-Heini von der Moskwa haben 0 Interesse an einer demokratisch kontrollierten Ordnung in der Region. Noch weniger die sunnitischen Eiferer und ihre Finanziers vom Golf. Die USA? Ist einfach froh wenn sie ihre Base in Incirlik halten kann
    • Heinz Maag 20.12.2018 17:01
      Highlight Highlight Die PKK und YPG sind alles andere als "Demokratische Ordnung" jeder die beiden Terrororganisationen kennt weiss wovon ich schreibe. Der Nahen Osten braucht kein neues Land sondern frieden untereinander. Ein Kurdistan auf Kosten Syrien und Irak wird den Krieg in Nahen Osten für weitere 50 Jahre verlängern. Die Kurden sollten sich endlich integrieren und nicht alle Probleme mit Terror und Waffengewalt lösen.
  • Xonco 20.12.2018 11:50
    Highlight Highlight Geostrategische Lage, Pipelines, Hintergründe.

    Nope

    Böser Islam, Böse IS, Böser Assad, gute andere machen Kloppe, böse Weg, alles wird nun gut.
  • Rocky Gonzales 20.12.2018 11:29
    Highlight Highlight Seltsam, wir alle scheinen Nahostspezialisten zu sein. Ich persönlich kann nicht beurteilen ob dieser Rückzug sinnvoll ist. Sicher ist, er erspart den USA unheimliche Kosten. Lässt auf der anderen Seite die Kurden mehr oder weniger alleine zurück. Trotzdem, die Probleme können nur von Einheimischen gelöst werden. Der Westen hat bereits viel Unheil angerichtet mit all den strategischen Spielchen, bereits in/nach dem II. Weltkrieg. Es wäre zu wünschen es fände sich ein starker, fairer Mann in der Region mit der Fähigkeit alle an einen Tisch zu bringen um langfristige Lösungen zu schaffen.
    • rodolofo 21.12.2018 07:03
      Highlight Highlight Um's Himmels Willen KEINEN STARKEN MANN MEHR!!!
      Wie wär's mal mit einer "schwachen" Frau?
  • Dina Rudolfson 20.12.2018 10:06
    Highlight Highlight Eine unglaubliche Katastrophe, dass die Kurden verraten wurden. Wie so oft in der Geschichte. Dabei sind die Kurden, die einzigen dort, die eine gewisse Demokratie und Rechtstaatlichkeit haben. So schlimm für alle Kurden, die zwischen Manbij und Derik leben und nicht wissen, was in den nächsten Tagen/Wochen mit ihnen passiert. Auch für die vielen Familienangehörigen, die flüchten konnten, ist es eine Katastrophe zu sehen, dass ihre Familien schon wieder in Gefahr sind. Alle diese Diktatoren sind einfach das Letzte. Trotzdem gibt es auch genug Kranke bei uns, die solche Leute läss finden.
  • Sebastian Wendelspiess 20.12.2018 09:29
    Highlight Highlight Sehr vielsagend, wenn Trump sogar fürs nicht-kriegen kritisiert wird...
    • rodolofo 21.12.2018 07:01
      Highlight Highlight Es kommt eben darauf an, für welche Sache Du bereit bist, Dein Leben auf's Spiel zu setzen!
      Wenn Du für Demokratie und Freiheit kämpfst, bist Du ein ehrenwertes Vorbild.
      Wenn Du für möglichst viel Geld und Macht kämpfst, bist Du ein Arschloch.
      Bemerkst Du den entscheidenden Unterschied zwischen den zwei sehr unterschiedlichen Arten zu kämpfen?
    • Sebastian Wendelspiess 21.12.2018 10:13
      Highlight Highlight Und wo genau kämpfen jetzt die USA für Demokratie und Freiheit. Nein, wie ganz oft habe ich Mühe deine Kommentare zu verstehen.
  • Sebastian Wendelspiess 20.12.2018 08:59
    Highlight Highlight „So haben die US-Streitkräfte bei einem militärischen Einsatz eine Wiedereroberung von Ölfeldern durch die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad verhindert.“

    Das sagt doch schon fast alles.
  • Froggr 20.12.2018 08:54
    Highlight Highlight Trump löst ein Wahlveesprechen nach dem anderen ein. Vielen gefällt dies hier anscheinend nicht. Warum ist mir schleierhaft. Möglicherweise wegen der drohenden Wiederwahl?
    • Vanessa_2107 20.12.2018 09:30
      Highlight Highlight @Froggr - uh ja gell, seine Mauer wird ja nun auch gebaut und Mexiko bezahlt sie....
      Unten eine GIF, die deinem Idol seine Wahlversprechen schön zusammenfasst. (Betreffend dem IS gerade nicht mehr à jour) du kannst selber schauen, wie er die Versprechen gehalten hat.
      Benutzer Bild
  • Skeptischer Optimist 20.12.2018 08:45
    Highlight Highlight Wenn man all dies liest, könnte meinen, dass die Amerikaner in tatsächlich in Syrien wären um den sogenannten islamischen Staat zu bekämpfen.

    Was kompletter Unsinn ist. Die Amerikaner unterhalten ihre - völkerrechtlich im besten Fall fragwürdige - Expeditionsarmee in Syrien um sich Einfluss zu sichern. Sie verhalten sich dabei opportunistisch, inklusive Kollaboration mit den Kopfabhauern.

    Moral oder legitime Sicherheitsbedürfnisse spielen hier keine Rolle.
  • pun 20.12.2018 08:39
    Highlight Highlight Einmal mehr in der Geschichte werden due Kurden so lange unterstützt wie sie nützlich sind und direkt danach einem Despoten zum Frass vorgeworfen. Erdogan hat bereits den Kanton Afrin attackiert und die Islamisten zurückgebracht. Eine Schande.
  • #Technium# 20.12.2018 08:38
    Highlight Highlight Wie könnt ihr von Gewinnern hier reden? Im Krieg gibt es nur Verlierer.
    • Rocky Gonzales 20.12.2018 11:32
      Highlight Highlight die bereits mehrfach bekannte übrliche Aussage! Sorry.
  • Bruno S.1988 20.12.2018 08:35
    Highlight Highlight Der IS kann nicht militärisch bekämpft werden. Eine Ideologie kann nicht mit Gewalt bekämpft werden. Im Gegenteil sogar, diese Ideologie wird dadurch eher bestärkt. Seit wievielen Jahren läuft der Kampf gegen Terrorismus schon?! Wenn wir schon bei dem Thema sind Wer Wie profitiert: Es ist der Militärisch Industrielle Komplex. Alle anderen sind Verlierer!
  • Bruno S.1988 20.12.2018 08:27
    Highlight Highlight Ich verstehe die Welt nicht mehr?! Der Abzug der US Truppen soll schlecht sein?! Also ist es gut dass die Amerikaner z.b. seit nun bald 18 Jahren im Afghanistan sind? WTF?!
    Wir sollen weiterhin mit Terroranschlägen leben und zusehen wie die Amis Rebellen bewaffnen die dann zu Terrororganisationen wie der Al Kaida und Isis werden? Und alles nur um den Einfluss von Russland und den sonstigen Bösen zu minimieren...NEIN! Öl- und Gas-Pipelines sind das Leben unschuldiger Opfer nicht wert. Sowohl bei uns im Westen wie auch im Nahen Osten nicht!
  • Dong 20.12.2018 08:15
    Highlight Highlight Hört doch bitte mit diesen Märchen auf! Niemand war wegen dem IS in Syrien. Die einen (NATO, SA, ...) wollten einen Regimewechsel, die andern (Ru, Iran) wollten diesen verhindern.
    Das war schon so in Afghanistan, im Irak, in Libyen und hat zu nichts geführt ausser Toten, Terroristen und Flüchtlingen.
    Und was Syrien betrifft, die waren schon vorher Bündnis-Partner mit Iran und Russland - diese Länder haben ihren Einfluss nur verteidigt, nicht ausgebaut.
    Unterm Strich wohl für die meisten Syrer Good News, dass Trump diesen nutzlosen Krieg an den Nagel hängt.
    • rodolofo 21.12.2018 06:45
      Highlight Highlight Ausser für die Kurden (sind ja genau genommen auch Syrer...).
  • Gertrud 20.12.2018 08:12
    Highlight Highlight Und wieder wird nach einem militärischen Einsatz ein unglaubliches Vakuum hinterlassen, dass nur darauf wartet, von Extremisten und anderen militanten Gruppierungen ausgefüllt zu werden. Also eigentlich dasselbe Szenario, dass es dem IS auch ermöglichte, derart rasant aufzusteigen. Um es mit den Worten Gandhis zu formulieren: „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“
    • rodolofo 21.12.2018 06:44
      Highlight Highlight Eigentlich wären die KurdInnen, die in dem Gebiet leben, sehr wohl in der Lage, selber für ihre Sicherheit und für eine demokratische Ordnung zu sorgen!
      Was sie unter den in Syrien herrschenden Bürgerkriegs- und Stellvertreterkriegs-Bedingungen erreicht haben, darf als unglaublich sensationell bejubelt werden!
      Aber wenn es dem bösen Nachbarn (Erdogan-Türkei) nicht gefällt, wird "Syrisch Kurdistan" nicht freudig und friedlich feiern können...
      Und Trump will doch keine SOZIALISTEN unterstützen!
      Gott bewahre, wo kämen wir denn da hin?!
      Ins Paradies, anstatt in die Hölle vielleicht...
  • rolf.iller 20.12.2018 08:00
    Highlight Highlight Da werden sich die Russen aber freuen.

    Dann können sie endlich die von den Kurden mit US-unterstützung gehaltenen Ölquellen bei Deir ez-Zor erobern. Das hatten sie zwar schon versucht, dann aber im Feuergefecht mit US-Truppen 200-300 Mann verloren. Ein Feuergefecht zwischen Amerikaner und Russen wurde nur deshalb nicht zur internationalen Krise, weil auf russischer Seite Söldner der Gruppe Wagner standen.

    https://www.nytimes.com/2018/05/24/world/middleeast/american-commandos-russian-mercenaries-syria.html
  • rodolofo 20.12.2018 07:52
    Highlight Highlight Vielleicht will Trump nicht, dass Putin die Film-Aufnahmen unter dem Code-Namen "Golden Shower" zusammen mit Russischen Prostituierten zur Veröffentlichung frei gibt?
    Wir wissen es nicht.
    Aber wir wissen zur Genüge, dass in diesem Schmierentheater der Weltpolitik alles möglich ist, und dass der Mörder immer der Gärtner ist, da dieser für die reichen Villenbesitzer die Dreckarbeit machen muss...
  • anundpfirsich 20.12.2018 07:49
    Highlight Highlight Die USA, immer irgendwo im eigenen Interesse Krieg anfangen und dann nach dem das Chaos angerichtet ist, abziehen. Dann wenn es wichtig wäre aufzuräumen/aufbauen! Ja es wird wie überall Anarchie herrschen. Leider! Sie haben wie immer keine Lust die Suppe auszulöffeln.

    Die USA soll einfach mal aufhören überall sich einzumischen und Krieg anzufangen!
  • Walti Rüdisüli 20.12.2018 07:45
    Highlight Highlight Immer wieder werden die Amerikaner kritisiert wegen ihrer Einschaltung in globalen Konfliktw und immer wenn sie ihre Segel wieder streichen werden sie kehrum kritisiert. Ich verstehe das Problem nicht ganz, entweder gibt man den USA gebührenden Kredit oder man fährt eine klarere Linie.
  • Swisslord 20.12.2018 07:17
    Highlight Highlight Ausgehend davon, das der Atikel starke Tendenz aufweist Contra-Abzug zu sein. Kann mir jmd kurz erklären, gerne auch der Journalist, warum es okay ist, dass die USA in Syrien sind und nicht okay, dass Russland in der Ukraine ist?
    In beiden Fällen keine Einladung der Regierung und auch kein Angriff aus diesen Ländern, was gemäss der UNO der einzige Grund darf sein für Krieg.
    PS: Bin kein Russland-Troll. Ich wär grundsätzlich dafür, dass die UNO als einzige dort wäre.
    • John Joe 20.12.2018 13:41
      Highlight Highlight Darf man fragen was du mit "Contra-Abzug" meinst?
      Die USA in Syrien und Russland in der Ukraine ist beides nicht "okay". Die Russen sind übrigens auch in Syrien und die Amis in der Ukraine, es ist alles nicht so einfach...
      Bezüglich der Perspektive stimme ich dir zu: wir leben alle in Hollywood...
      Du wünscht dir die Präsenz der UNO, du weisst aber auch dass der UNO Sicherheitrat schlussendlich aus den Vetomächten USA und R besteht.
    • Swisslord 20.12.2018 17:05
      Highlight Highlight @john joe: mit "contra-abzug" meine ich, dass der Artikel ziemlich eindeutig aussagt, dass der Abzug eine schlechte Sache ist und nicht gemacht werden sollte.
      Das effektive Konstrukt der UNO ist mir auch bewusst. Natürlich ist einer der Gründe für die heutige Welt ja auch die Organisation der UNO. Aber vom naiven Grundgedanke her, wäre dies die einzige korrekte Variante und zur Sicherstellung, dass nicht mächtige Staaten dauernd ihre Interessen über das Projekt "Weltfrieden" stellen. Ja, ich weiss. Aber träumen darf man ja noch.
    • Swisslord 20.12.2018 17:16
      Highlight Highlight @Echo der Zeit: Aus Sicht der UNO-Vorschriften darf nur ein Verteidigungskrieg geführt werden. Bei beiden Konflikten ist dies aus Sicht von R und USA nicht. Daher kann man auf dieser Ebene diese beiden schon vergleichen aus meiner Sicht. Und es geht mir auch nur um die Wahrnehmung in unseren Medien. Das heisst aber nicht, das ich die Kriege und ihre Auswirkungen miteinander vergleichen will. Dennoch gilt die Regel der UNO für beide aus meiner Sicht. Aber Sie können mir gerne ein Argument geben warum, dass eben nicht der Fall ist. Das war ja meine Frage.
  • Muselbert Qrate 20.12.2018 06:48
    Highlight Highlight Unter Trumps Führung wurde endlich der IS besiegt, Obama scheiterte noch kläglich.

    Trump hat recht wenn er nun nach getaner Arbeit die Truppen abzieht und ein weiteres Wahlversprechen einhält 👏👍
    • Roman Loosli 20.12.2018 07:08
      Highlight Highlight So ein bullshit. Der us ist ein produkt der USA. Wenn sie die Kurden im stich lassen wird ihnen das nie vetzeit werden. Bush hat dad ganze gestartet, ein republikaner....
    • felixJongleur 20.12.2018 07:20
      Highlight Highlight Demfall senden Sie uns bald einen Ferienbericht aus den Gegenden welche vor Kurzem noch als Rückzugsgebiet des IS bezeichnet wurden. Ist ja jetzt sicher dort 👍Freue mich drauf!
    • Stratosurfer 20.12.2018 07:30
      Highlight Highlight Genau das ist der fadenscheinige PR-Eindruck, den er erwecken möchte. Leider bist du in diesem Punkt Trumps Rethotrik auf den Leim gegangen, denn die Koalition gegen den IS und die Entsendung von Spezialeinheiten in Syrien wurde von Obama initiiert. Die verbündete YPG nun schutzlos den Türken auszuliefern, verdeutlicht die Absenz jeglicher Moral in Trumps Handeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 20.12.2018 06:29
    Highlight Highlight Ich denke Trumps Beweggründe sind wie immer kutzsichtig banal und zu seinem Vorteil.

    Er braucht nach soviel schlechter Publicity dringend eine Erfolgsmeldung.

    Da käme die Verkündung
    "Unter meiner Führung, wurde der IS geschlagen. Ich ziehe nun MEINE siegreichen Truppen zurück."

    Es gibt dann eine Riesen Parade, die er als die grösste aller Paraden erwähnt haben will.

    Damit kann er wunderbar von seinen miesen Geschäften ablenken.

    Das halt 1000e NICHT Amerikaner nun um ihr Leben fürchten, interessiert periphär...
    • rodolofo 20.12.2018 07:57
      Highlight Highlight Das "Kanonenfutter" der US-Army besteht auch mehrheitlich aus "Noch nicht-Amerikanern".
      Bei der Armee anzuheuern ist für Migranten oft die einzige Möglichkeit, um in den USA Fuss zu fassen!
      Es ist ein oft tödlich riskanter "Pakt mit dem Teufel"!
      Ich kenne einen Filipino, der war bei der US-Marine. Heute, nachdem er endlich weg konnte vom Militär, will er nicht an die Long Beach, um das Meer zu sehen.
      Wenn er das Meer sieht, kommt bei ihm Alles wieder hoch, all die traumatischen Erlebnisse aus der Zeit als Marine-Soldat...
    • _kokolorix 20.12.2018 08:33
      Highlight Highlight Ungeachtet der wahren Zusammenhänge haben die US Truppen durch ihre blosse Anwesenheit eine gewisse Zurückhaltung der Russen, Türken und Iraner erzwungen.
      Ohne diese passive Beruhigung dürfte es für die Gegner dieser Parteien jetzt noch deutlich ungemütlicher werden. Aber auch die unbeteiligte Zivilbevölkerung wird wieder verstärkt unter den hemmungslosen Gewaltakten dieser Rohlinge zu leiden haben

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