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epa04846746 Workers service an Antonov-124-100 'Ruslan' transport plane at the Antonov aircraft plant in Kiev, Ukraine, 14 July 2015. The Antonov plant was founded in 1920 and has reportedly built about 7,000 aircraft in its history while counting the planes it has repaired to several dozens of thousands. The company's major part is connected with the production of Antonov airplanes, best known for their cargo giants 'Ruslan' and 'Mriya' which are  seen as the prestige and special pride of the aviation designers. More than 13,500 people work at the enterprise in these days, among them representatives of 198 professions and specialities, the full staff of designers and scientists working in 35 scientific directions including aerodynamics, mechanics, mechatronics, hydraulics, heat engineering, avionic and material science.  EPA/ROMAN PILIPEY

Zwei Maschinen vom Typ Antonow-124 (Archivbild) seien auf einem Flughafen in der Region Latakia registriert worden.
Bild: EPA

Das Weisse Haus ist «tief beunruhigt»: Was treibt da Russland in Syrien?

Seit Tagen ist von Flugzeugtransporten die Rede, Panzerlandeschiffe sollen ebenfalls angekommen sein. Die USA zeigen sich besorgt – der Kreml spottet dagegen über eine «merkwürdige Hysterie».



Ein Artikel von

Spiegel Online

Im Weissen Haus wächst die Sorge über ein mögliches direktes Eingreifen Russlands im Bürgerkriegsland Syrien. Schliesslich sind dort in den vergangenen Tagen zahlreiche Flugbewegungen und Baumassnahmen registriert worden. «Wir sind tief beunruhigt über Berichte, wonach Russland Soldaten und Luftfahrzeuge nach Syrien gebracht haben könnte», sagte ein Sprecher des Weissen Hauses am Mittwoch (Ortszeit).

«Russland hat nie ein Geheimnis aus seiner militärtechnischen Kooperation mit Syrien gemacht»

Russisches Aussenministerium

Die russische Armee unterhält im syrischen Tartus ihre einzige Marinebasis im Mittelmeer. Russland gehört zu den letzten Unterstützern von Syriens Staatschef Baschar al-Assad.

In den vergangenen Tagen seien mindestens drei russische Militärflugzeuge in Syrien gelandet, sagten US-Offizielle laut der Nachrichtenagentur Reuters. Zwei Maschinen vom Typ Antonow-124 sowie eine Passagiermaschine seien auf einem Flughafen in der Region Latakia registriert worden. In einem weiteren Bericht ist ausserdem von zwei Panzerlandeschiffen die Rede.

«Wir sind tief beunruhigt über Berichte, wonach Russland Soldaten und Luftfahrzeuge nach Syrien gebracht haben könnte»

Sprecher des Weissen Hauses

Den US-Angaben zufolge errichten russische Soldaten in der Nähe der Hafenstadt Latakia 100 zusätzliche Wohneinheiten. Hinter den Kulissen spekulieren US-Vertreter, ob sich dahinter mögliche Hinweise auf ein direktes militärisches Eingreifen Russlands in den syrischen Bürgerkrieg verbergen könnten.

Die Zeitung «Kommersant» berichtet am Donnerstag zudem unter Berufung auf Militärkreise, dass Russland die syrische Armee mit Handfeuerwaffen und Granatwerfern beliefert. Zudem erhalte die Führung von Präsident Assad gepanzerte Transportfahrzeuge vom Typ BTR-82-A sowie Transporter vom Typ Ural.

Spott über «merkwürdige Hysterie»

Im Kreml nimmt man die wachsende Unruhe der USA offenbar belustigt bis genervt zur Kenntnis. Das Aussenministerium beklagte sich über eine «merkwürdige Hysterie», die offenbar viele westliche Länder erfasst habe. «Russland hat nie ein Geheimnis aus seiner militärtechnischen Kooperation mit Syrien gemacht», erklärte Ministeriumssprecherin Maria Zakharov.

Auch in Syrien selbst heisst es, Russland habe die Präsenz seiner Militärberater dort ausgeweitet. «Russische Experten sind immer vor Ort, aber im vergangenen Jahr waren sie stärker präsent», verlautete aus syrischen Militärkreisen. Alle Aspekte der Beziehungen zwischen Syrien und Russland würden derzeit weiterentwickelt, auch die militärischen. Russland argumentiert, seine Militärexperten seien nur vor Ort, um der syrischen Armee bei der Übernahme russischer Waffenlieferungen zu helfen.

Auch Briten und Franzosen könnten eingreifen

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigte sich alarmiert. «Ich bin besorgt über Berichte über eine verstärkte russische Militärpräsenz in Syrien», sagte er am Mittwoch in Prag. «Das wird keinen Beitrag zur Lösung der Krise bringen», fügte er hinzu. Auch der französische Aussenminister Laurent Fabius sagte, die russische Militärpräsenz in Syrien erschwere die Suche nach einer politischen Lösung.

Neben Russland könnten demnächst auch Grossbritannien und Frankreich in Syrien militärisch eingreifen. Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier warnte daher am Mittwoch vor einer zusätzlichen Eskalation in dem Land. Die britische Luftwaffe hatte am 21. August erstmals die Dschihadisten-Miliz «Islamischer Staat» (IS) in Syrien angegriffen. Die britische Regierung schliesst weitere solcher Angriffe nicht aus. Auch Frankreich bereitet Luftangriffe gegen den IS in Syrien vor.

(jok/dpa/AFP)

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    Alle Leser-Kommentare
  • JMC 10.09.2015 20:22
    Highlight Highlight Das Weisse Haus ist besorgt. Bei diesem Konkurrenten ist das auch verständlich.
    Doch machen sich die Staaten lächerlich indem sie mit etwas anderem als diesem gegen Russlands militärischer Eingriff argumentieren.
    Schliesslich sind es sie, die Truppen auf der anderen Seite der Erde stationiert haben. Schon allein das spricht gegen die Absicht Frieden zu stiften.
    Jeder mischt mit, und jeder soll darüber ehrlich sein. Mindestens. Und Russland tut das auf eine mir sympatischere Weise, à la "Ja, wir tun es, was wollt ihr machen". Erschlagend ehrlich.
    4 0 Melden
  • AdiB 10.09.2015 19:17
    Highlight Highlight wäre saddam am leben und an der macht, gäbe es keinen is und auch könnte assad, seinen grössenwahn, nicht ausleben.
    3 1 Melden
  • Hackphresse 10.09.2015 18:39
    Highlight Highlight Hat denn in der Vergangenheit irgend jemand gerufen: "Russland hilf uns!"?
    Immer hiess es Hilfe USA, helft uns NATO oder Hilfe Europa. Und dann wenns schief geht heissts noch man wäre Kriegstreiber. Das beste daran. Als Syrien um Hilfe gegen Assad gerufen hat, als dieser anfing auf das Volk schiessen zu lassen, wer hat im UN Sicherheitsrat sein Veto eingelegt und damit den Weg, durch destabilisierung für den IS frei gemacht?
    Lächerlich am ende wieder die USA verantwortlich zu machen.
    2 9 Melden
    • Joe putz 10.09.2015 21:38
      Highlight Highlight Bitte geh dich erstmal gründlich informieren. Man kann einen Kinofilm auch nicht verstehen wenn man sich in der mitte 2 minuten davon angeschaut hat.
      1 0 Melden
  • Noach 10.09.2015 18:10
    Highlight Highlight Yuhui,die lieben Russkis machen wieder auf Krim,was einmal geklappt hat könnte ja wieder klappen.Schliesslich ist Putin ein Geheimdienstmann,psst.Geheim!!
    2 11 Melden
  • kiawase 10.09.2015 18:05
    Highlight Highlight lächerlicher kommentar der USA... gerade sie sollten da vorsichtig sein in Bezug auf militärusche Präsenz. Aber eben wenn 2 dasselbe tun ist es halt im Fall der USA immer klar dass sie die 'guten' sind. Für mich sind die USA dir Kriegstreiber Numero uno auf der Welt.
    21 3 Melden
  • Joe putz 10.09.2015 17:56
    Highlight Highlight *Teil 2* Und wenn dann doch mal irgendetwas passiert was einfach so offensichtlich ist, dass man es nicht vertuschen kann, (z.B. von den amis inszeniertes 9/11, Irakkrieg wegen Erdöl, "Terror"), dann bleibt es, in den Amerikafreundlichen Ländern wie der Schweiz, bloss als Verschwörungstheorie jahrelang bestehen.
    9 1 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 10.09.2015 18:21
      Highlight Highlight Bis dias CIA die Akten öffnet, dann wird aus Verschwörungstheorie Geschichte.
      7 1 Melden
  • Ricco Speutz 10.09.2015 16:50
    Highlight Highlight okay.. ich sehe das Problem nicht?!
    Die Amis mischen sich doch sonst auch überall ein, ohne jemanden zu fragen. Und jetzt macht es Russland auch, ich glaube ein Assad ist weniger schlimm als ein Terrorstaat. Aber das kommt halt, wenn westliche Politik den nahen Osten destabilisiert aus höchst eigennützigen Zielen. Kalter Krieg vorbei *Am Ar**h*!!
    21 3 Melden
    • Joe putz 10.09.2015 17:48
      Highlight Highlight Was leider viele nicht realisieren ist, dass der Grossteil der medien in der schweiz dem westen "freundlich gesinnt" sind. Wir lesen in den Zeitungen mit was für plumper staatspropaganda Russland seiner Bevölkerung viel verschweigt und schönredet, und vergessen dabei das mit uns oft genau das selber passiert, wenn auch etwas geschickter. Ich weiss jedenfalls von keinem renommierten Nachrichtenmedium, das aufgezeigt hat, wie die USA mit ihrer Destabilisierungspolitik in riesigen Teilen Afrikas von ihnen finanzierte Diktatoren und Warlords an die Macht bringt um sie nach belieben auszubeuten.
      15 3 Melden
    • Hasjisjn 10.09.2015 17:49
      Highlight Highlight Vorallem wird es keine politische Lösung geben, solange der IS sein Unwesen treibt.
      4 0 Melden

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