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Entscheiden diese drei Männer über das Los der syrischen Stadt Idlib?

07.09.18, 15:26


Zum Auftakt des Syrien-Gipfels in Teheran hat es der iranische Präsident Hassan Ruhani am Freitag als «unvermeidbar» bezeichnet, den «Terrorismus» in der letzten syrischen Rebellenhochburg Idlib zu bekämpfen.

Iran's President Hassan Rouhani, centre, flanked by Russia's President Vladimir Putin, left, and Turkey's President Recep Tayyip Erdogan, pose for photographs in Tehran, Iran, ahead of their summit to discuss Syria, Friday, Sept. 7, 2018. The three leaders began a meeting to discuss the war in Syria.(Presidential Press Service via AP, Pool)

Putin, Ruhani, Erdogan. Bild: AP/Presidency Press Service

Nur so könnten «Frieden und Stabilität» wieder Einzug halten, sagte er bei seinem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Zugleich betonte Ruhani, dieser Kampf dürfe «nicht zum Leiden der Zivilisten oder einer Politik der verbrannten Erde» führen.

Vor dem Beginn des Gipfels hatten sich Erdogan, Ruhani und Putin jeweils zu Vier-Augen-Gesprächen getroffen. Es wird erwartet, dass der Gipfel über das Ausmass und den Zeitpunkt eines Angriffs auf Idlib entscheidet.

Erdogan warnte vor einem «Blutbad» in Idlib

«Ein Angriff auf Idlib wird zu einer Katastrophe, einem Massaker und einer riesigen humanitären Tragödie führen», sagte der türkische Präsident, der seit langem die Rebellen in Syrien unterstützt.

Der Iran und Russland stützen dagegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, der mit ihrer Hilfe seit 2015 den Grossteil des Landes zurückerobert hat und nun auch Idlib wieder einnehmen will.

Waffenruhe gefordert

Erdogan forderte ein Ende der Luftangriffe auf Idlib und eine Waffenruhe. Russland, der Iran und die Türkei dürften als Garantiemächte der vergangenes Jahr vereinbarten «Deeskalationszone» in Idlib keine neue Welle der Gewalt in Syrien erlauben, mahnte er.

Russlands Präsident Putin sagte dagegen, «die legitime syrische Regierung» Assads habe das Recht, das gesamte Territorium wieder unter Kontrolle zu bringen.

Zwar will die Türkei eine solche Militäroffensive verhindern, doch hat Russland bereits im Vorfeld Unterstützung für einen Angriff auf die Dschihadistenallianz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) signalisiert, die den Grossteil der Provinz kontrolliert.

Die Provinz Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte grosse Gebiet des Bürgerkriegslandes, das noch von Rebellen beherrscht wird. Dominiert werden diese von dem Al-Kaida-Ableger Haiat Tahrir al-Scham (HTS), der früheren Al-Nusra-Front. Moskau und Teheran sind der Meinung, dass ohne einen Angriff auf die Terrorgruppen in Idlib der Friedensprozess und ein Wiederaufbau Syriens nicht möglich sind. (whr/sda/afp)

Al-Nusra-Front erobert Stadt in Syrien

Der Krieg macht auch vor Schulen keinen Halt

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 08.09.2018 08:43
    Highlight Nch der Logik von Putin hätte auch die Ukrainische Regierung das Recht, die Krim wieder unter ihre Kontrolle zu bringen!
    Aber ja, richtig: Da geht es ja um die ANDEREN!
    Die Andern dürfen das nicht, weil sie ja "Terroristen" sind!
    Putin un d seine Getreuen sind aber die Guten, die immer nur das Beste wollen für Ihr Volk!
    Darum lassen sie Oppositionelle vonn hinten erschiessen, oder mit Nowitschok vergiften!
    Oder sie werfen Fassbomben ab und Giftgas.
    Oder sie foltern die frechen Oppositionellen grausam zu Tode, wie in den Syrischen Foltergefängnissen, die den Nazi-Gräueln gleichen...
    5 4 Melden
    • Dragona 08.09.2018 14:50
      Highlight Unterschied zwischen Fassbomben und anderen Bomben? Diese treffen weniger genau, sind deshalb bei der gezielten Tötung von Zivilisten weniger hilfreich als die, welche die USA u. Saudis auf Hochzeiten oder Spitäler werfen.
      Putin dürfte präventiv Militärobjekte und Flughäfen in der Ukraine bombardieren. Macht ja Israel auch in Syrien. Und der Führer der Ostukrainer (Opposoition) wurde zwar nicht von hinten erschossen, aber nicht wirklich humaner gesprengt. Überall der gleiche Wahnsinn, weniger Propaganda mehr verhandeln ist meine Devise. Wer verhindert es? Russland nicht wirklich.
      4 0 Melden
    • rodolofo 08.09.2018 18:39
      Highlight @ Dragona
      Ich meinte eigentlich Boris Nemzov, der vor den Kremlmauern von hinten erschossen wurde, natürlich nicht von Putin persönlich, auch nicht von ihm direkt unterstellten Killern, von solchen, die dem Putin hörigen Subaltern-Chef von Tschetschenien, Ramsan Kadyrov, unterstellt sind.
      Es ist klar, dass so nahe beim Kreml nichts passieren kann ohne das Einverständnis von Putin.
      Verhandeln kannst Du nur mit Männern und Frauen, die noch üner ein gewisses Ehrgefühl haben.
      Putin und seine Subaltern-Chefs, zu denen auch Assad gehört, sind aber nichts weiter als skrupellose Kriegsverbrecher.
      1 3 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 09.09.2018 11:54
      Highlight Wieso? Leben auf der Krim Terroristen?
      0 0 Melden
  • Waedliman 07.09.2018 16:29
    Highlight Die unseligste Allianz, die man sich vorstellen kann.
    13 17 Melden
    • Ueli der Knecht 07.09.2018 23:10
      Highlight Ich würde meinen, dass die Allianz von Israel mit den islamistischen Al-Qaïda- und IS-nahen Terrorgruppen noch unseliger und das viel grössere Übel in der Region ist.

      "Israel Armed and Funded Rebel Groups":
      https://foreignpolicy.com/2018/09/06/in-secret-program-israel-armed-and-funded-rebel-groups-in-southern-syria/
      9 2 Melden
    • Ueli der Knecht 08.09.2018 13:24
      Highlight smeyers: Betreffend deinem Einwand (https://www.watson.ch/!567068208#comment_1453182), der hier bestimmt auch noch kommen wird, vorsorglich:

      1. FP ist ein seriöses Magazin, frei von Verschwörungstheorien. Die mehreren Dutzend Quellen wurden genannt, und sie sind professionell peer-reviewed.

      2. Idlib ist rund 300km weit von der israelischen Grenze entfernt.

      3. Eine Lügentheorie und ausserdem auch völkkerrechtswidrig, ist Iraels vorgeschobene halbbatzige Rechtfertigung für ihre Al-Qaïda- und IS-Terrorunterstützung, sie würden gegen iranische Präsenz kämpfen. Das sind plumpe Propagandalügen.
      6 0 Melden
  • Dong 07.09.2018 15:57
    Highlight @Watson: Macht ihr inzwischen Werbung für die Qaida? Oder wie sollen wir die Bilderstrecke am Ende des Artikels interpretieren? Genau so inszenieren sich die Gotteskrieger selber, wenn ich mich nicht irre... aber gell, Hauptsache gegen Assad/Russland, Rest egal 😐
    32 10 Melden
    • roger.schmid 07.09.2018 18:46
      Highlight @Dong: Ja, Watson macht bestimmt Werbung für "die Qaida" - das ist sehr wahrscheinlich das Hauptziel von Watson.. 🤦‍♂️

      Aber gell, Hauptsache für Assad/Russland, wie? Beim Thema Syrien wird die Trollfabrik in St. Petersburg ja auch immer sehr aktiv..
      6 37 Melden
    • Dong 08.09.2018 10:25
      Highlight @roger: Natürlich nicht mit Absicht, aber sie verbreiten hier trotzdem idealisierte Bilder, von einem Fotografen, der dem „Widerstand“ nahe steht. Wie kann man nur so naiv sein!
      Zu meiner Person: ich bin Schweizer, von niemandem bezahlt, bin die Kacke in Nahost satt und glaube, den Syrern wird es besser gehen, wenn wir Westler den Krieg endlich verloren haben. Peace!
      7 3 Melden
  • TheDan 07.09.2018 15:40
    Highlight Ich finde das Los der PROVINZ Idleb wird eher von den Anführern der "Rebellen" entschieden, die im Angesicht einer extrem überlegenen Streitmacht lieber bis zum bitteren und unvermeidlichen Ende kämpfen will anstelle den Kampf aufzugeben und Zivlisten und Infrastruktur zu schützen.

    Gibt es irgend jemand, der zu diesem Zeitpunkt noch glaubt dass Assad von den verbliebenen "Rebellen" noch gestürzt werden kann?
    33 9 Melden
    • rodolofo 08.09.2018 08:50
      Highlight Diese "Rebellen" riskieren immerhin ihr Leben im Kampf gegen einen grausamen Diktator und seine Helfershelfer im In- und Ausland!
      Wir können hier aus der Wohlstands-Verwöhnung heraus natürlich die Besserwisser spielen.
      Das ist ja soo einfach und billig!
      Aber in einer solchen grausamen Diktatur leben wollen wir dann doch nicht...
      Da sind wir dann ganz froh, dass wir eine Demokratie haben und gewisse Minimal-Rechte, die uns gegen Staats-Terror un Willkür von reichen Oligarchen schützen.
      Ein Rebell braucht für seine Mission Impossible eine Sonder-Motivation. Und die findet er in Ideologien...
      5 9 Melden
    • dmda 08.09.2018 09:23
      Highlight Lieber TheDan

      Obwohl ich keinen Menschen verstehe, der anderen Menschen schadet, muss ich dir sagen, dass ich verstehe dass "die Rebellen" nie aufgeben werden.

      Was Aufmüpfigen in Syrien bei Haft droht, möchte ich mir nicht ausdenken und deshalb verstehe ich, dass diese nicht aufgeben werden.

      Unendliches Leid und Tragödien, welche wir uns hier sowieso nicht vorstellen können.

      Schuld an dieser Tragödie sind aber sicher nicht die Zivilisten, sondern sämtliche zuschauende und skrupellose Machthaber.

      Beste Grüssse
      dmda
      1 4 Melden
    • Dragona 08.09.2018 14:36
      Highlight Entscheidend ist dabei auch das Verhalten der westlichen Koalition. Sollten diese die Terroristen weiter unterstützen, kann der Konflikt noch lange weitergären. Sobald aus den USA, Israel und anderen Staaten die bisher die Teroristen unterstützten ein Ende dieser Unterstützung durchgesetzt wird, kann es sehr schnell zu Verhandlungen und Beruhigung der Lage kommen. Leider scheint der IS gerade aus der durch die US kontrollierten Region um al-tanf heraus Anschläge aus die SAA zu verüben.
      2 1 Melden
    • rodolofo 08.09.2018 18:48
      Highlight @ Dragona
      Das ist reichlich naiv, was Du Dir da erhoffst.
      Ich glaube, dass viel gewonnen wäre, wenn Syrien aufgeteilt würde in einen Alewitisch-Christlich dominierten Teil (mit der Schutzmacht Russland), einen Kurdisch dominierten Teil (mit der Schutzmacht USA) und einen Muslimisch dominierten Teil (mit der Schutzmacht Türkei).
      Das Hauptproblem bei einer solchen realistischen Dreiteilung sehe ich bei Erdogan:
      Er möchte die Kurden ausschalten und ist dafür bereit, mit seinem Erzfeind Assad zusammenzuspannen...
      1 4 Melden
    • Saraina 08.09.2018 19:09
      Highlight Rodolofo, einen aussichtslosen Kampf auf dem Rücken von Millionen Zivilisten aufrecht zu halten ist grauenhaft. Es gibt nicht die geringste Chance, dass die Kämpfer in Idlib Assad stürzen könnten. Und ob aus ihren Reihen ein weniger grausames Regime entstehen könnte, ist nach sechs Jahren grausamsten Krieges doch auch zu bezweifeln. Offenbar ist ihnen das Schicksal der Zivilisten in Idlib auch nicht viel wert.
      5 1 Melden
    • rodolofo 08.09.2018 19:23
      Highlight @ Saraina
      Das ist leider sehr oft so, dass ein unbarmherziger und brutaler Staatsterror, der keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nimmt, ja Flüchtlings-Massen sogar noch als Kriegswaffe missbraucht (Russland produziert mit voller Absicht möglichst viele Flüchtlinge, damit diese Europa destabilisieren und in die Arme der Rechtsextremen treiben...), auch bei den Rebellen die Militanz fördert!
      In den Philippinen z.B. haben die Flächenbomnbardierungen der Regierungs-Soldaten zu einer ungeheuren Wut und Militanz bei der NPA und bei Basis-Organisationen der verarmten Massen geführt!
      ...
      2 2 Melden
    • rodolofo 08.09.2018 19:30
      Highlight ...
      Die Guerilla und die mit diesen vernetzten NGO's der verarmten Massen waren nicht "einfach so aus dem heiteren Himmel" ebenso gewalttätig und hinterhältig, wie die Armee der Regierung und die Paramilitärischen Todesschwadronen der Landlords!
      Sie hatten KEINE ANDERE WAHL, als ebenso rücksichtslos und gewalttätig vorzugehen, wenn sie nicht von der totalen Übermacht an militärischen Mitteln zerdrückt werden wollten!
      Sie begannen, also, aus dem Hinterhalt zuzuschlagen und Schutzgelder zu erpressen, damit sie ihren Kampf erfolgreich fortführen konnten.
      Sie wurden zur "Roten Mafia"...
      2 0 Melden
    • rodolofo 08.09.2018 20:38
      Highlight @ Saraina
      Den Sturz von Assad können die Rebellen natürlich vergessen, erst recht jetzt, wo Assad sehr mächtige Freunde hat, wie Russlan und den Iran.
      Aber die Rebellen könnten das Ziel weiter verfolgen, eine "Befreite Zone" zu behalten.
      Da die Beziehungen zwischen den verschiedenen Voplksgruppen und Religionen nach diesem äusserst grausam geführten Krieg für sehr lange Zeit vergiftet ist, wird Syrien nie mehr zur Ruhe kommen!
      Anders als im Balkan, wo der Westen zwischen den plötzlich verfeindeten Volksgruppen und Religionen vermittelt, verhält sich Russland parteiisch.
      Das geht nicht!
      1 1 Melden
    • Saraina 09.09.2018 09:32
      Highlight Im Moment verteidgen die Rebellen ihre „befreite Zone“ zwischen Hunderttausenden Frauen und Kindern gegen einen übermächtigen Feind, und haben keinerlei relevante Unterstützung von irgendwoher. Auch das ist letztlich ein Kriegsverbrechen.
      Die „Volksgruppen“ gibt es zum Teil gar nicht mehr im Land. Ganz sicher würden die verbleibenden Rebellen, die salafistische Dschihadisten sind, keine Durchmischung zulassen. Israel und Iran werden ihren Stellvertreterkrieg auf syrischem Boden auch weiterführen. Ja, es sieht duster aus.
      1 0 Melden

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