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NATO Secretary General Jens Stoltenberg addresses a news conference during a NATO defence ministers meeting at the Alliance headquarters in Brussels, Belgium October 8, 2015. NATO said it was prepared to send troops to Turkey to defend its ally after violations of Turkish airspace by Russian jets bombing Syria and Britain scolded Moscow for escalating a civil war that has already killed 250,000 people.  REUTERS/Francois Lenoir

Bezeichnet den russischen Einsatz in Syrien als «nicht konstruktiv»: NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Nato-Chef wirft Putin Verlängerung der Syrienkrise vor – EU legt nach und geisselt Russlands Strategie

Vehement verteidigt Wladimir Putin seinen Syrien-Einsatz – doch die Kritik an den Luftschlägen reisst nicht ab. Nato-Chef Stoltenberg macht dem russischen Präsidenten nun schwere Vorwürfe.

12.10.15, 14:05 12.10.15, 14:15


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Seit Ende September fliegt Russland Luftangriffe in Syrien – nach Angaben Präsident Wladimir Putins um das Bürgerkriegsland davor zu schützen, «von terroristischen Gruppen» überrannt zu werden. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hingegen hat das Eingreifen Moskaus in den Konflikt jetzt deutlich kritisiert. «Russland sollte eine konstruktive Rolle im Kampf gegen den Islamischen Staat spielen. Das Assad-Regime zu unterstützen ist nicht konstruktiv.»

EU geisselt Russlands Angriffsstrategie

Die EU-Aussenminister haben von Russland das Ende des militärischen Vorgehens gegen gemässigte oppositionelle Gruppen in Syrien gefordert. Angriffe, die sich nicht gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) oder andere von der UNO als Terroristen eingestufte Gruppen richteten, müssten «sofort beendet werden», hiesst es in den Schlussfolgerungen des Treffens der EU-Aussenminister in Luxemburg. Russland müsse zudem «Verletzungen der Souveränität des Luftraums von Nachbarstaaten» Syriens einstellen. (sda)

Damit verlängere Putin den Konflikt zusätzlich, sagte Stoltenberg weiter. Putin hatte kurz zuvor gesagt, sein Ziel sei es, «die legitimierte Autorität» von Machthaber Baschar al-Assad zu sichern, zitiert der Sender BBC aus dem Gespräch. Ausserdem gehe es darum, Voraussetzungen für einen politischen Kompromiss in Syrien zu schaffen.

Attacken vor allem gegen Nicht-IS-Rebellen

Offiziell richten sich die Attacken des russischen Militärs gegen die Terrormiliz IS – tatsächlich weisen aber alle Indizien darauf hin, dass Russland vor allem die syrischen Rebellen im Visier hat, um so seinen Verbündeten Assad zu stärken.

Die Nato habe keine Pläne, selbst in den Konflikt einzugreifen, sagte Stoltenberg in Norwegen weiter. Neben Russland fliegen auch Frankreich, die USA und Grossbritannien Angriffe in Syrien. (vks/Reuters/dpa)

Russische Luftangriffe in Syrien: Die ersten Angriffswellen

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    Alle Leser-Kommentare
  • andy y 12.10.2015 20:02
    Highlight ja klar, Russland verzögert den Konflikt. Da gibts nichts zu verzögern dauert ja nun schon 4 Jahre auch ohne Russland. Anstatt eine gemeinsames Ziel zu verflolgen eine werden täglich gegenseitige Vorwürfe gemacht und einander behindert. Jämmerlich...
    3 2 Melden
  • Dä Brändon 12.10.2015 15:09
    Highlight Hihihi mit NATO wär ja der Einsatz läääääääängst vorbei.
    6 3 Melden

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