International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
This photo provided by the Syrian Civil Defense White Helmets, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows Civil Defense workers searching for victims under the rubble of a destroyed building after an airstrike by Syrian government forces, Maaret al-Numan, a town in south Idlib, Syria, Thursday, May 30, 2019. Rescue workers and activists say at least five, including three from the same family, have been killed in Syria's last rebel stronghold when warplanes targeted the building they live in, leveling it. (Syrian Civil Defense White Helmets via AP)

Einsatzkräfte bergen Opfer nach einem Luftangriff in Maaret al-Numan. (Archivbild) Bild: AP/Syrian Civil Defense White Helme

23 Tote bei Luftangriff auf syrischen Markt – Russland weist Verantwortung zurück



Nur einen Tag nach einem tödlichen Angriff in der nordsyrischen Rebellenbastion Idlib sind dort erneut zwei Dutzend Menschen bei einem Luftangriff getötet worden. Beim Bombardement eines Gemüsegrossmarkts in der Stadt Maaret al-Numan habe es mindestens 23 Tote gegeben.

Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit. Auf dem Markt in Maaret al-Numan bargen Rettungskräfte der Zivilschutzorganisation der Weisshelme auf Tragen oder Matratzen blutüberströmte Opfer aus den Trümmern.

Anwohner flohen teils barfuss mit ihren Kindern aus der Region, während zwischen dem Schutt leblose Körper lagen. Laut den Weisshelmen wurde auch einer ihrer freiwilligen Helfer getötet.

Unter den Opfern seien mindestens 19 Zivilisten, vier Tote seien noch nicht identifiziert, erklärte die Beobachtungsstelle. 45 weitere Menschen seien bei dem Luftangriff verletzt worden.

Die Opferzahl könne noch steigen, da weitere Opfer unter den Trümmern vermutet wurden, warnte die oppositionsnahe Organisation, die ihre Informationen von Aktivisten vor Ort bezieht. Für Medien sind sie meist kaum zu überprüfen.

Moskau weist Vorwurf zurück

Wie auch die Weisshelme machte die Beobachtungsstelle russische Kampfflugzeuge für den Angriff verantwortlich. Moskau wies den Vorwurf jedoch zurück.

«Die Erklärungen anonymer Vertreter der von Grossbritannien und den USA finanzierten Organisation der Weisshelme zu einem angeblichen Angriff russischer Flugzeuge auf einen Markt in Maaret al-Numan sind falsch», erklärte das russische Verteidigungsministerium.

Der Angriff erfolgte nur einen Tag nach einem russischen Luftangriff auf die Stadt Chan Scheichun mit 18 Toten. Unter den Opfern des Angriffs im Süden der Rebellenbastion Idlib waren laut den Weisshelmen neben sieben Kindern auch der 22-jährige Bürgerjournalist Anas al-Dyab, der als Video- und Fotojournalist auch für die Nachrichtenagentur AFP tätig war.

Letzte Rebellen-Provinz

In Idlib und angrenzenden Regionen gilt seit vergangenem September eigentlich eine Waffenruhe. Die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad und ihre russischen Verbündeten gehen seit Ende April aber wieder verstärkt gegen Dschihadisten und andere Rebellen vor.

Bei Luftangriffen und Gefechten wurden laut der Beobachtungsstelle seitdem mehr als 650 Zivilisten sowie hunderte Kämpfer beider Seiten getötet. Zudem wurden zehntausende Menschen in die Flucht getrieben und zwei dutzend Kliniken zerstört.

Idlib ist die letzte Provinz in Syrien unter Kontrolle der Rebellen. Drei Millionen Menschen leben in der ländlichen Region an der Grenze zur Türkei, darunter hunderttausende Flüchtlinge. Experten gehen davon aus, dass die Assad-Truppen nicht die Einnahme der gesamten Region anstreben, sondern nur einzelne Gebiete erobern wollen. (cma/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheRealSnakePlissken 22.07.2019 19:01
    Highlight Highlight Und Kranken-Cassis prostet dem Lawrow zu.
  • Juliet Bravo 22.07.2019 17:06
    Highlight Highlight Wer hat den Angriff denn durchgeführt? Wenns russische Flugzeuge waren, gibts da doch nichts „zurückzuweisen“.
    • Ozi 23.07.2019 17:38
      Highlight Highlight Ich fahre einen Citroen, bin aber kein Franzose.
      Sagt nichts aus.

Konjunktursturz in USA: BIP sackt um 32,9 Prozent ab ++ wieder mehr Arbeitslose

Die Corona-Krise hat in den USA einen beispiellosen Konjunktursturz ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 32.9 Prozent zurück, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem Minus von 34.1 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang um 5.0 Prozent im ersten Quartal.

Insbesondere der Konsum, eigentlich eine der tragenden …

Artikel lesen
Link zum Artikel