International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Soldiers carry ammunition as Turkish artillery fire from the border near Kilis toward northern Syria, in Kilis, Turkey, Monday, Feb. 15, 2016. Turkey defied international calls and shelled parts of northern Syria for a third day today, insisting it would not allow Kurdish-led forces to seize key areas along the border. The cross-border Turkish artillery fire, which began on Saturday, has added to an increasingly complex situation in Syria's northern Aleppo province just days before the ceasefire is due to begin.(AP Photo/Halit Onur Sandal)

Türkische Panzer nehmen nahe der Stadt Kilis syrische Ziele ins Visier.
Bild: Halit Onur Sandal/AP/KEYSTONE

Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Türken feuern auf kurdische Stellungen in Syrien

Türkische Artillerie hat syrisches Territorium beschossen, Ziel waren offenbar kurdische Kämpfer. Laut Nachrichtenagentur Reuters verdichten sich Hinweise auf einen möglichen Einsatz von Bodentruppen.

16.02.16, 12:48


Ein Artikel von

Die Türkei hat erneut Stellungen der Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien bombardiert. Als Reaktion auf Beschuss durch die kurdischen Kämpfer habe türkische Artillerie an der Grenze in der Region Kilis das Feuer auf das Gebiet des Nachbarlands eröffnet, meldete die Nachrichtenagentur DHA.

Die kurdische Agentur Firat berichtete, das türkische Militär habe die Region um die Stadt Tel Rifaat beschossen. Die YPG habe die Gegend am Montagabend eingenommen. Auch die Region um die kurdische Stadt Afrin sei beschossen worden. Dabei seien zahlreiche Häuser zerstört worden. Unbestätigten Berichten zufolge starben mindestens drei YPG-Kämpfer.

Das türkische Militär fliegt seit vier Tagen Luftangriffe auf Stellungen der Kurdenmiliz im Norden Syriens. Am Montag hatte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu kurdische Kämpfer vor einem weiteren Vormarsch in Nordsyrien gewarnt und mit schweren Konsequenzen gedroht.

Die YPG kontrollieren grosse Teile der kurdischen Siedlungsgebiete im Norden Syriens. Zwischen den USA und der Türkei schwelt seit Monaten ein Streit über die Rolle der Kurden im syrischen Bürgerkrieg. Aus Sicht der türkischen Führung ist die YPG eine «terroristische Organisation» und steht auf einer Stufe mit der von ihr bekämpften, in der Türkei aktiven Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Washington sieht in den Kurden wichtige Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») und unterstützt sie militärisch.

Gespräche über Einsatz von Bodentruppen

Derweil ist der Einsatz von türkischen Bodentruppen in Syrien offenbar nicht vom Tisch. Es gebe Gespräche über eine entsprechende Bodenoperation, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen türkischen Offiziellen. Ohne den Einsatz von Bodentruppen könne der Krieg in Syrien nicht beendet werden, sagte er. Auch andere westliche Alliierte sollten sich daran beteiligen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der türkische Aussenminister angekündigt, Ankara sei bereit, Bodentruppen nach Syrien zu schicken. Dem widersprach der Verteidigungsminister am Montag.

Zuvor hatte bereits Saudi-Arabien seine Bereitschaft zum Einsatz von Bodentruppen in Syrien erklärt. Im Kampf gegen den «IS» will das Land ausserdem Jets in der Türkei stationieren. Laut dem Militärvertreter sollen die Kampfflugzeuge bis Ende Februar auf der Luftwaffenbasis in Incirlik sein. (brk/Reuters/dpa/cma)

Syrien

70 Containerschiffe harren seit zwei Wochen auf dem Meer aus – weshalb sie nicht anlegen dürfen

Kannst du SVP, AfD und NPD auseinanderhalten? Als Gewinn winkt eine Bootsparty mit Eric Weber!

Darum halten Flugbegleiterinnen beim Boarding die Hände hinter den Rücken

Weisst du, was Aleppo ist? Nach dem Eklat am US-TV die Strassenumfrage in der Schweiz

«Was ist Aleppo?» Libertärer US-Präsidentschafts-Kandidat blamiert sich am TV bis auf die Knochen

Chef von grösstem syrischen Rebellenbündnis stirbt bei Luftangriff

Syrien-Rückkehrer: Dschihadisten-Alarm auf dem Balkan

Russland unterstützt Assad bei seiner Offensive jetzt auch mit Bodentruppen 

Konferenz in München: Medwedew spricht von neuem Kalten Krieg

Ärzte ohne Grenzen: Flüchtlinge an der Grenze zur Türkei verzweifeln

Putin reloaded: Premier Medwedew und die unheimliche Verwandlung

Feuerpause in Syrien – Russland und USA wollen weiterbomben

Der Westen verhandelt, Russland bombt, Syrer sterben

Krieg in Syrien: Russland fliegt weiter Luftangriffe gegen Regimegegner

NATO und Russland können sich nicht auf neuen Dialog einigen

Feuerpause in Syrien ist beschlossene Sache: Binnen einer Woche sollen die Waffen ruhen

Russland und USA diskutieren offenbar über Waffenruhe in Syrien

Syrer, Flüchtling, schwul: «Ich hatte Angst, dass die Männer des ‹IS› mich vergewaltigen und umbringen»

Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Schweizer Rückschaffungs-Chef über freiwillige Syrien-Heimkehrer: «Plötzlich kommt ein Telefonanruf. Und dann gehen sie»

Karte des Schreckens: Es gibt immer weniger Länder, aus denen KEINE IS-Terroristen stammen

Die undankbarste Aufgabe der Welt: Wie erklärt man den Nahen Osten mit Emoticons?

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • memento 16.02.2016 18:24
    Highlight Schöne Aussichten, NATO-Mitglied Türkei kommt den Russen in die Quere, Bündnissfall wird ausgerufen und dann geht der Schlamassel erst richtig los...
    6 0 Melden
  • Paul_Partisan 16.02.2016 16:17
    Highlight Schlimm! Erdogan und seiner islamistisch, faschistischen AKP Regierung muss das Handwerk gelegt werden. Jetzt und sofort! Halte Stand, rotes Rojava!
    23 2 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 16.02.2016 17:49
      Highlight Rotes Rojava ?
      0 2 Melden
    • Vater der Blume 16.02.2016 20:46
      Highlight Islamistisch Fasischtisch? Erdogan? Was fürn schwachsinn. Schaltet mal 1 Sekunde euer Hirn ein. Wie ist der Mann seit 13 Jahren an der Macht und wurde neulich von der Hälfte der Wählerschaft gewählt wenn dem so wäre? Nach dieser Logik ist die Schweizer-Regierung Radikal-Christlich-Kreuzzügerisch-Fanatisch sein mit der Durchsetzungsinitiative...
      0 6 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 16.02.2016 21:18
      Highlight @Vater der Blume, weil Erdogan kein bisschen besser ist als Putin wenn es um die Opposition geht wenn nicht noch schlimmer, in Russland kann man wenigstens noch sagen dass man Putin nicht mag, wenn man das in der Türkei tut komm man gleich aufs Revier wegen Präsidenten beleidigung.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 16.02.2016 13:19
    Highlight Die türken sind ganz einfach daran, die kurden auszurotten. Und die welt schaut zu. erdogan ist ein skrupelloser machthaber, der über Leichen geht. Die Diskussion, welche Rolle nun die kurden einnehmen, ist sekundär...
    44 3 Melden
    • roger_dodger 16.02.2016 14:37
      Highlight Selber achtet die Türkei fanatisch auf Ihre Grenzen, missachtet aber schamlos Grenzen anderer Länder. Wäre nicht mehr als gerechtfertigt wenn die Syrer/Russen jeden türkischen Jet abschiessen würden, soweit ich weiss haben die keine Einladung vom syrischen Staat erhalten.
      29 2 Melden
    • Patrick59 16.02.2016 14:42
      Highlight seh ich auch so.. dem Mann geht der IS am A... vorbei, hauptsache er kann die Kurden eliminieren.. das hatten wir schon mal, der damalige "Machtmensch" hatte die gleichen Gedankengänge... und die Welt schaut wieder zu...
      26 2 Melden
    • zipper 16.02.2016 16:40
      Highlight Erdogan träumt wohl von seinem Gross-Osmanischen Reich
      15 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 16.02.2016 12:59
    Highlight Nenene, Türkei ist in der NATO, Putin ist Russe, wir müssen uns ausschliesslich mit ihm konzentrieren!

    Ach ja an Alle die sagen die jungen Syrer sollten doch zurück und für ihre Heimat kämpfen:

    Hahahahahahahaha ja genau!
    20 3 Melden

«Wir haben eine Mission: Die Verbreitung der Wahrheit» 

Wie ist es, als Journalistin in einem arabischen Land zu arbeiten? Die jordanische Reporterin Rana Sabbagh über den Zustand der Medienfreiheit, Trumps Journalisten-Bashing und den Fall Jamal Khashoggi.

Rana Sabbagh ist eine der bekanntesten Journalistinnen im arabischen Raum. Die 56-Jährige war die erste weibliche Chefredaktorin einer jordanischen Zeitung, arbeitete mehr als 10 Jahre für die Nachrichtenagentur Reuters und gründete 2005 Arab Reporters for Investigative Journalism (ARIJ) – eine unabhängige Plattform zur Ausbildung von Investigativjournalisten.

Vor zwei Wochen wurde sie an der Buchmesse Frankfurt mit dem Raif Badawi Award geehrt. Im Gespräch mit watson wechselt sie irgendwann …

Artikel lesen