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epa06024472 Damage in Plomari village after a strong earthquake struck Lesvos island, in Greece, 12 June 2017. A strong earthquake measuring at least 6.1 on the Richter scale shook Lesvos island at 15:28 (local time) as measured by the Geodynamic Institute in Athens, or 6.3 on the Richter scale according to the European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC). The epicentre of the quake was located in the sea 14 km south of Plomari and 34 km from Mytilene, between the island and the coast of Turkey. According to initial reports from the island, the quake has caused damage to buildings in the south and the collapse of old houses in the village of Plomari, as well as the dome on Agios Panteleimonas Church. The central road from Mytilene to Plomari and Melinta is closed due to rockfall near Agios Isidoros while Plomari Deputy Mayor Manolis Armenakas said damage has been reported in the village of Plagia.  EPA/MANOLIS LAGOUTARIS

Der Erdstoss war auf dem türkischen Festland ebenso wie auf den griechischen Inseln Lesbos und Chios zu spüren. Bild: EPA/ANA-MPA

«So etwas habe ich noch nie erlebt»: Schweres Erdbeben erschüttert türkische Ägäisküste



Ein starkes Erdbeben hat die Westküste der Türkei und die griechischen Inseln in der Ägäis erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben am Montag eine Stärke von 6,3.

Das Zentrum lag in der Ägäis zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küstenmetropole Izmir. Die Stösse waren noch in der rund 330 Kilometer entfernten türkischen Millionenmetropole Istanbul und in der etwa 300 Kilometer entfernten griechischen Hauptstadt Athen zu spüren.

Todesopfer wurden zunächst nicht gemeldet. Der Rettungsdienst der Insel Lesbos teilte aber mit, bei dem Seebeben seien vier Menschen leicht verletzt worden.

Auf Lesbos richtete das Beben ausserdem Schäden an. In der Region der Ortschaft Plomari im Süden der Insel wurde nach Angaben von Vize-Bürgermeister Manolis Armenakas der Glockenturm einer Kirche schwer beschädigt. Mehrere Häuser wiesen Risse auf.

Erdbeben Türkei Ägais

Zudem gab es Erdrutsche, die zum Teil Strassen versperrten, wie der Lokalpolitiker weiter mitteilte. «Die Menschen sind fast alle auf die Strasse gerannt», berichteten Augenzeugen aus Lesbos im Fernsehen.

«So einen Stoss habe ich noch nie erlebt»

Der Gouverneur der türkischen Provinz Izmir, Erol Ayyildiz, sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, nach ersten Erkenntnissen gebe es weder Opfer noch Schäden zu beklagen. Das Hauptbeben ereignete sich vor der Küste des Bezirks Karaburun in der Provinz.

epa06024471 Damage in Plomari village after a strong earthquake struck Lesvos island, in Greece, 12 June 2017. A strong earthquake measuring at least 6.1 on the Richter scale shook Lesvos island at 15:28 (local time) as measured by the Geodynamic Institute in Athens, or 6.3 on the Richter scale according to the European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC). The epicentre of the quake was located in the sea 14 km south of Plomari and 34 km from Mytilene, between the island and the coast of Turkey. According to initial reports from the island, the quake has caused damage to buildings in the south and the collapse of old houses in the village of Plomari, as well as the dome on Agios Panteleimonas Church. The central road from Mytilene to Plomari and Melinta is closed due to rockfall near Agios Isidoros while Plomari Deputy Mayor Manolis Armenakas said damage has been reported in the village of Plagia.  EPA/MANOLIS LAGOUTARIS

Bild: EPA/ANA-MPA

Bezirksbürgermeister Muhammet Özyüksel sagte dem Nachrichtensender CNN Türk, das Beben habe etwa 15 bis 20 Sekunden gedauert und sei sehr stark gewesen. «So einen Stoss habe ich noch nie erlebt. Ich habe gedacht, das Gebäude stürzt ein», sagte er mit Blick auf die Bezirksverwaltung.

CNN Türk berichtete, in Karaburun seien nach dem ersten Beben drei Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,9 verzeichnet worden. Auch an der türkischen Ägäis-Küste berichteten Augenzeugen, Menschen seien in Panik auf die Strassen gerannt.

Erdbebengebiet

Die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad gab die Stärke des Hauptbebens am Montagnachmittag mit 6,2 an. Das Zentrum lag in der Ägäis zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küstenmetropole Izmir.

Im europäischen Raum kommen die meisten Erdbeben in Griechenland, den südlichen Teilen des Balkans sowie im Westen der Türkei vor. Auch Italien und der westliche Balkan sind besonders betroffen. Der grösste Teil der schweren europäischen Beben ereignet sich nahe den Rändern von Afrikanischer und Europäischer Platte. Dort kann es zu Spannungen kommen, die zu Beben führen. (sda/dpa)

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