International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Türkischer Aussenminister darf nicht in Holland landen – Erdogan droht mit Vergeltung



Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bekommt am 08.03.2017 in Berlin auf der Reisemesse ITB am Stand der Türkei ein Tuch der Region Patara umgelegt. Cavusoglu traff sich zuvor mit dem deutschen Außenminister Gabriel zu einem Gespräch. +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bild: dpa

Die Niederlande haben dem türkischen Aussenminister Mevlüt Cavusoglu im Streit um einen geplanten Wahlkampfauftritt die Einreise verweigert. Dem Flugzeug des Ministers sei die Landerlaubnis entzogen worden, teilte die Regierung in Den Haag am Samstag mit.

Grund dafür sei, dass die türkischen Behörden öffentlich Sanktionen angedroht hätten, sollte Cavusoglu nicht in den Niederlanden auftreten dürfen. Obwohl das Land einen Auftritt Cavusoglus als unerwünscht bezeichnet hatte, beharrte der Minister bis zuletzt auf der Veranstaltung.

Die niederländische Regierung verwies in ihrer Mitteilung zudem darauf, dass der Aufruf zur massenhaften Teilnahme an einem Auftritt des Ministers in Rotterdam die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet habe.

Als Reaktion auf das Einreiseverbot hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit Vergeltung gedroht. Erdogan sagte am Samstag bei einer Veranstaltung in Istanbul, das Einreiseverbot sei ein «Relikt» des Nationalsozialismus. Ausserdem drohte er mit Landeverboten für niederländische Flugzeuge in der Türkei.

Cavusoglu wollte am Samstagabend auf dem Gelände des türkischen Konsulats in Rotterdam vor geladenen Gästen reden. Am Sonntag war zudem ein Auftritt in einem Hotel in Opfikon ZH geplant gewesen, der jedoch wegen Sicherheitsbedenken abgesagt wurde. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

52 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Dä Brändon
11.03.2017 12:40registriert August 2015
Erdogan hat die Niederländer soeben als Naziüberbleibsel und Faschisten genannt. Oh Mann der Typ ist echt ein Idiot 😂😂😂
1715
Melden
Zum Kommentar
Skip Bo
11.03.2017 12:35registriert August 2014
Erdogan droht den Niederlanden mittlerweile mit "Vergeltung". Er könnte zum Beispiel niederländischen Politikern Wahlauftritte in der Türkei verbieten...
1583
Melden
Zum Kommentar
burton85
11.03.2017 12:39registriert July 2016
Erst verlangen sie visafreie Einreise für die Bevölkerung und jetzt können nicht mal mehr die Minister einreisen 😂
935
Melden
Zum Kommentar
52

Deutscher Staatsanwalt rechtfertigt Kinder schlagen mit Bibelzitat und erntet Shitstorm

«Füdlitätsch» und «en Chlapf um d'Ohre»: Früher galten diese körperlichen Züchtigungsmassnahmen noch als normal in der Kindererziehung.

Dass dies heute nicht mehr so ist, musste gerade ein deutscher Staatsanwalt in Oldenburg feststellen. Bei einem Berufungsprozess gegen einen Mann, der seine Kinder jahrelang geschlagen hatte, setzte sich der Staatsanwalt dafür ein, den Vater nur milde zu bestrafen.

Begründet hat er dies mit der Bibel und einer angeblichen päpstlichen Segnung von Gewalt an …

Artikel lesen
Link zum Artikel