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Ankara inhaftiert 189 (weitere) Richter und Staatsanwälte



Drei Monate nach dem Putschversuch in der Türkei dauern die Massenfestnahmen unter dem Ausnahmezustand in dem Land an: Die Staatsanwaltschaft in Ankara ordnete am Freitag die Festnahme von 189 Richtern und Staatsanwälten an, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Sie würden verdächtigt, einen Messenger-Dienst namens Bylock genutzt zu haben, über den Gülen-Anhänger Geheimnachrichten ausgetauscht hätten. Die Betroffenen hätten im Justizministerium in Ankara und in Gerichten im ganzen Land ihren Dienst verrichtet. 30 von ihnen hätten in Istanbul gearbeitet.

Erdogan spricht sich weiterhin für Todesstrafe aus

Auch die Massensuspendierungen im öffentlichen Dienst gehen weiter: Das Bildungsministerium suspendierte im Rahmen der Untersuchungen gegen Gülen-Anhänger 2400 weitere Lehrer vom Dienst, wie Anadolu am Donnerstagabend berichtete.

Die Regierung beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich zu sein. Mehr als 30'000 Verdächtige wurden seitdem in Untersuchungshaft genommen. Mehr als 50'000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes wurden entlassen.

(sda/dpa)

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  • rodolofo 14.10.2016 15:31
    Highlight Highlight Erdogan will also neues Personal für seine Staats-Firma, lauter Ja-Sager und Duckmäuser, die brave Mitglieder von seiner Hausmacht, der AKP, sein müssen, wenn sie Aussicht haben wollen auf eine frei werde Stelle.
    Alle neuesten Erkenntnisse in Sachen Management, MitarbeiterInnen-Motivation und Geschäfts-Strategie zeigen aber, dass eine solche Art von "Unternehmensführung" auf direktem Weg in den Ruin führt!
    Wenn MitarbeiterInnen, oder BürgerInnen "innerlich kündigen" und sie nur noch "so tun, als ob", um dem Chef und seinen Sklaventreibern nicht aufzufallen, gibt es keine Innovationen mehr.
  • Radesch 14.10.2016 15:30
    Highlight Highlight Schon krass, dass man Staaten wie Irak oder Afghanistan einfach mal so "den Frieden" bringen kann, aber die Türkei bzw. Erdogan kann machen was sie/er will...

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