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Krise am Golf: Erdogan schickt Truppen nach Katar



Das türkische Parlament hat die Stationierung von Truppen in Katar beschlossen. Die Abgeordneten billigten am Mittwoch ein Verteidigungsabkommen mit dem Golf-Emirat. Angaben zur konkreten Zahl der zu stationierenden Soldaten oder zum Zeitpunkt der Stationierung sind in dem Abkommen bislang nicht enthalten.

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan salutes as he arrives to attend a ceremony marking the 102nd anniversary of Gallipoli campaign, in the Aegean port of Canakkale, near Gallipoli where troops under British command landed in 1915, Saturday, March 18, 2017. Cheered by flag-waving supporters, the Turkish president turned a commemoration of a World War I campaign into a political rally on Saturday, slamming Europe and declaring that a constitutional referendum next month on whether to expand his powers will enhance Turkey's place in the world.(Kayhan Ozer/Presidential Press Service, Pool Photo via AP)

Erdogan unterstützt Katar, indem er Truppen ins Emirat schickt.  Bild: AP/Pool Presidential Press Service

Das Vorgehen der Türkei wird als Zeichen der Unterstützung Katars gewertet. Das kleine Emirat am Golf steht derzeit im Zentrum einer schweren diplomatischen Krise, nachdem Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate am Montag ihre diplomatischen Beziehungen zu ihm abbrachen.

Sie werfen Doha vor, Extremistengruppen in der Region zu unterstützen. Zudem sind sie unzufrieden, dass Katar ihren Kurs zur Isolation des Iran nicht mitträgt.

Bis zu 3000 Soldaten 

Die Türkei unterhält gute Beziehungen zu Katar, aber auch zu anderen Golfstaaten. Die Türkei verfügt in Katar über eine Militärbasis, auf der bislang 80 Soldaten stationiert sind.

Letztlich könnten es aber bis zu 3000 werden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die von den arabischen Ländern verhängte Blockade gegen Katar am Dienstag als «nicht gut» bezeichnet. Die Türkei werde ihre Verbindungen zu Katar weiter entwickeln. (sda/afp)

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