DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Turkish President Tayyip Erdogan makes a speech during his meeting with mukhtars at the Presidential Palace in Ankara, Turkey, October 19, 2016. Murat Cetinmuhurdar/Presidential Palace/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte nach dem gescheiterten Putsch umfangreiche «Säuberungen» im Staatsapparat angekündigt. Bild: HANDOUT/REUTERS

Drei Monate nach dem Putschversuch: Türkei ermittelt gegen über 82'000 Personen



Als Reaktion auf den gescheiterten Putsch hat die türkische Regierung nach eigenen Angaben gegen rund 82'000 Menschen ermittelt. Mehr als 35'000 Menschen seien inhaftiert worden.

Knapp 4000 Verdächtige würden noch gesucht, bilanzierte Justizminister Bekir Bozdag am Samstagabend laut dem Fernsehsender NTV bei einer Veranstaltung der regierenden AKP.

Noch Ende September hatte die Regierung mitgeteilt, dass sie gegen 70'000 Menschen ermittle. 26'000 davon stünden weiter «unter der Kontrolle der Justiz», sagte Bozdag am Samstag.

Die Bilder zum Militärputsch in der Türkei:

1 / 44
Militärputsch in der Türkei
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Präsident Recep Tayyip Erdogan, der den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen als Drahtzieher des Umsturzversuchs betrachtet, hatte nach dem gescheiterten Putsch am 15. Juli umfangreiche «Säuberungen» im Staatsapparat angekündigt.

Der Ausnahmezustand wurde inzwischen bis Mitte Januar verlängert. Als Folge kann Staatspräsident Erdogan per Notstandsdekret regieren. Unter anderem wurden mehr als 50'000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes per Dekret entlassen.

Ebenfalls per Dekret verfügte Erdogan die Verlängerung der Untersuchungshaft von vier auf 30 Tage. Der Kontakt zu einem Anwalt darf fünf Tage lang verwehrt werden.

Menschenrechtsorganisationen und Teile der Opposition kritisieren, dass die türkische Führung den Ausnahmezustand missbrauche, um gegen Regierungsgegner vorzugehen. (viw/sda/afp/dpa)

Mehr zum Putschversuch in der Türkei:

Geimpfte für sechs Monate von Quarantäne befreit

Link zum Artikel

Wegen «Terrorismus»: Türkei zensiert weitere kritische Sender

Link zum Artikel

Jetzt schlägt Gülen zurück: «Erdogan hat Putschversuch selbst inszeniert»

Link zum Artikel

Türkische Regierung setzt 28 gewählte Bürgermeister ab

Link zum Artikel

Türkei schafft Platz für Putschisten und entlässt fast 36'000 Verurteilte aus Gefängnissen

Link zum Artikel

Schweiz muss die Menschenrechte in der Türkei überprüfen – wir sind gespannt auf das Resultat

Link zum Artikel

Eklat in der Türkei: Minister lässt nach Interview mit deutschem TV-Sender den Film beschlagnahmen

Link zum Artikel

Erdogan droht Rom: «Italien sollte sich um die Mafia kümmern, nicht um meinen Sohn»

Link zum Artikel

Türkei fordert von den USA offiziell die Verhaftung Gülens

Link zum Artikel

Warum der missglückte Putsch in der Türkei für die USA gefährlich ist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Zu grosse Ablenkung»: US-Firma verbietet Mitarbeitenden politische Diskussionen

Der CEO einer US-Softwarefirma fordert seine Mitarbeitenden auf, während der Arbeit keine politischen Diskussionen mehr zu führen. Der Schuss geht nach hinten los.

In einem rund 8000 Zeichen langen Blogpost informierte Jason Fried, der CEO der US-Softwarefirma Basecamp, seine Mitarbeitenden über diverse Neuerungen in der Firmenkultur.

Fried war 1999 bei der Gründung von Basecamp dabei. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für die gleichnamige Software, ein Projektmanagement-Tool, das 2004 eingeführt wurde. Das Tool soll Firmen bei To-Do-Listen, der Kommunikation während grösseren Projekten oder im Zeitmanagement helfen.

Basecamp sei wie ein Produkt, das …

Artikel lesen
Link zum Artikel