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Regierungskritischer Chefredaktor in der Türkei festgenommen



In der Türkei sind die Behörden einem Medienbericht zufolge gegen einen weiteren regierungskritischen Journalisten vorgegangen. Die Zeitung «Aydinlik» berichtete am Samstag, ihr Chefredaktor Ilker Yücel sei festgenommen worden.

Das Blatt hatte 2014 einen Artikel über Berat Albayrak veröffentlicht, Energieminister und Schwiegersohn von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Der Bericht brachte Albayrak in Verbindung mit Verbrechen. Ein Gericht urteilte, die Zeitung müsse einen Widerruf drucken oder eine Geldstrafe zahlen. «Aydinlik» lehnte dies ab.

Die Behörden in dem NATO-Land, das auch EU-Beitrittskandidat ist, waren zuletzt mit Razzien und Festnahmen auch gegen die Zeitungen «Sözcü» und «Cumhuriyet» vorgegangen. Dutzende Journalisten sitzen im Gefängnis, darunter der deutsch-türkische «Welt»-Korrespondent Deniz Yücel. Auf der diesjährigen Pressefreiheit-Rangliste von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 155 von 180.

(sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 04.06.2017 08:00
    Highlight Highlight Der nächste unbequeme Journalist wird abgemurkst und zum Schweigen gebracht.
    Erdogan's "Kampf gegen den Terrorismus" folgt einem zielstrebigen Drehbuch:
    Jede Art von Eigenständigkeit und Freiheit soll erstickt, ausgerissen und niedergetrampelt werden!
    So wird die Türkei unter Erdogan zu einer Gesellschaftlich-Kulturellen Wüste, bzw. AKP-Monokultur.
    Wie wir wissen, sinken Diktaturen (auch wenn sie sich demokratisch legitimiert sehen) ab, weil sie keine kreativen Kräfte mehr zulassen.
    Und Mono-Kulturen sind besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten.
    Aber das wird die Türkei lernen müssen
  • N. Y. P. D. 03.06.2017 21:44
    Highlight Highlight Der Schwiegersohn ist der Energieminister.
    Die Journalisten hocken im Gefängnis.
    Türkei auf Platz 155 von 180 in der der diesjährigen Pressefreiheit-Rangliste.
    Willkürliche Verhaftungen und Verurteilungen.
    Diktaktur ist abgesegnet.
    Kurden werden verfolgt und getötet.
    Das alles ist nichts Neues.
    Trotzdem.
    Türkei, quo vadis ?

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