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Pictures of people facing criminal charges are seen after a news conference in Washington, Thursday, June 15, 2017, about an May 16, 2017, altercation outside the Turkish Embassy in Washington during the visit of the Turkish president. Police say they've issued arrest warrants for a dozen Turkish security agents and two others accused of taking part in a violent altercation May 16 as Turkey's president visited Washington. (AP Photo/Alex Brandon)

Die Männer werden beschuldigt, auf Demonstranten vor der türkischen Botschaft in Washington losgegangen zu sein. Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

Die USA wollen Erdogans Bodyguards verhaften – dieser bestellt den Botschafter ein



Nach den Ausschreitungen vor der türkischen Botschaft in Washington im Mai haben die US-Behörden Haftbefehle gegen zwölf Personenschützer des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erlassen.

Die Männer werden beschuldigt, am 16. Mai auf Demonstranten losgegangen zu sein, wie die Polizei am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Washington bekannt gab. Erdogan übte am Abend in Ankara scharfe Kritik an den Haftbefehlen und warf den amerikanischen Sicherheitskräften vor, ihn nicht beschützt zu haben.

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan, gestures as he delivers a speech at a dinner to break the Ramadan fast in Ankara, Turkey, Thursday, June 15, 2017. Erdogan has slammed the U.S. decision to arrest a dozen of his security guards and two others accused of taking part in a violent attack on protesters during his official visit to Washington, D.C., last month.
 (Presidency Press Service via AP, Pool)

Erdogan an der Pressekonferenz. Bild: AP/Presidency Press Service

«Was ist das für ein Gesetz, was ist das für eine Justiz?», fragte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bei einer Ansprache zum Fastenbrechen. «Wenn diese Leibwächter mich nicht beschützen sollen, wozu soll ich sie dann mit mir nach Amerika nehmen?»

Bei den nur 40 bis 50 Meter entfernten Demonstranten habe es sich um Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen gehandelt. Die amerikanische Polizei sei nicht gegen die Demonstranten eingeschritten.

Kritik an Botschafter

Die Türkei will den Erlass von Haftbefehlen nicht einfach so hinnehmen. Das türkische Aussenministerium bestellte den US-Botschafter in Ankara, John Bass, zu Gesprächen ein.

Dem Diplomaten sei übermittelt worden, dass der Erlass der Haftbefehle durch die US-Behörden falsch und parteiisch sei sowie die rechtliche Grundlage dafür fehle, teilte das Ministerium mit. Vielmehr hätten es die lokalen Behörden mit Blick auf die Demonstranten nicht geschafft, geeignete Sicherheitsmassnahmen für den türkischen Präsidenten zu treffen.

Members of Amnesty International demonstrate outside Trump International Hotel in Washington, Thursday, June 15, 2017. They were urging the administration of President Donald Trump administration to end its silence on the imprisonment of Taner Kilic, the head of Amnesty International in Turkey. (AP Photo/Jon Elswick)

Amnesty International demonstriert derweil vor dem Trump International Hotel gegen die Verhaftung von Taner Kilic, dem Vorsteher von Amnesty International in der Türkei. Bild: Jon Elswick/AP/KEYSTONE

Schon Festnahmen im Gang

Neben den zwölf Personenschützern fahnden die Ermittler nach zwei weiteren Personen, denen sie ebenfalls eine Beteiligung an den Gewalttaten vorwerfen. Bereits am Mittwoch gab es zwei Festnahmen.

Eine Sprecherin von US-Aussenminister Rex Tillerson sagte am Donnerstag, die USA würden keinesfalls dulden, dass Einzelne Gewalt anwendeten, um die Redefreiheit und die Freiheit legitimer politischer Meinungsäusserung zu unterdrücken.

«Wenn die Ermittlungen beendet sind, wird das Aussenministerium entscheiden, ob weitere Schritte nötig sind», sagte sie. Es würden mehrere Optionen geprüft. Sie räumte ein, dass den Verdächtigen nur der Prozess gemacht werden könne, wenn sie in die USA zurückkämen.

Die Ausschreitungen ereigneten sich am Rande eines Besuchs Erdogans in Washington. Videomitschnitte zeigen, wie Sicherheitsleute brutal auf Demonstranten eintreten. In einem Video ist zu sehen, dass Erdogan persönlich Zeuge der Ereignisse wird, sich aber nicht ins Geschehen einmischt. Elf Menschen wurden bei den Handgreiflichkeiten verletzt, neun davon mussten im Spital behandelt werden. (sda/dpa)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 16.06.2017 08:59
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass auch gegen den Chef der Prügelbande wegen Anstiftung zu Körperverletzung eine Anzeige erstatted wurde. Es fehlt sein Konterfei auf dem Suchplakat.
    Wie hiess doch das Sprichwort? Die Kleinen hängt man, die Grossen lässt man laufen.
  • Don Alejandro 16.06.2017 07:31
    Highlight Highlight Tja, der Möchtegern Sultan Erdie kann halt nur in der Tprkei straflos prügeln lassen. Recht so.
  • Majoras Maske 16.06.2017 07:21
    Highlight Highlight Ach, dass ist aber nett, dass Bodyguards von Erdogan andere doch nicht straflos blutig schlagen dürfen.
  • Wilhelm Dingo 16.06.2017 06:24
    Highlight Highlight Die Amis werden das schon gut machen und den Trannen vom Bosporus töibele laa.
  • Hierundjetzt 16.06.2017 01:00
    Highlight Highlight Holland und die USA setzen geltendes Recht durch.

    Die Schweiz will ganz fest nicht, weil sonst irgendwas mit "Wirtschaft" darunter leidet könnte, also eventuel, vielleicht

    Das Militärbudget ist fast 3x so hoch, wie der Export von Schrauben in die Türkei

    Seit 70 Jahren den Schwanz einziehen, darin sind wir stark.
    • ujay 16.06.2017 03:48
      Highlight Highlight Was hat dieser Schwachsinn mit dem Artikel zu tun. Wutbuergerli?
    • Philipp Burri 16.06.2017 05:15
      Highlight Highlight Du hast glaub ich nicht so recht verstanden, was mit dem Begriff Wutbürger gemeint ist
    • Hierundjetzt 16.06.2017 07:23
      Highlight Highlight Ujay, stellt Dir Dein kleiner Nationalstolz wieder mal ein Bein?

      Was war den passiert, als in Bern ein türkischer Botschaftsangestellter während einer Demo einen Schweizer erschoss (!).

      Hm?

      Nada. Kein Verfahren. Nix. Es war ja nur Mord. Der andere läuft immer noch frei herum.

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