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«Nazi-Hunde»: Türken schäumen vor Wut auf Holland und einer lacht sich ins Fäustchen



The pictures of Turkey's President Recep Tayyip Erdogan hangs on a balustrade among Turkish flags as Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu, center left, speaks during a campaign gathering in Metz, eastern France, Sunday, March 12, 2017. Foreign Minister Mevlut Cavusoglu was in France Sunday to whip up support for controversial constitutional reforms to expand the powers of the Turkish presidency. (AP Photo/Elyxandro Cegarra)

Die aktuelle Polemik hilft vor allem einem: Recep Tayyip Erdogan. Bild: Elyxandro Cegarra/AP/KEYSTONE

Das türkische Fernsehen zeigt die Szenen immer wieder, kaum eine Zeitung verzichtet am Montag darauf, Bilder davon auf die Titelseite zu nehmen: Bei Protesten gegen das Auftrittsverbot für türkische Minister in den Niederlanden beisst sich in Rotterdam ein Polizei-Schäferhund im Bein eines am Boden liegenden türkischen Demonstranten fest. Die regierungsnahe Zeitung Aksam wählt die Schlagzeile: «Nazi-Hunde», als i-Punkt dient ein Hakenkreuz.

epa05845525 A man buy a Turkish newspaper with a headline 'They Suspended freedom' at tea house in Istanbul, Turkey, 13 March 2017. Turkish Family Minister Fatma Betul Sayan Kaya was barred by police from entering the Turkish consulate in Rotterdam on 11 March, after the Dutch government had denied landing rights to Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu who planned a speech at the consul's residence in Rotterdam. The incidents have led to a diplomatic row between the two countries, and protests by Turkish citizens in the Netherlands as well as in Turkey.  EPA/SEDAT SUNA

Türkische Medien haben vor allem ein Thema. Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Polizisten schubsen bei dem Hundeeinsatz einen türkischen Reporter vom Staatssender TRT weg, der aufgebracht ins Mikro spricht: «Da seht ihr das Land der Demokratie, das Land der Menschenrechte.»

Das türkische Presseamt verschickt vier Fotos des Hundeangriffs und des blutigen Opfers, dazu eine ganze Phalanx an Pressemitteilungen mit Reaktionen von Regierungsmitgliedern, verteilt auf fünf Sprachen.

Schon die Auftrittsverbote spielten dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in seinem Wahlkampf vor dem Referendum über das von ihm angestrebte Präsidialsystem in die Hände. Für die brutale Hundeattacke gilt das erst recht.

Ein Kleinbus-Manager in Istanbul, der anonym bleiben möchte, sagt, er werde bei dem Referendum zwar mit «Nein» stimmen, also gegen das Präsidialsystem. «Aber wenn ich sehe, was in Holland passiert ist, dann macht mich das wütend. Viele Türken werden sich denken, jetzt stimme ich aus Protest mit ‹Ja›.»

AKP froh um Wut auf Niederländer

Der Abgeordnete Hüseyin Kocabiyik von Erdogans AKP sagt dem regierungsnahen Sender A Haber sichtlich zufrieden: «Lasst uns nicht wütend auf diese Deutschen und Niederländer sein. Vielleicht müssen wir ihnen ein wenig danken. Sie haben etwa zwei Punkte zu unseren Ja-Stimmen beigetragen, da können Sie sicher sein.»

«Was ist das für eine Barbarei».

Zwei Prozentpunkte, die bei einem knappen Ausgang des Referendums am 16. April über Sieg und Niederlage entscheiden könnten.

Selbst die kemalistische CHP, die gelegentlich vergessen lässt, dass sie eine Oppositionspartei ist, steht inzwischen im Streit um Auftrittsverbote in Europa hinter Erdogan.

Die Entscheidung der Niederlande sei «inakzeptabel» und verstosse gegen diplomatische und demokratische Grundprinzipien, schrieb CHP-Chef Kemal Kilicdaroglu auf Twitter. Die kemalistische Zeitung «Sözcü», in Sachen Referendum stramm auf «Nein»-Kurs, hat am Montag den Hundeangriff auf der Frontseite – mit dem Titel: «Was ist das für eine Barbarei».

Wasser auf die Mühlen Erdogans

Die Auftrittsverbote sind Wasser auf die Mühlen Erdogans, der Europa regelmässig vorwirft, mit zweierlei Mass zu messen: Während die EU immer wieder Einschränkungen der Meinungsfreiheit in der Türkei anprangert, lässt sie demokratisch gewählte Minister nicht zu Türken in der EU sprechen – so die Anschuldigung.

Erdogan wirft den Deutschen «Nazi-Praktiken» vor, die Niederländer bezeichnet er nun als «Nazi-Überbleibsel» und «Faschisten». Seine Regierungsmitglieder bemühen sich, ihm nachzueifern.

Nach Ansicht von Ministerpräsident Binali Yildirim spiegeln die Auftrittsverbote die «politische Gesinnung des Zweiten Weltkriegs» wider. Yildirims Stellvertreter Nurettin Canikli wirft Deutschland, Österreich und den Niederlanden gleich «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» vor.

Beherrschendes Wahlkampfthema

Erdogan ist es gelungen, den Streit um die Auftritte seiner Minister in Europa zum beherrschenden Wahlkampfthema in der Türkei zu machen. Kaum jemand spricht von der hohen Jugendarbeitslosigkeit, von der Inflation oder dem Verfall der Währung.

Dass der Syrien-Einsatz der türkischen Armee in gut einem halben Jahr über 70 Soldaten das Leben gekostet hat, ist kaum ein Thema. Dasselbe gilt für die schlechte Sicherheitslage – und die Liste der türkischen Probleme nach fast 15 Jahren AKP-Regierung liesse sich fortsetzen.

Erdogan kann daher kaum daran gelegen sein, im Streit um die Auftritte einzulenken. Als nächste Eskalationsstufe wäre die Ankündigung einer Wahlkampfveranstaltung von Erdogan selber in Deutschland denkbar.

So oder so würde Erdogan punkten: Würde der Auftritt verhindert, könnte er seine Angriffe auf Deutschland und Europa noch einmal verschärfen – und damit im womöglich wahlentscheidenden Lager der türkischen Nationalisten punkten. Sollte ein Auftritt stattfinden, stünde er als starker Präsident da, der sich gegen den Widerstand Europas durchgesetzt hat. (sda/dpa)

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66
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66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sherpa 14.03.2017 14:38
    Highlight Highlight Was würden wohl die Erdogan-Günstlinge sagen, wenn sie plötzlich als türkische IQ-Deppen tituliert würden?
  • Radesch 14.03.2017 11:36
    Highlight Highlight Das scheint wieder auf das gleiche herauszulaufen wie bei Clinton gegen Trump.

    Wenn man Leute als "dumm" oder "menschenrechtsfeindlich" beschimpft, ändert man das Ergebnis dieses Referendums nur ins negative. Das ist eine Art umgekehrte Psychologie.

    Wenn wir als Europa und die Türken wollen, dass die Türkei ein Land bleibt in welchem es sich zu leben lohnt dann müssen wir mit Argumenten und Fakten diskutieren nicht mit Diffamierung und Herablassung.

    Das gilt GERADE DANN wenn wir Grundprinzipien verteidigen. Schliesslich wurden diese ja auch mal demokratisch abgesegnet.
    • Radesch 14.03.2017 14:19
      Highlight Highlight @Stefano Pellicioli

      Ich stimme dir zu, aber wenn wir Grundrechte eingeführt haben, dann sollten wir auch in der Lage sein diese argumentativ zu verteidigen und nicht nur mit Diffamierung zu antworten.

      Die Grundrechte gab es schliesslich auch nicht immer. Aber Ja, du hast recht.
  • Nonqi 14.03.2017 09:03
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe ist, dass Auslandtürken für Erdogan stimmen. Ihm mehr Macht zusprechen wollen aber selber nicht unter dieser Macht leben wollen... Alle Vorzüge einer Demokratie im Ausland, sei es jetzt DE, CH oder NL, geniessen, aber selber für Unterdrückung in der Türkei stimmen. Wieso dürfen diese Menschen über das Schicksal anderer Entscheiden, ohne selbst in diesem Land zu leben? Geht doch samt Erdogan und seiner Entourage zurück in die Türkei wenn ihr so begeistert seid.
    • Nonqi 14.03.2017 10:49
      Highlight Highlight Von mir aus kann sich auch der Weihnachtsmann mit Erdogan solidarisieren! Türkische Doppelbürger, die nicht in der Türkei unter der Macht und Kontrolle Erdogans leben, bzw. leben möchten, sollten ihre Finger vom Wahlzettel fern halten.
      Und das sage ich als Doppelbürger. Mir würde es nie in den Sinn kommen an Wahlen eines Staates teilzunehmen, in dem ich nicht selber lebe. Obwohl ich das Recht dazu hätte...
    • Radesch 14.03.2017 11:22
      Highlight Highlight @Cana5 Das ist deine Meinung, viele wollen eben gerade mitbestimmen. Bedenke bitte auch, dass es viele Türken gibt die gegen das Referendum sind. Diese brüllen nur nicht so laut rum (hoffentlich eine stille Mehrheit). Die Türken in der Türkei, welche dagegen sind werden schlicht mundtot gemacht.
  • Neuromancer 14.03.2017 00:03
    Highlight Highlight Was hat Erdogan eigentlich für einen Plan B, sollte die Abstimmung bachab gehen? Ich würde mal auf nen Putschversuch reloaded tippen. Der Katalysator ein jeglicher zukünftigen Diktatur schlechthin.
  • rodolofo 13.03.2017 21:40
    Highlight Highlight Alles, was Erdogan und seine AKP machen, ist so durchschaubar!
    Aber es funktioniert!
    Und wenn das, was Erdogan in der Türkei macht, so gut funktioniert, dann funktioniert auch das, was Wilders und Holland macht, und Putin in Russland, und Orban in Ungarn, und Trump in den USA, und Blocher in der Schweiz, und Farrage in Great Britain, usw..
    Bald werden sie Jagd machen auf Linke, Ausländer und Minderheiten!
    Bald wird es wieder Konzentrationslager geben!
    Richter und Journalisten werden eingesperrt und als Landesverräter mit dem Tode bestraft!
    Die Geheimdienste sammeln schon Informationen...
    • pachnota 13.03.2017 22:02
      Highlight Highlight aua...ja genau. (lach)
      Leidet da jemand zufälligerweise an Paranoia?
    • rodolofo 13.03.2017 22:12
      Highlight Highlight Du fühlst Dich anscheinend sehr sicher.
      Ich habe eine gewisse Ahnung, warum das so ist...
    • pachnota 13.03.2017 22:19
      Highlight Highlight kommt das vom kiffen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Azrael 13.03.2017 20:09
    Highlight Highlight Als Versöhnungsangebot bildet die holländische Polizei jetzt Ziegen aus...
    🐐 🐐 🐐 😉
  • f303 13.03.2017 20:08
    Highlight Highlight Auch wenn ich es gar nicht will, macht mich das alles langsam wirklich wütend. Warum sind Menschen so einfach zu manipulieren?
    Glaube fast, das Einzige was helfen würde, wäre die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft für solche Länder. Sobald aus anderen einem Land heraus die innere Sicherheit gefährdet wird, müssten die Doppelbürger sich entscheiden auf welcher Seite sie stehen. Hat es im Ausland keine potentiellen Wähler mehr, gibt es auch solchen Ärger nicht. Doppelte Staatsbürgerschaft ist eh ein wenig der Fünfer und das Weggli.
    • Radesch 14.03.2017 11:24
      Highlight Highlight Nein, denn doppelte Staatsbürgerschaften haben nicht nur vorteile, man hat eben doppelte Rechte aber auch doppelte Pflichten.
  • mrmikech 13.03.2017 19:38
    Highlight Highlight So schräg ist Erdi: per Türkisches Gesetz ist das führen von Politische Kampagnen im Ausland verboten. Seine Minister sind also Verbrecher. http://www.dpa-international.com/topic/turkish-law-prohibits-campaigning-abroad-row-europe-deepens-170309-99-595734
    • EvilBetty 14.03.2017 07:21
      Highlight Highlight Genau aus diesem Grund kommen sie ja auch als «Privatpersonen» lol
  • pachnota 13.03.2017 19:35
    Highlight Highlight "Minarette sind unsere Bajonette des Islam."
    O-Ton R.Erdogan.
    • rodolofo 13.03.2017 21:42
      Highlight Highlight Erdogan benutzt den Islam doch nur!
      Sein Gegenspieler Gülen ist vom Islam beseelt.
      Aber Erdogan geht es nur um die Macht.
    • Saraina 14.03.2017 08:17
      Highlight Highlight Das ist nicht Originalton Erdogan. Es ist ein Zitat aus einem Gedicht namens "Illahi Ordu" das vom türkischen Dichter Ziya Gökalp während des Unabhängigkeitskampfes von Atatürk geschrieben wurde, also um 1920 herum. Das Gedicht wird in türkischen Schulen gelernt, nicht erst seit Erdogan.

      Es ist auch ein Beispiel, dass Erdogan tatsächlich seit Beginn seiner Karriere verunglimpft und verleumdet wurde, was wesentlich zu seiner Paranoia beigetragen haben dürfte.

      Interessant auch, dass alle, die ihn im Westen kritisieren, die totalitäre Herrschaft in der Türkei vor seiner Zeit ignorieren.
    • Radesch 14.03.2017 11:27
      Highlight Highlight Erdogan ist so islamisch wie ein Schweinekotelett ;)

      Der strebt nach Macht und das wird ihm früher oder später noch zum Verhängnis. Man weiss ja wie so etwas endet. Krieg, Tausende tote, verlierer auf beiden Seiten...

      Schade das Menschen nicht aus der Geschichte lernen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • poga 13.03.2017 19:33
    Highlight Highlight http://www.blick.ch/news/politik/expertin-zum-tuerken-krach-mit-europa-woher-kommt-dieser-hass-id6364111.html
    Ich finde, dass mit dem zweiten Teil der Blick das einzig Richtige gemacht hat. Sich unmissverständlich Erklären warum dieses Referendum in der Türkei ein Witz ist, und warum man Nein stimmen sollte. Eigentlich fände ich es gut, wenn sämtliche Medien in Europa das machen würden.
  • Majoras Maske 13.03.2017 19:26
    Highlight Highlight Einer derartigen Verfassungsänderung zuzustimmen, nur weil ein Hund in der Niederlande einen Türken gebissen hat, ist meiner Meinung nach kein stichhaltiges Argument für ein Erdogan-Präsidialsystem. Und die Türken könnten sich fragen, warum Erdogan, der ja immerhin mal in DE zum "Europäer des Jahres" gewählt wurde, derartig an internationalen Rückhalt verliert. Aber stattdessen kann man natürlich auch gaga und hysterisch sein. Atatürk würde sich im Grab umdrehen, sähe sehe er diese Zustände.
    • Saraina 14.03.2017 08:21
      Highlight Highlight Es ist ja nicht nur der Hund. Sämtliche europäische Presse schreibt und titelt wie wild gegen die Türkei und Erdogan an. Auch der Blick, praktischerweise auf Türkisch. Dämonisierende Titelbilder noch und noch. Ziegenf... und andere Beleidigungen auf allen Kanälen. Da ist es ein leichtes zu behaupten, man müsse sich gegen den Rassismus Europas behaupten, um die eigene Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen. Dafür sind die Türken empfänglich.
    • pachnota 14.03.2017 13:21
      Highlight Highlight Saraina
      Du bist wohl eine dieser Türken, welche die Demokratie und den Wohlstand hier geniessen, aber zu hause voll pro Erdogan wählen.
    • Saraina 14.03.2017 15:08
      Highlight Highlight Pachnota: Nein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 13.03.2017 19:00
    Highlight Highlight Türken, raus aus Istanbul! 😆
    • Spooky 13.03.2017 22:11
      Highlight Highlight Konstantin Opel

      (okay, nicht lustig)
  • Pius C. Bünzli 13.03.2017 19:00
    Highlight Highlight Die haben da ja nen richtigen Personenkult entwickelt. Krasses Armutszeugniss 🤔
    • Saraina 14.03.2017 08:23
      Highlight Highlight Nein, die hatten immer schon Personenkult. Warst du nie in der Türkei? Sie sind nur dabei, Atatürk mit Erdogan zu ersetzen.
    • Pius C. Bünzli 14.03.2017 10:04
      Highlight Highlight Nein ich war nie da, in solche Nationen werde ich mein Geld nicht bringen. Ziemlich genau der selbe Grund wieso ich nie in Amerikkka war.
    • Saraina 14.03.2017 10:52
      Highlight Highlight Das ist eine edle Einstellung, Herr Bünzli. Nur sollte man sich dann darüber im Klaren sein, dass man nicht wirklich Informationen über diese Länder hat, ausser, was die Presse einen zukommen lässt. Und die Presse interessiert halt primär das Negative und Skandalöse. Damit lässt sich Leserschaft interessieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 13.03.2017 18:35
    Highlight Highlight Was macht die Türkei noch in der NATO?
  • mrmikech 13.03.2017 18:11
    Highlight Highlight Erdi sollt erst mal zugeben dass die Türkei auch eine "Nazi"-Vergangenheit hat: https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern?wprov=sfla1
    • AJACIED 13.03.2017 19:56
      Highlight Highlight Ohhh nein sage das den Türken jaaa nicht ins Gesicht !!! Alle sind oder waren Nazis nur sie selber nicht!!! Osmanisches Reich! Völkermord an Aramäer! Völlig verblödete Ausschreitung gegen die Schweizer Nationalmannschaft im Stadion. Kommt runter und zeigt nicht mit dem Finger liebe Türken.
      Ich werfe natürlich nicht alle in einen Topf weil auch ich habe türkische Freunde und weiss das es auch "vernünftige" Leute gibt.
  • na ja 13.03.2017 18:04
    Highlight Highlight Bin übrigens heute der Güllen-Bewegung beigetreten! Und mein Mann fand das so gut, dass er durchs Funkgerät rief.. "alaahhh"

    Später sagte er dann immer... chasch ume absteue.

    Spass beiseite.. ich finde es geradezu beängstigend, was da abgeht!
  • Gummibär 13.03.2017 17:57
    Highlight Highlight Hoffentlich wurde der Hund regelmässig gegen Tollwut geimpft.
  • TY94 13.03.2017 17:51
    Highlight Highlight Nein
  • DerRaucher 13.03.2017 17:50
    Highlight Highlight Wie ich schon schrieb und eine Unmenge Blitze erntete. All das spielt Erdogan in die Karten und wird wahrscheinlich genau die paar Stimmen bringen, die ihm für einen Sieg fehlen. Es wäre sinnvoller gewesen einen Dialog zu suchen und die Vorträge nicht ohne weiteres zu verbieten. Die AKP führt dir EU gerade an der Nase rum für mehr stimmen, und der Mehrheit scheint es nicht aufzufallen. Wären die Vorsprechen ohne weiteres über die Bühne gegangen, hätten wohl nur die Leute davon Notiz genommen, die der AKP eh schon nahe stehen.
    • Walter Sahli 13.03.2017 18:17
      Highlight Highlight Grundsätzlich kann ich da nur zustimmen. Die Weisheit, dass der Konflikt gegen aussen, den Frieden im Innern sichert, gilt auch hier. ABER...in Holland sind bald Wahlen und Wilders hätte diese Vorträge zu 100% ausgeschlachtet und damit Wahlpropaganda betrieben. Und seine Wähler hätten dies sicher noch so gerne aufgenommen. Die holländische Regierung hatte also nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, resp. zwischen Hilfestellung für den Rechtspopulisten in der Türkei oder Hilfestellung für den Rechtspopulisten im eigenen Land. Für welches Übel hätten Sie sich entschieden?
    • Menel 13.03.2017 18:31
      Highlight Highlight Ja hätte man und dann als Ausgleich noch Gegenstimmen zu Wort kommen lassen sollen. Denn in der Türkei kann niemand mehr gefahrfrei gegen Erdogan die Stimme erheben.
    • Zap Brannigan 13.03.2017 19:10
      Highlight Highlight Wenn Erdogan durch sein Trötzle Wilders an die Macht bringt, hat er nicht viel gewonnen.
      Auch Merkel wird aus dem Bett steigen müssen, in das sie sich wegen den Flüchtlingen zusammen mit Erdogan gelegt hat. Auch sie hat Wahlen vor sich.
      Und die Holänder sind eine wichtige Touristengruppe für die Türkei, welche dringend Devisen braucht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 13.03.2017 17:41
    Highlight Highlight Traue keiner Wahl die du nicht selbst gefälscht hast. Mit einer UN-Beobachter-Mission würde ich das Resultat noch knapp anerkennen. Spass beiseite; die Türken sollen mit dem Kasperlitheater aufhören.
  • maxi 13.03.2017 17:19
    Highlight Highlight was für eine Weltanschauung
    Benutzer Bild
  • Sophia 13.03.2017 17:00
    Highlight Highlight Welche skrupellose Lumpen führen die Menschen an der Nasere herum. Ein russisches Mädchen missbraucht, holländischer Hund beisst Türken, Schwarzer vergewaltigt Weisse, Kosovare schlitzt Schweizer auf... Und es wird alles geglaubt, besonders gerne von denen, die sonst am lautesten "Lügenpresse" schreien. Und dem Erdogan können gar nicht genug solche Schauermärchen zum Ausschlachten zugetragen werden! Leute, lasst euch doch nicht derartig für blöde verkaufen!
  • Tepesch 13.03.2017 16:59
    Highlight Highlight Holland und Deutschland hätten einfach klar kommunizieren müssen, dass man einem Regim, das die Meinungsfreiheit selbst mit Füssen tritt, keine Platform bietet. Das ganze noch mit ein paar Fakten ausschmücken und dem Erdowahn kalt servieren.
  • Triumvir 13.03.2017 16:54
    Highlight Highlight Ich wage bereits jetzt eine Prognose und sage voraus, dass das Referendum mit 90 bis 99-Prozent Ja-Stimmen angenommen werden wird. Ob bei der Stimmenauszählung jedoch alles mit rechten Dingen zu und her gehen wird, wage ich zu bezweifeln. Denn in Diktaturen wäre ein anderes Ergebnis als 90 bis 99-Prozent Zustimmung zu einem Vorschlag des Diktators schliesslich ein echtes Wunder... Hatte es so ein Ergebnis überhaupt schon einmal gegeben!? Ich denke nicht ;-P
    • Makatitom 13.03.2017 18:35
      Highlight Highlight Doch, die sehr wahrscheinlich auch getürkte (pun intended) Abstimmung zum Anschluss Österreichs ans Reich 1938
  • saukaibli 13.03.2017 16:34
    Highlight Highlight Mann, die Erdotürken machen sich echt nur noch lächerlich. Ein Staat, in dem Hunderte, wenn nicht Tausende, Journalisten im Gefängnis sitzen, nur weil sie dem grossen Führer nicht schmeichelten, beschimpft andere Staaten als Nazis. Realsatire vom Feinsten! Ein Staat, der Tausende Lehrer und Beamte auf die Strasse stellt, nur weil sie vielleicht eine andere politische Einstellung haben und der seine eigene, kurdische Bevölkerung terrorisiert! Sorry liebe Türken, habt ihr eigentlich einen an der Waffel oder was ist mit euch los? Schaltet mal enlich euer Hirn ein und seid keine Vollidioten!
  • Wehrli 13.03.2017 16:23
    Highlight Highlight Ich nehm den Kabab heute mit extra scharf und etwas holländischer Sauce aber ohne Ziegenkäse.

    Mann Erdi, du bist die inkarnierte Peinlichkeit.
  • okey 13.03.2017 16:11
    Highlight Highlight Dabke Holland!
    Dank dir wird der Erdogan noch eher gewählt..
    Was Politiker zu ihrem eigennutzen nicht alles tuen.
    Aber ja dafür werden wir dan offiziel eine neu Dikatur and den EU Grenze haben. Denke ncht das sich dies für die Sicherheit Europas gelohnt hat.
    Etwas mehr Weitblick täte der Stimmbevölkeru g und den Politiker gut
    • saukaibli 13.03.2017 17:04
      Highlight Highlight Dann wird er halt gewählt. Jedes Volk hat den Diktator den es verdient.
    • Maracuja 13.03.2017 17:41
      Highlight Highlight 1. geht es um eine Abstimmung und nicht um eine Wahl, 2. hätte Erdogan auch zusätzliche Stimmen geholt, wenn man diese Propagandauftritte nicht unterbunden hätte. Weitsicht in der jetzigen Lage würde bedeuten, dass man nicht einfach nur kurzfristig auf Erdogans Inszenierungen/Provokationen reagiert, sondern sich z.B. überlegt, wie man mit seinen hier agierenden Spitzeln und den in westlichen Ländern wirkenden, aber oft direkt beim türkischen Staat angestellten Imamen in Zukunft umgeht.
    • okey 13.03.2017 19:25
      Highlight Highlight @Maracuja
      Ja es ist eine Abstimmung aber eigentlich ist es eine Wahl von Erdogan als Diktator der Türkei.
      Ich denke nicht das er viele Stimmen nur durch eine Kundgebung erhält, weill nur seine Supporter dahin gehen. Aber wenn Türkisch Politiker wie Verbecher aus dem Lande verwisen werden, sammelt man in einem Nationalistischen Land wohl sehr viele Stimmen. Es ist etwa so wie wenn Burkhalter nicht nach Deutschland gehen darf kurz bevor Man in der Schweiz über einen EU Beitritt abstimmt. Da werden dan wohl viele Schweizer als protest dagegen stimmen. Holland wusste das..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneiderlein 13.03.2017 16:04
    Highlight Highlight Ist es eigentlich wichtig wie die türkischen Mitbürger abstimmen werden? Ist der Ausgang der Wahl nicht bereits bestimmt?
    • AJACIED 13.03.2017 20:05
      Highlight Highlight Darauf kannst du Gift nehmen!

Frankreich fürchtet sich vor der Rückkehr der «Gespenster»

Die Türkei will massenhaft IS-Kämpfern aus den Gefängnissen im Norden Syriens entlassen. Rund 500 von ihnen kommen aus Frankreich. Wie gefährlich sind sie?

Während die deutschen Behörden die Ausweisung eines IS-Kämpfers durch die Türkei bestätigt haben, will die französische Regierung von nichts wissen. Verteidigungsministerin Florence Parly erklärte, sie habe «keine Kenntnis von der genauen Rückkehr irgendwelcher Terroristen».

Der Grund für die Pariser Diskretion: Frankreich ist das westliche Land mit den meisten potenziellen «revenants» (Rückkehrern, aber auch: Gespenstern). 500 von ihnen sollen sich derzeit in kurdischen, türkischen oder …

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