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epa05397216 A general view shows Turkish Airlines aircraft preparing to take off at Ataturk international airport in Istanbul, Turkey, 29 June 2016. At least 36 people were killed and more than 140 others were wounded in three separate gun and bomb attack outside and inside the terminal of Istanbul's Ataturk international airport on 28 June, media reported quoting officials. The attacks have been linked to either the so-called Islamic State (IS or ISIS) militant group or Kurdish separatists, media added.  EPA/SEDAT SUNA

Dubiose Verhaftung am Flughafen in Istanbul. Terroristin oder Regimekritikerin? Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Türkei: Polizei nimmt kurdische Aktivistin an Flughafen Istanbul fest



Die türkische Polizei hat eine kurdische Aktivistin unter Terrorverdacht festgenommen. Der Zugriff sei auf dem Flughafen von Istanbul erfolgt, als die Aktivistin Sara Aktas nach Deutschland habe ausreisen wollen, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag.

Die Behörden werfen ihr demnach vor, einer Unterorganisation der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) anzugehören. Wegen Mitgliedschaft in einer «Terrorvereinigung» drohten ihr 15 Jahre Haft.

Kurdische Politiker bestritten diese Darstellung. Die Abgeordnete Dilan Dirayet Tasdemir von der linksliberalen prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) erklärte, Aktas gehöre nicht zur PKK, sondern sei Mitglied des Freien Kurdischen Frauenkongresses (KJA).

Aktas habe auch nicht versucht, nach Deutschland auszureisen, sondern sei am Flughafen festgenommen worden, als sie von einem Besuch in Igdir in der Osttürkei zurückgekehrt sei. Ähnlich äusserte sich die HDP-Abgeordnete Besime Konca.

Vorgehen gegen Regierungskritiker

Seit dem gescheiterten Putschversuch am 15. Juli wurden in der Türkei zehntausende vermeintliche Regierungsgegner festgenommen oder vom Dienst suspendiert. Zahlreiche kurdische Aktivisten kamen unter dem Vorwurf von PKK-Verbindungen in Haft. Der islamisch-konservativen Regierung in der Türkei wird vorgeworfen, dabei ohne Rücksicht auf rechtsstaatliche Grundsätze gegen Regierungskritiker vorzugehen. (ehi/sda/afp)

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