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Erdogan kündigt weiteren Vormarsch türkischer Truppen in Syrien an



Die Türkei wird ihren Vormarsch in Syrien nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan fortsetzen. Die Türkei werde weiter syrische Gebiete befreien, kündigte Erdogan am Montag in der Rede zu seinem Wahlsieg an.

Zugleich werde sein Land künftig noch entschiedener gegen terroristische Organisationen vorgehen, sagte Erdogan. Die Türkei hält Gebiete im Norden Syriens seit Monaten besetzt.

Die syrischen Regierungstruppen weiteten unterdessen ihre Angriffe im Südwesten des Bürgerkriegslandes aus. Erstmals seit fast einem Jahr hätten Armee-Helikopter Fassbomben über der Stadt Deraa abgeworfen, berichteten Rebellen und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Zudem seien Flugblätter abgeworfen worden, die den Einmarsch der Armee in der Region angekündigt und die Menschen aufgefordert hätten, «die Terroristen rauszuwerfen, wie es eure Brüder in Ost-Ghuta getan haben». Der Südwesten ist neben der Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei eine von zwei verbliebenen Rebellenhochburgen in Syrien.

Gefechte um Busr al-Harir

Die jüngsten Gefechte konzentrierten sich auf den Ort Busr al-Harir. Er liegt nordöstlich von Deraa, der grössten Stadt im Südwesten, auf halber Strecke auf einem schmalen Landstreifen, der von den Rebellen beherrscht wird und in Regierungsgebiet hineinragt. Eine Eroberung von Busr al-Harir durch die Regierungstruppen würde den Landstreifen in zwei Teile trennen, die nördliche Zone wäre dann von der Armee eingeschlossen.

Die regierungstreue Zeitung «al-Watan» berichtete, die Soldaten seien bereits in den Ort vorgedrungen. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, es gebe erbitterte Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und mit ihnen verbündeten Milizen auf der einen und Rebellengruppen auf der anderen Seite.

Russische Nachrichtenagenturen meldeten unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau, die syrische Armee habe mit Unterstützung der russischen Luftwaffe einen Rebellenangriff in der Deeskalationszone im Südwesten zurückgeschlagen. Dabei seien etwa 70 Aufständische getötet worden. (sda/reu)

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