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Türkei weist Vorwurf eines Giftgaseinsatzes in Syrien zurück



Die Türkei hat Vorwürfe zurückgewiesen, ihr Militär habe bei ihrer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in der nordsyrischen Region Afrin Giftgas eingesetzt. Das seien haltlose Anschuldigungen, sagte ein türkischer Diplomat am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.

«Die Türkei hat niemals Chemiewaffen eingesetzt. Wir sind bei der Operation Ölzweig überaus vorsichtig gegenüber Zivilisten», sagte er.

Die YPG dagegen hat nach eigenen Angaben Hinweise auf einen türkischen Gasangriff auf ein Dorf in Afrin. Bei dem Beschuss nahe der Grenze zur Türkei seien am Freitag sechs Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher. Sie hätten Atemprobleme und zeigten weitere Symptome eines Gasangriffs.

Ähnliches teilten die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana mit. Beide beriefen sich auf Ärzte in Afrin.

Der türkische Diplomat wies auch die Berichte über Verletzte zurück und nannte sie «schwarze Propaganda». Die türkische Armee war im Zuge der Operation Ölzweig im Januar im Norden Syriens einmarschiert und will die YPG aus Afrin bis hinter den Euphrat vertreiben.

Streit zwischen Nato-Partnern

Die Türkei betrachtet die YPG als Terrororganisation und will ihr Erstarken an der Grenze verhindern. Sie hält die Miliz für den verlängerten Arm der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei seit Jahrzehnten für Autonomie kämpft.

Die YPG und ihre Verbündeten haben seit Beginn des Aufstandes gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Jahr 2011 drei autonome Regionen im Norden Syriens errichtet, darunter Afrin. Der Einfluss der YPG wuchs, als sie sich an die Spitze der Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF) stellte und erfolgreich die Terrormiliz IS bekämpft.

Weil sie dabei von den USA unterstützt wird, sorgt die Offensive der Türkei in Nordsyrien für Streit zwischen den Nato-Partnern USA und Türkei. Allerdings lehnen die USA Autonomiepläne der syrischen Kurden ab, ebenso wie die von Russland und Iran unterstützte Assad-Führung.

Chemiewaffen-Vorwürfe gegen Syrien

Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Herbert Raymond McMaster, warf Assad vor, weiterhin Chemiewaffen einzusetzen. Das belegten Bilder und Berichte, sagte er in München.

«Es ist Zeit, dass alle Staaten das syrische Regime und seine Helfer für ihre Taten zur Verantwortung ziehen und die Bemühungen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen unterstützen.» Auf welche Informationen er sich berief, sagte McMaster nicht.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Syrien unlängst mit einem Angriff gedroht, sollte der Führung der Einsatz von Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung nachgewiesen werden. Er habe dafür aber noch keinen Beweis gesehen. Die Assad-Führung hat wiederholt einen Einsatz von Chemiewaffen bestritten und erklärt, sie ziele auf Rebellen und bewaffnete Militante, nicht auf Zivilisten. (sda/reu)

Diese 23 Bilder aus Syrien beweisen, dass gerade was komplett falsch läuft

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