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Anschlag in Istanbul: Frau von Verdächtigem will von Plänen nichts gewusst haben

Die Frau des mutmasslichen Attentäters von Istanbul ist nach Medienberichten in Polizeigewahrsam. Sie zeigte sich den Beamten gegenüber wohl völlig ahnungslos. Ihr Mann ist weiter auf der Flucht.



Anschlag auf Nachtclub in Istanbul

Ein Artikel von

Spiegel Online

Von der Attacke in einem Istanbuler Klub mit 39 Toten will die Frau des mutmasslichen Attentäters erst aus dem Fernsehen erfahren haben. Das sagte sie im Verhör mit der Polizei ausgesagt haben, berichten türkische Medien. Weiter soll sie gesagt haben, dass sie auch nicht gewusst habe, dass ihr Mann Anhänger der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») ist. Er ist weiterhin auf der Flucht. Der «IS» reklamierte die Tat für sich.

Die Behörden veröffentlichten unterdessen erste Fahndungsbilder des Verdächtigen, auf denen das Gesicht des Gesuchten klar zu erkennen ist. Auch ein Video des mutmasslichen Attentäters tauchte in türkischen Medien auf.

In this photo obtained Tuesday Jan. 3, 2017,  in this undated photo a man believed to be the gunman who killed dozens at an Istanbul nightclub, films himself and the street behind him as he wanders nearby Istanbul's crowded Taksim square.  An assailant armed with a long-barrelled weapon, opened fire at the nightclub in Istanbul's Ortakoy district during New Year's celebrations, killing dozens of people and wounding many others. No details have been released as to why the authorities might think the man in this selfie photo is a suspect in the New Year’s attack. (DHA-Depo Photos via AP)

Bild: AP/DHA Depo Photos

Nach Informationen der türkischen Zeitung «Hürriyet» flog der mutmassliche Attentäter am 20. Dezember mit seiner Frau und zwei Kindern nach Istanbul. Zwei Tage später reiste die Familie weiter nach Konya. Dort soll sie ein Appartement für 1100 Türkische Lira gemietet und drei Monate im Voraus bezahlt haben. Der Mann habe angegeben, dass er in Konya Arbeit suche.

Der türkischen Zeitung «Cumhuriyet» zufolge waren Nachbarn des Verdächtigen und seiner Familie durch die Fahndungsfotos aufmerksam geworden und hatten die Polizei informiert. Daraufhin soll die Frau von Beamten festgenommen und nach Istanbul gebracht worden sein. Dort befindet sie sich derzeit noch in Gewahrsam.

Am Montagabend sollen Anti-Terror-Einheiten Razzien in Istanbul durchgeführt haben. Dabei seien Hubschrauber eingesetzt und Strassen gesperrt worden. Über Festnahmen wurde nichts bekannt. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor acht Festnahmen in Istanbul im Zusammenhang mit dem Terrorangriff gemeldet.

Nach einem Pressebericht wurden viele der Opfer durch gezielte Kopfschüsse getötet. Insgesamt habe der Attentäter mehr als 180 Schüsse abgegeben und dabei sechsmal das Magazin gewechselt, berichtetedie Zeitung «Hürriyet Daily News». Laut der Istanbuler Anti-Terror-Behörde benutzte er zudem noch Blendgranaten, um für zusätzliches Chaos in dem Klub zu sorgen.

Schliesslich sei der unbekannte Täter, der ein grünes Hemd, dunkle Hosen und schwarze Stiefel trug, in die Küche gegangen, wo er rund 13 Minuten geblieben sei, die Kleidung gewechselt und seinen Mantel zurückgelassen habe. Er flüchtete zunächst unerkannt mit einem Taxi vom Tatort.

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FondueCaquelon 03.01.2017 17:57
    Highlight Highlight ... "mit seiner Frau und zwei Kindern"...
    Falls der Typ tatsächlich der Täter ist, frage ich mich (als Familienvater) was einen Menschen zu so etwas treibt. Wobei man sich das grundsätzlich fragen kann. Eine Antwort, die sich in Worte fassen lässt, gibt es wohl keine.
    Und der sog. "IS" wird den Kindern vermutlich nicht erklären dass Papa ein Massenmörder ist, aber eigentlich ganz stolz darauf sein darf 😒
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