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Von Türkei gejagt: Deutscher Schriftsteller Akhanli kommt unter Auflagen frei



FILE - In this Jan. 7, 2011 file photo, Turkish born German writer Doghan Akhanli is photographed in Cologne, Germany. Germany's foreign minister is urging Spain not to extradite a German writer to Turkey after he was arrested on a Turkish warrant. Sigmar Gabriel called his Spanish counterpart Saturday Aug. 19, 2017 over the arrest of Doghan Akhanli while on holiday in Spain. Akhanli was born in Turkey but emigrated to Germany in 1991 after spending years in Turkish prison following the 1984 military coup in the country. (Oliver Berg/dpa via AP,file)

Dogan Akhanli. Bild: AP/dpa

Der auf Betreiben der Türkei in Spanien festgenommene deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli kommt unter Auflagen frei. Er muss aber zunächst in der Hauptstadt Madrid bleiben, wie sein Anwalt Ilias Uyar bestätigte.

«Er ist erschöpft», sagte Uyar. Die Türkei habe jetzt 40 Tage Zeit, einen Auslieferungsantrag in Spanien zu stellen und zu begründen. Dann werde es in Spanien ein Auslieferungsverfahren mit Anhörung geben.

Die spanische Polizei hatte Akhanli am Samstag auf Betreiben der Türkei festgenommen. Der Schriftsteller hatte Ferien in Granada gemacht. Was genau ihm vorgeworfen wird, war zunächst unklar. Akhanli lebt seit seiner Flucht aus der Türkei 1991 in Deutschland und hat nur die deutsche Staatsbürgerschaft.

Der deutsche Aussenminister Sigmar Gabriel hatte sich am Samstag persönlich eingeschaltet. Er telefonierte mit seinem spanischen Amtskollegen Alfonso Dastis, um eine Auslieferung des türkischstämmigen Schriftstellers an die Türkei zu verhindern.

Akhanli war als Folge einer sogenannten Red Notice bei Interpol im Auftrag der Türkei festgenommen worden. Damit kann ein Staat die Festnahme eines Gesuchten mit dem Ziel der Auslieferung beantragen.

In seinen Werken befasst sich der 1957 geborene Schriftsteller auch mit der Verfolgung der Armenier in der Türkei – einem höchst kontroversen Thema, bei dem in Akhanlis alter Heimat regelmässig die Emotionen hochkochen. Er selbst wurde nach dem Militärputsch als Mitglied der kommunistischen TDKP 1984 verhaftet. Von 1985 bis 1987 sass er in Istanbul in einem Militärgefängnis. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Me, my shelf and I 20.08.2017 14:14
    Highlight Highlight Erdogan ist ein Krebsgeschwür, dessen werden sich die Türken hoffentlich lieber früher als später bewusst.

    Ich hoffe es ist noch nicht zu spät.
    • AdiB 21.08.2017 12:26
      Highlight Highlight Den türken passt erdi aus dem selben grund wieso hier gewiessen der blocher und co. passen. "Entlich einer der klartext redet und sich der eu nicht beugt."
      Solche leute haben einen aufmarsch in letzter zeit.

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